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Emotionen und Schulentwicklung – Zur Bedeutung bedürfnisorientierter Governancepraxis und dem emotionalen Erleben von Change agents (invited talk)
Mit dem Satz „Schulentwicklung ist immer persönlich.“ verweisen Buhren und Rolff (2012, S. 281) darauf, dass der Innovationserfolg insbesondere davon abhängt, wie dessen inhaltliche Gestaltung und Steuerung von den betroffenen Individuen interpretiert und motivational mitgetragen wird.
Der Beitrag untersucht dieses Phänomen im Spiegel der Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Ryan und Deci (2017) sowie einem appraisaltheoretischen Ansatz der Emotionsentstehung (z.B. Lazarus & Smith, 1988). Ausgehend von der Annahme, dass die Erfüllung der psychologischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit während des Schulreformprozesses positive Motivationsqualitäten herbeiführt, fokussiert die Studie auf den Zusammenhang zwischen bedürfnisorientierter Governancepraxis, dem emotionalen Erleben der Akteurinnen und Akteure sowie deren Bereitschaft, das Schulentwicklungsanliegen mitzutragen. Im Rahmen der Brown Bag Lunch Lecture werden relevante Theorien unter besonderer Berücksichtigung der Perspektive der schulischen Governanceforschung skizziert sowie ausgewählte empirische Befunde berichtet und diskutiert
Sicher Fahren: Rollen und Fahren Elements
Das Thema Fahrradfahren nimmt im Leben von Kindern und Jugendlichen einen grossen Stellenwert ein. Die wenigen praktischen Einheiten mit der Polizei reichen oft nicht aus, um die Schülerinnen und Schüler auf das sichere Fahren im Strassenverkehr vorzubereiten. Es ist daher sinnvoll, das Fahrradfahren in den Bewegungs- und Sportunterricht zu integrieren, wie das auch der Lehrplan verlangt. Eine reiche Auswahl an praxiserprobten und direkt umsetzbaren Übungs- und Spielformen werden im Fächer für Unterricht und Verein vorgestellt
Verständnisse und Konzepte zum kompetenzorientierten Fachunterricht: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Dieser letzte Beitrag des Bandes ist Ergebnis einer Metastudie, die parallel zum Projekt von einer Forscherin ohne fachdidaktischen Hintergrund durchgeführt wurde. Das Forschungsunterfangen basiert auf der Annahme, dass Konzeptverständnisse innerhalb der Diskussion um Kompetenzorientierung fach- und stufenspezifische Merkmale aufweisen, und untersucht dabei, wie sich diese Konzeptverständnisse konkret unterscheiden und verändern. Im Rahmen der Forschungsprojekte im Schwerpunktprogramm «Kompetenzorientierter Fachunterricht» der PHBern wurde zunehmend deutlich, dass ein systematischer Vergleich möglich und dringlich ist. Daraus soll eine Synthese hervorgehen, die aufzeigt, was gemeinsame Verständnisse sind, wo es spezifische – fach- oder stufenspezifische – Aspekte gibt und wie sich diese Verständnisse von forschenden Fachdidaktikpersonen durch ihre unterrichtsentwickelnde
Forschungserfahrung verändern.
Indem dies von einer Aussenstehenden erfragt und reflektiert wurde, werden die Fachdidaktiken und ihre Forschungsansätze kritisch-vergleichend zueinander in Bezug gesetzt. Dies ist insbesondere für die Aus- und Weiterbildung relevant, wo solche Divergenzen noch zu wenig thematisiert werden. Aber auch in der Fachdidaktikforschung, gerade in überfachlicher, ist es wesentlich, den konzeptuellen Rahmen zu reflektieren und
fachspezifische Deutungen zu identifizieren