Zeitgeschichte Open - Repositorium des IFZ
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    Drohpolitik und Mauerbau

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    Gerhard Wettig, einer der besten Kenner der sowjetischen Deutschlandpolitik nach 1945, führt die Berlin-Krise von 1958-63 auf eine einsame Entscheidung Chruschtschows zurück, der daher die Zentralfigur seiner Darstellung ist. Von hier aus untersucht Wettig die sowjetische Berlin-Politik, wobei der Antagonismus mit den Westmächten - vor allem mit den USA - im Vordergrund steht, während die west- und ostdeutschen Akteure Anhängsel der beiden Hauptmächte waren. Die Auswertung umfassender Quellen aus Beständen russischer und deutscher Archive ergibt, dass das Denken und Handeln Chruschtschows auf weiten Strecken von ganz anderen Vorstellungen bestimmt wurde, als der Westen seinerzeit angenommen hat. Gerhard Wettig, geboren 1934, ehem. Forschungsbereichsleiter am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien, Köln, und Chefredakteur der Zeitschrift Außenpolitik, ist ext. Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin

    Anatomie des SS-Staates

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    Die hier zusammengefaßten fünf wissenschaftlichen Gutachten wurden von namhaften Zeitgeschichtsforschern erstellt, um den Richtern im Frankfurter Auschwitz-Prozeß des Jahres 1964 schon vor der Vernehmung der Zeugen eine Vorstellung von den historischen und politischen Zusammenhängen an die Hand zu geben. Wichtige Themen aus der Geschichte des Dritten Reiches werden behandelt: der aus SS und Gestapo gebildete Machtapparat als willfähriges Instrument für den Massenmord und die diesem Apparat innewohnenden Strukturen aus Befehl und Gehorsam, die Geschichte der Konzentrationslager, die Entstehung und Umsetzung des »Kommissarbefehls«, die Massenexekution sowjetischer Kriegsgefangener, die Grundlagen und der Verlauf der Judenverfolgung. Neben den zahlreichen neueren Forschungsarbeiten bleibt dieses Buch eine wesentliche Grundlage für Kenntnis und Beurteilung des Nationalsozialismus.8. Auflag

    Kultur, Wissenschaft und Bildung 1945 - 1949. Ziele, Methoden, Ergebnisse. Dokumente aus russischen Archiven

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    Die Edition stellt das breite Spektrum der Besatzungspolitik in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) bezogen auf die Bereiche Kultur, Schule und Wissenschaft vor. Anhand ausgewählter übersetzter Dokumente wird das Verhältnis zwischen der Besatzungsmacht und den Traditionen und Institutionen des entstehenden Staates der DDR verdeutlicht. Dieses erste Ergebnis deutsch-russischer Kooperation in der Erforschung der Geschichte der SMAD wurde durch die kürzliche Freigabe der Originalquellen in russischen Archiven ermöglicht. In der SBZ unterstand der gesamte Kulturbereich der SMAD: die Aufsicht über alle Medien und Nachrichtenmittel, die Entnazifizierung und Entmilitarisierung sowie die Erneuerung des Erziehungswesens. Die Kulturpolitik sollte sich an der Sowjetunion orientieren, mit Hilfe der Schulen und Hochschulen eine neue, aus der Arbeiterschaft und der Bauernschaft stammende Elite herangebildet werden. An den Quellen lassen sich beispielsweise die schon sehr früh einsetzenden Zentralisierungs- und Gleichschaltungstendenzen im Kulturbereich erkennen, die die DDR bis zu ihrem Zusammenbruch 1989/90 kennzeichneten. Es wird aber auch das Ausmaß des Widerstands deutlich, auf den diese Politik in der SBZ stieß und der sich in Differenzen innerhalb der Besatzungsverwaltung wie auch zu deutschen Stellen niederschlug. Auch ist festzustellen, dass viele der Ergebnisse der SMAD-Kulturpolitik nur auf dem Papier existierten. Insgesamt widersprechen die Akten dem Bild von einer in ihren Zielen, Methoden und Resultaten homogenen Kulturpolitik der SMAD: Die These von einer zielstrebigen kulturpolitischen Sowjetisierung der SBZ lässt sich nur in Form von Absichtserklärungen bestätigen. Ausgewertet wurden einschlägige Akten in mehreren zentralen russischen Archiven, vor allem die Bestände des Staatsarchivs der Russischen Föderation, die zugänglichen Teile des ehemaligen Parteiarchivs (heute: Russisches Staatsarchiv für soziale und politische Geschichte), sowie des Archivs des Außenministeriums. Die in dieser Ausgabe enthaltenen Dokumente wurden anhand der Archivkopien der russischen Originaldokumente ins Deutsche übersetzt und editorisch bearbeitet. Die repräsentative Auswahl erfasst das gesamte Spektrum der Kulturpolitik der SMAD. Damit soll ein Zugang zur Auseinandersetzung mit der DDR-Vorgeschichte auch für jene eröffnet werden, denen die originalsprachige russische Aktenedition und der im Bundesarchiv Berlin in Kopie vorhandene SMAD-Aktenbestand verschlossen bleibt

    April 1934 - Februar 1936

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    Dokumente zu Mussolinis Krieg gegen die Sowjetunion

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    Nur wenigen Deutschen ist bewusst, dass auch die italienische Armee am Krieg gegen die Sowjetunion beteiligt war. In Italien ist die Erinnerung an Mussolinis blutiges Abenteuer an der Ostfront hingegen bis heute lebendig geblieben. Allerdings blendet diese Erinnerung unbequeme Themen weitgehend aus und lässt die Soldaten des königlichen Heeres als unschuldige Opfer erscheinen, die nicht zuletzt von ihren deutschen Verbündeten im Stich gelassen worden seien. Dass die Realität bei weitem komplexer war, zeigen nicht nur Dokumente aus deutschen und italienischen Archiven: Der Band ordnet die Campagna italiana di Russia in die größeren Zusammenhänge ein, thematisiert Kriegführung, Besatzungspraxis sowie Mentalität der italienischen Armee an der Ostfront und hinterfragt das Verhältnis der Bündnispartner. Thomas Schlemmer, geboren 1967, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, von 2001-2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Rom

    Deutscher Reichstag und französische Chambre des Députés in den Inflationskrisen der 1920er Jahre

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    Die Weimarer Republik war wesentlich von den Problemen ihres parlamentarischen Regierungssystems geprägt. Ähnliche Schwierigkeiten zeigten sich zwischen den Weltkriegen jedoch auch in anderen europäischen Staaten. Thomas Raithel vergleicht erstmals systematisch den Weimarer Parlamentarismus mit jenem der späten Dritten Republik Frankreichs. Dabei stellt er die großen nationalen Inflationskrisen der 1920er Jahre in den Mittelpunkt. Der zeitweise Funktionsverlust des Reichstags resultierte aus den politischen, ökonomischen und sozialen Belastungen, aber auch aus dem Mangel an Erfahrung mit einem modernen, auf Parteien gestützten parlamentarischen System. Gleichzeitig entfaltete sich ein von Regierung und Reichspräsident ausgeübtes Verordnungsregime, das bereits auf die Endphase der Republik vorausdeutete. Dagegen überstand die Chambre des Députés "ihre" Inflationsphase weit besser. Der traditionelle französische Parlamentarismus erwies sich trotz mancher Schwächen noch immer als tragfähig und belastbar. Thomas Raithel, geboren 1958, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und Privatdozent an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Studium der Geschichte, Germanistik und Geographie in Erlangen und Bordeaux, 1994 Promotion, 2002 Habilitation

    Sozialstaatlichkeit in der DDR

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    Sozialpolitische Entwicklungen im Spannungsfeld von Diktatur und Gesellschaft 1945/49-1989. Sozialstaatlichkeit in der DDR war eine wichtige Legitimationsressource des SED-Regimes. Sie war darüber hinaus für das Funktionieren einer modernen industriellen Arbeitsgesellschaft unverzichtbar und prägte auch in der DDR die sozialen Lebenslagen der Bevölkerung. Der Sammelband enthält Längsschnittstudien für den gesamten Zeitraum der SBZ/DDR zu zentralen ausgewählten Feldern der DDR-Sozialpolitik: Frauenpolitik, DDR-Arbeitsgesellschaft, Zentralismus und Partizipation, Konsumpolitik

    Dezember 1929 - Mai 1931

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    Linksbündnisse in der Dritten Französischen Republik 1919 - 1938

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    Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges sahen sich alle Staaten - Sieger und Besiegte - vor große Herausforderungen gestellt. Sie wurden konfrontiert mit Inflation, Bedrohung des Mittelstandes, Modernisierungsproblemen in Landwirtschaft und Industrie sowie mit einer zunehmenden Radikalisierung der politischen Kräfte. Während einige Demokratien diese Krisen nicht zu meistern vermochten und sich zu Diktaturen wandelten, gelang es der Dritten Republik Frankreichs, trotz sichtbarer Schwächesymptome bis 1940 zu überleben. Das wirft grundlegende Fragen nach der politischen Kultur auf: In welcher Weise haben der französische Parlamentarismus, das französische Parteiensystem sowie die politische Tradition in Frankreich eine stabilisierende Rolle für das demokratische System Frankreichs und dessen Krisenresistenz gespielt? Die vorliegende intensive und quellennahe Studie geht erstmals im Rahmen des genannten Fragenhorizonts der Frage nach, welche Bedeutung die Bündnisfähigkeit zwischen dem bürgerlich-liberalen Parti Radical und der sozialistischen Partei Frankreichs, der SFIO, für die Stabilität bzw. Instabilität des politischen Systems in Frankreich hatte.PD Dr. Daniela Neri-Ultsch lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Regensburg

    Eine bundesdeutsche Institution im gesellschaftlichen Wandel 1961 - 1982

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    Seit 1968 und den Konflikten um die Studentenbewegung wurde der Zivildienst mehr und mehr zum Politikum. Auf ihrem "langen Marsch durch die Institutionen" machte die APO die Kriegsdienstverweigerung zum politischen Kampfinstrument und zwang die sozialliberale Koalition unter Willy Brandt zu weitreichenden Reformen. Patrick Bernhard schildert nicht nur die Diskussion um die "Demokratisierung des Dienstes" und die Abschaffung des "inquisitorischen" Prüfungsverfahrens, die Öffentlichkeit und Parlament erregte. Als wichtiger Beitrag zur jüngeren Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik bilanziert die Studie auch, wie die Reformen den Sozialstaat langfristig veränderten. Patrick Bernhard, geboren 1970, war von 1999-2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte, München-Berlin, danach Stipendiat am Istituto storico italiano-germanico, Trient, und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für osteuropäische Geschichte, Universität Erlangen-Nürnberg. Seit September 2005 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Rom tätig.Band 64: Patrick Bernhard: Zivildienst zwischen Reform und Revolte. Eine bundesdeutsche Institution im gesellschaftlichen Wandel 1961-1982, München 2005. ISBN 978-3-486-57800-

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