Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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The quality of mathematics teaching from a mathematics educational perspective: what do we actually know and which questions are still open?
In this survey paper we focus on aspects of the quality of teaching mathematics from several perspectives. We differentiate between effective aspects that are empirically proven and more normative ones that constitute “good teaching” but that are highly dependent on context. High quality of mathematics teaching includes characteristics from a generic point of view as well as those that rely upon more subject- and topic-specific features. In the paper we draw upon examples of the research traditions in Germany and in the US—where the discussion regarding quality of mathematics teaching has been particularly intensive—to provide a short overview about empirical key findings. We then describe open questions in this research field and conclude by proposing a conceptualization of high quality mathematics teaching that foregrounds the relationship between generic and topic-specific and also considers different possibilities for the measurement of the quality
Verbindung von Aus- und Weiterbildung in der Berufseinstiegsphase: Die neue berufsintegrierte Studienvariante BiSVa
Erwerbsunterstützung mündlicher Textfähigkeiten im Kindergarten (EmTiK)
Mit der Interventionsstudie «Erwerbsunterstützung mündlicher Textfähigkeiten im Kindergarten» (EmTiK) wird der Zusammenhang zwischen dem erwerbsunterstützenden Lehrpersonenhandeln und den mündlichen Textfähigkeiten der Kinder überprüft. In einem Pre-Post-Followup-Design mit Interventions- und Kontrollgruppe werden zu Beginn des ersten Kindergartenjahres sowie zu Beginn und am Ende des zweiten Kindergartenjahres bei 65 Lehrpersonen und 293 Kindern Daten erhoben. Bei den Lehrpersonen wird die Qualität des erwerbsunterstützenden Handelns im Kindergartenalltag eingeschätzt, bei den Kindern werden die mündlichen Textfähigkeiten beim Nacherzählen eines Trickfilms geratet (beide Instrumente wurden im Projekt EmTiK-Pilot vorgängig entwickelt). Die Lehrpersonen der Interventionsgruppe erhalten zwischen der ersten und zweiten Erhebung eine Weiterbildung, die aus einem Online-Kurs, einem individuellen Videocoaching und gemeinsamen Videoanalysen in Kleingruppen besteht. Die statistischen Auswertungen zur Überprüfung der Hypothesen erfolgen mittels autoregressiver Modelle. Der Datensatz ist bei Swissubase (https://www.swissubase.ch/de/) abgelegt. Er besteht aus den numerischen Daten der Studie, geordnet nach N = 293 Fällen (Kinder). Die Daten der 65 Lehrpersonen sind den Kindern zugeordnet. Die Daten werden durch folgende Dokumente ergänzt: das Codebuch, die Skalendokumentation, die Anschreiben der Lehrpersonen und Eltern, die Ratinginstrumete EULE und MuTex sowie den Schlussbericht für den SNF
Der Einfluss haptischer Elemente in Bilderbüchern auf das Adjektivlernen bei Vorschulkindern
Diese Forschungsarbeit untersucht, ob Bilderbücher mit haptischen Elementen das Erlernen von Adjektiven bei Kleinkindern unterstützen. Zusätzlich wird der Einfluss der Erfahrung mit Fühlbilderbüchern sowie der Effekt des Geschlechts auf das Adjektivlernen analysiert. Insgesamt nahmen 53 Kinder im Alter von drei bis vier Jahren an der Studie teil. Sie wurden zufällig entweder einer Bilderbuchbedingung mit haptischen Elementen oder einer Standard-Bilderbuchbedingung ohne haptische Elemente zugeordnet. Den Kindern wurde zweimal dasselbe Bilderbuch vorgelesen, in dem drei Adjektive in Form von Nichtwörtern eingebettet und jeweils dreimal genannt wurden. Anschließend wurde ihre Fähigkeit getestet, diese Adjektive zu benennen und aus einer Auswahl von Bildern zu erkennen. Die Ergebnisse zeigten, dass Kinder in der Standard-Bilderbuchgruppe tendenziell bessere Leistungen sowohl in der produktiven Adjektivbenennung als auch in der Adjektiverkennung erzielten als jene in der Bilderbuchbedingung mit haptischen Elementen. Bei der Adjektiverkennung war der Unterschied marginal signifikant. Zudem ergab die Analyse zum Einfluss der Erfahrung mit Fühlbilderbüchern, dass der Kontakt in den zwei Wochen vor der Erhebung keinen klaren Vorteil für das Adjektivlernen bot. Im Gegenteil: Kinder mit seltenem Kontakt zu Fühlbüchern erzielten signifikant niedrigere Punktzahlen bei der Adjektiverkennung als Kinder ohne jeglichen Kontakt. Hinsichtlich der Geschlechtsunterschiede konnte kein signifikanter Unterschied in der produktiven Benennung von Adjektiven festgestellt werden, jedoch schnitten Mädchen bei der Adjektiverkennung tendenziell besser ab. Dieser Unterschied zeigte sich als nur marginal signifikant. Diese Studie erweitert das Verständnis über die Rolle taktiler Elemente beim Wortlernen aus Bilderbüchern bei Kleinkindern. Obwohl haptische Reize anregend wirken können, scheinen sie den Lernprozess auch zu beeinträchtigen. Da Bücher mit manipulativen Elementen das Lernen behindern können, sind sie möglicherweise eher als Unterhaltungs- und weniger als Bildungsinstrumente geeignet. Abschließend zeigt die Untersuchung, dass der pädagogische Nutzen von haptischen Bilderbüchern begrenzt sein kann und in bestimmten Kontexten herkömmliche Bilderbücher vorzuziehen sind
Die Bedeutung situativer Merkmale für die aktive Lernunterstützung in Spielgruppen und Kitas
Pädagogische Fachpersonen in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung stehen vor der Herausforderung die kindlichen Lernprozesse aktiv durch lernunterstützende Interaktionen zu fördern. Trotz vielfältigen Bemühungen die Qualität der aktiven Lernunterstützung zu verbessern, liegt diese national und international im niedrigen bis mittleren Qualitätsbereich. Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung situativer Merkmale, insbesondere des Aktivitätssettings (geführte Aktivität, Freispiel, Mahlzeiten, Routinen/Übergänge) für die aktive Lernunterstützung zu untersuchen und Implikationen für Forschung und Praxis zu diskutieren. Darüber hinaus soll ein Beitrag zum fehlenden Wissen über die aktive Lernunterstützung in Schweizer Spielgruppen geleistet werden. Für die Untersuchung wurden Daten aus dem Fokusmodul «Qualität der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung und die schulische Kompetenzentwicklung» der Zürcher Lernverlaufserhebung (LEAPS) genutzt. Die Qualität der Fachpersonen-Kind-Interaktionen wurde in 79 Kitagruppen und 55 Spielgruppen mit CLASS Toddler erhoben und die situativen Merkmale wurden auf einem Zusatzblatt festgehalten. In jeder Gruppe wurden vier Beobachtungszyklen durchgeführt, wovon N = 436 Beobachtungszyklen einem Aktivitätssetting zugeordnet werden konnten. Anhand linearer Modelle zeigte sich, dass die aktive Lernunterstützung in geführten Aktivitäten signifikant höher war als in den anderen Aktivitätssettings, unabhängig davon, ob die Kinder in Kitas oder in Spielgruppen betreut wurden. Je höher die Anzahl anwesender Kinder war, desto niedriger war die aktive Lernunterstützung. Diese Arbeit unterstreicht die Bedeutung der Alltagsgestaltung für die Bildung in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung
Qualität im beruflichen Lernen von Lehrerinnen und Lehrern
Dieser Beitrag thematisiert die bislang weithin ungeklärte Frage nach Qualität im beruflichen Lernen von Lehrpersonen. Ausgehend von der Funktion des beruflichen Lernens für den Professionalisierungsprozess werden dessen mögliche Wirkungen in einem erweiterten Rahmenmodell aufgezeigt. Qualität wird als mehrdimensionales Konstrukt modelliert, wobei sich die Dimensionen Input-, Prozess- und Output-Qualität unterscheiden lassen. Der korrespondierende Forschungsstand wird aufgezeigt und offene Fragen werden thematisiert
Hausaufgaben in Mathematik: Fachlich-fachdidaktisches Wissen von Eltern, ihre Erwartungen und Wünsche an die Schule
Rezension zu: Dieter Isler (Hrsg.): Frühe Sprachbildung in pädagogischen Einrichtungen. Am Beispiel mehrsprachiger Kinder in Deutschschweizer Spielgruppen. ISBN: 978-3-7799-7134-4, Beltz, 2023
Wood as a supermaterial: An investigation into delignified and densified wood,with an introduction into cellulose-boosted wood
Wood is one of the most abundant and hence cheapest materials our world can offer. Research has recently shown that densified wood could replace steel in construction, or ceramic sheets in bullet proof vests. In this paper, three beech, three spruce and three oak wood samples were subject to six, seven or eight hours of delignification in 2.5M NaOH and 0.4M H2SO4. Additionally, a new and unique treatment of delignified wood has been devised and tested by soaking the samples in Schweizer's reagent to sediment cellulose into wood and hence forming cellulose-boosted wood. All samples were subjected to a tensile test, an FT-IR test and a density measurement. Beech wood samples delignified for seven hours and then densified, were subject to a ballistic test. This paper demonstrates that, following the method by Song et al., on wood samples of 9mm thickness the resulting material is about as strong as aluminium. In addition, it was, that each wood type has its highest tensile strength at a different amount of time spent in the delignifying solution. It was also ascertained that spruce wood is not a favourable wood type to use for delignification. Furthermore, cellulose-boosted wood is shown to have the same strength as delignified and densified wood. However, its Young's modulus is half as large. Additionally, treating the cellulose-boosted wood with HCl for two and a half hours beforehand has been shown to lead to a significant increase in tensile strength. Lastly, delignified and densified wood has not been shown to be very effective as a replacement for ceramic in bulletproof armour.Holz ist eines der meist verbreiteten und dadurch billigsten Materialen, welches unsere Erde uns geben kann. Die Wissenschaft hat vor kurzem entdeckt, dass delignifiziertes, verdichtetes Holz Stahl in der Bauindustrie ersetzen könnte oder sogar Keramik in schusssicheren Westen. In dieser Arbeit wurden je drei Holzproben von Buche, Eiche und Fichte für sechs, sieben oder acht Stunden in 2.5M NaOH und 0.4M Na2SO4 delignifiziert. Ein neuer und einzigartiger Weg, um delignifiziertes Holz zu verarbeiten, wurde entworfen und gestestet, indem man es für 24h in Schweizers Reagens legt, wodurch man cellulose-boosted Holz herstellt. Alle Holzproben wurden einem Zugtest, einem FT-IR Test und einer Dichtemessung unterzogen. Buchenholz Proben, welche für sieben Stunden delignifiziert und dann verdichtet wurden, wurden ballistisch getestet. Diese Arbeit zeigt, dass man mit Holzproben der Dicke von 8-9mm, indem man der Methode von Song et al folgt, ein Material ungefähr so stark wie Aluminium, erhält. Zusätzlich wurde herausgefunden, dass jede Holzart eine andere Delignifizierungszeit braucht, um die maximale Zugfestigkeit zu erhalten. Es wurde zudem gezeigt, dass Fichtenholz sich nicht für Delignifizierung eignet. Diese Arbeit hat zusätzlich demonstriert, dass cellulose-boosted Holz die gleiche Zugfestigkeit aber einen halb so grosses Elastizitätsmodul hat wie delignifiziertes und verdichtetes Holz. Man sieht, dass Präparation von cellulose-boosted Holz mit HCl für 2.5 Stunden zu einer signifikanten Erhöhung der Zugfestigkeit führt. Zuletzt wurde gezeigt, dass Holz sich nicht als Ersatz für Keramik in schusssicheren Westen eignet