Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft (Journal)
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Measuring the Impact of SDGs on International Law - A Nucleus of a Right to Peace?
The thesis of this article is to unpack potential impact of the 2030 Agenda for Sustainable Development of the United Nations on international law in the field of peacebuilding, and a right to peace in particular. It is argued that the issues of fragility, human security and resilience as stipulated in the Sustainable Development Goal (SDG) 16 of the Agenda created a valid entry point for steering transition from war to peace in a normative way. In fostering a comprehensive ius post bellum for societal change, this makes crystal-clear that the principle of self-determination functions as a meta-goal of the international order. The 2015 review of UN peacekeeping operations and the UN Security Council’s resolution 2282/2016 regarding sustained peace sharpen this finding in contrast to new geopolitical trends. It can be summarized that peacebuilding and statebuilding strategies are serviced by insights of the new consensus preparing for a rare momentum to move forward a universal right to peace.
Verschiedene Befragungsmodi, unterschiedliche Ergebnisse? Moduseffekte und soziale Erwünschtheit am Beispiel Wahl der FPÖ
Der zunehmende Einsatz von Online-Befragungen (CAWI) ist begleitet von der Frage nach „Moduseffekten" bzw. Unterschieden in substanziellen Ergebnissen. Diese Studie fokussiert auf die mögliche Erklärung von Moduseffekten in der Wahlforschung am Beispiel der berichteten Wahlentscheidung für die FPÖ. Ziel der Analyse mit Daten der AUTNES 2013 und einer Gegenüberstellung von CAWI mit CAPI (face-to-face) ist die Zerlegung indirekter Effekte des Erhebungsmodus auf die Parteiwahl. Die Ergebnisse legen nahe, dass Unterschiede in der Wahrscheinlichkeit der Wahl für die FPÖ zwischen CAWI und CAPI kaum auf soziodemografische Heterogenität zurückführen sind, sondern deuten auf die stärkere Inklusion politisch Entfremdeter und geringere Effekte sozialer Erwünschtheit in der generellen Äußerung ideologisch rechter Einstellungen im CAWI-Modus hin
Reaching the unreachables: A panel survey among unemployed young adults in Austria and recommendations on how to decrease nonresponse and attrition
Survey response rates are especially low among young people, those with low levels of formal education and those who are not well integrated into society. These effects are amplified in panel studies, where similar factors influence the propensity of continued participation in survey waves. As a result, conducting a panel study on young, unemployed people is particularly challenging. The paper describes the difficulties associated with selection effects and panel mortality in this particular group and the remedies applied in the JuSAW project, where we conducted a panel survey among young adults aged 18-28 who became unemployed between May and September 2014. Based on our experiences and a detailed analysis of sample balance and panel stability, we develop recommendations for future studies
Anpassung an die Medienlogik? Eine Untersuchung politischer Kommunikationsstrategien von AkteurInnen aus Deutschland und Österreich
Obwohl die steigende Abhängigkeit politischer Eliten von öffentlicher Kommunikation sowie ihre Orientierung an medialen Formaten überzeugend postuliert werden, gibt es wenige empirische Erkenntnisse dazu, wie sich dies in ihren Vorstellungen niederschlägt. Deshalb fragt dieser Beitrag, inwieweit sich die Wahrnehmungen von PolitikerInnen und KommunikationsberaterInnen in Deutschland und Österreich bezüglich der Effektivität medienlogikorientierter Kommunikationsstrategien inter-individuell und im Ländervergleich unterscheiden. Er stützt sich auf eine Sekundäranalyse von 259 offenen Antworten von 318 Befragten aus einer internationalen Befragung zur politischen Kommunikationskultur (2008/2009). In diesen wurden 592 Einzelstrategien genannt, die dann induktiv zu Kategorien verdichtet und quantitativ ausgewertet wurden. Eine bivariate Auswertung belegt dabei relative Homogenität zwischen Ländern und Regierungs- bzw. Oppositionsparteien bei leicht stärkerer Tendenz zur Dramatisierung in Österreich. Eine multiple logistische Regressionsanalyse zeigt jedoch, dass die Parteizugehörigkeit sowie geringes Vertrauen in parlamentarische Kommunikation die Wahl medienlogischer Strategien begünstigen.
Seyed Alireza Mousavi (2017): Die Globalisierung und das Politische. Überlegungen zur Aktualität von Carl Schmitt
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Societal Relevance Dimensions of Graduating in Political Science in Austria
4,350 students were enrolled in a BA and 1,481 pursued a Master’s programme in political science in Austria in 2016. However, only a small number of degree holders embark on an academic career; many more move on to jobs in the public or private sector. In this contribution we focus on the impact of teaching political science and the contribution that political science graduates make to society. The article draws on data from the Graduate Monitoring which evaluates graduates’ progress in the labour market, and semi-structured interviews with political science graduates. Increasing knowledge about students’ career paths will help to improve curricula and contribute to a better understanding of the theories, methods and instruments that graduates will apply in their careers.
Datenfusion in der sozialwissenschaftlichen Wahlforschung – Begründeter Verzicht oder ungenutzte Chance? Theoretische Vorüberlegungen, Verfahrensüberblick und ein erster Erfahrungsbericht
Datenarchive stellen umfangreiches Individualdatenmaterial in hoher Qualität zur Verfügung. Theoretisch böte sich damit die Möglichkeit für eine Datenfusion: Auf Ebene der Befragten wird ein neuer Datensatz erzeugt, der Variablen aus unterschiedlichen Datensätzen enthält. Dieses Potential wird in den Sozialwissenschaften aber kaum genutzt. Es existieren nur wenige Ausnahmen, in denen das Verfahren der Datenfusion zur Anwendung kommt.Der Beitrag geht daher der Frage nach, ob dieser Verzicht begründet ist oder ob dadurch Chancen ungenutzt bleiben. Zur Beantwortung wird zunächst ein formales Modell entwickelt, das aufzeigt, unter welchen Bedingungen eine Datenfusion zu einer Verbesserung oder Verschlechterung der Datenqualität führen kann. Daran anschließend wird ein Überblick zu den Techniken der Datenfusion gegeben, bevor anhand eines konkreten Beispiels aus der Wahlforschung die Frage untersucht wird, ob Datenfusion mit einem der derzeit verfügbaren Standardstatistikpaketen möglich ist und zu welchen Ergebnissen sie führt