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    Afrikanische Sprachen in der Bildungsmigration: Eine soziolinguistische Studie zur Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS)

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    Ziel unseres Beitrags ist es, die Rolle afrikanischer Sprachen in der Bildungsmigration exemplarisch am Beispiel einer internationalen Graduiertenschule im Bereich der Afrika Studien, der Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS), zu untersuchen. Unsere an der Schnittstelle von soziolinguistischer Mehrsprachigkeits- und Bildungsforschung angesiedelte Pilotstudie stützt sich auf Daten, die durch die Befragung (Fragebogen sowie Interviews) von Doktorand*innen und Alumni der BIGSAS gewonnen wurden. Das Interesse gilt zum einen dem Sprachrepertoire sowie dem Funktionsspektrum der afrikanischen Sprachen und zum anderen den sprachbezogenen Repräsentationen. Dabei wird die Praxis im Herkunftsland mit der im Aufnahmeland kontrastiert. Darüber hinaus ist es unser Anliegen, vorhandene Formen der Mehrsprachigkeit im universitären Kontext sichtbar zu machen und für mehr sprachliche Diversität in Forschung und Lehre zu werben. This contribution aims to examine the role of African languages among migrants in higher education by using the example of an international graduate school in the field of African studies, the Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS). Our pilot study is located at the interface of research on sociolinguistic multilingualism and education. It is based on data obtained through a survey (questionnaire and interviews) among doctoral students as well as alumni of BIGSAS and focusses on the language repertoire and functional spectrum of African languages on the one hand and on language-related representations on the other hand. In this regard, linguistic practices in the country of origin are contrasted with those in the host country. Furthermore, it is our purpose to make already existing forms of multilingualism in the university setting more visible and to promote linguistic diversity in research and teaching

    Mutual Attraction and Common Interests: The digital humanities and multimodality research have found each other (but will it last?).

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    Dieser Beitrag untersucht den Überschneidungsbereich zwischen den Digital Humanities und der Multimodalitätsforschung. Beides sind interdisziplinäre Ansätze, die mittlerweile in weiten Teilen der Geisteswissenschaften eine Rolle spielen. In den Digital Humanities gewinnen Projekte, Tools und methodologische Ansätze, die den traditionellen Fokus auf Schriftsprache hinter sich lassen, an Relevanz. Digitale Editionen, multimodale Korpora, interaktive Visualisierungen, virtuelle Rekonstruktionen und der Einsatz von Computer Vision sind Beispiele für diesen Trend. Die Multimodalitätsforschung hat sich in den letzten Jahrzehnten ausgehend von linguistischen und semiotischen Wurzeln entwickelt. Sie besitzt die Theoriegrundlage, methodologische Reflexion und analytischen Werkzeuge, um die vielfältigen Zeichenprozesse zu beschreiben, die multimodale Artefakte und den Umgang mit ihnen kennzeichnen. So verändern sich die semiotischen Eigenschaften multimodaler Texte und Artefakte durch die Digitalisierung (etwa wenn ein Faksimile gescannt oder ein Gebäude virtuell rekonstruiert wird), und dies beeinflusst die weiteren Interpretationsprozesse (etwa wenn mit Deep-Learning-Algorithmen Muster in digitalisierten Sammlungen erkannt und diese als Evidenz für oder gegen Forschungshypothesen interpretiert werden). Der Beitrag geht auch darauf ein, inwieweit die Digital Humanities von Methoden und Technologieentwicklung der Data Science profitieren können. Abschließend stellt der Artikel das neu entwickelte Multimodal Digital Humanities Framework (MDHF) vor. Mit seiner Hilfe lassen sich zahlreiche Aspekte von DH-Projekten in Einzel- und Vergleichsstudien oder in Korpusanalysen untersuchen. Es bietet eine breite Palette von Anwendungsmöglichkeiten, wie z. B. die Definition von Standards, die Spezifikation von Anforderungen im Planungsprozess, oder die Evaluierung laufender oder abgeschlossener Projekte. Für Forschende bietet es unter anderem die Möglichkeit, diachrone Untersuchungen zur Entwicklung von digitalen Editionen, digitalen Ausstellungen, DH-Visualisierungen oder anderen Angeboten der Digital Humanities durchzuführen. This contribution investigates the area of overlap between the digital humanities and multimodality research, two interdisciplinary approaches that exert their influence across the humanities. An increasing number of projects, tools, and methodologies in the digital humanities are moving beyond the traditional focus on language and written text. Digital editions, multimodal corpora, interactive visualisations, virtual reconstructions, and the use of computer vision methods are only some of these developments. Well-founded upon a basis in linguistics and semiotics, multimodality research offers the theoretical depth, methodological reflection, and analytical tools needed to describe the manifold interacting sign processes that are relevant for multimodal cultural artefacts. It can explain and analyse the change of semiotic properties through processes of digitisation, both of the initial multimodal texts or artefacts themselves (e.g. when a facsimile is scanned or a building virtually reconstructed), and of the processes of interpretation (e.g. when patterns are detected in digitised collections with deep learning algorithms, and these patterns are then interpreted as empirical evidence for or against research hypotheses). The potential of a deeper connection between the digital humanities and data science will be touched upon. Finally, the article introduces the newly developed Multimodal Digital Humanities Framework (MDHF), and detailed analytical tool suitable for both individual and corpus-based analysis of DH projects. It offers a wide range of applications, such as defining standards to ensure comparability across projects, or formulating design specifications during the planning process. It can also be used to evaluate ongoing or finished projects, or to conduct diachronic research on the development of digital editions, digital exhibitions, DH-themed visualisations, or other digital humanities services. &nbsp

    Erwerb des Zertifikats CoreTrustSeal (CTS) durch ein Forschungsdatenzentrum im Bildungsbereich – Motivation, Umsetzung und Lessons learned

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    Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Zertifizierung von Repositorien und den Fragen, mit denen sich Datenzentren, die über eine Zertifizierung ihrer Einrichtung nachdenken, auseinanderzusetzen haben. Im Mittelpunkt des Beitrags steht ein Erfahrungsbericht über die Erlangung des CoreTrustSeal (CTS) durch das Forschungsdatenzentrum am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (FDZ am IQB). Wir beschreiben die Motivation für den Zertifizierungsprozess, die vom CTS umfassten Kriterien und Themengebiete sowie die praktische Umsetzung des Zertifizierungsvorhabens. Für jeden Schritt versuchen wir auch Empfehlungen (lessons learned) abzuleiten, die für andere Datenzentren, die das CTS erlangen wollen, hilfreich sein könnten. Aus unserer Sicht ist bereits die Beschäftigung mit dem Thema Zertifizierung für den gesamten Prozessablauf einer Einrichtung gewinnbringend

    Potential für ein starkes Netzwerk zwischen GFBio und FDM-Beratenden an Universitäten und Forschungsinstituten

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    GFBio (German Federation for Biological Data) hat sich in den letzten sechs Jahren als die zentrale Anlaufstelle für WissenschaftlerInnen und Datenverantwortliche rund um alle Fragen des Forschungsdatenmanagements in der Biodiversitätsforschung etabliert. Zentrales Ziel von GFBio ist die Sensibilisierung der Fachcommunity für die Themen Forschungsdatenmanagement, Langzeitarchivierung und Publikation von Forschungsdaten. Eine bisher nur unzureichend gelöste Herausforderung ist jedoch die Adressierung der Forschenden vor Ort. Die direkte Interaktion mit den Forschenden am jeweiligen Campus wird dabei durch die FDM-Beratenden geleistet. Die Erfahrung hat gezeigt, dass hier bereits hervorragende Arbeit geleistet wird, jedoch für eine in die Tiefe gehende fachspezifische Beratung oft die Ressourcen fehlen. Das von GFBio propagierte “front-office/back-office” Modell mit einer engen Verknüpfung der Aktivitäten von GFBio und der lokalen FDM-Beratenden ist durch seine Arbeitsteiligkeit zu beiderseitigem Vorteil. Im Folgenden wird GFBio mit seinen Kernservices vorgestellt sowie Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit mit lokalen FDM-Beratenden aufgezeigt

    NFDI4Chem - Fachkonsortium für die Chemie

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    Als Fachkonsortium für die Chemie hat sich NFDI4Chem innerhalb der nationalen Forschungsdateninfrastruktur gebildet. In diesem Beitrag stellt sich das Konsortium kurz vor und legt seine zentralen Ziele und wichtigsten Verbesserungen für das Forschungsdatenmanagement (FDM) in der Chemie sowie die praktischen Herausforderungen dar. Die Vision von NFDI4Chem ist die umfassende Digitalisierung und Vernetzung aller Prozesse im Umgang mit Forschungsdaten in der chemischen Forschung. Beginnend mit der Erzeugung der Daten, über deren Verarbeitung und Analyse bis hin zur Publikation wird eine modulare, vernetzte Infrastruktur aus Software-Tools, elektronischen Laborjournalen und Daten-Repositorien entwickelt und bereitgestellt, die Forschende im Laboralltag unterstützt. Die Digitalisierung wird begleitet durch die Entwicklung von Ontologien zur semantischen Beschreibung von Daten, Standards für Daten- und Metadatenformate sowie Minimalinformationen. Seine Aufgaben verfolgt das NFDI4Chem-Konsortium wissenschaftsgeleitet und mit dem klaren Ziel, eine intuitiv und effizient nutzbare Infrastruktur zu entwickeln. Das Gestalten eines kulturellen Wandels, gemeinsam mit der wissenschaftlichen Community, zur Etablierung und Akzeptanz eines FAIRen Umgangs mit Daten ist daher ein weiteres wichtiges Element der NFDI4Chem-Aktivitäten

    Genomdaten FAIR und sicher teilen: Das Deutsche Humangenom-Phänom Archiv (GHGA) als Baustein der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur

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    Menschliche Genomdaten und andere verwandte Omics-Daten, die mithilfe moderner Sequenzierverfahren gewonnen werden, sind integraler Bestandteil der biomedizinischen Forschung. In Zukunft werden diese Daten auch die klinische Versorgung immer stärker prägen. Dabei muss das Bedürfnis, Daten offen und FAIR für die Forschung nutzen zu können immer mit dem Schutz der Privatsphäre der Patientinnen und Patienten ausbalanciert und gegeneinander abgewogen werden. Zugriff kann dabei nur unter Einhaltung der notwendigen technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen und für legitime Forschungszwecke gewährt werden. Auf europäischer Ebene gibt es für diesen Zweck bereits das Europäische Genom-Phänom-Archiv (EGA). Da die zentrale EGA Infrastruktur die spezifischen nationalen Regelungen zum Datenschutz nur ungenügend abbilden kann, ist eine Umwandlung in eine föderierte Infrastruktur aus nationalen Knoten (“föderiertes EGA”) geplant. Ziel des NFDI-Projektes GHGA ist der Aufbau eines Genomarchivs als nationaler EGA-Knoten für die sichere Speicherung, den Zugriff und die Analyse menschlicher Omics-Daten (z.B. Genome, Transkriptome) in einem einheitlichen ethisch-rechtlichen Rahmen. GHGA wird dabei auch die Wünsche der Forschungsgemeinde nach effizienten, benutzerfreundlichen Analysen im großen Maßstab und zur Replikation von Ergebnissen auf anderen Kohorten berücksichtigen. GHGA setzt dabei auf existierenden nationalen Omics-Datenlieferanten und deren IT-Infrastrukturen auf, um eine harmonisierte, interoperable Infrastruktur zu schaffen. Ziel ist es, Forschende in Deutschland in die Lage zu versetzen, humane Genomdaten rechtssicher entsprechend der FAIR-Richtlinien auszutauschen und dabei internationale Standards zum Datenaustausch stärker mitzugestalten. GHGA ist dabei eingebunden in flankierende internationale Forschungsnetzwerke wie etwa die europäische 1+ Million Genomes Initiative

    Les langues camerounaises en Italie

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    Cette contribution focalise l’attention sur les langues des immigrés camerounais en Italie. Le Cameroun est le seul pays africain à avoir subi une triple expérience coloniale (française, anglaise et allemande) et le deuxième pays africain, après le Nigéria, avec le plus grand nombre de langues. Mais dans ce pays, les langues locales tombent progressivement en désuétude sous la poussée et au profit du français et de l’anglais, héritages linguistiques de l’expérience coloniale. L’étude se propose donc d’observer la situation aussi bien des langues officielles camerounaises que des différentes langues locales dans le contexte diasporique italien. Dans notre analyse nous nous penchons en particulier sur le comportement linguistique d’une cinquantaine de familles camerounaises résidant dans une quinzaine de villes d’Italie. Sur la base des données de notre enquête, données recueillies grâce à une série d’interviews et d’observations participantes, il ressort que le français et l’italien sont les langues principalement utilisées par les Camerounais tandis que le degré de vitalité des langues locales camerounaises est plutôt très bas. This paper focuses on the Cameroonian immigrant community. Cameroon is the only African country to have known three former colonial languages (French, English and German). Cameroon is also the second African country, after Nigeria, with the largest number of languages. In this country, as in other African countries, at the heart of the ongoing debate of language question in Africa has been the problem of defining the role of African languages in juxtaposition with ex colonial languages, the latter used in the higher domains, especially in the educational system and administrative structures. The paper aims at analizing either the use of Cameroonian official languages or local languages. The chapter specifically focuses on restructuring of linguistic repertoires by Cameroonian immigrants before and after the migration in Italy, as well as their language attitudes towards the numerous idioms within their linguistic space. The survey involved 50 Cameroonian families based in 15 Italian cities. The first results of the research, collected through a series of interviews and participant observations, reveal that the high prestige of former colonial, official, European languages (French and Italian) tend to undermine Cameroon local languages. &nbsp

    Disziplinübergreifendes Modell zur Ausbildung von Forschungsdatenmanagement und Data Science Kompetenzen: „Data Train – Training in Research Data Management and Data Science“

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    Die datengetriebene Forschung wird immer bedeutsamer, um die Forschungsfragen unserer Zeit zu beantworten. Dies lässt sich seit längerem beobachten und wird aktuell durch die COVID-19 Pandemie unter Beweis gestellt. In der Wissenschaft und Wirtschaft besteht jedoch ein starkes Defizit an qualifizierten Personen in (Forschungs-)Datenmanagement, Data Science und innovativen Technologien. Diesem Bedarf folgend, hat die U Bremen Research Alliance[1] mit Unterstützung des Landes Bremen für Promovierende der Mitgliedseinrichtungen eine institutions- und disziplinübergreifende Ausbildung „Data Train – Training in Research Data Management and Data Science“[2] aufgebaut. Data Train verfolgt die Mission, Kompetenzen des wissenschaftlichen Nachwuchses in Data Literacy, Datenmanagement und Data Science zu stärken und dabei die Promovierenden interdisziplinär und interinstitutionell zu vernetzen. An der Entwicklung beteiligen sich vier in Bremen vertretene NFDI-Konsortien (NFDI4Health, NFDI4Biodiversity, KonsortSWD und NFDI4Ing). Dieses interinstitutionelle und disziplinübergreifende Ausbildungsmodell, das die gesamte Datenwertschöpfungskette in der Wissenschaft abdeckt und von der auch Wirtschaftsunternehmen profitieren, liefert einen wichtigen Baustein zur Datenkompetenz-Ausbildung.   [1] Der U Bremen Research Alliance e.V. ist ein kollaborativer Zusammenschluss der Universität Bremen mit zwölf der von Bund und Ländern getragenen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie weiteren von der Freien Hansestadt Bremen finanzierten Instituten und bildet ein Zentrum exzellenter Wissenschaft. (https://www.uni-bremen.de/research-alliance) [2] https://uni-bremen.de/data-trai

    Institutionelle Workflows zum Forschungsdatenmanagement. : Bestandsaufnahme und Lösungsvorschläge aus der Leibniz-Gemeinschaft

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    Institutionelle Workflows zum Forschungsdatenmanagement sind an Instituten der Leibniz-Gemeinschaft unterschiedlich ausgeprägt. Im Rahmen eines Workshops haben Mitarbeitende aus dem Bereich Forschungsdatenmanagement verschiedener Leibniz-Institute eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Praxis vorgenommen und übertragbare Ansätze herausgearbeitet. In diesem Beitrag werden die einzelnen Erfahrungen und Berichte zusammengefasst und als Gesamtsituation skizziert. Darauf aufbauend werden erfolgreich etablierte Abläufe modellhaft als Lösungsmöglichkeiten entworfen. Der Workshopbericht differenziert dabei verschiedene Aspekte des Forschungsdatenmanagements. Klare Regelungen und Zuständigkeiten sowie eine möglichst frühzeitige und kontinuierliche Einbindung von Forschenden stellen wichtige Voraussetzungen für das Gelingen des Datenmanagements dar

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