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    A push for better RDM: Erfahrungsbericht aus dem Einsatz von git für Forschungsdaten

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    Die Versionskontrollsoftware git und die Serversoftware GitLab wurden für die Softwareentwicklung konzipiert, ermöglichen aber auch kooperatives Arbeiten an Forschungsdaten entlang der FAIR-Prinzipien, beides elementare Herausforderungen im Forschungsdatenmanagement (FDM). Koordiniert durch die Landesinitiative fdm.nrw wurden in den vergangenen Jahren daher Abläufe und Schulungen zum FDM mit git und GitLab erprobt und durchgeführt. Eine Hürde bei der Verwendung von git und GitLab im FDM kann die Anwendung der zugrundeliegenden Software mittels Kommandozeilenbefehlen darstellen. Zwar wird das Verständnis der Versionierungsvorgänge erhöht, einige Forschende bevorzugen aber die intuitiven graphischen Interfaces. In jedem Fall ist für die Adaption Einarbeitungszeit einzuplanen. Für datengetriebene Forschung werden Versionsverwaltung und andere Digitalkompetenzen mittelfristig einen ebenso hohen Stellenwert wie das „wissenschaftliche Schreiben“ im Bereich der Sprachkompetenzen einnehmen müssen. Es gilt daher zunächst ein grundlegendes Verständnis für git und die Möglichkeiten zur Nutzung im FDM darzustellen. Ergänzend zu etablierten Schulungen wurden kurze, konkrete Beispiele in einer Best Practice Sammlung zusammengetragen: öffentliche GitLab-Projekte realisieren und dokumentieren einzelne Anwendungsfälle mit Hilfe der gebotenen Werkzeuge. Dadurch soll die Anwendungs- und Digitalkompetenz der Forschenden, aber auch der Infrastrukturmitarbeitenden und der Schulenden gesteigert werden und so git und GitLab zu einer besseren Umsetzung des FDM beitragen

    Eine Forschungsdaten-Policy für die Freie Universität. : Partizipative Prozesse als Treiber für den Community-Aufbau

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    Im Juli 2021 erschien die in einem vom Team Forschungsdatenmanagement der Universitätsbibliothek[1] koordinierten partizipativen Prozess universitätsweit erarbeitete Forschungsdaten-Policy für die Freie Universität Berlin[2]. Ziel der Einbindung von Forschenden, Fachdisziplinen und relevanten Zentraleinrichtungen in den Erstellungs- und Verbreitungsprozess war die Berücksichtigung der Anforderungen aus den Fachwissenschaften, die breite Identifikation der verschiedenen Fächer- und Statusgruppen mit den Inhalten. Gleichzeitig sollte der partizipative Prozess dazu dienen, das Thema Forschungsdatenmanagement insgesamt an der Freien Universität zu befördern, Kompetenz im Forschungsdatenmanagement auf- und auszubauen, Expertisen zu vernetzen und die Diskussion um verschiedene Datenbegriffe und -kulturen anzustoßen. Der vorliegende Beitrag erläutert die verschiedenen Arbeitsschritte, ihre Ziele und ihre Umsetzung und liefert eine erste Evaluation im Hinblick auf den Erfolg des gewählten Prozesses.   [1] https://www.fu-berlin.de/forschungsdatenmanagement/ueber-uns/ [2] Freie Universität Berlin. „Forschungsdaten-Policy der Freien Universität Berlin“, 2021. https://doi.org/10.17169/refubium-30560.

    Allon, Mark: The Composition and Transmission of Early Buddhist Texts with Specific Reference to Sutras

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    Nicht nur mehrsprachig, sondern auch mehrschriftig! Argumente für eine mehrsprachige Literalität in der Migrationsgesellschaft

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    Der vorliegende Beitrag beleuchtet den Begriff Mehrschriftigkeit aus linguistischer, didaktischer und bildungspolitischer Sicht. Als übergeordnete Konzepte werden (1) Sprachausbau und (2) individuelles Sprachrepertoire als Grundlage für die systematische Unterscheidung von Mehrschriftigkeit im engeren Sinne (Alphabetisierung und Umgang mit Schriftsystemen) und Mehrschriftigkeit im weiteren Sinne (sprachenübergreifende Textkompetenz) herangezogen. Es wird gezeigt, dass eine ganze Reihe von linguistisch basierten didaktischen Modellen bereitstehen, die den mehrschriftigen Sprachausbau unterstützen und es wird dafür plädiert, deren längst fällige Realisierung in Schule und Erwachsenenbildung der deutschen Migrationsgesellschaft in der Breite durchzusetzen. This article explores the concept of multiliteracies understood as skills related to reading and writing in more than one language from a linguistic, didactic, and educational policy perspective. The focus is set on the overarching concepts of (1) Sprachausbau (language extension) and (2) Sprachrepertoire (the individual linguistic repertoire). Based on these concepts, a distinction is made between multiliteracies in a narrow sense (spelling, dealing with writing systems) and multiliteracies in a wider sense (cross-linguistic text competence). The paper shows that there is a number of relevant didactic models which may be used to support multiliteracies in schools and adult education. We argue that their implementation in a culturally pluralistic society such as the Federal Republic of Germany is long overdue

    Wenn im Land Hatti „großes Sterben“ herrscht: : Gebete und Rituale des 13. Jh. v.u.Z. zur Krisenbewältigung in Anatolien

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    Im 14. und 13. Jahrhundert v.u.Z. prägte die hethitische Kultur ausgehend von Zentralanatolien weite Teil der heutigen Türkei und Nordsyriens. Zahlreiche Funde von Keilschrifttexten geben Einblick in sehr viele Bereiche des Lebens, darunter auch in Probleme, die durch Krankheiten, persönliche Krisen oder durch eine langanhaltende Epidemie entstanden sind. In welcher Weise man versuchte, diese das Leben der Einzelnen und der Gesellschaft als Ganzer bedrohenden Zustände zu beseitigen, zeigt der vorliegende Text. Dabei kommt auch die Rolle bzw. Verantwortung des Königs als Garant für das Wohlergehen des Staates zur Sprache, weshalb Rituale und Gebete seine körperliche Unversehrtheit genauso gewährleisten sollten wie vergleichbare Praktiken, die einzelnen Mitgliedern der Gesellschaft dienten. In den angewandten Behandlungsmethoden überlappen sich dabei medizinische, psychotherapeutische und religiöse Elemente, da diese seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts u.Z. bestehende strenge Differenzierung in der hethitischen Kultur nicht vorhanden war. Denn für die Hethiter*innen galten Medizin und Religion als Techniken, mit denen Menschen Einschränkungen einer negativen körperlichen Erfahrung durch (Heil-)Praktiken beseitigen oder zumindest reduzieren wollten, ohne diese Praktiken vollkommen voneinander zu trennen

    Data Stewards an den TU9-Universitäten – Bestandsaufnahme, Handlungsfelder und Kooperationspotenzial

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    Mit der Entwicklung des neuen Berufsfeldes Data Steward zeichnet sich in den letzten Jahren eine vielversprechende Möglichkeit ab, die häufig reklamierte Lücke zwischen zentralen, meist generischen Services für das Forschungsdatenmanagement (FDM) und den zum Teil sehr speziellen Anforderungen der einzelnen Forschungsdisziplinen zu schließen. Die Entwicklung hin zu eigenen Data Steward-Stellen ist bisher an den TU9-Universitäten vor allem in großangelegten (Verbund-)Projekten zu beobachten. Um eine Zerfaserung und Parallelstrukturen zu vermeiden, ist eine institutionelle FDM-Gesamtstrategie wichtig, die die zentralen FDM-Teams mit den fachspezifischen Data Stewards verbindet. Anhand von Praxisbeispielen aus den TU9-Universitäten werden in diesem Beitrag Handlungsfelder für Technische Universitäten im Bereich der Data Stewards identifiziert und Potenziale für eine kooperative Herangehensweise aufgezeig

    Eine Beziehung in der Krise: Fachdidaktik und Sprachwissenschaft

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    In der Sprachdidaktik hat sich seit mehreren Jahren die Tendenz verstärkt, Forschung in der Perspektive der Erziehungswissenschaft und der Psychologie zu betreiben. Die Lerngegenstände des Unterrichts gelten somit als gesetzt, sodass sie der theoretischen Reflexion entzogen bleiben können. Damit geht jedoch die Chance verloren, dass ein didaktisch gesteuerter wissenschaftlicher Blick auf sprachliches Können und Wissen anderes an Wissensbeständen zutage fördert, als im Kanon der linguistischen Sprachbeschreibung verankert ist. Dies führt zu einer Krise im Verhältnis von Fachwissenschaft und Fachdidaktik: Der Sprachwissenschaft fehlt mit der Entkoppelung von der Praxis des Deutschunterrichts eine Instanz, in der sich der praktische Erfolg ihres wissenschaftlichen Tuns zeigen könnte; und die Fachdidaktik trägt nichts dazu bei, diese Lücke zu schließen. Im Schatten der öffentlichen Wahrnehmung bleibt so der Deutschunterricht ein Ort der sozialen Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen. In the domain of language didactics, the trend has increased to do almost all research in perspective of psychology and pedagogy. On this way, the subjects of lessons are predetermined, and may be withdrawn from theoretical reflection. So, the chance may be lost that a didactically controlled scientific look on linguistic ability and knowledge reveals something else than the existing results of linguistic research. This leads to a crisis in the relationship between linguistics and didactics of language: on the one hand, far from the teaching of German language, linguistic studies lack an instance in which practical success of their activities can be seen; on the other hand, the language didactics does nothing to close the gap. So, in the shadow of public perception, teaching German language may remain a place for social deprivation of children and youth

    Commitment zu aktivem Daten- und -softwaremanagement in großen Forschungsverbünden: Commitment to active data and software management in large research alliances

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    Wir erkennen die Wichtigkeit von Forschungsdaten und -software für unsere Forschungsprozesse an und ordnen die Veröffentlichung von Forschungsdaten und -software als wesentlichen Bestandteil der wissenschaftlichen Publikationstätigkeit ein. Dafür unterstützen wir als Verbund unsere Forschenden im Umgang mit Daten und Software nach den FAIR-Prinzipien in Einvernehmen mit dem DFG-Kodex “Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis”. In Zusammenarbeit mit unseren Institutionen und Fachcommunities stellen wir adäquate Forschungsdatenmanagement-Werkzeuge und -Dienste bereit und befähigen unsere Forschenden zum Umgang damit. Dabei bauen wir vorzugsweise auf existierenden Angeboten auf und bemühen uns im Gegenzug um deren Anpassung an unsere Bedürfnisse. Wir streben Maßnahmen für die Definition und Sicherstellung der Qualität unserer Forschungsdaten und -software an. Wir verwenden vorzugsweise existierende Daten-/Metadatenstandards und vernetzen uns nach Möglichkeit für die Erstellung und Implementierung neuer Standards mit entsprechenden nationalen und internationalen Initiativen. Wir verfolgen die Entwicklungen im Bereich des Forschungsdaten- und -softwaremanagements und prüfen neu entstehende Empfehlungen und Richtlinien zeitnah auf ihre Umsetzbarkeit

    Wandel weiblicher religiöser Autorität im Frühislam : Geschlechterkonzeptionen und religiöse Veränderungsprozesse in frühislamischer Historiographie und Aḥādīṯ-Sammlungen

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    Priesterinnen, Wahrsagerinnen, Zauberinnen, Prophetinnen – im frühen 7. Jh. gab es eine Vielzahl an weiblichen religiösen Autoritäten auf der Arabischen Halbinsel. Mit dem Aufkommen des Islam änderte sich das. Die ältesten Texte, die davon berichten und aus dem 8. und 9. Jh. stammen, rekonstruieren anhand ihres geschichtlichen Rückblicks einen ganz eigenen Transformationsprozess weiblicher religiöser Autorität. Dieser steht im Fokus des Beitrags und es wird gefragt: Welche Bilder von weiblichen muslimischen Autoritäten im Vergleich zu jenen des altarabischen Kults und anderer Religionen werden durch die Texte vermittelt? Wie gestaltet sich der Wandel weiblicher religiöser Autorität in den Texten? In welcher Relation stehen die literarischen Geschlechterkonzeptionen und religiösen Veränderungsprozesse? Um diesen Fragen nachzugehen, wird ein besonderes Augenmerk auf die Terminologien in den Texten gelegt und gefragt, ob sich religiöse Autorität anhand bestimmter Termini oder einer bestimmten Modalität des Miteinanders erkennen lässt. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche Formen weiblicher religiöser Autorität sich im spezifischen geschichtlichen Rückblick der Texte herausgebildet haben und wie diese bewertet wurden

    Kann und soll Linguistik angesichts multimodaler Kommunikation eine eigene Disziplin sein?

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    Sprache tritt immer in multimodalen Kontexten auf. Doch durch zunehmende gesellschaftliche Komplexität und dank technischer Erfindungen wird das Zusammenspiel von Sprache und anderen Modi, insbesondere technisch erzeugten stehenden und bewegten Bildern, immer enger und wirksamer. Eine Linguistik, die Sprache, Äußerungen und Texte nicht nur (wie früher meistens) an und für sich selbst, sondern in ihrem multimodalen Gebrauchskontext untersuchen möchte, steht vor erheblichen methodischen Herausforderungen. Angesichts der Fülle und Vielfalt multimodaler Daten sollte Sprachwissenschaft sich auf die Frage konzentrieren, ob und in welcher Weise Sprache eine kommunikative Arbeitsteilung mit anderen Modalitäten eingeht und wie sie dadurch in ihrer Funktion und Form beeinflusst wird. In diesem Aufsatz wird an zwei unterschiedlichen Beispielen (einem Musikvideo und einem wissenschaftlichen Erklärvideo) untersucht, in welcher Weise Sprache bei dynamischen Sehflächen andere Formen annimmt und andere Funktionen erfüllt als sonst üblich. Beide Beispiele sind (wie vermutlich alle dynamischen Sehflächen) mehr oder weniger intensiv ästhetisch komponiert. Dabei zeigen beide Beispiele, dass der Wortlaut sprachlicher Texte (Lexik und Grammatik) in Videos sehr starkauf ihre multimodale Umgebung abgestimmt ist. Language always occurs in multimodal contexts. However, due to increasing social complexity and thanks to technical inventions, the interplay between language and other modes, especially technically generated still and moving images, is becoming ever closer and more effective. A linguistics that wants to study language, utterances and texts not only (as was mostly the case in the past) in and of themselves, but in their multimodal context of use, faces considerable methodological challenges. In view of the abundance and diversity of multimodal data, linguistics should focus on the question of whether and how language enters into a communicative division of labor with other modalities and how this influences its function and form. This paper uses two different examples (a music video and a science explainer video) to examine the way in which language in dynamic visual surfaces takes on different forms and functions than usual elsewhere. Both examples (like presumably all dynamic visual surfaces) are more or less intensely aesthetically composed. Both examples show that the wording of linguistic texts (lexis and grammar) in videos is very closely matched to their multimodal environment

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