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Digitale Kompetenz von Lehrpersonen für den Medien-und Informatikunterricht in der Schweiz
In diesem Beitrag wird anhand einer Dokumentenanalyse und einer Expert*innenbefragung auf kantonaler sowie nationaler Ebene untersucht, welche Anforderungen an die Lehrpersonen im Rahmen des neuen Modullehrplans „Medien und Informatik“ (M&I) gestellt werden. Anhand eines entwickelten M&I-Kompetenzmodells konnten die jeweiligen Kompetenzkomponenten und -facetten identifiziert werden. Die Befunde weisen darauf hin, dass v.a. Anforderungen im Bereich der Anwendungskompetenz sowie der Fachdidaktik M&I an die Lehrpersonen gestellt werden. Die Studie gibt Forschenden und Praxispersonen einen vertieften Einblick in die geforderten digitalen Kompetenzen von Lehrpersonen im Rahmen dieser Bildungsreform und ermöglicht einen interkantonalen Dialog zur Professionalisierung von Lehrpersonen
Digital im Alltag dabei! Medienbegleitung von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung ist eine vielschichtige Aufgabe
Practicum experience: the role of practicum demands and resources in first and second career preservice teachers
To alleviate teacher shortages, many countries are investing in professionals from other fields to become teachers. As second career (preservice) teachers (SCT) are thought to bring additional resources into the teaching profession, it is important gain insights into whether and how these resources are impacting their learning experiences and professional development. Therefore, using the Job Demands-Resources (JD-R) framework, this study examined practicum output among first career preservice teachers (FCT) and SCT. Questionnaire data from 396 students (143 SCT) were analysed via path analyses with multi-group comparisons. The two groups differed significantly regarding self-efficacy beliefs as a resource, as well as the impact of job demands and resources on practicum output. FCT were more likely to feel discouraged by practicum demands. These findings indicate that practicum studies need to be tailored to different student groups
Dekolonisation 1945-1975
Nach 1945 lösten sich innerhalb dreier Jahrzehnte die europäischen Kolonialreiche auf. Der Band behandelt Voraussetzungen, Phasen und Folgen dieses fundamentalen Umbruchs. Die gesammelten Quellen erlauben es, den Unterricht zur Geschichte der Dekolonisation nach 1945 exemplarisch, multiperspektivisch, in Längsschnitten und anhand von Fallbeispielen zu gestalten und dabei die ganz unterschiedlichen Akteur*innen aus lokaler, nationaler und internationaler Perspektive zu Wort kommen zu lassen. Der Blick auf die Geschichte der Dekolonisation zeigt die Kontinuität diskriminierender Ideologien und Praktiken, nicht zuletzt, um ihnen entschieden entgegenzutreten
Welche Rolle spielt die Gemeinde?
Ob Stadt, Agglomeration oder Landgemeinde – in den letzten Jahren lässt sich ein starker Auf- und Ausbau des Betreuungsangebotes im Kanton Bern feststellen. Im Kanton Bern müssen Gemeinden bei den Eltern den Betreuungsbedarf erheben und in der Tagesschule ein Modul anbieten, wenn eine Nachfrage von mindestens zehn Kindern besteht. Ein zusätzlicher Ausbau des Angebots ist für die Gemeinden freiwillig. Neben den Tagesschulen sind weitere Bildungs- und Betreuungsangebote wichtig für eine ganzheitliche Förderung und Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Wichtige Fragen stellen sich: Welche Unterschiede bestehen heute hinsichtlich des Bildungs- und Betreuungsangebots zwischen den Gemeinden? Und wie sieht die Entwicklung und Steuerung von weiteren Angeboten in Zukunft aus
Direct and indirect effects of social dominance orientation on hate speech perpetration via empathy and moral disengagement among adolescents: A multilevel mediation model
Although it is known that social dominance orientation directly affects hate speech perpetration, few studies have explored the mechanisms by which this effect takes place during adolescence. Based on the socio‐cognitive theory of moral agency, we aimed to fill this gap in the literature by exploring the direct and indirect effects of social dominance orientation on hate speech perpetration in offline and online settings. The sample included seventh, eigth, and ninth graders (N= 3225) (51.2% girls, 37.2% with an immigrant background) from 36 Swiss and German schools who completed a survey about hate speech, social dominance orientation, empathy, and moral disengagement. A multilevel mediation path model revealed that social dominance orientation had a direct effect on offline and online hate speech perpetration. Moreover, social dominance also had indirect effects via low levels of empathy and high levels of moral disengagement. No gender differences were observed. Our findings are discussed regarding the potential contribution to preventing hate speech during adolescence
Zum Zusammenhang von Klassenklima und sozialen Interaktionen – Ein Vergleich zwischen inklusivem Klassenzimmer und Sportunterricht
Inklusive Bildung soll die soziale Partizipation aller Kinder ermöglichen.
Studien zeigen, dass sich u.a. ein positives Klassenklima positiv auf die soziale Partizipation von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf auswirkt. Dem Sportunterricht (SU) wird hierfür auch oft ein besonderes Potenzial zugeschrieben – jedoch ohne empirische Grundlage. Um das Potenzial des SU zu untersuchen, werden in dieser Studie das Klassenklima und die sozialen Interaktionen zwischen dem SU und dem Klassenzimmerunterricht (KU) verglichen. Es wird untersucht, inwiefern das Klassenklima mit sozialen Interaktionen zusammenhängt und ob sich dies in den beiden Settings (SU und KU) und für Kinder mit und ohne kognitive Beeinträchtigung (KB) unterscheidet. Das Sample besteht aus 1.861 Kindern (130 davon mit KB) aus 107 inklusiven Grundschulklassen. Mehrebenenanalysen zeigen, dass es im SU signifikant weniger soziale Interaktionen gibt, während das Klassenklima signifikant positiver eingeschätzt wird. Während im SU ein positiveres Klassenklima mit mehr sozialen Interaktionen zusammenhängt, ist dies im KU nicht der Fall. Die Ergebnisse können als besonderes Inklusionspotenzial des SU interpretiert werden
Leerstelle Familie
Für viele Betroffene verlief der Fremdplatzierungsprozess anders, als es die Behörden beabsichtigt hatten. Caroline Bühler beleuchtet mit ihrem Forschungsprojekt beide Perspektiven und stösst auf spannungsreiche Kontraste
How controllable versus uncontrollable cognitions affect emotion processing during classroom disruptions: A video study with preservice teachers
We studied how preservice teachers explain and regulate their emotions when faced with classroom disruptions. Participants watched a video of a disrupted classroom and were either shown a subsequent video of the disruptive student explaining their behavior or not. Those preservice teachers who attributed the disruptions to controllable factors used functional emotion regulation to a greater extent (such as cognitive change, attentional deployment, and deep acting), while those who saw the disruptions as uncontrollable used venting more often. The study suggests that understanding the student's perspective and attributing disruptions to controllable factors can improve emotion regulation in teachers