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    Stamp – Standardisierter Datenmanagementplan für die Bildungsforschung. Ein Konzept zum maßgeschneiderten Forschungsdatenmanagement: Ein Interview mit Sebastian Netscher

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    Ein adäquates Datenmanagement stellt für viele Forschende immer noch eine Herausforderung dar. So erweist sich etwa die Nutzung von generischen Vorlagen für Datenmanagementpläne, als Werkzeug zum Datenmanagement, für die Nutzenden als wenig hilfreich. Vielmehr bedürfen Forschende bei der Planung und Umsetzung ihres Datenmanagements maßgeschneiderter Unterstützung, die sich an ihrer Arbeitsrealität und den Vorgaben bzw. Anforderungen ihrer Disziplin orientiert. Mit den sogenannten Domain-Data-Protokollen versucht Science Europe diesem Bedarf nach disziplinspezifischen Werkzeugen zu begegnen. Dabei handelt es sich um eine Art von vorausgefüllten Musterdatenmanagementplänen, die speziell auf die Anforderungen einer bestimmten Disziplin bzw. Forschungsgemeinschaft ausgerichtet sind und die die Generierung nachnutzbarer Daten im Sinne der FAIR Data Principles fördern. Im Verbundprojekt Domain-Data-Protokolle für die empirische Bildungsforschung wurde ab Juni 2019 ein erstes Domain-Data-Protokoll für die Bildungsforschung, in Form des Standardisierten Datenmanagementplans für die Bildungsforschung (Stamp), entwickelt. Im vorliegenden Interview berichtet Sebastian Netscher von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften über die Entwicklung des Stamps und skizziert dessen Aufbau ebenso wie die Möglichkeiten zu dessen Nutzung außerhalb der Bildungsforschung, wie etwa in der multidisziplinären Ratgeberforschung

    Cross-Cultural Pragmatics: A new lingua-cultural approach

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    In diesem Beitrag wird ein neuer sprach- und kulturvergleichender Ansatz vorgestellt. Die Forschungsmethodik dieses Ansatzes ist pragmalinguistisch, corpus-basiert und bottom-up ausgerichtet. Nach einer Vorstellung der forschungsmethodischen Grundlagen dieses neuen Ansatzes wird über drei Case Studies berichtet, dies sich auf folgende drei diskrete, aber unmittelbar zusammenhängende Ebenen erstrecken: Ausdruck, Sprechakt und Diskurs.In this paper, I describe an innovative contrastive pragmatic approach. The research methodology of this approach is pragmalinguistic, corpus-based and bottom-up. Following a description of the research-methodological basis of this approach, the paper reports on three case studies, which relate to the following three discrete, but interconnected levels: expression, speech act, and discourse

    Classroom interaction from a pedagogical perspective: A conceptual contribution to interaction competence in the teaching profession and its research

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    Im Beitrag werden konzeptionelle Überlegungen zur Rolle der Interaktionskompetenz im Lehrberuf dargelegt. Das interaktionale Geschehen im Fremdsprachenunterricht wird dabei konsequent aus einer didaktischen Perspektive betrachtet. Die Besonderheiten dieser Perspektive werden zunächst beschrieben und es wird gezeigt, weshalb sie einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Interaktionsforschung im Fach Deutsch als Fremdsprache leisten kann. Ausgehend von diesen methodologischen Erwägungen richtet sich der Blick im zweiten Teil der Präsentation auf die Interaktionskompetenz von Lehrenden. Es werden zum einen anhand von verschiedenen Modellen Möglichkeiten der Ausdifferenzierung dieser Kompetenz vorgestellt. Zum anderen wird am Beispiel von Daten aus mehreren Studien diskutiert, wie sie im konkreten Handeln von Lehrenden ihren Ausdruck findet. Der Beitrag zeigt auf, vor welchen Herausforderungen Lehrende stehen, wenn sie ihre Interaktionskompetenz weiterentwickeln möchten. Es wird deutlich, dass es eines umfangreichen interaktionalen Handlungsrepertoires bedarf, um den Bedingungen unterschiedlicher Kontexte und verschiedener Unterrichtsphasen gerecht werden zu können.The paper offers a conceptual analysis of the significance of interactional competence in foreign language teaching. Specifically, the presentation examines the interactive dynamics in language classrooms from a didactic perspective. It describes the salient features of this perspective and underscores its potential for advancing research on interaction in the field of German as a foreign language. The second part of the paper delves into the concept of teachers\u27 interactional competence. Various models are presented to showcase the diverse possibilities for characterizing this competence. Drawing on data from multiple studies, the paper elucidates how teachers manifest their interactional competence through specific actions. The paper also sheds light on the challenges teachers face in enhancing their professional skills. Notably, teachers require a broad range of interactional strategies to navigate different instructional contexts and phases of instruction effectively

    Sicherstellung der Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen durch Bewahrung des Zugriffs auf Forschungssoftware

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    Forschungsdaten sind nur im jeweiligen Kontext sinnvoll interpretier- und nachnutzbar – Bestandteil dieses Kontexts ist auch jegliche Software, die zur Erstellung und Verarbeitung der entsprechenden Forschungsdaten genutzt wurde. Im Folgenden werden mit Blick auf gute wissenschaftliche Praxis und die FAIR-Prinzipien primär organisatorische Aspekte im Umgang mit Forschungssoftware untersucht, sowie mit strategische Überlegungen angestellt, wie Forschungssoftware langfristig eingesetzt werden kann. Dazu werden aktuelle Entwicklungen im Bereich rechtlicher und organisatorischer Überlegungen präsentiert und konkrete Empfehlungen ausgesprochen. Dieses Papier wird vom Arbeitskreis der Leiterinnen und Leiter der wissenschaftlichen Rechenzentren in Baden-Württemberg (ALWR) unterstützt

    What does data stewardship mean in physics?

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    This article expands on the considerations on data stewardship in physics the authors have presented as a poster at the “Data Stewardship goes Germany” workshop held in Brunswick in October 2022. We start from the observation that despite the close links between research in physics and scientific computing as a tenet of research data management (RDM), currently, the research data produced by physicists are not as FAIR (findable, accessible, interoperable, and reusable) as they could and should be. Physics research groups in Germany as of now do not feature explicitly designated data stewards. Building on a survey on RDM in physics conducted among researchers in 2020, we lay out a clear case and a mission for more explicitly defined and acknowledged data stewardship in physics. We argue that because of the closeness between data stewardship and genuine research, ample domain knowledge is indispensable: Data stewards in physics should ideally be trained physicists themselves! Data stewards are going to face a heterogeneous research landscape in terms of group size and resources, defined by the pressure to “publish or perish”. We consider that the introduction of data stewardship presents an opportunity to the physics community to self-organize research support infrastructures where they are missing. Data stewards from the physics community would be ideally skilled to transform the existing data handling solutions into the RDM systems needed to achieve a future of FAIR data from physics. We envision them to contribute to scientific projects both as advisors and as active role models of good scientific practice and reproducibility

    Theoretical and methodological considerations on interaction research in GFL/GSL - Introduction to the second issue of ZIAF

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    In der Einleitung zur zweiten Ausgabe der „Zeitschrift für Interaktionsforschung in DaFZ“ wird zunächst die Bedeutung der Interaktion für das Fremdsprachenlehren und -lernen sowie ihrer Erforschung hervorgehoben. Im Weiteren werden die Interdisziplinarität und der enge Praxisbezug des Faches skizziert und durch einen exemplarischen Fragenkatalog zu relevanten Gegenstandsbereichen und ihren Bezugswissenschaften illustriert. Aus dieser Situierung leitet sich die Notwendigkeit ab, einem Forschungsvorhaben eingehende Überlegungen zum theoretischen Rahmen und zur methodologischen Ausrichtung voranzustellen und diese im Forschungsprozess zu reflektieren. Die Frage, wie dies gelingen kann, führte zum Themenschwerpunkt „Methodische Zugänge zur Interaktionsforschung in DaFZ“ auf der zweiten Online-Tagung im Herbst 2022, von der ausgewählte Beiträge in diese Ausgabe der ZIAF aufgenommen werden.The introduction to the second issue of the "Zeitschrift für Interaktionsforschung in DaFZ" (Journal for Interaction Research in GFL/GSL) emphasizes the importance of interaction for foreign language teaching and learning as well as its research. Furthermore, the interdisciplinarity and the applied perspective of the discipline is outlined and illustrated by an exemplary questionnaire of relevant subject areas and their disciplines of reference. These characteristics of the subject conduct to the necessity to precede a research project with detailed considerations of the theoretical framework and the methodological orientation and to reflect on these in the research process. The question of how this can be achieved formed the starting point for the thematic focus "Methodological Approaches to Interaction Research in DaFZ" at the second online conference in autumn 2022, from which selected contributions are included in this volume.

    Interactional competence in GFL/GSL: Introduction to the third issue

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    Die Einführung in die dritte Ausgabe der „Zeitschrift für Interaktionsforschung in DaFZ“ nimmt die  Komplexität des Konstrukts der Interaktionskompetenz zum Ausgangspunkt und unterstreicht die Relevanz interdisziplinärer Perspektiven in der Erforschung und Modellierung interaktionaler Kompetenzen, die sich dynamisch in unterschiedlichen Handlungskontexten entwickeln. Zum einen liegt der Fokus dabei auf der interaktionalen Lehrkompetenz im Fremdsprachenunterricht, der in den letzten Jahren eine wachsende Aufmerksamkeit in der Fachcommunity zukommt. Zum anderen wird das Anliegen der vorliegenden ZIAF-Ausgabe beschrieben, die Erforschung und Konzeptbildung der Interaktionskompetenz von Lernenden zu stärken und deren Schnittstellen mit verwandten Konzepten, insbesondere der Kommunikativen Kompetenz, zu beleuchten. Die hier versammelten Beiträge adressieren diese Aspekte aus unterschiedlichen disziplinären, empirischen und konzeptuellen Perspektiven und ermöglichen somit einen Überblick über die aktuelle Forschung und Konzeptbildung zur Interaktionskompetenz in DaFZ.The introduction to the third issue of the "Zeitschrift für Interaktionsforschung in DaFZ" (Journal for Interaction Research in GFL/GSL) takes the complexity of the construct of interactional competence as its starting point. It emphasises the relevance of interdisciplinary perspectives in investigating and modelling interactional competences, which are developing dynamically in different contexts. On the one hand, the focus is on interactional teaching competence in the foreign language classroom, which has recently received more attention from the professional community. On the other hand, it sketches out the journal’s concern to strengthen the investigation of learners\u27 interactional competence and to explore its interfaces with related constructs such as communicative competence. The contributions gathered in this issue address these aspects from different perspectives, thus providing an overview of current empirical and conceptual work on interactional competence in GFL/GSL

    Anwendung des FDM-Referenzmodells RISE-DE im Verbund : Ein Erfahrungsbericht aus der Berlin University Alliance

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      Der vorliegende Bericht liefert anwendungsbezogene Einblicke in die institutionelle Selbstevaluation von Forschungsdatenmanagement-Services und -Infrastrukturen mit RISE-DE, einem Referenzmodell für Strategieprozesse im institutionellen Forschungsdatenmanagement (FDM), im Verbundkontext der Berlin University Alliance (BUA). Die Selbstevaluation wurde an allen vier Einrichtungen der BUA (Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin und Charité – Universitätsmedizin Berlin) durchgeführt. Im Ergebnis konnte ein strukturierter und systematischer Überblick über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Bereich FDM an den vier Einrichtungen gewonnen werden. Der Bericht beschreibt die Erfahrungen bei der Anwendung des RISE-DE-Instruments und gibt Empfehlungen für dessen Einsatz in Verbundstrukturen. Insgesamt hat sich RISE-DE im Kontext der BUA als hilfreiches Werkzeug für die gemeinsame Standortbestimmung im FDM erwiesen, die als Ausgangspunkt zur Konzeptentwicklung für nachhaltige, verbundweit genutzte FDM-Services und -Infrastrukturen dienen soll

    Besonderheiten des Forschungsdatenmanagements im Kontext von Untersuchungen zu Prozessen des Ratsuchens, Ratgebens und Ratnehmens in Online-Foren

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    Dieser Beitrag beschreibt Herausforderungen des Forschungsdatenmanagements (FDM) bei der Analyse von Prozessen des Ratsuchens, Ratgebens und Ratnehmens in Online-Foren. Dabei werden sowohl grundsätzliche Spezifika des FDM beim Untersuchungsgegenstand ‚Online-Forum‘ als auch kommunikationsbezogene Spezifika der Untersuchung von Prozessen des Ratsuchens, Ratgebens und Ratnehmens herausgearbeitet. Als wesentliche Aspekte des FDM im Rahmen von Forschungsprojektenmit Daten aus Online-Foren erweisen sich u.a. die Auswahl öffentlich zugänglicher Foren, eine verschlüsselte Sicherung der Daten sowie eine Pseudonymisierung personenbezogener Daten. Mit Blick auf die Forschung zum Ratsuchen, Ratgeben und Ratnehmen in Online-Foren bestehen weitere zu berücksichtigende Besonderheiten darin, dass die Kommunikation textbasiert und anonym erfolgt und eine Vielzahl an Nutzer*innen sich parallel daran beteiligen kann

    Going beyond E+: Dimensions of empathy in classroom communication. A Contribution to Modelling Interactional Competence in Foreign Language Teacher Education

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    Der vorliegende Beitrag widmet sich der Analyse des empathischen Handelns im DaF-Unterricht aus einer interaktionslinguistischen Perspektive. Das Empathie-Konzept wird dabei nicht im additiven Sinne auf zusätzliche, nur auf der emotionalen Ebene angesiedelte Praktiken (E+) reduziert, sondern in Anlehnung an Konerding (2020) und Breyer (2020) als wichtiger Teil der interaktionalen Maschinerie verstanden und auf mentaler, emotional-affektiver und körperlicher Ebene betrachtet. Datengrundlage bilden authentische Interaktionen aus dem DaF-Unterricht einer ungarischen Schulklasse, erhoben im Rahmen des Projekts Theorie trifft Praxis. Diskutiert werden die interaktionsanalytischen Ergebnisse im Zusammenhang mit bestehenden Modellen der Interaktionskompetenz (CIC). Plädiert wird für die explizitere Aufnahme der empathischen Dimension bei der Modellierung der Interaktionskompetenz für Lehrkräfte.This article is dedicated to the analysis of empathic action in the teaching of German as a foreign language from the interactional linguistic perspective. The empathy dimension is not reduced in an additive sense to additional practices located only on the emotional level, but is understood, following Konerding (2020) and Breyer (2020), as an important part of the interactional machinery and is considered on the mental, emotional-affective and bodily levels. The results of interactional analysis are presented, based on data collected within the project Theorie trifft Praxis. These are discussed in the context of existing models of interaction competence (CIC) and a plea is made for the more explicit inclusion of the empathic dimension in the modelling of interaction competence

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