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    Heiner Goebbels, die DJs und das Sampling. Überlegungen zu Geschichte und Methode Künstlerischen Forschens im zeitgenössischen Musiktheater

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    Der Beitrag widmet sich Heiner Goebbels’ Methode Künstlerischen Forschens, die der Komponist unter Betonung des Experimentierens mit vorgefundenem Material im Kollektiv und im Verweis auf die Technik und Technologien der DJ-Culture als ,Sampling als Haltung‘ beschreibt. Anschließend an eine historische Befragung des Samplings als Erbe der Technik der Collage diskutiert der Beitrag Goebbels’ Methode im Vergleich zur Arbeit der Diskjockeys und berücksichtigt dabei vor allem Aspekte der Autorschaft und Selbstreferentialität. Eine Analyse von Stifters Dinge fragt darauf aufbauend, inwiefern Goebbels’ Sampling-Methode mit der Überführung in den Bereich des Szenischen die historische Technik der Collage und die Technologie des Samplers aufnimmt und möglicherweise überwindet.The article is devoted to Heiner Goebbels\u27 method of artistic research, which the composer describes as "sampling as attitude", emphasizing the experimentation with material found in the collective and referring to the techniques and technologies of DJ culture. After a historical survey of sampling as the heir of collage-technique, the article discusses Goebbels\u27 method in comparison to the work of the disc jockeys, taking into account aspects of authorship and self-referentiality. An analysis of Stifters Dinge asks how Goebbels\u27 sampling method, with the transition to the realm of the scene, picks up and possibly overcomes the historical technique of collage and sampler technology

    Fernsehüben: Ein autobiographischer Essay zu einem Tabu

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    Titelei

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    Menuettlieder in Fredmans Episteln und Fredmans Gesängen

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    Bestandsverzeichnis der Musikhistorischen Sammlung Jehle im Stauffenberg-Schloss Albstadt-Lautlingen

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    Reinhart Meyer, Schriften zur Theater- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts, hg. von Matthias J. Pernerstorfer (Don Juan Archiv Wien Summa Summarum 1), Wien: Hollitzer Wissenschaftsverlag 2012: Rezension

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    Kordula Knaus, Rezension zu: Reinhart Meyer, Schriften zur Theater- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts, hg. von Matthias J. Pernerstorfer (Don Juan Archiv Wien Summa Summarum 1), Wien: Hollitzer Wissenschaftsverlag 2012, in: ACT - Zeitschrift für Musik und Performance 7 (2017), Nr. 7

    Macht-Spiele – das „Fräulein Hartmann”, die „Tagespost” und die „nichtswürdige” Traviata

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    Ute Sonnleitner erkundet das Kräftespiel zwischen Bühne, Publikum, Schauspieler*innen, Medien und interessierter Öffentlichkeit um die in Graz erfolgreich wirkende Sängerin Nina Hartmann-Zottmayr. In der multiperspektivischen, dem historischen Vergleich verschriebenen Analyse von Zeitungsberichten und biographischen Notizen erweitert sich die Fläche des Spielfeldes weit über das Opernhaus hinaus. Sonnleitner zeigt die Handlungsräume und Grenzen der verschiedenen Akteure und der Akteurin, und erkennt die Intersektionen von geschlechtsspezifischen und nationalen/nationalistischen Machtdiskursen, die an Hartmanns Persona ausgetragen wurden; sie zeigt aber auch, wie sich die Sängerin selbst als Handelnde durch die Wahl ihrer Rollen ermächtigte.Ute Sonnleitner explores the power-play between stage, audience, actors, media and interested public around the successful singer Nina Hartmann-Zottmayr in Graz. The multiperspective analysis, using a historical comparisonof newspaper reports and biographical notes, enlarges the playing fieldfar beyond the opera house. Sonnleitner shows the areas of action and boundaries of the various actors and the female actor, and she discloses the intersections of gender-specific and national/nationalist discourses of power, which have been carried out to Hartmann\u27s persona. But it also shows how the singer empowers herself by the choice of her roles

    Editorial 2017: Musik und Macht

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    Macht fließt, verändert sich und mäandert. Sie gehört niemandem, aber Netzwerke mit verschiedenen Instrumenten an der Hand (wie Zeitungen, Rituale, Architektur) binden sie an sich. Macht ist überall, sie erzeugt Wirklichkeiten, und sie kreiert sich ihr eigenes Anderes, ihr Gegenüber. Musik und Macht – das ist ein Themenkomplex, der nicht ausufernder sein könnte, weil er sämtliche Zeiten, Gesellschaften, Orte, Gattungen, Genres, Materialitäten, individuellen Akteure und Akteurinnen und ganze Gesellschaftsgruppen betrifft; weil er verschiedene Ebenen von Macht – makro- und mikropolitische, soziale, wirtschaftliche, religiöse und den Glauben, die Rasse, Geschlechter, Schicht und deren Intersektionen betreffende – umfasst; schließlich, weil alle Facetten des ,musickings‘ von der Produktion zur Darbietung, Rezeption und Tradierung und deren Geschichte betroffen sind; weil für Individuen und Gesellschaftsgruppen Musik ein Mittel ist, Facetten ihrer Identität auszudrücken und zu vermitteln, sich so mit anderen zu verbinden und von wieder anderen abzugrenzen. Musik kann die Verbindung zwischen ihrer Vergangenheit und Zukunft von Menschen bedeuten: Sie, schreibt Jann Pasler, “empowers a conception of history that includes oneself in the present and has implications for the future” (2009: xi). So lohnt sich die Untersuchung der Relation von Musik und Macht in sämtlichen Zeiten und für sämtliche Räume, Gesellschaftsstrukturen und -perspektiven: und dies eben nicht nur für Wissenschaftler*innen aus musikbezogenen Fächern, sondern auch für Wissenschaftler*innen aller Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Musik ist so sehr Teil sich ständig verändernden Lebens und seiner Kräftespiele, dass mehr über sie zu verstehen auch bedeutet, diejenigen, die sie machen und hören, besser zu verstehen. Die Fülle von Veröffentlichungen in den letzten Jahren zeigt die verschiedenen Blickwinkel auf Musik, die auch der Ermächtigung dient: Musikpatronage als politisches Mittel, Musik im Empire, in Diktaturen und totalitären Regimen, im Exil und im Kalten Krieg, als Teil von Religion und Glauben oder im Diskurs um nationale Identitäten, ,indigenious politics‘ oder ,politics of belonging‘, Musik im Kontext von Nationalismus, in aktivistischen und revolutionären Bewegungen, das Machtpotenzial von Musik im amerikanischen Polittheater oder Musik, die als Foltermittel dient. Die Kategorien ,race‘, ,class‘, ,sexuality‘ und ,gender‘ und ihre Intersektionen bleiben grundlegend und unvermindert aktuell. Wissenschaftler*innen aus den verschiedensten Disziplinen untersuchen die Bedeutung der Gattung und Institution Oper und aller beteiligten Akteur*innen auf ihre Rolle im Machtdiskurs, unter anderem wurde jüngst zu Franz Lehár und Hitler, zu Verdi, Wagner und Britten und Menschenrechtsappellen in ihren Musikdramen, zur Geschichte der Salzburger Festspiele im Dritten Reich oder zur Rolle von Oper an ,peripheren Orten’ im Nationenbildungsprozess veröffentlicht, um nur einige Beispiele zu nennen. In dieser Themenvielfalt veröffentlichen wir im Folgenden zwei Artikel, die sich mit der Oper im 19. und 20. Jahrhundert beschäftigen, sowie eine Rezension des jüngst veröffentlichten Bandes Seismographic Sounds. Visions of a New World (2015/2016). Ute Sonnleitner erkundet das Kräftespiel zwischen Bühne, Publikum, Schauspieler*innen, Medien und interessierter Öffentlichkeit um die in Graz erfolgreich wirkende Sängerin Nina Hartmann-Zottmayr. In der multiperspektivischen, dem historischen Vergleich verschriebenen Analyse von Zeitungsberichten und biographischen Notizen erweitert sich die Fläche des Spielfeldes weit über das Opernhaus hinaus. Sonnleitner zeigt die Handlungsräume und Grenzen der verschiedenen Akteure und der Akteurin, und erkennt die Intersektionen von geschlechtsspezifischen und nationalen/nationalistischen Machtdiskursen, die an Hartmanns Persona ausgetragen wurden; sie zeigt aber auch, wie sich die Sängerin selbst als Handelnde durch die Wahl ihrer Rollen er- mächtigte. Johanna Ethnersson Pontara untersucht die verschiedenen Schichten in der Oper Tintomara von Lars Johan Werle und Leif Söderström (Stockholm 1973), die auf der Novelle The Queen’s Jewel von Carl Johan Love Almqvist basiert und deren Aussage durch die Kompositionstechnik erweitert wird, so Pontaras These. Durch die Montage der verschiedenen Stile bringt Werle das Verhältnis von Narration und Performance ins Oszillieren. Vor allem aber nutzt er seine Erfahrung als Filmmusikkomponist um Schockeffekte, wie man sie von der Musik in Horrorfilmen kennt, herzustellen und auf die Körper der Zuhörenden Macht auszuüben. Ethnersson Pontara wendet Theorien des Films an und kann so zeigen, dass die Orientierung und Veranlagung Tintomaras, einem Hermaphroditen, durch das in Romanzen, Porno- und Horrorfilmen traditionelle Machtgefälle zwischen männlichen Subjekten und weiblichen Objekten unterwandert wird. Bayreuth, im Januar 201

    Musical narration, performance and excess: the creation of horror in the Swedish opera Tintomara by Lars Johan Werle

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    Johanna Ethnersson Pontara untersucht die verschiedenen Schichten in der Oper Tintomara von Lars Johan Werle und Leif Söderström (Stockholm 1973), die auf der Novelle The Queen’s Jewel von Carl Johan Love Almqvist basiert und deren Aussage durch die Kompositionstechnik erweitert wird, so Pontaras These. Durch die Montage der  verschiedenen Stile bringt Werle das Verhältnis von Narration und Performance ins Oszillieren. Vor allem aber nutzt er seine Erfahrung als Filmmusikkomponist um Schockeffekte, wie man sie von der Musik in Horrorfilmen kennt, herzustellen und auf die Körper der Zuhörenden Macht auszuüben. Ethnersson Pontara wendet Theorien des Films an und kann so zeigen, dass die Orientierung und Veranlagung Tintomaras, einem Hermaphroditen, durch das in Romanzen, Porno- und Horrorfilmen traditionelle Machtgefälle zwischen männlichen Subjekten und weiblichen Objekten unterwandert wird.Johanna Ethnersson Pontara examines the different layers in the opera Tintomara by Lars Johan Werle and Leif Söderström (Stockholm 1973), based on the short story The Queen\u27s Jewel by Carl Johan Love Almqvist. Pontara’s thesis claims that the opera\u27s message is expanded by the composition technique. By assembling the different styles Werle brings the relationship between narration and performance to oscillation. He uses his experience as a film music composer to create shock effects, such as those caused by the music in horror films, in order to perform them on the listeners\u27 bodies. Ethnersson Pontara applies film theories to reveal how the orientation and disposition of the hermaphrodite Tintomaras is undermined by the power disparities between male subjects and female objects as they are traditionally represented in romances, porn and horror films

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