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Die Unterstützung von Kindern mit Sprach-, Sprech- und Kommunikationsauffälligkeiten im Unterricht durch multiprofessionelle Teams. Wer hilft mit und wenn ja, wie viel?
Hintergrund: Kinder mit Sprachauffälligkeiten sind vermehrt in den Klassenzimmern der Regelschule zu finden. Mit Sprachbildungs-, Sprachförder- und Sprachtherapiemaßnahmen können diese Kinder auch integrativ unterstützt werden. In der Schweiz sind Regellehrpersonen sowie Fachkräfte für schulische Heilpädagogik und Logopädie für diese sprachunterstützenden Maßnahmen verantwortlich.
Fragestellung: Es stellt sich die Frage, wie häufig die verschiedenen Berufsgruppen diese Maßnahmen im Klassenzimmer umgesetzt werden, von welchen Bedingungen die Durchführungshäufigkeit abhängt und ob sich diese Bedingungen in den Berufsgruppen unterschiedlich auswirken.
Methodik: Mithilfe eines Online-Fragebogens wurden 142 Regellehrpersonen, 89 schulische Heilpädagog:innen und 86 Logopäd:innen zur Häufigkeit der unterrichtsintegrierten sprachunterstützenden Maßnahmen befragt. Zusätzlich wurden Daten zu Rahmenbedingungen sowie zur Häufigkeit der multiprofessionellen Kooperation und entsprechenden Einstellungen erhoben. In ordinalen Regressionsmodellen wurden die Zusammenhänge überprüft.
Ergebnisse: Schulische Heilpädagog:innen und v.a. Logopäd:innen setzen die Maßnahmen deutlich seltener unterrichtsintegriert um. Die Häufigkeit des praktizierten Team-Teachings steigert die Durchführungswahrscheinlichkeit dieser Maßnahmen deutlich. Am stärksten zeigt sich dieser Effekt bei den Logopäd:innen. Aber auch die Anzahl Schulhäuser, für die eine Person verantwortlich ist, sowie die Intention, vermehrt unterrichtsintegriert zu arbeiten, können einen positiven Einfluss haben.
Schlussfolgerungen: Je häufiger Fachpersonen in Team-Teachings eingebunden sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die sprachunterstützenden Maßnahmen vermehrt unterrichtsintegriert umgesetzt werden. Folglich müssen entsprechende Zusammenarbeitsformen aufgebaut werden
Wissenschaftlich erzählen - literarisch überzeugen. Kreativ schreiben in der Hochschule
Beim Schreiben kann man alles falsch, aber nie alles richtig machen. Im literarischen und wissenschaftlichen Schreiben sind Regeln wichtig, aber vielmehr noch die Kreativität. Auch ein Fachtext erzählt, und ein Roman antwortet auf Fragen. Betreuende von wissenschaftlichen Arbeiten, Schreibcoachs und Lektor*innen zeigen in ihren Beiträgen, dass kreatives Schreiben in allen Formaten ein unverzichtbares Denk-, Lern- und Ausdrucksinstrument ist
Schweizer Bildungssystem in der Krise?
Das Bildungssystem soll den jungen Menschen Wissen vermitteln und sie in ihrem Aufwachsen unterstützen. Die Probleme in der Gesellschaft zu lösen ist hingegen nicht seine primäre Aufgabe. Ein Kommentar zur Publikation «Fördern statt selektionieren»
The Role of Hedonic Goal Pursuit in Self-Control and Self-Regulation: Is Pleasure the Problem or Part of the Solution?
This paper examines the role of hedonic goal pursuit in self-control and self-regulation. We argue that not all pursuit of immediate pleasure is problematic and that successful hedonic goal pursuit can be beneficial for long-term goal pursuit and for achieving positive self-regulatory outcomes, such as health and well-being. The following two key questions for future research are discussed: How can people’s positive affective experiences during hedonic goal pursuit be enhanced, and how exactly do those affective experiences contribute to self-regulatory outcomes? We also call for an intercultural perspective linking hedonic goal pursuit to self-regulatory outcomes at different levels. We suggest that understanding the cognitive, motivational, and affective mechanisms at play can help individuals reap the benefits of successful hedonic goal pursuit. Considering those potential benefits, hedonic goal pursuit should be studied more systematically. To achieve this, we argue for a stronger integration of affective science and self-control research
Learning to Read, Learning Religion: Catechism primers in Europe from the sixteenth to the nineteenth centuries
Catechism primers are inconspicuous but telling little books for children combining the teaching of reading skills and religious catechesis. From the 16th to the 19th centuries, they have been produced, disseminated and used in huge numbers in many regions of the world, in particular in Europe. Remarkably, similar texts appeared across the continent, spanning confessional traditions that were in other respects highly divergent. In different places, and across the whole period, different denominations used not only similar pedagogical and religious strategies, but also shared the same formats and iconography.
This volume, edited by scholars from Finland, Germany, Switzerland, and the United Kingdom, is the result of a collaborative transnational and interdisciplinary effort including education, language teaching, children’s literature, book history, and religious studies. With contributions on seventeen European countries and regions, it sheds new light on a fascinating but largely neglected part of European cultural heritage, and, by establishing a comprehensive and authoritative summary of the field, offers fresh impetus for further transnational research
Associations between stress, resources, and hair cortisol concentration in teachers
Challenging interactions are the main source of teacher’ stress in the classroom. We investigated the association of chronic stress and characteristics of teacher-student interactions with teachers’ Hair Cortisol Concentration (HCC). Forty-one teachers (27 women; Mage = 39.65 ± 12.14 years; Mlesson number = 23.15 ± 3.99 lessons per week; grade: elementary, secondary, high, and vocational school teachers) participated in the present study, with participation lasting over the length of one year. HCC was assessed from a 3 cm hair segment near the scalp. Self-reported chronic stress in the last three months was further assessed using the ‘Trier Inventory for Chronic Stress’ (TICS). Additionally, four consecutive, same-day lectures of each teacher were videotaped and coded offline in an event sampling procedure by trained external observers. The videos were analyzed for two stressors, i.e., classroom disruptions and total student aggression, as well as two resources, i.e., teacher-student relationship and classroom management. Overall, hair samples were collected M = 120.34 days (SD = 84.39) after the distribution of the questionnaires, and M = 67.63 days (SD = 18.40) prior to the observations. Lesson number, classroom disruptions, as well as total student aggression were all significantly positively correlated with HCC. In addition, both teacher-student relationship and classroom management were significantly negatively related to HCC. With regard to self-rated chronic stress, only the TICS subscale ‘Pressure to perform’ was positively related to HCC. Exploratory moderation analyses revealed that an increasingly good, observed teacher-student relationship buffered the positive association between lesson number and HCC. Our findings show significant associations between HCC and mainly objectively assessable stress, supporting HCC as a biological indicator of chronic stress. In this association, a good relationship between teachers and students acts as a buffer. While the findings underline the importance of examining objective and behavioral data for better understanding the psychobiology of stress, they also support the importance of boostering teachers’ (social) resources to increase their overall resilience
Mentoring in der Schweizer Lehrer:innenbildung. Ergebnisse aus zwei Studien zur Bedeutung der Begleitpersonen für die professionelle Entwicklung von Lehrpersonen
In diesem Beitrag wird die Bedeutung der Praxislehrpersonen in der schulpraktischen Ausbildung und der Mentor:innen im Berufseinstieg in ihren Rollen und den damit verbundenen Aufgaben für die professionelle Entwicklung von Lehrpersonen untersucht. Dafür werden Daten aus zwei Forschungsprojekten an einer Pädagogischen Hochschule in der Schweiz analysiert und zueinander in Bezug gesetzt. Die Ergebnisse der beiden Studien zeigen, dass Mentoring eine Doppelfunktion hat. Es ist eine Form der Unterstützung für die Entwicklung der professionellen Kompetenzen der angehenden Lehrpersonen und eine Chance für die Weiterentwicklung der Unterrichtspraxis der Praxislehrpersonen. Mentoring in der Lehrer:innenbildung verknüpft theoretische Elemente mit praktischen Erfahrungen und ermöglicht durch unterschiedliche Perspektiven auf den Lehrberuf eine gemeinsame Reflexion, die für die professionelle Entwicklung der Lehrpersonen zentral ist
Blitzrechenkartei 3 zum Schweizer Zahlenbuch
Zahlenraum bis 1000
Die Blitzrechenkartei ist inhaltlich exakt auf das «Schweizer Zahlenbuch 3» – neue Ausgabe abgestimmt und vollständig Lehrplan-21-konform. Sie ist das passende Zusatzmaterial für das selbstständige Üben aller Kinder und ideal für eine gezielte Einzelförderung bei Lernschwierigkeiten.
Am Ende der Kartei befinden sich knapp 60 vermischte Aufgabenkarten. Damit können die Kinder am Ende eines Schuljahrs ihre mündlichen Rechenfertigkeiten prüfen.
Im «Blitzrechenpass», der als Kopiervorlage beigefügt ist, können die Fertigkeiten der einzelnen Kinder Übung für Übung dokumentiert werden
Dynamic Assessment und Lernverlaufsdiagnostik. Perspektiven in der sprachtherapeutischen Diagnostik
Logopädische Diagnostik basiert neben informellen Beobachtungen zu einem großen Teil auf standardisierten statusdiagnostischen Verfahren, welche die Leistungen von Kindern mit einer Altersnorm vergleichen. Diese erheben somit das Produkt sprachlichen Lernens zu einem bestimmten Entwicklungszeitpunkt. Mit Dynamic Assessment (DA) und Lernverlaufsdiagnostik (LVD) werden zwei alternative diagnostische Ansätze vorgestellt, die beide auf unterschiedliche Art den Entwicklungsprozess in den Fokus rücken. DA schafft Testsituationen, in denen die erwachsene
Person mit dem Kind beim Lösen von Aufgaben interagiert und sich dabei an Art und Anzahl der benötigten Hilfestellungen herantastet, was Rückschlüsse auf das Lernpotenzial und die Zone
der nächsten Entwicklung des Kindes zulässt. LVD hingegen nutzt wiederholte Kurzmessungen mittels möglichst reliabler und valider Leistungsproben, um Lernverläufe über mehrere Wochen grafisch
darzustellen und Entscheidungen über die Passung zwischen Intervention und Kind zu treffen. Beide Ansätze werden mit ihrem theoretischen Hintergrund, ihrem Vorgehen und konkreten Anwendungsmöglichkeiten im sprachtherapeutischen Setting präsentiert. Im Vergleich zwischen Statusdiagnostik, DA und LVD zeigen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Dies spricht dafür, dass sich sinnvolle und gewinnbringende Ergänzungen der aktuellen Praxis sowohl durch DA als auch durch LVD ergeben können. Zu diesem Zweck ist es Aufgabe der Forschung, vermehrt konkrete Materialien
zur Verfügung zu stellen und vorhandene konzeptionelle und methodische Schwierigkeiten durch empirisches Arbeiten zu lösen