ZHAW Zurich University of Applied Sciences

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    Staatliche Gesichtserkennung : eine rechtliche Einordnung

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    Gesichtserkennung kann von den Behörden präventiv zur anlasslosen Überwachung des öffentlichen Raums eingesetzt werden, oder zur Gefahrenabwehr – beispielsweise bei einem Grossanlass. Im Kanton Basel-Stadt und in den Städten Zürich, St. Gallen und Lausanne ist der Einsatz von Gesichtserkennungsmethoden im öffentlichen Raum jedoch inzwischen verboten; in weiteren Kantonen und Gemeinden sind entsprechende Vorstösse bereits angenommen worden. Vor diesem Hintergrund soll die staatliche Gesichtserkennung nachfolgend rechtlich eingeordnet und die Zulässigkeit der auf Bundesebene geplanten Einführung eines automatischen Gesichtsbildabgleichs beurteilt werden

    Determinanten der Malariaimpfstoff-Implementierung in endemischen Gebieten : ein Scoping Review

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    Ausgangslage: Trotz erheblicher Fortschritte in der Malariaprävention bleibt die Krankheitslast hoch. Die Malariaimpfung markiert daher einen bedeutenden Meilenstein im Kampf gegen die Krankheit. Ihre erfolgreiche Implementierung setzt jedoch ein vertieftes Verständnis jener Faktoren voraus, die Einführung und Verbreitung beeinflussen. Ziel / Methode: Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zur Implementierung von Malariaimpfstoffen in malaria-endemischen Regionen systematisch zu erfassen und zentrale Einflussfaktoren zu identifizieren. Hierzu wurde ein Scoping Review durchgeführt. Die Literaturrecherche erfolgte in den Datenbanken MEDLINE und Web of Science. Zentrale Ergebnisse: Insgesamt wurden 30 Studien entlang des Consolidated Framework for Implementation Research ausgewertet. Dabei konnten 22 Einflussfaktoren identifiziert werden, die die Implementierung von Malariaimpfstoffen beeinflussen. Diese reichen von Impfstoffcharakteristika über infrastrukturelle, sozioökonomische und kulturelle Rahmenbedingungen bis hin zu politischen, finanziellen und systemischen Aspekten. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass eine erfolgreiche Implementierung der Malariaimpfung ein integriertes Vorgehen erfordert, das sowohl verhaltens- als auch verhältnisorientierte Massnahmen umfasst. Kontextsensible Aufklärung, niedrigschwellige Impfangebote, die Verknüpfung mit bestehenden Präventionsstrategien sowie stabile Strukturen und sektorübergreifende Kooperationen sind zentrale Erfolgsfaktoren. Künftige Forschung sollte sich auf die Weiterentwicklung des Impfstoffs und die Integration partizipativer Ansätze konzentrieren, um eine kontextsensitive Umsetzung zu fördern

    Lasting legacies : relicts of historical plant communities in Central European grasslands amid a century of biodiversity loss

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    Central European grasslands have undergone significant transformations due to anthropogenic pressures such as land-use change, nitrogen deposition, and climate change. The persistence of historical grassland communities in the face of environmental change offers a unique opportunity for restoration initiatives. This study evaluates the availability of such remnant grasslands in Switzerland, by identifying patches that retained species composition and richness similar to the status of grasslands a century ago, and which can thus serve as nuclei for restoration. We resurveyed 73 sites selected from historical records, previously recorded around 1900, across a range of elevations and moisture regimes. Two plot types were sampled at each site: randomly positioned plots to assess average changes in species composition and targeted plots to assess the most similar remnants of the historical community. Species richness in the current most similar plots remained remarkably comparable to historical levels across all elevations and moisture levels, whereas current average plots exhibited a decline in dry and mesic grasslands. Ecological indicator values revealed significant increases in nutrient levels in dry and wet grasslands, likely driven by nitrogen deposition and land-use intensification. These changes were accompanied by shifts in species composition and increased tolerance to grazing and mowing. The analysis of CSR strategies highlighted a growing dominance of competitive species in wet and dry grasslands, along with a notable decline in stress-tolerant specialists. Our findings demonstrate the potential of remnant grasslands for restoration while emphasizing a large influence of environmental change

    Gefährdungsmonitor Journalismus Schweiz : empirische Befunde zur wahrgenommenen Sicherheitssituation und zu Copingstrategien von Medienschaffenden

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    Sechs von zehn Medienschaffenden wurden im Jahr 2024 während ihrer journalistischen Arbeit mindestens einmal mit hasserfüllten Äusserungen oder Beleidigungen konfrontiert. Die Anfeindungen zielten in erster Linie auf ihre journalistische Arbeit (68%), auf den Journalismus und Medienschaffende im Allgemeinen (64%), auf ihre Medienorganisation (45%) oder auf individuelle Merkmale der befragten Person (20%; z.B. Ethnie oder Geschlecht). Elf Prozent haben verbale (81%) oder physische (19%) sexuelle Belästigung erfahren. Vier von zehn Medienschaffenden haben die Androhung rechtlicher Schritte erlebt, während ein Viertel mit der Einleitung rechtlicher Schritte konfrontiert war. 17 Prozent der Medienschaffenden erlebten während ihrer journalistischen Arbeit digitale Bedrohungen wie Hackerangriffe, Phishing oder gefälschte E-Mails. Dies sind die Hauptbefunde der Studie «Gefährdungsmonitor Journalismus Schweiz», mit der das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) Prof. Dr. Vinzenz Wyss und sein Forschungsteam an der ZHAW beauftragt hat. Die Datenerhebung identifiziert besonders gefährdete Gruppen von Journalistinnen und Journalisten. Sie unterstützt das Ziel des Nationalen Aktionsplans zur Sicherheit von Medienschaffenden in der Schweiz (NAP), «die gesellschaftliche Anerkennung des Berufs der Medienschaffenden zu fördern und die Bedeutung der Medien für eine funktionierende Demokratie aufzuzeigen». Der NAP geht davon aus, dass «mit der Wertschätzung des Journalismus die Basis für die Sicherheit der Medienschaffenden gelegt wird» (BAKOM, 2023)

    Ergonomics in translation work

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    Putting the human actor in the centre of an industrial process began with the emergence of the field known as ergonomics. Nowadays, the translation industry refers to the importance of the ‘expert in the loop’ to highlight the limitations of technology. We explain the key concepts that have proven useful in understanding the ergonomics of translation workplaces and workflows as well as how ergonomics – with its focus on humans interacting with socio-technical systems – can be linked to theorising and empirical investigations in the discipline of Translation Studies. We explore various aspects of ergonomics with respect to the situational contexts in which professional translation usually takes place before reviewing relevant research on how more or less ergonomic conditions can affect the translator’s work. Specific examples provide an appreciation of the variety and range of the conditions under which different types of translation work are done. Moving beyond the individual translator, we also discuss how an ergonomic perspective has societal relevance and is important to other actors in the translation value chain, including technology developers, clients, project managers, quality assurers, and target users. Looking forward, we discuss emerging debates and future perspectives related to ergonomics in the fast-moving technologised translation industry

    Orte für Menschen: Gartenpark und Gartenparkpavillon Re-use in Kloten : Erfahrungsbericht zu einem partizipativen Nachbarschaftsprojekt

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    Das Klotener Quartier Hohrainli ist mit rund 1400 Bewohnerinnen und Bewohnern ein typisches Beispiel aus einer Schweizer Agglomerationsgemeinde mit durchgrünten, aber anonymen, identitätslosen, kaum genutzten Freiräumen. Die Bausubstanz stammt mehrheitlich aus den 1960er bis 1980er Jahren. Hier lebt ein hoher Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und unterdurchschnittlichem Einkommen sowie älterer Menschen. Das Quartier soll in den nächsten 20 bis 30 Jahren sozial verträglich verdichtet werden. Im Rahmen eines Modellvorhabens des Bundes Nachhaltige Raumentwicklung 2020 – 2024 hat die Forschungsgruppe Grün und Gesundheit der ZHAW im Auftrag der Stadt Kloten im Quartier einen ergebnisoffenen partizipativen Prozess zur Aufwertung des Wohnaussenraums durchgeführt. Idee war, den Aussenraum noch vor der baulichen Verdichtung zu einem belebten Ort sozialer Integration und gelebter Nachbarschaft zusammen mit der aktiven Beteiligung der Bewohnerschaft freiräumlich zu verdichten. Gerade für ältere und alte, weniger mobile Menschen wird das unmittelbare Wohnumfeld zunehmend wichtig für Möglichkeiten des nachbarschaftlichen Kennenlernens und Austauschs, des Miteinanders und Füreinanders für ein erfülltes, beziehungsreiches Leben. Ergebnis des 5-jährigen Reallabors ist u. a. ein Garten- Park, der in unmittelbarer Nähe dreier Hausblöcke mit Alterswohnungen entstanden ist. Für diesen Park mit Garten wünschte sich die Bewohnerschaft auch einen Gartenpavillon als vor Wind und Wetter geschützter Treffpunkt, der mit wiederverwendeten Bauteilen erstellt wurde. Dieser Pavillon wurde im Rahmen des Förderprojekts der Age-Stiftung (2022 – 2025) partizipativ realisiert. Zum aktiven Mitbauen konnten zwar keine älteren Menschen aus den Alterswohnungen und dem Quartier gewonnen werden, doch etliche ältere Menschen waren konstante Anwesende bei allen Aktivitäten vor ihrer Haustüre. Inwieweit sich durch die entstandenen Garten-Räume tragende neue Beziehungen ergeben haben, lässt sich nach so kurzer Zeit noch nicht abschliessend sagen. In der Stadt Kloten hat das Projekt jedoch bereits wichtige Denkanstösse für weitere Entwicklungen geliefert. Zur Verstetigung des GartenParks und GartenPark-Treffs wurden eine Gartengruppe sowie ein GartenParkVerein Hohrainli gegründet, als Rahmen für die Fortführung des Erreichten. Die Altersbeauftragte der Stadt Kloten wird nach Erstellung eines Nutzungskonzeptes ab 2026 regelmässige Angebote im Pavillon für die ältere Bewohnerschaft des Quartiers im Pavillon durchführen. Die Vereinigung Freizeit Kloten hat den Pavillon als Durchführungsort fest in ihr Programm aufgenommen. Der GartenParkVerein Hohrainli bietet Besenbeizen, Quartierfeste und Grillabende an. Weitere Aktivitäten sind geplant. Eine wesentliche Erkenntnis aus dem Projekt ist, dass das Gelingen eines solchen sozial-psychologischen, raumwirksamen Unterfangens entscheidend von dem aufgebauten Vertrauen und der Pflege der Beziehungen zu den sehr unterschiedlichen am Prozess beteiligten Persönlichkeiten abhängt. Auch wenn der Kreis, der zum aktiven Mitwirken gewonnen werden konnte, klein blieb, muss zum Schluss gekommen werden, dass Menschen unterschiedlichster Herkunft, Status, Interessen und Alter durchaus zugänglich sind, mitzutun und Nachbarschaft zu leben

    Knowledge as power : China’s think tanks and the European Union

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    The People’s Republic of China (PRC) is a key trading partner of the European Union (EU). As the PRC’s global relevance continues to grow, it is important to understand its domestic processes for producing knowledge about Europe, since these processes have the power to shape China’s foreign policy towards the EU. Based on interviews conducted in Beijing, this paper identifies think tanks affiliated with the Party-state as key producers of knowledge about Europe. The mechanism that allows them to play this role depends on input factors, such as access to information and funding, and output factors, such as the capacity to publish research and gain recognition. This largely depends on the Party-state. Consequently, knowledge production becomes a political construct typical of an authoritarian state, with think tanks emerging as key players in foreign relations between Europe and China. This article improves our understanding of knowledge production in authoritarian settings

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