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Füllt die Zwanzigerfelder!
Kooperative Lernumgebung für Kleingruppen. Die Lernenden belegen ein Zwanzigerfeld Zug um Zug mit Spielsteinen. Die zu legende Anzahl Spielsteine wird durch Würfeln bestimmt. Damit die Gruppe insgesamt möglichst oft und möglichst viele Steine legen kann, dürfen die gewürfelten Anzahlen in jedem Zug untereinander getauscht werden. Es wird angestrebt, dass alle Mitspielenden ihr Feld möglichst vollständig belegen können. Als Spielziel steht das geschickte und gleichmässige Verteilen von Plättchen im Zwanzigerfeld in kooperativer Arbeit im Zentrum. Die Lernumgebung steht unter dem Fokus des Zählens und Vergleichens von Mengen, von Addition und Subtraktion mit Zerlegen und Ergänzen sowie der Simultanerfassung im Zahlenraum bis 20
"Nicht die Lehrerin einer Klasse sein, sondern die Lehrerin von 24 Kindern". Einschätzungen zur inneren Differenzierung aus der Sicht angehender Lehrpersonen der Primarstufe
Der Leistungsheterogenität in Schulen wird häufig mit dem Konzept der inneren Differenzierung begegnet. Im vorliegenden Artikel werden Chancen und Herausforderungen sowie Gelingensbedingungen der inneren Differenzierung aus der Sicht angehender Lehrpersonen der Primarstufe diskutiert. Grundlage bilden qualitative Zwischenergebnisse des längsschnittlich angelegten Forschungsprojekts «Leistungsheterogenität und innere Differenzierung: Einstellungen und Herausforderungen (angehender) Lehrpersonen» (LiDEH) der PHBern. Angehende Lehrpersonen sehen als Gelingensbedingungen die Selbstständigkeit der Lernenden und die Kompetenz von Lehrpersonen, Lernprozesse zu begleiten. Den Studierenden ist zwar die Wichtigkeit der inneren Differenzierung bewusst, sie sehen aber auch Herausforderungen bei der Umsetzung im Unterricht, insbesondere aufgrund fehlender zeitlicher und räumlicher Ressourcen
Ohne Frage keine Antwort
In den Expert:inneninterviews, die den Kern des vorliegenden Bandes bilden, wird deutlich: Eine qualitätsvolle, wirksame Unterrichtsentwicklung und -gestaltung bezieht sich im Fach Kunst auf vielfältige Dimensionen von Unterricht. Sie reicht von der vorbereitenden Planung bis hin zur Evaluation und erstreckt sich über das ‚Drumherum' bis hinein in den Unterrichtsraum. Wann aber ist Kunstunterricht an allgemeinbildenden Schulen tatsächlich qualitätsvoll und wirksam? Was kann ‚Wirksamkeit' aus Sicht des Faches Kunst bedeuten? Inwiefern und woran sind Qualitäten konkret erkennbar?
Indem sich jeweils zehn Kunstpädagog:innen aus dem Hochschulbereich und aus der Schule wiederum jeweils zehn Fragen zum „Wirksamen Kunstunterricht" gestellt haben, gewähren sie nicht nur wertvolle Einblicke in ihre jeweiligen kunstpädagogischen Praxen und Prozesse. In der Zusammenschau
der verschiedenen Interviews wird auch deutlich, dass es ,die eine' Antwort auf die o. g. Fragen im Fach Kunst nicht gibt. Vielmehr zeigt sich in den vielschichtigen Antworten „kunstpädagogische Komplexität" (Henschel 2019) als eine fachspezifische, strukturelle Eigenheit
Quantitative Längsschnitterhebung StAr: Studienverläufe, Arbeitskontexte und Professionalisierung in der Schulischen Heilpädagogik (2020 - 2022)
Measuring Anxiety Among Latino Immigrant Populations: Within-Country and Between-Country Comparisons
Anxiety is the most prevalent mental health disorder among adults worldwide. Given its increased prevalence among migrants due to their marginalized position in the societies where they reside, psychometric evaluations of anxiety measures such as the Generalized Anxiety Disorder–7 (GAD-7) are needed for use with migrants. The present study is the first attempt to compare the structure of GAD-7 scores for (a) different Latino groups in the same country and (b) the same Latino group in two different countries. Using three samples of Mexican and Venezuelan migrants (total N = 933), we provide reliability and validity evidence of the GAD-7 for use with adult Latino migrants. Utilizing confirmatory factor analysis and item response theory, we demonstrate that the GAD-7 is internally consistent, possesses a strong single-factor structure, and generates scores with equivalent psychometric properties. GAD-7 is appropriate for use with Mexican and Venezuelan migrants across differing gender groups and education levels
Im Dritten Raum – Praxisbericht aus einem bilingualen Studiengang/Cursus bilingue
Der Artikel gibt Einblicke in einen zweisprachigen Grundausbildungsstudiengang für Lehrpersonen in den Landessprachen Französisch und Deutsch der Schweiz. Dabei wird die Rolle des sogenannten Dritten Raums in der Bildung diskutiert: ein Konzept, das Offenheit und demokratische Werte in der Sprachausbildung fördern kann. Es wird hervorgehoben, dass zweisprachige Bildungsangebote, auch wenn sie die als privilegiert geltenden Sprachen berücksichtigen, über eine noch wenig beachtete Scharnierfunktion verfügen. Sie durchbrechen das noch immer stark verbreitete monolinguale Selbstverständnis und können Bildungsinstitutionen in Richtung lebensweltliche Mehrsprachigkeit öffnen
Die Rollen verschiedener Fachpersonen in der Unterstützung sprachauffälliger Kinder. Eine Fragebogenstudie
Die inklusive Beschulung von Kindern mit Sprachauffälligkeiten erfordert die multiprofessionelle Kooperation von Regellehrpersonen (RLP), schulischen Heilpädagog*innen (SHP) und Logopäd*innen (LOG). Diese Zusammenarbeit wird u.a. stark von den Rollen bzw. Kompetenzen einer Person geprägt. In verschiedenen Studien wurde ermittelt, dass die Rollen der genannten drei Berufsgruppen keineswegs geklärt sind, was zu Unzufriedenheit bei den Beteiligten führt. Diese Studien befragten in der Regel jedoch nur eine der Berufsgruppen, in Ausnahmefällen zwei. In der vorliegenden Untersuchung wurden erstmals alle drei Berufsgruppen per Online-Fragebogen befragt. Basierend auf Fragebögen von Blechschmidt et al. (2013), Drossel (2015) und Elksnin und Capilouto (1994) wurden neben quantitativen Daten zur Häufigkeit von unterrichtsintegrierten Maßnahmen, zur Art und Häufigkeit der multiprofessionellen Kooperation und zu den Einstellungen bezüglich der Kooperation auch die Selbst- und Fremdwahrnehmung der verschiedenen Kompetenzen sowie die damit verbundene Zufriedenheit erhoben. Zu diesem Zweck wurden im März 2022 insgesamt 332 Teilnehmende (RLP: n = 148; SHP: n = 96; LOG: n = 88) untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass v.a. bezüglich der RLP und der SHP Unklarheit darüber herrscht, welchen Beitrag sie in der Kooperation leisten. Die befragten Berufsgruppen scheinen jedoch zufrieden mit dieser Situation zu sein, was im Widerspruch zu bekannten Studienergebnissen steht. Dennoch sollte eine Rollenklärung, v.a. bezüglich RLP und SHP, vorgenommen werden, um wertvolle Synergien der Zusammenarbeit nutzbar zu machen, die den Fachpersonen wie auch den Schüler*innen zugutekommen. Darüber hinaus scheint eine vertiefte Ausbildung in multiprofessioneller Kooperation für alle drei Berufsgruppen wünschenswert, da diese Kompetenz nur selten als Stärke angegeben wurde