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    Forschungsdatenmanagement praktisch vermitteln — Schulungskonzepte für Doktorand:innen an der TU Braunschweig

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    Die Aufklärung und Wissensvermittlung in Bezug auf Forschungsdatenmanagement (FDM) ist eine der zentralen Aufgaben von TUBS.researchdata (Servicezentrum für Forschungsdatenmanagement) an der TU Braunschweig. Die Erfahrungen aus in den vergangenen Jahren angebotenen Schulungen zeigen, dass eine reine Grundlagenvermittlung oftmals nicht ausreichend ist, um FDM zu vermitteln und für eine langfristige Etablierung bei den Wissenschaftler:innen zu sorgen. Dabei gestaltet sich insbesondere der Transfer von theoretisch erworbenem Wissen hin zu praktisch ausgeführtem FDM als Herausforderung. Die alle Fachdisziplinen im Grundsatz einenden Prämissen eines erfolgreichen FDM bedürfen einer mindestens fachspezifischen, wenn nicht sogar fallspezifischen Ausgestaltung und Adaption. Vor diesem Hintergrund hat TUBS.researchdata drei neue, praxisgeleitete Schulungskonzepte für Promovierende entwickelt, die den Wissenschaftler:innen den Einstieg ins FDM erleichtern. Der Beitrag stellt die Schulungskonzepte vor, berichtet über Erfahrungen mit der Durchführung, vergleicht Vor- und Nachteile und thematisiert mögliche Weiterentwicklungen für die Zukunft

    Forschungsdatenmanagement etablieren – Bestehende Service-Angebote und geplante Erweiterungen

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    An der TU Braunschweig steht TUBS.researchdata (Servicezentrum Forschungsdatenmanagement) Wissenschaftler:innen bei allen Fragen zum Forschungsdatenmanagement beratend zur Seite. In den letzten Jahren wurden verschiedene Services aufgebaut, die sich auf zwei Säulen stützen: die Wissensvermittlung des Forschungsdatenmanagements und der Ausbau von technischen Infrastrukturen zur aktiven Umsetzung des Forschungsdatenmanagements. In diesem Artikel wird von den bisherigen Erfahrungen des Aufbaus und der Etablierung der angebotenen Services an der TU Braunschweig berichtet. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei Konfigurationund Inbetriebnahme des institutionellen Repositoriums. Abschließend werden Möglichkeiten zum Ausbau und Weiterentwicklung von Services für das Forschungsdatenmanagement an der TU Braunschweig beleuchtet

    The openCARP CDE: Concept for and implementation of a sustainable collaborativedevelopment environment for research software

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    This work describes the setup of an advanced technical infrastructure for collaborative software development (CDE) in large, distributed projects based on GitLab. We present its customization and extension, additional features and processes like code review, continuous automated testing, DevOps practices, and sustainable life-cycle management including long-term preservation and citable publishing of software releases along with relevant metadata. The environment is currently used for developing the open cardiac simulation software openCARP and an evaluation showcases its capability and utility for collaboration and coordination of sizeable heterogeneous teams. As such, it could be a suitable and sustainable infrastructure solution for a wide range of research software projects

    Urheberrechte an Forschungsdaten – Typische Unsicherheiten und wie man sie vermindern könnte: Ein Diskussionsimpuls

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    Bei urheberrechtlichen Fragen im Forschungsdatenmanagement stehen Forschende und Beratungspersonal vor besonderen Herausforderungen. Einerseits verlangt die gute wissenschaftliche Praxis, mögliche Urheber- und Leistungsschutzrechte an Forschungsdaten frühzeitig zu klären, zum Beispiel durch Verträge zwischen Projektbeteiligten oder durch institutionelle Richtlinien. Andererseits ist die Rechtslage im Forschungsalltag oft sehr komplex und es mangelt an Unterstützung bei der Formulierung der notwendigen Vereinbarungen. Dieser Übersichtsartikel führt kurz in die für Forschungsdaten relevanten Aspekte des Urheberrechts ein und zeigt anhand zweier Fallbeispiele häufig vorkommende Unsicherheiten auf. Wir regen an, Muster- und Beispieltexte, die das Urheberrecht betreffen, in einem koordinierten, einrichtungsübergreifenden Prozess zu entwickeln und zentral zur Nachnutzung zur Verfügung zu stellen. Außerdem schlagen wir vor, ein Online-Unterstützungsangebot aufzubauen, das bei der Klärung urheberrechtlicher Fragen hilft und der Weiterentwicklung und Kommentierung bestehender Musterdokumente dient

    Was eine Data Governance für das Forschungsdatenmanagement leisten kann : Das Projekt Krisenmanagement und Resilienz – Corona (KResCo)

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    In dem Fraunhofer-internen Projekt „Krisenmanagement und Resilienz – Corona“ (KResCo) wurden Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie in verschiedenen Ländern sowie deren Wirksamkeit untersucht. Hierbei wurden viele Daten erzeugt und nachgenutzt, deren Management in einem eigenen Arbeitspaket gesteuert wurde. Hierzu wurde ein Data-Governance-Ansatz angewendet, im Rahmen dessen verschiedene strategische, rechtliche und operative Bausteine entwickelt und während des Projektverlaufs erprobt wurden. Der Artikel beschreibt diese Bausteine und und beurteilt deren Umsetzungsgad im Projekt anhand eines Reifegrad-Modells. Im Ergebnis zeigte sich, dass nicht alle Ziele der Data Governance im Projekt erreicht werden konnten, da keine ausreichende Akzeptanz bei den Forschenden aufgebaut werden konnte, so dass diese die Bausteine nicht im erforderlichen Umfang nutzten

    NFDI4Health – Nationale Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten

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    doch erfüllen Studienprotokolle, eingesetzte Erhebungsinstrumente und erhobene Daten die Anforderungen der FAIR-Prinzipien nicht in ausreichendem Maße. NFDI4Health wird daher eine Struktur schaffen, die eine zentrale Suche nach existierenden, dezentral verwalteten Datenkörpern und zugehörigen Dokumenten sowie einen FAIRen Zugang zu diesen erleichtert. Dazu werden die Auffindbarkeit und der Zugang zu strukturierten Gesundheitsdaten aus Registern, administrativen Gesundheitsdatenbanken, klinischen und epidemiologischen sowie Public Health-Studien verbessert und die Qualität und Harmonisierung der zugrundeliegenden Daten optimiert.Eine weitere Herausforderung entsteht durch die Verwendung personenbezogener Gesundheitsdaten. Diese sind hoch sensibel, so dass ihre Nutzung restriktive Datenschutzbestimmungen und informierte Einwilligungserklärungen der Studienteilnehmenden erfordert, was jedoch ihre Wiederverwendbarkeit einschränkt. NFDI4Health zielt daher darauf ab, den Austausch und die Verknüpfung von personenbezogenen Gesundheitsdaten sowie verteilte Datenanalysen unter Einhaltung datenschutzrechtlicher und ethischer Bestimmungen zu erleichtern. Um dies möglichst effizient zu erreichen, wird NFDI4Health die Entwicklung neuer, maschinenprozessierbarer Zustimmungsmöglichkeiten sowie innovativer Datenzugriffsservices auf Grundlage der FAIR-Prinzipien vorantreiben und die Interoperabilität von IT-Lösungen für Metadatenrepositorien stärken. Komplementiert wird dies durch die Entwicklung entsprechender Angebote für Training und Ausbildung, um der Herausforderung der Umsetzung der Lösungen in den Universitäten und Forschungseinrichtungen zu begegnen. Schließlich wird durch die gemeinsame Arbeit in der NFDI4Health die Kooperation zwischen klinischer und epidemiologischer/Public Health-Forschung gestärkt

    Wie FAIR sind unsere Metadaten? : Eine Analyse der Metadaten in den Repositorien des TIB-DOI-Services

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    Im vorliegenden Erfahrungsbericht stellen wir eine Metadatenanalyse vor, welche die Metadatenqualität von 144 Repositorien des TIB-DOI-Service im Hinblick auf die Erfüllung der FAIR Data Principles, Konsistenz und Vollständigkeit untersucht. Im Ergebnis zeigt sich, dass der Fokus der untersuchten Repositorien schwerpunktmäßig auf der Auffindbarkeit der mit Metadaten beschriebenen Ressourcen liegt und im Gesamtdurchschnitt über die Metadaten-Pflichtfelder hinaus nur wenige weitere Metadaten angegeben werden. Insbesondere mit Blick auf eine angestrebte bessere Nachnutzbarkeit sowie eine stärkere Verknüpfung mit anderen in Beziehung stehenden persistenten Identifikatoren wie ORCID, ROR ID oder DOI-zu-DOI-Beziehungen mit zitierten oder zitierenden Ressourcen, bestehen noch ungenutzte Potenziale, die im Sinne einer offenen, zukunftsweisenden Wissenschaft erschlossen werden sollten. Dahingegen zeigt unsere Analyse auch einzelne Repositorien mit umfangreichen Metadaten als Best-Practice-Beispiele auf, an denen sich andere Repositorien orientieren können. Insgesamt ermöglicht die durchgeführte Metadatenanalyse die Ableitung von Handlungsempfehlungen zur passgenauen Beratung von Repositorien, die ihre Metadatenqualität verbessern möchten

    Kulturreflexivität im Lehramtsstudium? Konversationsanalyse als Zugang zur Durchführung und Analyse von Fallarbeit

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    In diesem Beitrag wird den Fragen nachgegangen, wie Kulturreflexivität (Nazarkiewicz 2010) im Lehramtsstudium durch Fallarbeit angebahnt werden und welchen Beitrag konkret ein konversationsanalytischer Ansatz zur Durchführung und Analyse von Fallarbeit leisten kann. Im theoretisch-methodischen Teil werden zuerst einige Prinzipien konversationsanalytischer Arbeit erläutert, anschließend werden aus dieser Perspektive interkulturelle Kommunikation, (Kultur-)Reflexivität und Fallarbeit zueinander in Beziehung gesetzt. Es folgt eine Beschreibung des empirischen Materials, das für Fallarbeit an der MLU Halle-Wittenberg verwendet wurde: eine videografierte Unterrichtssituation, in der Schüler*innen explizit verschiedene Zugehörigkeiten relevantsetzen. Im empirischen Teil des Beitrags werden die Ergebnisse einer Untersuchung von Aufzeichnungen studentischer Fallarbeit zusammengefasst. Es wird gezeigt, dass Fallarbeit, die sich an Vorgehensweisen der Konversationsanalyse orientiert, Seminarinteraktion ermöglicht, in der Studierende verschiedene Perspektiven (von Lehrkräften und Schüler*innen) (re-)konstruieren. Beobachtbar wird dies anhand der Verwendung des kommunikativen Verfahrens der Rede- und Gedankenwiedergabe. Hier wird Reflektieren als interaktionaler Prozess beobachtbar – was zu einem besseren Verständnis der interaktionalen Dimension der Entwicklung von Kulturreflexivität beiträgt

    Die Diversifizierung afrikanischer Migrant*innen in Frankreich und die Entwicklung der Sprachpraktiken

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    Anhand von Daten aus langjähriger eigener Forschung in Frankreich werden in diesem Artikel einige generelle Tendenzen afrikanischer Sprachpraktiken in Frankreich in ihrer historischen Entwicklung vorgestellt. Die afrikanische Migration nach Frankreich steht in der Tradition der kolonialen und postkolonialen Verhältnisse. Die Kenntnis der französischen Sprache sowie die in Afrika zirkulierenden Vorstellungen von Frankreich sind entscheidende Faktoren für die Attraktivität Frankreichs für afrikanische Migrant*innen. Allerdings hat sich die Migration seit den Wachstumsjahren diversifiziert, indem sie sich auf Herkunftsländer mit anderen kolonialen Traditionen ausdehnte. Die Diversifizierung erstreckt sich auch auf soziale und geschlechtsspezifische Dimensionen: Zu den Pionieren, Männern vom Lande, die meist Analphabeten waren und afrikanische Sprachen verwendeten (Sprachen ethno- kultureller Gruppen und lokale Verkehrssprachen), sind viele andere Bevölkerungsgruppen hinzugekommen, Männer und Frauen sowohl aus Städten als auch vom Land, Student*innen und Händler*innen mit vielfältigeren sprachlichen Repertoires. In letzter Zeit setzen unbegleitete Minderjährige, insbesondere aus Westafrika, diese Migrationstradition fort. In all diesen Fällen bleibt die Verbesserung des schriftlichen und mündlichen Französischs ein zentrales Problem der Integration. In this article, the author analyses some of the great trends of the African languages practices in France, in their historic evolution. African migrations towards France have developed in line with colonials and post colonials relations. Knowledge of French and circulating representations are still powerful pull factors. Nonetheless, migrations have diversified themselves since the years of growth by extending to departing countries with other colonial traditions. Meanwhile, traditional migrations towards France have spread to neighbouring countries. The diversification is also social and gendered: The pioneers, mostly rural males, most often illiterate and mainly speaking Africans languages (Ethno-cultural groups and local vehicular languages) were joined by more diverse population groups, men or women, rural and urban dwellers alike, students, retailers, with more diverse language repertoire. Recently, unaccompanied minors, mostly from West Africa, perpetuate this migratory tradition. In all cases, the insertion lies in the improvement in Written and Spoken French

    Jenseits des Referenzrahmens: Erfahrungen afrikanischer Migrant*innen mit sprachlicher Integration im Rhein-Main-Gebiet

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    Mit visualisierten Sprachrepertoires, Sprachbiografien, qualitativen Interviews und teilnehmender Beobachtung erforscht das Projekt „Afrikaner*innen im Rhein-Main-Gebiet“ den Spracherwerb von Migrant*innen im Zuge ihrer jeweiligen Migrationswege und ihrer eigenen Einschätzungen im Hinblick auf ihre Integration. Menschen, die aus Afrika in den Rhein-Main-Raum kommen, sehen sich vor die Aufgabe gestellt, sich in einer zunächst ungewohnten sprachlichen Umgebung orientieren zu müssen. Viele Akteure in der neuen Umgebung erwarten dabei einen möglichst zügigen Erwerb grundlegender Deutschkenntnisse, der durch die Vorgabe des zu erreichenden Sprachniveaus B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) reglementiert ist. Im vorliegenden Beitrag gehen wir der Frage nach, welche Rolle das Deutsche im Alltag der migrierten Sprecher*innen einnimmt und ob die Haltung zur deutschen Sprache eher von den Anforderungen des Referenzrahmens und somit von institutionellen Sprachkursen geprägt ist, oder ob sie sich auf pragmatisch orientierte Alltagsstrategien erfolgreicher Kommunikation gründet, die in informelleren Gesprächskontexten angewandt werden. Der Beitrag geht dabei auf Sprachideologien und nachweisbare Kenntnisse ein, die aus der Sicht einer deutschsprachigen Mehrheitsgesellschaft sprachliche Integration kennzeichnen, sowie deren Einfluss auf individuelle Sprachhaltungen, Lernmotivationen und praktische Methoden des Spracherwerbs. Darüber hinaus stellt er diese dem Verständnis von sprachlicher Integration auf Seiten afrikanischer Migrant*innen gegenüber. People who migrate from African countries to the Rhine-Main area are faced with the task of orienting themselves in initially unfamiliar linguistic environments. Many outsiders in these environments expect them to acquire basic German skills as quickly as possible, regulated by the language level B1 of the Common European Framework of Reference for Languages (CEFR). Relying on visualized language repertoires, language biographies, qualitative interviews and participant observation, the project “Afrikaner*innen im Rhein-Main-Gebiet” [Africans in the Rhine-Main area] investigates patterns of language acquisition of migrants with regard to their trajectories and focuses on their own assessments concerning their integration. In this paper we discuss the role of German in migrant speakers’ everyday life and their attitude towards the German language. We pursue the question whether their attitudes are framed mainly according to CEFR requirements (and thus possibly align with institutionalized language courses), or whether they are based on pragmatically oriented everyday strategies of successful communication that are applied in more informal contexts. The article deals with language ideologies and practices of knowledge production that determine linguistic integration from the perspective of a German-speaking society, as well as with the influence of these ideologies on individual language attitudes, learning motivations and practical methods of language acquisition. Eventually, we contrast these with African migrant speakers’ understandings of linguistic integration

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