Zeitschrift für Inklusion
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    Editorial zu Ausgabe 2/2010

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    Armut nimmt Zukunft

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    Dieser Text befasst sich mit Armut als Mangel an Verwirklichungschancen. Die Chance, aus der Armut herauszukommen, steht in enger Wechselbeziehung zu gesellschaftlicher Ungleichheit insgesamt. Je sozial gespaltener eine Gesellschaft ist, desto mehr Dauerarmut existiert. Je mehr Dauerarmut existiert, desto stärker beeinträchtigt sind die Zukunftschancen sozial benachteiligter Kinder. Je früher, je schutzloser und je länger Kinder der Armutssituation ausgesetzt sind, desto stärker die Auswirkungen. Bildung ist nicht der einzige, aber einer der effektivsten Faktoren, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Eine Schule, die nicht sozial ausgrenzt, ist zentrale Voraussetzung für Aufstiegschancen von Kindern aus benachteiligten Familien. Die Schule hat eine zentrale Verantwortung dafür, ob die Bildungschancen vom Talent des Kindes oder vom Einkommen der Eltern abhängen

    Wie hast du’s, Europa, mit der Integration Behinderter?

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    Welche Ansichten, Absichten und Aktivitäten entwickelt das offizielle Europa (in der Gestalt der EU) in Bezug auf die Integration behinderter Menschen? Dieser Frage geht der nachfolgende Beitrag unter mehreren Blickwinkeln nach. 1) Unter deskriptiv-komparativem Aspekt gibt es gemeinsame Merkmale, die auf eine integrative Orientierung Europas hinweisen, ohne allerdings die entsprechenden Elemente (wie: Behinderung, Integration) genau und einheitlich zu definieren. Integration bedingt und beinhaltet Werte wie Menschenwürde, Gleichberechtigung, Solidarität, Nichtdiskriminierung, Beschäftigung, soziale, schulische und berufliche Eingliederung. 2) Unter normativer Betrachtung zeichnet sich eine Integrationspolitik der EU zugunsten behinderter Menschen ab, dies im primären wie im sekundären Gemeinschaftsrecht. 3) Europäische Kooperation und Austauschprozesse sollen schließlich die Integration Behinderter begünstigen, sei dies in Lehre und Forschung oder durch Aktionsprogramme und Gemeinschaftsinitiativen

    Inklusive Bildung in den nordischen Ländern im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung

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    Die Bildungssysteme in den nordischen Ländern gelten als vorbildlich, auch unter dem Aspekt der Inklusion. Ein diesbezüglicher Blick auf Finnland, Norwegen und Schweden soll im Vergleich zu Deutschland Aufklärung darüber geben, welcher Entwicklungsstand erreicht wurde. Darüber hinaus soll der Stellenwert beleuchtet werden, den die Inklusion als Gesellschaftsmodell aktuell in diesen Ländern einnimmt. Dabei werden Veränderungen sichtbar, die sich aus dem Spannungsverhältnis zu neoliberalen Gesellschaftsvorstellungen ergeben

    The first decade of the 21st century: A Backlash for Inclusion in Norwegian Schools?

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    The article shows how inclusive education formally is in place in Norway, but also how formal rights may conceal a different reality. Students are hardly ever excluded from education, but quite a few risk exposure to exclusionary mechanisms within the common education. After briefly presenting the Norwegian context, threats to inclusion are discussed, particularly within special education. A case story introduces the account

    Die Integrative Berufsausbildung in Österreich – eine Ausbildungsform für behinderte Jugendliche?!

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    Der Beitrag stellt die gesetzlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen der Integrativen Berufsausbildung in der Bundesrepublik Österreich dar. Dabei wird neben der Datenanalyse auch die praktische Umsetzung vor allem in der Berufsschule zu analysieren sein und im Weiteren der Blick auf die Aus- und Weiterbildung von Berufsschullehrer/innen gelenkt. Letztlich geht es darum, Stärken und Schwächen der IBA zu identifizieren und in einer Schlussbetrachtung Empfehlungen zur qualitätsvollen Weiterentwicklung der Integrativen Berufsausbildung abzuleiten

    Inclusion and citizenship – plural cultural context of creativity and curricular innovation

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    Inclusion and citizenship conceives the understanding of diversity as a space of collaboration between what is local and what is global. Generally, countries respond to the multiple challenges of an increasing globalised world by introducing changes in the different systems which organise these countries. There is an intention to generate structures capable of preparing countries for responding to the challenges of society, which intends to be based on experience, information, knowledge, life-long learning and in developing the ability to increase citizens’ well-being. Inclusion and citizenship – a plural, cultural context of creativity and curricular innovation consists of an ability to question ourselves about the possibility of re-imagining a plural and inclusive pedagogical/training, cultural and social space. It is within the citizen’s interaction with the environment, with the personal and collective action contexts that the inclusion of everyone can be fostered in evolutionally more plural societies, in which the curriculum establishes the cultural and social legacy, promoting the development of meaning of the human activity, that may also be strengthened when supported by innovating and creative ways of doing it

    „Bildung für alle“ in „abhängigen“ Gesellschaften? Exklusionsrisiken und Inklusionsbemühungen in Malawi

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    Es werden Bildungsprobleme und aktuelle Schwerpunkte der Bildungsreform in Malawi beschrieben, einem südostafrikanischen Staat und eines der ärmsten Länder der Welt. Mit einem dependenz-theoretischen Zugang wird das Land als „abhängige Gesellschaft“ charakterisiert. Vor diesem Hintergrund werden die Chancen, vor allem jedoch die Grenzen der Durchführung inklusiver, bedürfnisorientierter und „angepasster“ Schulreformen diskutiert. An verschiedenen Exklusionsrisiken einer „Bildung für alle“ werden diese theoriegeleiteten Reflexionen empirisch belegt. Kritische Ausblicke auf die deutsche Bildungspolitik in Entwicklungsländern beschließen die Überlegungen

    Kommentierte Literaturübersicht zur Inklusion im Elementarpädagogik

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    A case study of the interaction between identity, power and inclusive practice in a minority-language school

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    This study is an ethnographic case study of one school as it developed over the period of a year, in its early years of implementing an inclusion policy as set out by the provincial government. Through interviews, participant observation, and document analysis, data was gathered, and analyzed continuously using the “constant comparative method” of Glaser and Strauss (1967). This grounded theory approach led to a theory elaboration of sociologist Pierre Bourdieu’s theory of social organization (1996, 1992, 1986, 1982). Bourdieu’s notions of habitus, capital, and field were applied to inclusion, and the results brought new insight into the relationship between individual and group experiences of school for all stakeholders involved in inclusion

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