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Lernen mit historischen Narrationen in der Grundschule
Historische Narrationen und Sinnbildungen sowie der Konstruktionscharakter von Geschichte sind zentrale Bestandteile des historischen Lernens, welche bis anhin mit Bezug auf die Umsetzung in der Grundschule aber noch wenig erforscht wurden. Der Konstruktionscharakter von Geschichte soll im historischen Lernen in einer für die Stufe angemessenen und gleichzeitig herausfordernden Form nachvollziehbar gemacht werden. In diesem Beitrag werden erste Beschreibungen und Erkenntnisse aus meinem Dissertationsprojekt vorgestellt, in dem ich in einem Design-based-research dem Lernen und dem Umgang mit dem Konstruktionscharakter sowie historischen Narrationen und Sinnbildungen in der Grundschule nachgegangen bin. Ich werde hier aufzeigen, welche Schwerpunkte die Schüler/innen in der Bearbeitung historischer Narrationen gesetzt haben, wie sie mit Quellen und dem Konstruktionscharakter von Geschichte umgegangen sind und welche Aussagen sich zu historischen Sinnbildungen herausarbeiten lassen.
Im zweiten Teil werde ich auf die theoretischen Hintergründe des Projektes eingehen und einerseits das für das historische Lernen grundlegende Prinzip der Konstruktivität und Narrativität von Geschichte skizzieren, andererseits werde ich den Entstehungsmythos, als eine Form der historischen Narration, kurz erläutern: Der Entstehungsmythos der Schweiz liefert die Grundlage für das im Projekt entwickelte Lern-Lehrarrangement. Im dritten Teil werde ich die Vorstellungen von Schüler/innen zu Geschichte, Quellen sowie Fakten und Fiktion in historischen Narrationen und den Forschungsstand zur Grundschule umreißen. In einem vierten Teil schildere ich das Forschungsdesign sowie das Lern-Lehrarrangement und dessen zentrale Aufgabenstellungen. An die theoretischen Ausführungen im dritten Teil werde ich im fünften Teil anknüpfen, wo ich erste Ergebnisse der Analyse darstellen und kommentieren werde. Abschließen werde ich mit einem Zwischenfazit und einem Ausblick
Am Ende der GYM2: Ergebnisse zur dritten Befragung: MEGY-Info 03
Das Projekt MEGY - Mit Erfolg durchs Gymnasium schreitet voran. Schülerinnen und Schüler, die im Jahr 2017 mit der gymnasialen Maturitätsausbildung im Kanton Bern begonnen haben, wurden bisher viermal befragt. Die erste Erhebung fand im Herbst 2017 statt, die vierte wurde kürzlich unter besonderen Bedingungen – während der Zeit des Fernunterrichts – abgeschlossen.
In der vorliegenden MEGY-Info 03 präsentieren wir ausgewählte Ergebnisse zur dritten Befragung (Ende GYM2, 2019). Sie beinhaltet Befunde zur Weiterentwicklung fachspezifischer Interessen sowie zu lern- und erfolgsrelevanten Einschätzungen und Strategien der Schülerinnen und Schüler. Am Schluss berichten wir über einzelne allgemeine Einschätzungen aus der aktuellen Befragung, wie die Jugendlichen die Zeit im Fernunterricht erlebt haben.
Wie entwickeln sich die Interessen der Schülerinnen und Schüler in Mathematik, Deutsch und Französisch? Wie nehmen die Schülerinnen und Schüler den Unterricht in diesen Fächern wahr? Mit welchen Noten sind sie zufrieden? Und was bedeutet für sie «Schulerfolg»? Antworten auf diese und weitere Fragen finden sich auf den nächsten Seiten.
An der dritten Befragung haben sich 1356 Schülerinnen und Schüler beteiligt. Davon haben bereits 1024 an den ersten beiden Erhebungen teilgenommen. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Schülerinnen und Schüler, die mitgemacht haben, sowie an alle Lehrpersonen, die uns dabei unterstützt haben
Extended Education During the COVID-19 Pandemic: The Situation in the Swiss Canton of Bern
Die Lehrperson als vernachlässigte Komponente der Mobbingforschung – ein narrativer Forschungsüberblick
Lehrpersonen kommt bei der Prävention und Eindämmung von Mobbing in der Schule eine zentrale Rolle zu. Gleichzeitig ist das Lehrpersonenhandeln in Mobbingsituationen im deutschsprachigen Raum von der Forschung weitgehend unbeachtet geblieben. Der vorliegende Beitrag widmet sich dieser Forschungslücke und liefert einen Überblick über den bisherigen Forschungsstand zum Lehrpersonenhandeln in Mobbingsituationen
Bedeutung des beruflichen Status der Eltern für grafomotorische Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern: Theoretische und empirische Betrachtungen unter Berücksichtigung weiterer relevanter Merkmale
Implementationsqualität unter der Lupe: Unterscheiden sich Eltern und Lesecoachs in der Umsetzung eines Trainings zur Förderung der Leseflüssigkeit?
Die Implementation zentraler Elemente einer Intervention stellen wesentliche Gelingensbedingungen von Interventionsstudien dar und bestimmen letztlich die Güte und Interpretierbarkeit der Ergebnisse. Hierzu gehören auch eine gut strukturierte Schulung und deren programmkonforme Ausführung durch die Beteiligten. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, am Beispiel des Interventionsprojektes LiT – Lesen im Tandem aufzuzeigen, wie unterschiedliche Aspekte von Implementationsqualität multimethodisch erfasst werden können. Die Auswertungen der Videodaten und Lesetagebücher zeigen, dass die geschulten Elemente der Paired-Reading-Methode von beiden Trainergruppen (Eltern/Lesecoachs) größtenteils wie intendiert umgesetzt wurden. Wenige signifikante Gruppenunterschiede ergaben sich (a) in der Häufigkeit der Trainingssitzungen, (b) beim Einsatz von Lob und (c) in der buchbezogenen Kommunikation. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass die hohe Strukturiertheit der Fördermethode Paired-Reading unabhängig vom Setting die Implementationsqualität begünstigt