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The online hate speech cycle of violence: moderating effects of moral disengagement and empathy in the victim-to-perpetrator relationship
Adolescents around the globe are increasingly exposed to online hate speech (OHS). And yet little is known about the varying roles of involvement and the determinants of adolescents' hate speech perpetration. Building on previous research, this study aims to test the cycle of violence hypothesis for OHS and to analyze whether moral disengagement (MD) and empathy moderate the victim-to-perpetrator relationship. The sample consists of 3,560 seventh to ninth graders (52.1 percent girls), recruited from 40 schools across Germany and Switzerland. Self-report questionnaires were administered to assess OHS involvement, MD, and empathy. Multilevel analyses revealed that victims of OHS were more likely to report OHS perpetration. In addition, victims of OHS were more likely to report OHS perpetration when they reported higher levels of MD than those with lower levels of MD. Finally, victims of OHS were less likely to report OHS perpetration when they reported higher levels of empathy than those with lower levels of empathy. The findings extend the cycle of violence hypothesis to OHS and highlight the need to address MD and empathy in hate speech prevention. Implications for future research will be discussed
Monitoring Kontrollprüfung 2022
Die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern (BKD) nimmt jährlich ein Monitoring zur Kontrollprüfung vor. Die Pädagogische Hochschule Bern verfasst diesen Bericht im Auftrag der BKD.
Im Bericht werden Grafiken über mehrere Jahre als Liniendiagramm mit Datenpunkten dargestellt. Die punktierten Linien dienen nur als Lesehilfe und symbolisieren keine stetige Entwicklung, da nur punktuell einmal jährlich eine Datenerhebung stattfindet. Summierte Prozente können aufgrund von Rundungsfehlern von 100 Prozent leicht abweichen. Die auf dem Meldeblatt vorhandenen Angaben zur Empfehlung der Lehrperson, zum Wunsch der Eltern und zum Prüfungsresultat sind unterschiedlich vollständig. Die Ergebnisse der Nachprüfungen wurden nicht in die Auswertungen mit einbezogen
Lernverlaufsdiagnostik Schreiben (LVD – Schreiben): Reliabilität, Validität und Sensitivität für mittelfristige Lernfortschritte im deutschsprachigen Raum
Um das Repertoire an schreibdiagnostischen Instrumenten zu erweitern, wird das im englischen Sprachraum etablierte Instrument Lernverlaufsdiagnostik Schreiben (LVD – Schreiben, im englischsprachigen Raum CBM Writing) vorgestellt, das sowohl als Screening als auch zur Lernverlaufsdiagnostik eingesetzt werden kann. Die Testgütekriterien Paralleltestreliabilität und Validität sowie die Sensitivität für mittelfristige Leistungsverbesserungen werden in einer Untersuchung mit N=354 Schülerinnen und Schülern der dritten bis sechsten Klassenstufe adressiert. Zu zwei Testzeitpunkten (Herbst und Frühjahr) verfassten die Teilnehmenden jeweils zehn dreiminütige Schreibproben. Abhängig von der Klassenstufe erweisen sich verschiedene Auswertungsmethoden als reliabel und valide, wobei die Nutzung des Medians von drei Schreibproben der Verwendung einer einzelnen Schreibprobe überlegen ist. In allen Klassenstufen und mit allen Auswertungsmethoden machten die Schülerinnen und Schüler signifikante Leistungsfortschritte zwischen Herbst und Frühjahr. Das Verfahren erweist sich somit als sensibel für Leistungsveränderungen innerhalb eines Schuljahres. Ein explorativer Vergleich mit amerikanischen Normwerten weist auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung der Schreibflüssigkeit in beiden länderspezifischen Kontexten hin. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden Implikationen für weiterführende Forschung diskutiert
Fachdidaktische Forschung und Unterrichtsentwicklung mit videobasierter Fallarbeit: Ergebnisse und Perspektiven aus der fächer- und stufenübergreifenden Entwicklungsforschung
Adieu, Mille feuilles! - Oder doch nicht?
Seit das Französischlehrmittel «Mille Feuilles» 2011 an den Berner Schulen eingeführt wurde, steht es unter Dauerkritik. Ab diesem Sommer ist es im Kanton Bern nicht mehr obligatorisch – doch nur die wenigsten Schulen wechseln. Warum, fragt sich unser «Mille Feuilles»-geschädigter Autor
Chancen und Risiken von Lernzielreduktion und Nachteilsausgleich: Ausgewählte Ergebnisse einer Berner Längsschnittstudie zu Vergabe und Auswirkungen integrativer schulischer Massnahmen
Der Artikel diskutiert die Chancen und Risiken der konträren Massnahmen Lernzielreduktion (RILZ) und Nachteilsaus- gleich (NAG) anhand zentraler Ergebnisse einer Berner Längsschnittstudie. Es zeigt sich, dass der Erhalt der Massnah- men mit der sozialen Herkunft der Lernenden zusammenhängt, was Bildungsungleichheiten verstärken kann. Im Ge- gensatz zum NAG ist RILZ mit verschiedenen Risiken verbunden, unter anderem mit einer geringeren Einschätzung des kognitiven Potenzials der Lernenden durch die Lehrpersonen und einer negativen Entwicklung der Schulleistung und des akademischen Selbstkonzepts. Lehr- und Fachpersonen sollten daher für Vergabemechanismen und Wirkungen die- ser Massnahmen sensibilisiert sein und diese umsichtig einsetzen
Rezension zu: Robin, Jésabel & Zimmermann, Martina (Hrsg.) (2022): La didactique des langues dans la formation initiale des enseignant.e.s en Suisse. Quelles postures scientifique face aux pratiques de terrain? Fremdsprachendidakik in der Schweizer Lehrer*innenbildung. Bern, New York, Oxford, Warszawa, Wien: Peter Lang.
Typische und atypische Geschlechtsentwicklung: Grundlagen, Diagnostik und Therapie
Seit der Entdeckung der Geschlechtschromosomen und der Beschreibung des ersten, das Geschlecht determinierenden Gens SRY, vermehrt sich das Wissen über die menschliche Geschlechtsentwicklung rasant. Trotzdem sind wir heute noch bei der Hälfte der Menschen mit einer angeborenen Variante der Geschlechtsentwicklung nicht in der Lage, die Ursache auf molekularer Ebene zu klären. Während die Biologie für den Menschen meist entweder ein weibliches oder männliches Geschlecht vorsieht, ist diese Einteilung bei vielen Varianten der Geschlechtsentwicklung in Frage gestellt. Weiter stellt sich die Frage, was das Geschlecht eines Menschen letztlich ausmacht und ob eine Variante medizinische Diagnostik und Therapie benötigt. Dieses Kapitel fasst das aktuelle Wissen über die Geschlechtsentwicklung des Menschen zusammen, um Varianten besser zu verstehen. Außerdem werden die aktuellen diagnostischen Methoden und Abklärungsalgorithmen vorgestellt und Behandlungsmöglichkeiten erläutert