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Affective spaces. Experiencing atmosphere in the visual arts.
Atmospheric perception is a vital aspect of how viewers engage with works of visual art. Yet art historical discourse has barely paid attention to atmosphere as a critical concept. To remedy this deficit this essay explores how works of visual art afford atmospheric experiences. Drawing on philosophical work on atmosphere and mood by Heidegger, Schmitz, Böhme and Griffero, it will be argued that atmospheres are at the core of our affective involvement with art. How an artwork solicits this affective involvement depends, among other things, on the media it employs. This will be demonstrated by discussing two examples: a painting and a work of installation art. Both works seem to articulate the same atmospheric character but the perceptual conditions they offer for experiencing this atmosphere are different. As a result, the works emphasize different stages in the process of atmospheric perception. Juxtaposing them helps to better understand – and enjoy – this process
Der rezeptive, der erhabene Raum – Licht in Betonkirchen der Nachkriegsmoderne
Im Zentrum des Textes stehen Taktiken der Stimmungserzeugung in den so genannten Betonkirchen der 1960er und 70er Jahre. Der Analyse geht die These voraus, dass das natürlich einfallende Licht eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Aura, Atmosphäre oder "Sakralität" spielt. Der Raum, so die weitere Überlegung, wird dadurch zum Rezipienten von Phänomenen, die mit dem philosophisch-ästhetischen Konzept der Erhabenheit beschreibbar werden
Das Projekt "Rathaus und Pfalzenforschung" in Aachen
In vorbildlicher Kooperation dienten mehrere Forschungsprojekte von 2011 bis 2015 der wissenschaftlichen Untersuchung der Aachener Pfalzanlage. Die erstellten Dokumentationen dienen als Grundlage für die Restaurierung und das Facility Management. Vor allem aber lieferten die Forschungen Erkenntnisse zur Geschichte des herausragenden Monuments, die auch in der breiten Öffentlichkeit auf großes Interesse stoßen. Monika Krücken war als Stadtkonservartorin der Abteilung Denkmalpflege und
Stadtarchäologie (Untere Denkmalbehörde) der Stadt Aachen für die Koordination des Projektes "Rathaus und Pfalzenforschung" verantwortlich
UNESCO-Welterbe Zollverein: Anforderungen an Marketing und Kommunikation
Das UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen gehört zu den vier deutschen sogenannten industriellen Welterbestätten – neben dem Erzbergwerk Rammelsberg, der Völklinger Hütte und dem Fagus-Werk in Alfeld. Das Bergwerk Zollverein war zu seiner Inbetriebnahme Anfang der 1930er Jahre eine hochmoderne Riesenmaschine und ein Repräsentationsbau zugleich – und insofern von Beginn an das, was man heute als Corporate Architecture bezeichnet: eine Marketing-Maßnahme des Bauherren
Die Fognatura in Sabbioneta
Im Rahmen der Untersuchungen der Aachener Forschergruppe um Jan Pieper zur Idealstadt Sabbioneta hat die Fognatura, die aus dem 16. Jahrhundert stammende und in weiten Teilen erhaltene städtische Kanalisation, eine bedeutende Neubewertung als einzigartiges Bodendenkmal erfahren. Erst der Nachweis der von Vespasiano Gonzaga und einen Geometern angewandten städtebaulichen Prinzipien ließ vermuten, dass der Wasserhaushalt der Stadt Sabbioneta bereits bei ihrer Gründung ein integraler Teil der ingenieurtechnischen Leistung war
Das Teatro all’Antica von Sabbioneta
Als letztes Gebäude fügte Vespasiano Gonzaga dem Hochkorridor von Sabbioneta das Teatro all\u27Antica hinzu. Als erstes im Stadtraum freistehendes Theater stellt es einen wesentlichen Schritt in der typologischen Entwicklung des neuzeitlichen Theaterbaus dar. Die neuen bauforscherischen Untersuchungen des Aachener Forschungsteams unter der Leitung von Jan Pieper ermöglichen es, eine eindeutige Rekonstruktion der inneren Struktur des Ursprungsbaus zu entwickeln. Durch die vergleichende Betrachtung der erhaltenen zeitgenössischen Theater, die auch die Akustik als physikalisch messbare Dimension berücksichtigt, kann die Entwicklung des frühneuzeitlichen Theaters nachvollzogen werden. Nicht zuletzt offenbart sich
die Raumidee, die der Planung Vincenzo Scamozzis zugrunde liegt
Die Relevanz der historischen Bauforschung für neue Impulse in Stadtplanung und Architektur
Durch die Bauforschung im Rahmen des mehrjährigen Projektes "Die Hochkorridore von Sabbioneta" konnten der Verlauf und viele Anschlüsse der hochliegenden Gänge an bestehende Bauten weitgehend geklärt werden. Im Bereich der Chiesa della SS. Maria Incoronata und des angrenzenden Servitenklosters führten die Bauuntersuchungen zu völlig neuen Erkenntnissen über den ehemaligen Verlauf des Hochkorridors und damit zu einer Neuinterpretation des baulichen Ensembles sowie seiner Bedeutung
für die Idealstadt. Aus dieser historischen Umdeutung entstanden Ideen für die Umnutzung des ehemaligen Servitenklosters und seiner angrenzenden Freiflächen, die im Rahmen von studentischen Entwürfen am Lehrstuhl für Baugeschichte und Denkmalpflege in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der RWTH Aachen weiterentwickelt wurden. Somit stellten sich Befunde einer historisch orientierten Bauforschung mit übergeordneter Fragestellung als neue Impulsgeber für Stadtplanung,
Architektur und Denkmalpflege heraus
Preservation Strategies for Sabbioneta\u27s City Walls and Recent Restorations
Sabbioneta and its city walls are nowadays recognized as a very important historical and cultural value, widely acknowledged throughout society: without this recognition neither protection, nor conservation, nor valuation could be achieved.
Sabbioneta’s city walls are evidence for the use of different theoretical approaches: for example, at the beginning of the FIO works it was decided to replace lost bricks with reused material (old and restored bricks); because of the very high costs of this procedure, in accordance with our office it had then been decided to use new bricks, distinguished from the original ones by a "sanding surface". It had also been determined not to replace missing pieces of the bullnose element with original shaped bricks, in spite of emphasising the continuity of the bullnose with a different layout of new bricks. This methodology complied the theoretical principles of "recognition of the new elements" and of economical sustainability.
Today, if we look at the whole extension of the city walls of Sabbioneta, it is possible to compare different works and decisions taken during the years and understand how the theme of conservation and restoration of this masonry wall has been interpreted
Sabbioneta
Sabbioneta, die Residenz Vespasiano Gonzagas (1531–1591), gilt als die erste vollständige Neugründung einer Stadt in der Renaissance und zudem als die prototypische Idealstadt der Epoche schlechthin. Und das, obwohl die Stadt überhaupt nicht das regelhafte Bild einer Planstadt bietet.
Die Entdeckung, dass die unregelmäßige Umrissfigur der Stadt sich ebenso wie ihre rätselhafte Binnengliederung durch den Rückgriff auf antik-römische Orientierungspraktiken erklären lässt, gab somit den Anstoß zu einem umfassenden Forschungsprojekt, das zwischen 2003 und 2014 am Lehrstuhl für Baugeschichte der RWTH Aachen durchgeführt wurde und dessen erste beispielhafte Ergebnisse in diesem und den folgenden Aufsätzen vorgestellt werden
Neues Stadtarchiv und Museum im Servitenkloster zu Sabbioneta
Das Weltkulturerbe einer Idealstadt weiterzubauen stellt eine besondere Herausforderung dar. Eine Diplomarbeit – angefertigt an den Lehrstühlen für Baugeschichte und Denkmalpflege (Prof. Dr. Jan Pieper) und Baukonstruktion (Prof. Hartwig N. Schneider) der RWTH Aachen – zeigt, welche Herangehensweisen und Entwurfsmethodiken bei diesem Weiterbauen zur Anwendung kommen können: die Betrachtung des Bauwerks als eigenständige Quelle, eine intensive Kontextanalyse und eine wiederkehrende
Reflektion des Angemessenheitsbegriffs im Sinne der Annäherung an ein wissenschaftliches Entwerfen. Erklärtes Ziel der Umnutzung und Erweiterung des Kloster- und Grabeskirchenkomplexes aus dem späten 16. Jahrhundert war es, dem hochsensiblen bauhistorischen Kontext gerecht zu werden und gleichzeitig dem Desiderat einer eigenen, kräftigen architektonischen
Intervention der Gegenwart zu entsprechen