Zeitgeschichte Open - Repositorium des IFZ
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    Oktober - Dezember 1942

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    Organisation und Durchführung eines staatlichen Massenverbrechens

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    Trotz eines halben Jahrhunderts Holocaust-Forschung ist das Geschehen an den konkreten Tatorten des Massenmordes in Polen und in der Sowjetunion immer noch wenig erforscht. Die Juden in Ostgalizien sind vor allem durch ihre hervorragenden Kulturleistungen bekannt geworden. Dafür stehen Namen wie Joseph Roth und Manès Sperber. Völlig unbekannt hingegen sind die Geschehnisse unter deutscher Besatzung, als diese Volksgruppe, die über eine halbe Million Menschen zählte, in weniger als drei Jahren erbarmungslos ausgerottet wurde. Dieter Pohl zeichnet in seiner Studie die Organisation und Durchführung dieses Massenverbrechens detailliert nach. Er kann sich dabei auf eine Fülle von Aktenmaterial stützen, denn die Täter haben mehr Dokumente hinterlassen, als man bisher vermutet hat. Der Autor hat umfangreiche Recherchen in deutschen und in den zugänglich gewordenen osteuropäischen Archiven durchgeführt und darüber hinaus die gesamte, oft zu wenig beachtete, osteuropäische Forschungsliteratur verarbeitet. Die umfangreichen Akten aus den Ermittlungsverfahren, die nach 1945 durchgeführt wurden, erlauben eine differenzierte Darstellung des Verhaltens der am Massenmord Beteiligten. Der Autor schildert, wie ein zahlenmäßig schwacher deutscher Besatzungsapparat der jüdischen Minderheit alle Lebensgrundlagen entzog und die Polizei in enger Zusammenarbeit mit der Zivilverwaltung und anderen Behörden den Massenmord durch Erschießungen und Deportationen in Vernichtungslager organisierte. Die Täter handelten zwar nach Vorgaben aus Berlin, hatten jedoch große Handlungsspielräume vor Ort. Kennzeichnend ist die breite Beteiligung des Personals der Besatzungsherrschaft am Morden, das keineswegs nur das Geschäft weniger Spezialeinheiten war. Entscheidende Bedeutung für die Radikalisierung des Antisemitismus hatte die korrupte, von Entbürokratisierung und Improvisation gekennzeichnete Besatzungsherrschaft. Der Autor kann nachweisen, daß von einer Geheimhaltung der "Endlösung" keine Rede sein kann. Vielmehr waren die Morde im Osten weithin bekannt, genaue Informationen drangen ins Reich und in die ganze freie Welt

    Erinnerungen 1889 - 1972

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    Die "sächsische Lebensgeschichte" des Historikers Karl Buchheim ist eine dichtbelegte Schilderung unterschiedlicher Perioden der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Sie dokumentiert den Werdegang Buchheims vom Schüler zum Münchner Hochschullehrer und die Entwicklung seines Geschichtsbildes. Karl Buchheim plädierte mit Nachdruck für die Revision des herrschenden kleindeutschen Geschichtsbildes und erwies sich damit als entschiedener Kritiker Bismarcks und Luthers

    Sozialökonomischer Wandel und Mittelstandspolitik 1949 - 1961

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    Handwerker und Kleinhändler standen in der frühen Bundesrepublik unter hohem wirtschaftlichen und politischen Anpassungsdruck. Die neuen, zunehmend von wirtschaftsliberalen Vorstellungen und demokratischen Werten geprägten Rahmenbedingungen sowie die beschleunigte wirtschaftliche und gesellschaftliche Modernisierung stellten die ökonomische Existenz und das berufsständische Selbstverständnis vieler mittelständischer Gewerbetreibender in Frage. Abdolreza Scheybani beschreibt und erklärt die letztlich geglückte Integration dieser traditionellen Berufsgruppen in das sich herausbildende wirtschaftliche, soziale und politische System der Bundesrepublik. Er greift dabei die zentrale Frage nach der Wechselwirkung zwischen der Mittelstandspolitik einerseits und den Veränderungen der ökonomischen Bedingungen und der Lebensverhältnisse der gewerblichen Mittelschicht andererseits auf. Das Massensterben mittelständischer Kleinstbetriebe und die Entstehung einer außer- und tendenziell antiparlamentarischen Opposition in Gestalt des sogenannten Mittelstandsblocks zeigen, daß dieser Prozeß keineswegs reibungslos verlief und erhebliches politisches Konfliktpotential in sich barg

    Die Abrechnung mit dem Faschismus in Italien 1943 bis 1948

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    Lynchjustiz, Volkstribunale, Säuberungswellen - die Abrechnung mit dem Faschismus in Italien war ein unerhört dramatischer Prozeß. Sie richtete sich nicht, wie im besetzten Deutschland nach 1945, gegen einen bereits überwundenen Gegner, der für seine Verbrechen büßen und von künftigen Abenteuern abgehalten werden sollte. Die italienische Abrechnung richtete sich vor allem gegen einen aktuellen Feind, den es erst noch niederzuringen galt in einem zweijährigen Bürgerkrieg, der in einen Klassenkrieg einzumünden drohte. Nirgends sonst im westlichen Europa hat der Vergeltungsfuror so viele Opfer gefordert, nirgends sonst haben die Gerichte so rasch und unerbittlich auf die Herausforderung der Abrechnung reagiert, nirgends sonst hat man danach freilich auch so schnell eine Generalamnestie erlassen und damit für längere Zeit jede weitere Auseinandersetzung mit der faschistischen Vergangenheit unterbunden. Hans Woller, geboren 1952 in Aldersbach/Niederbayern, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und Chefredakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte

    Die internationale Währungspolitik der Bundesrepublik Deutschland 1948 bis 1958

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    Die Bundesbank spielte bei der Reintegration in die Weltwirtschaft und beim wirtschaftlichen Aufbau in der Bundesrepublik eine oftmals bedeutendere Rolle als Ludwig Erhard, der vielzitierte "Vater" des Wirtschaftswunders. Das ist die zentrale These dieser, auf umfangreichem Quellenmaterial aus dem Archiv der Bundesbank gestützten Untersuchung von Monika Dickhaus. Ihre Analyse der internationalen Währungspolitik der Zentralbank zwischen 1948 und 1958 veranschaulicht zugleich die Machtverhältnisse und internen Auseinandersetzungen innerhalb der Bank sowie ihre Zusammenarbeit mit den politischen Entscheidungsträgern. Dabei zeigt sich, daß die Zentralbank, indem sie die europäische Währungskooperation befürwortete, die Rückkehr Deutschlands auf den europäischen Markt ermöglichte und die Grundlagen ihrer späteren Führungsrolle in Europa legte

    Juli - September 1941

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    Oktober - Dezember 1944

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    Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1965

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    Hauptherausgeber: Hans-Peter Schwarz ; Mitherausgeber: Helga Haftendorn, Klaus Hildebrand, Werner Link, Horst Möller und Rudolf Morsey ; Wissenschaftlicher Leiter: Rainer Blasius ; Bearbeiter: Mechthild Lindemann, Ilse Dorothee PautschAm 7. März 1965 fasste Bundeskanzler Erhard den Entschluss, Israel die Aufnahme diplomatischer Beziehungen anzubieten und die Wirtschaftshilfe an Ägypten einzustellen. Aus erstmals zugänglichen Geheimdokumenten erschließt sich in den vorliegenden drei Bänden der „Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“ ein fesselndes Bild jener Ereignisse, die in der Vereinbarung vom 12. Mai über den Austausch von Botschaftern zwischen der Bundesrepublik und Israel und dem daraufhin erfolgten Abbruch diplomatischer Beziehungen zu Bonn durch die Mehrzahl der arabischen Staaten gipfelten. Die Bundesrepublik geriet 1965 auch in Afrika in die Defensive: Die Errichtung eines Generalkonsulats der DDR in Tansania zeigte, wie brüchig die „Hallstein-Doktrin“ wurde. Die Bundesregierung konnte zudem nicht verhindern, dass das Projekt einer NATO-Atomstreitmacht, das ihr eine Mitsprache bei der nuklearen Verteidigung Europas sichern sollte, in den Hintergrund gedrängt wurde. Zudem distanzierte sich Frankreich zunehmend von der NATO-Militärorganisation. Damit warf eine weitere Krise ihre Schatten voraus, die das westliche Bündnis in den folgenden Jahren belasten sollte

    Alliierte Einheit - deutsche Teilung?

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    In der Übergangsphase zwischen dem klassischen internationalen Mächtesystem und einem zukunftweisenden kollektiven Sicherheitssystem blieb für die deutsche Frage keine andere Lösung als die Teilung. Der Alliierte Kontrollrat, das Symbol der friedensstiftenden Kooperationsfähigkeit der Vereinten Nationen, verwaltete Deutschland auf der Grundlage des kleinsten gemeinsamen Nenners. Deutschlandpolitische Entscheidungen sind im Kontrollrat nicht gefallen

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