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Spezifische und unspezifische kognitive Defizite bei Erstklasskindern mit Handschriftschwierigkeiten
Theoretischer Hintergrund: Handschriftschwierigkeiten beim Schuleinstieg sind keine Seltenheit, wobei die spezifische Beteiligung kognitiver Prozesse wie den exekutiven Funktionen (EF), sowie der visuomotorischer Integration (VMI) ungeklärt bleiben. Fragestellung: Welche kognitiven Defizite sind spezifisch für Kinder mit Handschriftschwierigkeiten und welche Defizite finden sich auch bei Erstklasskindern mit allgemeiner sonderpädagogischer Förderung? Methode: Kinder mit Handschriftschwierigkeiten (N = 13), Kinder mit sonderpädagogischer Förderung (N = 16) und Kinder ohne Förderung (gematchte Vergleichsgruppe; N = 23) wurden hinsichtlich kognitiver Prozesse und Schreibleistungen miteinander verglichen. Ergebnisse: Kinder mit Handschriftschwierigkeiten zeigten schwächere Leistungen in Massen des Schreibprozesses, im Handschriftunterricht und in der VMI. Auf deskriptiver Ebene war das Arbeitsgedächtnis im Vergleich zur Vergleichsgruppe in beiden Fördergruppen reduziert. Diskussion und Schlussfolgerung: Trotz einer eher geringen Stichprobengrösse stellte die VMI konsistent ein spezifisches Defizit für Handschriftschwierigkeiten dar. Die Ergebnisse hinsichtlich des Arbeitsgedächtnisses lassen ein unspezifisches Defizit vermuten
Multiprofessionelle Zusammenarbeit am Beispiel der Grafomotorik Diagnostisches und entwicklungsbezogenes Fachwissen aus der Psychomotorik unterstützt die Unterrichtsentwicklung
Zusammenfassung
Dieser Artikel liefert ein Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Psychomotoriktherapeut:in und Lehrperson. Diagnostisches und fachspezifisches Wissen aus der Heilpädagogik, Psychomotorik und Grafomotorik kann die Lehrpersonen unterstützen in der Gestaltung des Unterrichts für heterogene Klassen. An einem Fallbeispiel wird dargelegt, wie die Diagnostik mit GRAFOS-2 in die Unterrichtsplanung und -umsetzung einfliessen und durch situationsbezogene Beobachtungen im Schulalltag ergänzt werden kann. Dabei teilt sich ein multiprofessionelles Team die Verantwortung für die Unterrichtsgestaltung
Schulen im Spannungsfeld analoger und digitaler Kommunikation
Der digitale Wandel stellt Schulen vor neue Herausforderungen – nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch in anderen Aufgabenbereichen. In diesem Sammelband thematisieren wir, wie digitale Kanäle neue Möglichkeiten und Herausforderungen für die Schulkommunikation schaffen. Wir präsentieren Ergebnisse aus verschiedenen Forschungsprojekten, welche sowohl an der PHBern als auch an der PH Schwyz und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (zhaw) durchgeführt wurden. Diese fokussierten einerseits spezifische Zielgruppen wie Erziehungsberechtigte oder Lehrpersonen, andererseits untersuchten sie schulische Kommunikation als Ganzes
The Magnificent Vanishing Act: Poems
A collection of poems published under the pen name Matt Riker.
With his first collection, Matt Riker takes us on a journey where we cannot be sure if we're awake or dreaming – if what we perceive is real or imagined. Circling love and family, nature and society, science and mythology, these poems bring both the surprising and the miraculous into sharp focus. But like words, all things are subject to change – some are lost, others gained. Riker looks inwards and outwards, to distant places and times, to the essence of consciousness. In poems both personal and philosophical, the intimate and the cerebral are entwined with the richness and ambiguity of existence
Draussenlernen ist Weltlesen. Wie forschendes Fragen zur Potenzialentfaltung beitragen kann
Der vorliegende Beitrag zeigt im ersten Teil, wie sich Draussenlernen in der Natur in die gegenwärtigen Bemühungen um eine Schule der Zukunft einschreibt. Aus der internationalen Forschung wird deutlich, dass Draussenlernen vielfältige Grundlagen für erfolgreiches Lernen kumulativ fördern kann. Für ein ressourcen- und entwicklungsorientiertes Lernen ist es wichtig, Weltbegegnungen möglichst differenziert wahrzunehmen, zu erfassen und in mentale Modelle zu übertragen. Dazu sind gute sprachliche und literale Fähigkeiten unabdingbar.
Der zweite Teil konkretisiert dieses Verständnis und beschreibt, wie Schüler:innen der 4.-6. Klasse draussen in der Natur und im Schulzimmer zum Phänomen «Fliessgewässer» lernen. Dabei wird auch die Frage geklärt, wie die Kompetenzentwicklung im Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG) mit der Sprache verbunden ist. Das Praxisbeispiel zeigt auf, wie die Schüler:innen die Fertigkeit des Fragens üben und weiterentwickeln, so dass sie anhand ihrer erkenntnisleitenden Fragen ein eigenes Projekt initiieren und bei der Beantwortung dieser Fragen ihr Potential entfalten können
Self-regulatory skills and the role of part-time working in student teachers
Background and aims The teacher shortage is a common problem internationally (den Brok et al., 2017; Sutcher et al., 2019) – and also in Switzerland. To counter this problem, student teachers are encouraged to work as teachers during their studies. Public concerns were raised about whether teacher students are sufficiently prepared for teaching. We investigate whether part-time working students differ from non-working student teachers in self-regulated learning (SRL) skills which might help them jump-start their professional development. We hypothesize that student teachers with a particular skill set self-select into part-time work. Methods 108 students filled out an online questionnaire on metacognitive self-regulation and 68 on time management and effort regulation. All scales stem from the Motivated Strategies for Learning Questionnaire (MSLQ, Pintrich et al., 1991). We used confirmatory factor analysis to validate the scales. Further, multiple-indicator-multiple-causes (MIMIC) models were used to analyse the effects of working status and two control variables (age and institute of study) on the three latent SRL constructs. Results Working status is a significant and the most consistent predictor for all three SRL scales. The model fit for metacognitive self-regulation was problematic but good for time management and effort regulation.
Conclusions The concern of whether the part-time working student teachers are sufficiently prepared for their jobs might be mitigated by the argument that those students who choose to work parttime have higher self-regulated learning skills and might thus acquire faster the necessary professional skills that it takes to become good teachers
Regulate me! Self-control dissatisfaction in meat reduction success relates to stronger support for behavior-regulating policy
Recent work suggests that most individuals support policies targeting the immediate economic and physical food environment to change behavior. The present set of studies builds upon this preliminary evidence by testing the idea that people who are dissatisfied with their self-regulation success in implementing a low-meat diet are more supportive of policy interventions aiming to reduce meat consumption. Multiple regression models from exploratory Study 1 (N = 220) and pre-registered Study 2 (N = 180) provide evidence that those reporting more dissatisfaction with their success in reducing meat consumption were more supportive of both government (Study 1) and institutional policy (Study 2) increasing meat prices to reduce its consumption. Exploratory analyses also revealed an interaction with meat intake, such that individuals who regularly eat meat indicated greater policy support if they were also more dissatisfied with their meat reduction success. Together, our results suggest that individuals may indeed outsource self-control to institutional or governmental regulators when they are dissatisfied with their own self-regulatory success. Follow-up work should establish the boundary conditions of these findings across behavioral domains and probe their robustness using longitudinal data
Positionspapier für einen integrierten Herkunftssprachenunterricht: Impulse für innovative Modelle sprachlicher Bildung
Wer gewinnt am meisten, wenn Lehrpersonen der Herkunftssprache bzw. der Regelstruktur zusammenarbeiten? Wie sehen solche Kooperationsmodelle einer integrativen Sprachbildung aus? Wann anerkennt die Bildungslandschaft die lebensweltliche Mehrsprachigkeit als Ressource? Warum spielt nur die Unterrichtssprache für die sprachliche Bildung eine Rolle?
Sprache gehört zur Souveränität des Menschen – Kenntnisse in Herkunfts- und Migrationssprachen zu haben, ist gelebte Transkulturalität. Trotz der beschworenen Sprachenvielfalt im Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen sind die Herkunftssprachen – also die Familien- und/oder Erstsprachen – immer noch nicht Bestandteil der sprachregionalen Lehrpläne der Schweiz