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NFDI4BioDiversity - NFDI-Konsortium für Biodiversitäts-, Ökologische und Umweltdaten
NFDI4BioDiversity ist ein Konsortium innerhalb der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) mit einem Schwerpunkt auf Services für die Biodiversitätsforschung und Ökologie. Unzählige Studien belegen den Rückgang der Biodiversität auf unserem Planeten. Drängende Fragen in diesem Zusammenhang sind unter anderem welche Auswirkungen der Rückgang der Biodiversität auf die betroffenen Ökosysteme hat und welche (anthropogenen) Einflüsse die Biodiversität reduzieren oder fördern. Um die komplexen Zusammenhänge zu verstehen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten, werden vielfältige, qualitätsgesicherte und FAIRe[1] Daten benötigt. Diese umfassen das Vorkommen von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen, einschließlich ihrer genotypischen, phänotypischen und funktionalen Vielfalt, sowie deren Zusammenspiel in Populationen und Ökosystemen. In NFDI4BioDiversity haben sich 49 Partner aus Wissenschaft, Behörden und Bürgerwissenschaften zusammengeschlossen, um die Mobilisierung und Publikation vorhandener Daten voranzutreiben, effiziente Workflows zu entwickeln und Tools und Services zur Unterstützung von Analysen bereitzustellen.
[1] FAIR: Findable, Accessible, Interoperable, Reusable, aus: Wilkinson, Mark D., et al. „The FAIR Guiding Principles for scientific data management and stewardship”, Scientific Data 3:160018 (March 2016), doi: 10.1038/sdata.2016.1
„Multimodalität“ und „Räumlichkeit“ in der multimodalen Interaktionsanalyse
We start with describing our idea of multimodality. Multimodality is due to the manifest empirical evidence that all modalities participants use in interaction simultaneously play their role in constituting interaction. Multimodal interaction analysis is our approach to deal and to cope with the manifest modal complexity of interaction analytically. An important and up to now mostly neglected modal resource of interaction is space. Its relevance is expressed in our concept of “socio-spatial positioning” that is closely connected with two other concepts for spatial analysis: “architecture-for-interaction” and “social topography”. Having introduced these concepts theoretically, we briefly present a case study to proof their empirical fruitfulness. The case study focuses on three protagonists who are involved in the performance of a book presentation. During this presentation, the author of the presented book calls them to the stage one by one. We reconstruct how the involved participants are consecutively positioned and position themselves on a small stage in front of the audience. Turning to this complex multimodal process, we show how the participants embody and manifest the characteristics of their social contact(s).
 
Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die Ingenieurwissenschaften (NFDI4Ing)
Das Konsortium NFDI4Ing wurde 2017 gegründet und legt einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Identifizierung und Harmonisierung spezifischer, datengenerierender Ingenieurtätigkeiten. Das Arbeitsprogramm des Konsortiums ist modular aufgebaut und zeichnet sich durch die Einführung sogenannter methodenorientierter Archetypen aus. Dabei werden fachspezifische Use Cases zusammen mit Nutzenden aus den Ingenieurswissenschaften entlang der Forschungsprozesse kontinuierlich ausbaut. NFDI4Ing besitzt drei Community-bezogene Schwerpunkte: Die Gewährleistung von Datenkompetenz durch Aus- und Weiterbildung, die Förderung von technologischen Lösungen und Methoden, sowie die Förderung von Data Governance und Kuration.The NFDI4Ing consortium has been founded in 2017. As one important step, NFDI4Ing has taken on the task of identifying and harmonising specific, data-generating engineering activities. The consortium\u27s work programme has a modular structure and is characterised by the introduction of method-oriented archetypes. In close collaboration with users from the engineering sciences, subject-specific use cases are continuously expanded along research processes. NFDI4Ing has three community-related priorities: providing training and ensuring data literacy from the very beginning, nurturing technological solutions and methods, and fostering data governance and curation
Das Versprechen der Vernetzung der NFDI
Das Versprechen der Vernetzung der NFDI ist ein Veranstaltungsbeitrag. Er stellt wesentliche Ergebnisse aus dem Workshop Visualisierung von Netzwerken auf dem 2. Community Meeting des Konsortiums NFDI4Ing vor und zeichnet nach, wie die Visualisierung des Versprechens der Vernetzung durch die Diskussionen mit den Teilnehmenden des Workshops zu neuen Erkenntnissen und Fragestellungen führte.The National Research Data Infrastructure\u27s Promise to Partner is a workshop paper. It presents key findings from the Visualization of Networks workshop held at the 2nd Community Meeting of the NFDI4Ing consortium and traces how visualizing the promise to partner led to new insights and questions through discussions with workshop participants
Arbeitsanweisungen zu Videomitschnitten in digitalen Lehrendenbildungskonferenzen
Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit interaktionalen Vorgängen bei Videokonferenzen, die im Rahmen einer internationalen Aus- und Fortbildungsveranstaltung für DaF-Lehrkräfte stattgefunden haben. Dabei liegt der Fokus darauf zu zeigen, wie die Moderatorin das dem LEELU-Projekt (Lehrkompetenzentwicklung für den extensiven Leseunterricht) zugrundeliegende LehrerInnenbildungskonzept für die Besprechung der Unterrichtsmitschnitte innerhalb der Konferenzinteraktion in Arbeitsanweisungen an die DaF-Lehrkräfte umsetzt und wie die Lehrenden ihre Beiträge an den Arbeitsanweisungen orientieren. Dazu wurde das Videomaterial einer multimodalen Konversationsanalyse unterzogen. Hier zeigte sich, dass sich die Anweisungen der Moderatorin sukzessive von der Modellvorgabe entfernen und den Arbeitspraktiken der Lehrenden angepasst werden. Hinzu kommt, dass wiederholt Unsicherheiten bei den Lehrkräften und der Projektmitarbeiterin darüber zu verzeichnen sind, wie sie mit dem Videomaterial während der Besprechung verfahren sollen. Daher sollten Bildungsmaßnahmen, die (auch) darauf abzielen, Lehrende für die Analyse von Unterrichtsmitschnitten zu qualifizieren, das professionelle Sehen der Lehrenden durch die gezielte und detaillierte Arbeit am Videomaterial fördern
Data Stewardship zwischen Service und Forschung: Das INF-Projekt im SFB 1171 Affective Societies
Die DINI/nestor AG Forschungsdaten führte im November 2020 einen Workshop zum Thema Data Stewardship im Forschungsdatenmanagement[1] durch. Der Workshop befasste sich mit den unterschiedlichen Rollen, Aufgaben und Einsatzgebieten von sogenannten Data Stewards. Die einzelnen Beiträge gaben Einblicke in die inhaltlichen Aufgabenfelder und Verantwortlichkeiten von Data Stewards und boten Einsichten in die Praxis. Schnell wurde deutlich, dass Stewardship in den Wissenschaftseinrichtungen sehr unterschiedliche Formen annehmen kann[2].
Im Rahmen von DFG-geförderten Sonderforschungsbereichen bieten die Teilprojekte zur Informationsinfrastruktur (häufig INF-Projekte genannt) Unterstützung im Forschungsdatenmanagement. Zu den Aufgaben der INF-Projekte gehören sowohl die Entwicklung und Realisierung von Strategien rund um das Datenmanagement als auch der Aufbau von Infrastruktur. Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, was Stewardship in fächerübergreifenden, kooperativen Forschungskonstellationen bedeuten kann und inwieweit sich die zentralen Aktivitäten der INF-Projekte dem Bereich Data Stewardship zuordnen lassen.
[1] Siehe dazu auch die Beschreibung des Workshops Data Stewardship im Forschungsdatenmanagement – Was ist das? Rollen, Aufgabenprofile, Einsatzgebiete: https://www.forschungsdaten.org/index.php/Wiki-Seite_des_11._Workshops_der_DINI/nestor_AG (Letzter Zugriff: 27.02.2021).
[2] Hausen, Daniela, Jessica, Rosenberg, Ute, Trautwein-Bruns und Annett, Schwarz. "Data Stewards an der RWTH Aachen University – Aufbau eines Flexiblen Netzwerks." Bausteine Forschungsdatenmanagement, Nr. 2 (November 2020): 20-28, hier 22. https://doi.org/10.17192/bfdm.2020.2.8278
Dialogisches Lernen in einer digitalen Lernumgebung
Der Beitrag stellt eine Aktionsforschungsstudie vor, mit der die Interaktionsprozesse in einem virtuellen, fach- und sprachintegrierten Unterrichtssetting untersucht wurden. In die Analyse fließen Transkripte von Plenumsgesprächen über die Videokonferenzsoftware Zoom ebenso ein wie die Ergebnisse der studentischen Lehrveranstaltungsevaluation. Die Daten werden mit Blick auf die Modi der Interaktion sowie aus der Perspektive des Lern-Engagements der Studierenden analysiert und mit den Resultaten einer Studie im Präsenzunterricht verglichen, um die Besonderheiten des Interagierens in einer Online-Lernumgebung zu erfassen. Als Ergebnis wird gezeigt, dass sich beim virtuellen Austausch vor allem Probleme im Hinblick auf den inhaltlichen Tiefgang der Interaktion abzeichnen. Aber auch sprachliche Phänomene werden seltener thematisiert als bei vergleichbaren Lerngruppen in Präsenz. Die eingeschränkten Möglichkeiten im nonverbalen Bereich schlagen sich unmittelbar im Austausch nieder und behindern die Entfaltung dialogischer Prozesse. Die Lernenden sind sich dieser Schwierigkeiten des Kommunizierens im virtuellen Raum bewusst, äußern insgesamt jedoch eine hohe Zufriedenheit mit dem Lehrangebot
Multimodale Ressourcen in Peer-Interaktion
Dem vorliegenden Beitrag liegt ein soziokulturelles Verständnis von Sprache und Zweitsprachaneignung zugrunde. Sprache wird dementsprechend als historisch geformtes kulturelles Artefakt verstanden, dessen Aneignung die Partizipation an zielsprachlichen Sprecher*innengemeinschaften ermöglicht. Vor diesem Hintergrund wird der Fokus auf unterrichtliche Peer-Interaktionssituationen gelegt, deren Beschaffenheit im Hinblick auf Zweitsprachaneignungsprozesse Gegenstand des vorliegenden Beitrags ist. Zweitsprachaneignungsprozesse werden unter folgenden Fragestellungen untersucht: Welche Ressourcen nutzen die Schüler*innen um den Aufgabenbearbeitungsprozess zu konstruieren? Inwiefern werden dabei Zweitsprachaneignungsprozesse in der Interaktion sichtbar? Dabei wird auf Videografien einer Unterrichtsstunde in einer Sprachfördergruppe an einer weiterführenden Schule zurückgegriffen. Diese wird mikroanalytisch mit der *conversation analysis for second language acquisition* analysiert. Dabei werden von den Schüler*innen genutzte multimodale Ressourcen in die Analyse einbezogen. Es zeigt sich, dass die Schüler*innen in den exemplarisch dargestellten Sequenzen der Aufgabenbearbeitung auf unterschiedliche Ressourcen zurückgreifen
“Speaking like a White Person”: Ideologies about Accent among Cameroonian Immigrants in Paris
Dieser Artikel beschreibt die persönlichen Erfahrungen von Migrant*innen aus Kamerun in Paris mit unterschiedlichen Akzenten anhand einer Analyse ihrer Sprachideologien zur Praxis des „whitiser“. Der Neologismus wird von ihnen als ein Akt des „Sprechens wie eine weiße Person“ oder, mit anderen Worten, als „Französisch sprechen ohne Akzent“ definiert. Viele Sprecher*innen beschreiben diese Praxis als eine Form von Akkommodation, die darin besteht, die eigene Sprechweise an jene von französischen oder kameruner Gesprächspartner*innen anzupassen, indem sie deren Akzent imitieren. Dagegen definieren es einige Sprecher*innen als eine Imitation von französischem Akzent beim Sprechen von Kameruner*innen mit Kameruner*innen im Kamerun und assoziieren sehr negative Bewertungen mit dieser Praxis. Meistens wird sie als eine Form der Assimilation, der Verleugnung der eigenen Herkunft und des Ausdrucks eines durch die Kolonisierung geerbten Minderwertigkeitskomplexes gesehen. Aufgrund dessen haben die Sprecher*innen ambivalente Einstellungen, die aus der Spannung zwischen ihren Sehnsüchten resultiert, sich mit der „weißen“ oder „französischen“ Bevölkerung zu identifizieren und sich von postkolonialen Machtstrukturen zu emanzipieren, die zwischen Personen in Frankreich und in Kamerun bestehen. Daher besetzen die Sprecher*innen die Kategorie „weiß“ je nach Interaktionskontext mit unterschiedlichen sozialen Bedeutungen.
This article describes the personal experiences of Cameroonian immigrants in Paris about accent differences through an analysis of their ideologies on the act of whitiser. This neologism is defined by them as the act of “speaking like a white person” or, in other words, “speaking French without an accent”. Many speakers define this practice as a form of accommodation, which consists in adapting one’s way of speaking to French or non Cameroonian interlocutors by imitating their accents, while a few speakers define it as the imitation of the French accent by a Cameroonian talking with another Cameroonian in Cameroon, and associate highly negative values to the practice. Most of the times it is perceived as a form of assimilation, a denial of one’s origins and as the expression of an inferiority complex inherited from colonization. Therefore, the speakers have ambivalent opinions about this practice, thus revealing a tension between their ambivalent desire to identify with the group of “White” or “French” people and their desire to emancipate from postcolonial power relations between the French and the Cameroonian people. They invest the category “White” with variable social meanings, depending on the interactional contexts