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Malend Bilder wagen: Farben erleben – mit Farben gestalten
Mit dem Lehrplan 21 liegt in der Schweiz für Kantone mit deutschsprachigen Schulen eine neue Ausrichtung für das Fach Bildnerisches Gestalten vor. Der Stellenwert der fachlichen und überfachlichen Kompetenzentwicklung in Anbindung an den bildnerischen Prozess wird gegenüber dem bisherigen produkteorientierten Fachverständnis stärker betont. Über die Begegnung mit Bildern aus Kunst und Alltag werden die Schüler*innen in den drei Kompetenzbereichen "Wahrnehmung und Kommunikation", "Prozesse und Produkte" sowie "Kontexte und Orientierung" für unterschiedliche bildnerische Ausdrucksweisen sensibilisiert. Sie sollen ihre Vorstellungen, Ideen und Absichten in Bildern zum Ausdruck bringen können und sich in der produktiven wie rezeptiven Auseinandersetzung mit visuellen Kommunikationsformen auseinandersetzen. Die so entwickelte Bildkompetenz ermöglicht den Schüler*innen sich in einer von Bildern geprägten Umwelt zu orientieren. Dieses dichte und herausfordernde Desiderat des neuen Lehrplans an den Unterricht Bildnerisches Gestalten erfordert theoriebasierte Anregungen und lernunterstützende Hilfestellungen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen. Mit dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt ist beabsichtigt, mit exemplarischen Unterrichtseinheiten einen kognitiv-aktivierenden und kumulativ angelegten Fachunterricht für den 2. und 3. Zyklus zu entwickeln. Mittels Prä- und Posterhebungen sollen Kompetenzentwicklungen der Schülerinnen und Schüler sichtbar gemacht werden. Die Unterrichtseinheiten werden in drei Schulklassen erprobt, dokumentiert, analysiert und ausgewertet. Die Lernsituationen werden innerhalb des Faches im Bereich Farbe und Malerei angesiedelt und legen den Fokus auf die Lernstandserhebung und die Sensibilisierung der Lehrperson bezüglich der Voraussetzungen, Erfahrungen und dem Vorwissen der Schüler*innen sowie auf Möglichkeiten der Lernunterstützung und -begleitung zur je individuellen Kompetenzentwicklung. Dazu gehören auch das Bereitstellen von Instrumenten für die Lernstanderfassung und die Einschätzung der Kompetenzentwicklung sowie Inspirationsmaterialien und lernunterstützende Hilfsmittel zur Förderung der Kompetenzentwicklung
Deutschschweizer Fibeln im Spannungsfeld von sprachlicher Regionalität und Internationalität (1900 bis Gegenwart)
Bereit für die Praxis? Eine berufsbiografische Studie zum Berufseinstieg von Lehrpersonen: Forschungsbericht zur dritten Erhebung
Differentiation in English language teaching coursebooks for primary schools in Switzerland
Der institutionelle Sinn der Partizipation. Befunde einer ethnografischen Studie in schweizerischen Kindertageseinrichtungen
Der ethnografische Beitrag analysiert den Vollzug institutionalisierter Partizipationsverfahren in schweizerischen Kindertageseinrichtungen. Exemplarisch wird dabei die Regulierung der Bewegung und der Verteilung von Kindern im Raum ins Zentrum gerückt. Dies geschieht vor dem Horizont der Frage, wie sich unter den Bedingungen einer partizipativ arrangierten Praxis organisatorische Logiken und Funktionalitäten, pädagogische Ansprüche und kindliche Einflussmöglichkeiten zueinander relationieren. Die Analysen machen deutlich, dass sich der institutionelle Sinn von Partizipation keineswegs allein auf pädagogische Aspirationen reduzieren lässt; vielmehr speist er sich zuallererst aus einer Verbindung von pädagogischen Ansprüchen und organisatorischen Rationalitäten. Die immer auch organisatorisch notwendige Verteilung der Kinder auf den Raum erhält gerade erst dadurch ihre pädagogische Legitimität, dass sie im Modus der Partizipation öffentlich vollzogen wird