Zeitgeschichte Open - Repositorium des IFZ
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    Kurt Georg Kiesinger in der Außen- und Deutschlandpolitik der Großen Koalition

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    Die Bundesrepublik stand nach der festen Westbindung Mitte der sechziger Jahre am Scheideweg: Es ging um die Frage, wie eine Ostpolitik geführt werden konnte, an deren Ende die Wiedervereinigung Deutschlands stehen sollte. In der Großen Koalition verfolgten Kiesinger und Wehner, die beiden Initiatoren dieses Regierungsbündnisses, unterschiedliche Zielsetzungen, die zunächst verdeckt blieben. Für den Kanzler stand das Verhältnis zu Moskau im Mittelpunkt; Wehners Weg zur Einheit führte durch das Brandenburger Tor nach Osten. Die Arbeit beschreibt spannend und detailliert den Konflikt um den Kampf der beiden Auffassungen, der erst langsam offenbar wurde, am Ende aber das Schicksal der Koalition besiegelte. Wichtige unveröffentlichte Dokumente sowie zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen lassen ein bislang unbekanntes Bild über die Große Koalition entstehen, das der Autor mit großer Anschaulichkeit präsentiert

    Volksrichter in der SBZ/DDR 1945 bis 1952

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    In der sowjetischen Besatzungszone traten seit 1946 Volksrichter zunehmend an die Stelle der zahlreichen Richter und Staatsanwälte, die im Zuge der Entnazifizierung aus der Justiz entfernt worden waren. Dieser Elitenaustausch bildete ein zentrales Mittel zur Transformierung des Justizwesens in der entstehenden DDR. Bisher weitgehend unbekannte Quellen veranschaulichen die Entscheidungen der zentralen Instanzen (Zentralverwaltung für Justiz, SMAD, SED) und geben Aufschluß über die Entwicklung der zunächst rein fachlichen, später jedoch stark ideologisierten Kurzausbildung der neuen Juristenelite. Daß deren Fortbildung nicht nur dazu diente, fachliche Defizite auszugleichen, sondern auch justizsteuernde Funktionen besaß, wird ebenso deutlich wie das Ziel, die Volksrichter möglichst rasch in Führungspositionen zu bringen. Hermann Wentker, geboren 1959, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Leipzig, ist Leiter der Abteilung Berlin des Instituts für Zeitgeschichte, München-Berlin

    Portugal im zwanzigsten Jahrhundert

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    Der vorliegende Band versammelt, erstmals in deutscher Sprache, Untersuchungen portugiesischer Historiker, Wirtschaftswissenschaftler und Politologen zu verschiedenen Aspekten des Salazarismus und des Ubergangs zur Demokratie in Portugal nach dem Staatsstreich der Militärs vom 25. April 1974

    Das deutsche Problem in der neueren Geschichte

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    Gefangene und Fremde

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    Diese Edition dokumentiert zwei deutsche Schicksale in Polen, die unmittelbar mit dem Zusammenbruch der deutschen Herrschaft im Osten verbunden waren. Manfred Gebhardts Aufzeichnungen reflektieren Romantizismus, Naivität, vor allem aber Sensibilität eines jungen deutschen Soldaten, der in der Kriegsgefangenschaft erstmals direkt dem Land Polen und polnischen Menschen begegnet. Sie schildern die bisher wenig bekannte und dokumentierte Gefangenschaft deutscher Soldaten in Polen und die "Antifa"-Umerziehung, die eine erste "sozialistische Klassensolidarität" deutscher und polnischer Kommunisten begründen sollte. Die Aufzeichnungen dokumentieren ebenso ein Stück DDR-Gründungsgeschichte und sie sind zugleich beeindruckendes Zeugnis der Suche nach Subjektivität und Objektivität eines Zeitzeugen, der später in der DDR eine nicht unwichtige Rolle im Pressewesen einnahm. Wie anders liest sich die Lebensgeschichte Joachim Küttners, der bis zu seiner abenteuerlichen Flucht in die Bundesrepublik 1958 immer mit Polen zusammengelebt hatte. Als deutscher Rittergutserbe wurde er im südlichen Teil des Posener Landes geboren, nahe der Grenze an der Prosna zum russischen Teilungsgebiet. Zwischenzeitlich wurde er polnischer Staatsbürger, seit 1939 im neu errichteten Reichsgau Wartheland aber wieder privilegiert und wie Millionen seiner Volksgenossen dazu ausersehen, zur "völkischen Neuordnung" in diesem Teil Polens beizutragen. Nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Herrschaft sollte sich das Bild auf dramatische Weise wenden. Mit dem Augenblick dieser Wende beginnt Küttners Bericht. Die Gefangennahme Manfred Gebhardts in Böhmen mündet in eine vierjährige Lagerhaft, die Flucht Joachim Küttners vor der herannahenden Front in ein dreizehn Jahre währendes pseudonymes Leben. Gebhardt und Küttner lebten in Polen als "Gefangene und Fremde". Ihre Erfahrungen sind beispielhaft für die durch die jüngste Vergangenheit schwer belastete Begegnung von Deutschen und Polen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges

    Eingliederung, Krise, Bewährung 1947 - 1961

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    Die Integration Westdeutschlands in die europäisch-atlantische Gemeinschaft verlief keineswegs so glatt, wie es im Rückblick erscheinen mag. Weil die Organization for European Economic Co-operation (OEEC) die erste internationale Organisation war, in der die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg gleichberechtigt mitarbeiten konnten, lassen sich an ihrem Beispiel die wirtschaftlichen, politischen und psychologischen Probleme bei der Eingliederung besonders gut zeigen: Die Auseinandersetzung um die künftige Rolle des Landes im europäischen Wirtschaftsgefüge, die Anpassung an neue Formen der Außenpolitik, der Umgang mit den "Hypotheken der Vergangenheit". Das Buch untersucht detailliert die einzelnen Etappen des Integrationsprozesses und verdeutlicht, wie die Bundesrepublik vom "Sorgenkind" zum respektierten Mitglied der OEEC wurde

    Karl und Dietrich Bonhoeffer in der Auseinandersetzung um Zwangssterilisation und "Euthanasie" im Nationalsozialismus

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    Karl Bonhoeffer war einer der bedeutendsten deutschen Neurologen und Psychiater dieses Jahrhunderts. Sein Sohn, der Theologe Dietrich Bonhoeffer, beteiligte sich in seinen letzten Lebensjahren am Widerstand gegen das NS-Regime und wurde 1945 hingerichtet. Diese Arbeit untersucht, wie der Mediziner und der Theologe auf das nationalsozialistische Programm der Zwangssterilisation und die sogenannte Euthanasie reagierten. Anhand der Quellen wird deutlich, wie der Mediziner Karl Bonhoeffer als Vorsitzender des Deutschen Vereins für Psychiatrie und Klinikleiter in der Charité Verantwortung für seine Patientinnen und Patienten übernahm und sich an deren Persönlichkeitsrechten orientierte. Der Theologe Dietrich Bonhoeffer setzte sich in einer dicht geschriebenen "Ethik" mit dieser Problematik auseinander und entwickelte eine Theorie der Verantwortungsethik und der Menschenrechte

    Oktober - Dezember 1941

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    Beiträge zur regionalen und lokalen Forschung und zum internationalen Vergleich

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    Endlich bilanziert ein Themenband die regional- und lokalgeschichtlich spezialisierten Einzelforschungen zum Nationalsozialismus. Die Beiträge resümieren die Forschungsergebnisse, sie diskutieren auch die methodischen Probleme einer Regionalgeschichte des Nationalsozialismus. Horst Möller ist ehem. Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität München. Andreas Wirsching, geboren 1959, ist Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin

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