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    Der inkorporierte Schutzbau im Casino del Giardino in Sabbioneta

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    Das Casino ist das erste herrschaftliche Gebäude, das Vespasiano Gonzaga nach der 1577 erfolgten Ernennung zum Herzog in seiner Idealstadt Sabbioneta erbauen ließ. Stand bisher außer Frage, dass das Gebäude als vollständiger Neubau errichtet wurde, konnte durch bauforscherische Untersuchungen der Aachener Forschergruppe um Jan Pieper nun nachgewiesen werden, dass in den Casino-Neubau ein bereits vorhandener kleiner Baukörper integriert wurde. Doch erst die zeitgleich durchgeführten Forschungen zur Maßfigur der Idealstadt ermöglichten es, den elementaren Zusammenhang zwischen diesem Gebäude und der Idealstadtplanung zu entschlüsseln

    Der Palácio da Pena in der Kulturlandschaft Sintra

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    1995 ist das Schloss Pena als Teil der Kulturlandschaft Sintra in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen worden. Mit über einer Million Besucherinnen und Besuchern (2015) weist Pena die höchste Besucherzahl aller Schlösser und Museen Portugals auf. Bereits 2007 übernahm die staatliche Firma Parques de Sintra – Monte da Lua, SA, die Verwaltung des Gebäudes und der dazugehörigen Parkanlagen. Aufgabe der Firma ist es, die ihr unterstehenden Kulturobjekte zu erforschen, zu erhalten und wiederherzustellen. Hierzu wurde 2010 ein umfangreiches Forschungs- und Restaurierungsprogramm initiiert, das Untersuchungen zur Baugeschichte des Schlosses, die Restaurierung des gesamten Gebäudes sowie eine grundlegende Inventarisierung und Sichtung der im Schloss befindlichen Sammlung vorsieht, um auch diese systematisch erforschen zu können. Neben der Planung der wissenschaftlichen und baulichen Maßnahmen wurde auch ein didaktisches Konzept entwickelt, um den Besuchern neugestaltete und vor allem zeitgemäße Medien zur Verfügung zu stellen, die den durchaus unterschiedlichen Ansprüchen des internationalen Publikums gerecht werden

    Editorial

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    Interdisziplinär, multilateral und transparent?

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    Ausgezeichnet schutzbedürftig sind UNESCO-Weltkulturerbestätten, und nachhaltig sollen sie entwickelt werden. Tatsächlich ist die Bewahrung des Kulturerbes nicht nur ein Beitrag zu nachhaltiger Raumentwicklung, sondern der UNESCO-Status selbst kann diese auslösen und befördern. Das lokale Welterbemanagement ist dabei ein entscheidender Faktor. Doch was macht es erfolgreich? Welche Rolle spielt darin der Dialog? Welcher Dialogqualitäten bedarf es, und wie könnte man sie steuern? Illustriert mit Beispielen der Managementpraxis in den Weltkulturerbestädten Stralsund, Wismar und St. Petersburg geht der Beitrag diesen Fragen nach und skizziert das breite Wirkpotenzial des UNESCO-Labels für nachhaltige Stadtentwicklung

    Plečniks Ljubljana als humanistischer Stadtumbau

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    Was ist das "Humanistische" in Jože Plečniks Architektur? Vorliegender Aufsatz geht der Frage nach, inwiefern diese Charakterisierung seines Werkes gerechtfertigt ist. Anhand von Plečniks Eingriffen in bestehende Stadträume und städtische Situationen in Ljubljana legt die Studie dar, dass dieser "humanistische Stadtumbau" in einem religiös und sozial begründeten Humanismus wurzelt, der unmittelbar vom Menschen ausgeht und diesen zum Maßstab nimmt

    Potential Cities_

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    Buildings and urban construction are understood in this paper as representations of the city. Their meanings, however, are often invisible, positing unrealized urban visions, which are both imbedded in and which call up chains of associations expressing desires and fears. Narratives of what the city should be often contain the rejection of the existing urban situation. Understanding architectural objects as potential underscores their imaginary nature. Freud, for example, uses the Roman ruins in Civilization and its Discontents (1929) as a means to imagine stages of history. Yet, meanings of the new can also be covered over and layered. Milan is a city with fragments of the new, which once projected an ideal urban space into the future. The potentiality of Milan’s postwar urban objects is analyzed in relationship to narratives of the city and insertion is framed as an imagining into the city

    Das Dortmunder Museum am Ostwall von Leonie Reygers

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    In der europäischen Museumslandschaft der Nachkriegszeit war das Dortmunder Museum am Ostwall eine feste Größe. Gründungsdirektorin Leonie Reygers holte die weite Welt in die vom Bombenkrieg verwüstete Industriestadt. Sie übernahm 1947 eine ruinöses Haus, das bereits Resultat eines Umbaus war: das 1872–75 errichtete Königliche Oberbergamt war 1911 zum Museum für Kunst und Gewerbe umgebaut worden. Reygers entwickelte die Kriegsruine als Direktorin und gestaltende Bauherrin zu einem Museum der Gegenwartskunst weiter und strebte danach, in der Kombination von Alt und Neu eine „harmonische Atmosphäre“ entstehen zu lassen. Die verschiedenen historischen Schichten wurden unter ihrer Regie zu einer neuen Einheit verschmolzen. Das aus heutiger Perspektive eher unscheinbar wirkende Haus ist eines der ganz wenigen Zeugnisse eines Museumsbaus der unmittelbaren Nachkriegszeit in Deutschland und zudem ein exemplarisches Beispiel für die architektonische Strategie des Einfügens im Umgang mit Kriegsruinen

    Modell und Wirklichkeit

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    Die Bildserie zeigt eine Reihe von architektonischen Einfügungen in verschiedene räumliche Umgebungen. Den Arbeiten ist gemein, dass sie allesamt aus einer Auseinandersetzung mit den Sprachen des Modellhaften heraus entwickelt worden sind. Der Akt des konkreten Einfügens stand jeweils am Ende einer längeren Reflexion über die Rolle des Modells im architektonischen Entwurfsprozess

    Sequenzen architektonischer Aneignung

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    Jeder architektonischen Transformation geht die Konstruktion einer Wahrheit voraus. Was man in einem Bauwerk sieht oder sehen will, beeinflusst dessen Nutzung und dessen potentiellen Umbau. Der Artikel resümmiert verschiedene Ansätze einer Architekturtheorie des Bauens im Bestand und zeigt anhand der Geschichte des Kolosseums als Martyriumsort eine solche Interpretationskonjunktur eines Bauwerks, die letztlich zu dessen Umbau führen kann. Dabei lässt sich eine Sequenz von Reinterpretation und Überschreibung, Prägung, Bespielung, Neuorientierung und Schließung sowie zuletzt architektonischer Formalisierung und Monumentalisierung ausmachen

    The transformation of the Rijksmuseum Amsterdam

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    This article focuses on the design process for the transformation of the Rijksmuseum Amsterdam (1885, by P.J.H. Cuypers), with special attention for the evolution of the design by Cruz y Ortiz arquitectos and the associated history of ideas. How did opinions on the intervention evolve from the concept for a masterplan in 1996 to the realized project? To what extent were all those diverse ambitions regarding the city, the monument and the museum realized? What was the role of the designers, not only referring to Cruz y Ortiz, but also to Van Hoogevest Architecten (restoration) and Wilmotte & Associés (interior)? How did the design evolve in a complex and ambitious context involving a great many interested parties, and what effect did this have on the design process from the first sketches to the ultimately realized renovation

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