REPO PHBern
Not a member yet
4109 research outputs found
Sort by
Microclimatic gradients provide evidence for a glacial refugium for temperate trees in a sheltered hilly landscape of Northern Italy
Aim
Refugia play a key role in conserving biodiversity during periods of unfavourable and highly variable regional climate. However, refugial populations are often small and fragmented, which makes their identification difficult. In this study, we investigate whether an area of complex topography in the southern foreland of the Alps could have provided a suitable microclimate to serve as a glacial refugium for temperate trees during the last glacial.
Location
The Euganean Hills in Northern Italy (Veneto).
Methods
We assessed the current microclimatic variability in the ecologically diverse region on a fine scale by recording half-hourly near-surface temperatures over a period of 11 months. After comparing our measurements with today's vegetation distribution, broad-scale synoptic patterns, and topoclimatic factors, we estimated refugial suitability based on extreme temperatures, climatic stability, and difference from the regional average.
Results
Present-day temperature gradients within the Euganean Hills are large enough to explain the presence of the temperate tree species Fagus sylvatica as well as Mediterranean Quercus ilex, two species that are absent elsewhere in the adjacent Po Plain. During winter, anticyclonic weather patterns resulted in strong atmospheric inversions, with temperatures increasing by +1°C/100 m in the hills relative to the surrounding Po Plain.
Main conclusions
Our high-resolution climate data support multi-proxy palaeoecological records identifying the Euganean Hills as a refugium for temperate trees. Temperature anomalies of 2–4°C relative to the surrounding Po Plain are sufficient to allow several temperate tree species to survive the Last Glacial Maximum (LGM) in the Euganean Hills under a harsh continental climate. Specifically, elevations >200 m a.s.l. in the central parts of the hills may have provided suitable conditions for local LGM refugia. Regions of complex topography such as the Euganean Hills conserved past and present biodiversity and provide high-priority areas for conservation under future climate warming
Biographie, Überzeugungen, Unterrichtskonzepte: Lehrpersonen erläutern ihre Zugänge zu Religionsthemen
Dieser Beitrag untersucht auf der Grundlage von Interviews mit Lehrpersonen Zusammenhänge zwischen Unterrichtshandlungen, didaktischen Aspekten, biographischen Bezügen und dem Religionsbegriff und verortet die Ergebnisse in Religions- und Professionsdiskursen sowie fachdidaktischen Theorien. Die Autorinnen zeigen, dass der Unterricht zu Religion, von welchem die Lehrpersonen erzählen, als individuelle Konstruktionsleistung beschrieben werden kann, für dessen Begründung vielfach eigene biographische Bezüge auf unterschiedliche Weise herangezogen werden. Damit eröffnen sie eine Forschungsperspektive für die Didaktik der Religionskunde, welche auf professionstheoretische Konzepte und somit auch auf interdisziplinäre Forschung zum Lehrberuf verweist
Inklusion konkret
In diesem Beitrag wird von einer Schulklasse berichtet, die am Anfang der Sekundarstufe 1 noch keine Gemeinschaft bildete, weil sie neu zusammengeführt wurde. Der interdisziplinäre Unterricht, der in einer Unterrichtseinheit als Intervention geplant wurde, dauerte rund 12 Wochen. Dabei standen einmal eher sprachliche, einmal eher gestalterische oder digitale Aktivitäten im Fokus. Diese Zeit war für alle Beteiligten eine wichtige Erfahrung, die bei den einzelnen Schülerinnen und Schülern zu einer größeren Motivation führte und aus der sich eine echte Klassengemeinschaft bildete. Die Jugendlichen lernten, dass ihre unterschiedlichen Interessen, ihre Herkunft und die Äußerungen in Form von Ideen, Fragen, Entwürfen und Meinungen als wichtige Beiträge für ein Ganzes verstanden wurden: Vielfalt wird akzeptiert und Andersartigkeit gilt als Bereicherung (Prengel, 2008). Die Planung des Unterrichts, die zu diesem Ergebnis führte, wurde im Rahmen eines Projekts entwickelt, das an der Pädagogischen Hochschule Bern von 2010 bis 2013 durchgeführt wurde. „Ich und die Anderen, das sind wir“ war der Titel der Projektanlage, die von einer 7. Klasse erprobt wurde. Ausschnitte dazu wurden im Buch „Weiter im Fach“ (Eichelberger, 2014) publiziert. Hier wird nun die Idee der Unterrichtseinheit erstmals zusammenhängend und ausführlich vorgestell
"Wie ich mir das denke und vorstelle..." - Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern zu Lerngegenständen des Sachunterrichts und des Fachbereichs Natur, Mensch, Gesellschaft
Weil man das Neue nur durch die Brille des Bekannten sehen kann, sind Vorstellungen von Kindern über die Welt und die Sachen zentral. Unterricht kann nur wirksam werden, wenn das bereichsspezifische Vorwissen der Lernenden bei der Planung und Begleitung von Lernprozessen zugrunde gelegt wird. Der Band geht der Kernfrage nach: Was denken Kinder (über die Welt und ihre Sachen)? Der vorliegende Band erörtert grundlegende Fragen der Bedeutung von Vorstellungen von Kindern für den Sachunterricht bzw. den Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft. Die 13 themenbezogenen Beiträge stellen den aktuellen internationalen Forschungsstand zu domänenspezifischen Präkonzepten von Lernenden der Grundschule bzw. Primarstufe sowie Folgerungen für die Unterrichtsentwicklung vor
Erreichte und verpasste Anschlüsse – Zur Durchlässigkeit der Schweizer Sekundarstufe II
In der kumulativen Dissertation auf Basis der TREE-Daten vergleicht der Autor die strukturell vorgesehene Durchlässigkeit der Sekundarstufe II mit dem empirisch nachweisbaren Status quo.
Die drei Analysen verschiedener Aspekte der Mobilität innerhalb der Sekundarstufe II und die anschließenden Bildungsübergänge ermöglichen die empirische Erhebung der Fallzahlen und verweisen auf die Bedeutung sozialer, geschlechtlicher und regionaler Disparitäten. Die strukturelle Durchlässigkeit des Bildungssystems wirkt in hohem Maße selektiv und Jugendliche wechseln häufiger in kognitiv weniger anforderungsreiche Bildungstypen als anders herum. Der Wechsel von der Berufsbildung in allgemeinbildende Schultypen kommt kaum vor.
Eine Einführung in den Durchlässigkeitsdiskurs und in die bildungspolitischen Reformen der letzten 25 Jahre in der Schweiz sowie eine Synthese der Arbeit ergänzen die wissenschaftlichen Ergebnisse.
Klappentext verbatim:
"Die vorliegende Studie widmet sich dem zeitgenössischen bildungspolitischen Diskurs um Durchlässigkeit in gegliederten Bildungssystemen. Ausgehend von der Feststellung, dass Durchlässigkeit zwar bildungspolitisch behauptet, aber kaum empirisch analysiert wird, folgt der Band einem mehrfachen Erkenntnisinteresse. Aus der historischen Genese des Diskurses um eine gesteigerte Durchlässigkeit werden die vielfältigen bildungspolitischen Hoffnungen im Zusammenhang mit Durchlässigkeit deutlich: Sie soll u.a. der sozial selektiven Auslese bei Bildungsübergängen entgegenwirken, Lebenslanges Lernen ermöglichen oder zur Minimierung des Fachkräftemangels beitragen. Im empirischen Teil der Studie werden die unterschiedlichen Formen von horizontaler und vertikaler Durchlässigkeit in der allgemein- und berufsbildenden Sekundarstufe II der Schweiz analysiert und danach gefragt, in welchem Umfang und für welche Jugendlichen das System durchlässig ist. Damit rücken u.a. Disparitäten im Bildungserfolg nach Geschlecht, sozialer Herkunft, besuchtem Schultyp oder der Sprachregion ins Zentrum des Interesses. Dabei wird u.a. deutlich, dass eine erhöhte Durchlässigkeit von Bildungsgängen nicht per se zu einem Ausgleich von Bildungschancen führt. Vor dem Hintergrund dieser empirischen Erkenntnisse werden bildungspolitische Hoffnungen nach Effekten einer gesteigerten Durchlässigkeit kommentiert.
Mythen der vergleichenden Sozialpolitikforschung? Permanente Austerität und wohlfahrtsstaatliches Retrenchment
Globalisierung und Neoliberalismus werden häufig als Gründe für wohlfahrtsstaatlichen Wandel identifiziert. Wir analysieren wohlfahrtsstaatliche Entwicklungen in OECD-Ländern seit 1980 mittels einer deskriptiv-quantitativen Analyse von Generosität sowie Sozialstaatsausgaben und qualitativ anhand von vier crucial cases (Deutschland, Italien, Schweden und USA). Grosso modo diagnostizieren wir eine stabile Entwicklung, die als “growth to limits“ verstanden werden kann. Die mediterranen Staaten waren bis in die 2010er Jahre sogar von einem signifikanten Wohlfahrtsstaatsausbau gekennzeichnet. Entsprechend scheint das Konzept der ‘permanenten Austerität‘ eher ein Mythos zu sein. Leistungen zur Absicherung der sozialen Risiken von Arbeitnehmer*innen mit einem Normalarbeitsverhältnis unterlagen nicht einem allgemeinen Rückbau oder einer allgemeinen Re-Kommodifizierung. Die qualitativen Analysen zeigen jedoch auch, dass Prozesse der Dualisierung und wohlfahrtsstaatlichen Transformation in einigen Staaten zum Teil zu identifizieren sind. Für die Wohlfahrtsstaatsforschung stellt sich allerdings die Frage, ob die in der vergleichenden Sozialpolitikforschung über viele Jahre verwendeten Annahmen, Variablen und Indikatoren noch hinreichend sind, um die wohlfahrtsstaatliche Gestalt im 21. Jahrhundert abzubilden