USB Journals (Univ. Köln)
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Designing Future Learning Environments : Lernumgebungen für die Entwicklung von Future Skills aus der Perspektive von Lehramtsstudierenden
Der Beitrag stellt eine qualitative Studie (N = 38) vor, die untersucht, wie Lehramtsstudierende Lernumgebungen für die Entwicklung von Zukunftskompetenzen wahrnehmen. Dafür wurden Texte und Zeichnungen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die beteiligten Studierenden bereits ein Gespür für Zukunftskompetenzen und förderliche Lernumgebungen haben. Einzelne Punkte, wie zum Beispiel die Integration interdisziplinärer Zusammenarbeit, kreative Nutzung von digitalen Werkzeugen oder Aspekte einer BNE in Lernumgebungen, sollten in der universitären Lehrer*innenbildung weiter vertieft werden.
This article presents a qualitative study (N = 38) that investigates how student teachers perceive learning environments for the development of future skills. For this purpose, texts and drawings were analysed and discussed. The results show that the participating student teachers already have a perception of future skills and supportive learning environments. How interdisciplinary collaboration, creative use of digital tools or aspects of education for sustainable development can be integrated into skills-promoting learning environments should be further promoted in university teacher training programmes.This article presents a qualitative study (N = 38) that investigates how student teachers perceive learning environments for the development of future skills. For this purpose, texts and drawings were analysed and discussed. The results show that the participating student teachers already have a perception of future skills and supportive learning environments. How interdisciplinary collaboration, creative use of digital tools or aspects of education for sustainable development can be integrated into skills-promoting learning environments should be further promoted in university teacher training programmes
digileg-macht-schule.de – Vorstellung eines OER-Portals für den Einsatz im Grundschulunterricht
Im Projekt Digitale Lernumgebungen in der Grundschule (DigiLeG) wurde ein digitales Portal mit Unterrichtsmaterialien für den Einsatz digitaler Werkzeuge im Grundschulunterricht aufgebaut. Dieses steht nun interessierten Lehrpersonen aus der Schulpraxis sowie der Hochschullehre als Open Educational Resources (OER)-Material zur Verfügung. Die Studierenden, die im Projekt mitgearbeitet haben, erwarben dabei Kompetenzen, um digitale Lernumgebungen für fachliche Lernprozesse zu erstellen sowie zu reflektieren.
During the project Digitale Lernumgebungen in der Grundschule (DigiLeG), a digital portal with educational material for the use of digital tools in primary school was built. This tool is now available to interested teachers working at schools as well as universities as Open Educational Resources (OER) material. The students who worked on the project have acquired competencies for creating and reflecting on digital learning environments for subject-related learning processes
Mehrsprachigkeit und Künstliche Intelligenz: Chancen und Herausforderungen in der Lehrer*innenbildung
Der Artikel perspektiviert, wie Chatbots im mehrsprachigen Unterricht als gewinnbringende Ressource für (Sprach-) Lernprozesse eingesetzt werden können, wobei zugleich eine kritische Auseinandersetzung mit der personalisierten Informationsaufbereitung sowie Chancen und Herausforderungen bei heterogenen Sprachkompetenzen stattfindet. Dahingehend soll weiterführend das Ziel sein, (hoch-)schuldidaktische Konsequenzen im Umgang mit Chatbots aufzuzeigen und vor der Folie mehrsprachigen und differenzierten Unterrichts zu diskutieren.
The article discusses on how chatbots can be used as a beneficial resource for (language) learning processes in multilingual teaching, while at the same time there is a critical examination of personalised information processing as well as opportunities and challenges with heterogeneous language skills. In this respect, the aim is to show the consequences for (high) school didactics in dealing with chatbots and to discuss them in the context of multilingual and differentiated teaching
A manuscript vocabulary of Bangala by Luke Tunnard
Dieses Werk ist eine Wörterliste des Bangala, einem auf Bobangi basierenden Pidgin und historisch gesehen eine Schwestersprache des Lingala, wie es im südwestlichen Südsudan (und im Nordosten der D.R. Kongo) gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gesprochen wurde. Diese Wörterliste, handgeschrieben auf einer Kopie von Madan (1905), die heute in der Makerere-Universitätsbibliothek (Kampala, Uganda) aufbewahrt wird, wurde von Major Luke Tunnard (†1926) zusammengestellt, einem britischen Soldaten, der während des Ersten Weltkriegs zum Dienst im kolonialen Südsudan ernannt wurde, blieb aber ein Jahrhundert lang unveröffentlicht. Diese Liste ist jedoch das umfassendste Bangala-Vokabular, das auf südsudanesischer Seite aufgezeichnet wurde, und stellt als solches einen wichtigen Beitrag zum Studium dieses bisher weniger untersuchten Pidgins dar.This work is a vocabulary of Bangala, a Bobangi-based pidgin and historically a sister to Lingala, as spoken in the southwestern South Sudan (and the northeastern Democratic Republic of Congo) around the end of the 19th century and the early 20th century. This original vocabulary, handwritten on a copy of Madan (1905) now kept at Makerere University Library (Kampala, Uganda) was collected by Major Luke Tunnard (†1926), a British soldier who was appointed to serve in colonial South Sudan during the First World War, but has left unpublished for a century. This vocabulary, however, is a largest vocabulary of Bangala as recorded on the South Sudanese side, and as such represents an important contribution to the study of this hitherto less studied pidgin.Cet ouvrage est un vocabulaire du bangala, un pidgin basé sur le Bobangi et historiquement langue sœur du lingala, tel qu\u27il était parlé dans le sud-ouest du Soudan du Sud (et dans le nord-est de la R.D. Congo) vers la fin du 19e siècle et le début du 20e siècle. Ce vocabulaire original, écrit à la main sur un exemplaire de Madan (1905) aujourd\u27hui conservé à la bibliothèque de l\u27Université Makerere (Kampala, Ouganda), a été collecté par le major Luke Tunnard (†1926), un soldat britannique nommé pour servir dans le Soudan du Sud colonial pendant la Première Guerre mondiale, mais est resté inédit pendant un siècle. Ce vocabulaire, cependant, est le plus grand vocabulaire du bangala enregistré du côté sud-soudanais et, à ce titre, représente une contribution importante à l\u27étude de ce pidgin jusqu\u27ici moins étudié
Memes. Medien der Werteerziehung zwischen Meinungsfreiheit und Moral
Politische Internetmemes sind ein wertvoller Gegenstand im (Deutsch-)Unterricht, wie ausgehend von einem Beispiel gezeigt wird. Memes regen zur Auseinandersetzung mit literarästhetischen und linguistischen Fragestellungen an. In dreifacher Hinsicht lassen sich domänenspezifische Kompetenzen einer meme literacy einüben und erproben: Erstens ist die Bedeutungsentfaltung der multimodalen Sprach-Bild-Texte in der Kultur des Digitalen eine Herausforderung für interpretative Zugänge. Zweitens dokumentieren Memes die Aushandlungsprozesse gesellschaftlicher Wertvorstellungen und sind Anlass, über moralische Grenzen von gutem Geschmack und Humor zu reflektieren. Und drittens wird das den Memes inhärente Spiel zwischen Faktualität und Fiktionalität zur Herausforderung schulischer Bildung: Die genannte Differenzierung ist nicht mehr eindeutig bzw. für alle deutlich. Es gilt, die Folgeprobleme, die aus einer ungefilterten Rezeption entstehen können, zu thematisieren und im Kontext der politischen Bildung die Notwendigkeit einer reflektierten Meinungsbildungsfähigkeit herauszustellen. Gegebenenfalls müssen auch rechtlich-normative Fragestellungen, wie sie mit Art. 5 des GG verbunden sind, diskutiert bzw. vermittelt werden.
Abstract (english): Memes. Media of value education between freedom of opinion and morality
Political memes on the internet are a valuable subject in (German) lessons, as will be exemplarily demonstrated. Memes stimulate the discussion of literary/aesthetic and linguistic issues. Domain-specific skills for meme literacy can be practiced and tested. First, deciphering the multimodal language-image texts in digital culture is challenging interpretative approaches. Second, memes document the process of negotiating social values and are an occasion to reflect on the moral boundaries of taste and humor. Also, the inherent play with facts and fiction in memes becomes a challenge for school education: The aforementioned differentiation is no longer clear or evident for everyone. It is necessary to address the problems that can ari-se from unfiltered reception and, in the context of political education, to emphasize the necessity of the ability to form reflected opinions. If necessary, legally-normative questions, such as those connected to Article 5 of the Grundgesetz (German Constitution), must also be discussed or communicated
Aspekte und Anforderungen achronologischen Erzählens in der digitalen Kinderliteratur. Theoretischer Überblick und empirische Ergebnisse
Entgegen der veralteten Annahme, Kinder im Vor- und Grundschulalter könnten aufgrund ihres eingeschränkten Zeitbegriffs nur linear und chronologisch erzählte Geschichten verstehen, eröffnet dieser Beitrag zunächst eine Bestandsaufnahme achronologischer Strukturen in der zeitgenössischen Kinderliteratur, die sowohl verschiedene Ausprägungen als auch das Ausmaß nonlinearer Erzählmuster aufzeigt. Hieran schließt sich die Frage an, inwieweit sich das chronologisch-lineare Zeitverständnis durch die digitale Transformation der medialen Literaturlandschaft einerseits und die nicht-literarische mediale Welterfahrung andererseits verändert haben und ein erweitertes Zeitverständnis von Kindern voraussetzen. Um die Kompetenzen zur Rezeption achronologisch erzählter Texte von Grundschüler:innen, deren literarische Sozialisation wesentlich durch multimodale Digitalnarrative geprägt ist, zu erfassen, werden ferner zentrale Ergebnisse einer quantitativen Rezeptionsstudie vorgestellt. Am Beispiel ausgewählter Fragen zu einem zeitlich verschachtelten Animations-Kurzfilm wird illustriert, inwiefern multimodale Kompetenzen und narrativ-mediale Erfahrungen zur Decodierung und Analyse spezifischer Zeit-Marker ineinandergreifen und von einem Zeitverständnis zeugen, das über den biologisch-physikalischen Zeitbegriff hinausgeht.
Abstract (english): Aspects and requirements of achronological storytelling in digital children‘s literature. Theoretical overview and empirical results
In contrast to the outdated assumption that children of preschool and primary school age have a limited concept of time and can only understand stories that are told chronologically and linearly, this article first works out achronological structures in contemporary children’s literature and discloses the extent of nonlinear narrative patterns. This raises the question in what way the traditional understanding of time has changed due to the digital transformation of the media literary landscape on the one hand and non-literary media experiences on the other hand. In order to assess the competencies for the reception of achronological narratives by primary school students, whose literary socialization is significantly influenced by multimodal and digital narratives, central results of a quantitative reception study are presented. The example of selected questions about a temporally complex structured short film illustrates the extent to which multimodal skills and narrative-media experiences are related to each other in order to decode and analyze specific time markers and lead to an understanding that goes beyond the biological concept of time
Grundlagen eines professionstheoretischen Verständnisses von Unterrichtspraktiken am Beispiel inklusiver Praktiken von Mathematiklehrkräften
In diesem Beitrag führen wir auf Grundlage eines integrativen Reviews theoretische Konzepte von Praktiken zusammen und beschreiben sie als einen Aspekt der Lehrkräftekompetenz. Unser professionstheoretisches Modell von Praktiken beschreibt, wie die kognitiven und affektiven Dispositionen von Lehrkräften sowie ihre situationsspezifischen Fähigkeiten an der Ausübung und Aneignung von Praktiken zur Bewältigung unterrichtlicher Anforderungssituationen beteiligt sind. Dies konkretisieren wir für den inklusiven Mathematikunterricht.
In this paper, we combine theoretical concepts of practices based on an integrative review and describe them as an aspect of teacher competence. Our professional theoretical model of practices helps to describe how teachers\u27 cognitive and affective dispositions as well as their situation-specific skills are involved in the performance and acquisition of practices to cope with teaching situations. We concretize this for inclusive mathematics teaching
Passivkonstruktionen als gemeinsamer Unterrichtsgegenstand: Hypothesenbildung für eine diversitätsorientierte Grammatikdidaktik aus der Untersuchung empirischer Fallbeispiele
Der Grammatikunterricht ist im fachdidaktischen Diskurs über eine diversitätsorientierte Deutschdidaktik eher unterrepräsentiert. Wie der vorliegende Beitrag zeigt, eröffnet die sprachdidaktische Analyse auch schwieriger Lerninhalte und die Ausdifferenzierung der Anforderungen des Lerngegenstandes eine Zugänglichkeit für unterschiedliche Lernausgangslagen. Aus der Analyse empirisch erhobener Fallbeispiele können Hypothesen für eine diversitätsorientierte Grammatikdidaktik abgeleitet werden.
In the current discourse about diversity-oriented German didactics, grammar lessons are rather underrepresented. As the present article shows, difficult learning content can also be opened up for different initial learning situations by differentiation of the requirements of the subject matter. The results of this empirical study can generate initial hypothesis for diversity-oriented grammar didactic
„Es ist immer so ein Abwägen“: Ergebnisse einer Interviewstudie zur Textauswahl für den (inklusiven) Literaturunterricht unter besonderer Berücksichtigung des Förderschwerpunktes Geistige Entwicklung
Menschen mit (geistiger) Beeinträchtigung wird oftmals die Fähigkeit abgesprochen, literarische Texte genießend verstehen zu können, empirische Studien zur kulturellen Teilhabe widerlegen dies allerdings (vgl. Groß-Kunkel, 2017a; Wilke, 2016; vgl. Wiprächtiger-Geppert, 2009). In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie Lehrkräfte die Textauswahl für (inklusiven) Literaturunterricht begründen. Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer Interviewstudie zur Textauswahl von Lehrkräften für den Literaturunterricht an einer inklusiven Schule und an einer Förderschule vor. Davon ausgehend werden die Ergebnisse auch hinsichtlich Exklusions- und Inklusionsmechanismen zur Diskussion gestellt.
People with (intellectual und developmental) disabilities are often denied the ability to enjoy and understand literary texts, but empirical studies on cultural participation disprove this (Groß-Kunkel, 2017a; Wilke, 2016; Wiprächtiger-Geppert, 2009). In this context, the question arises how teachers justify the selection of texts for (inclusive) literature lessons. This article presents the results of an interview study on teachers\u27 text selection for literature lessons at an inclusive school and at a special school and discusses the results of this survey with regard to mechanisms of exclusion and inclusion
Deutsch: Deutsch
Im Rahmen von Vorkursen wurden verschiedene kognitive und affektive Merkmale von angehenden Studierenden unterschiedlicher Mathematikstudiengänge erhoben. Basierend auf den Ausprägungen der untersuchten Merkmale werden Gruppenprofile für die verschiedenen Studiengänge erstellt. Hauptfachstudierende wiesen in dieser Studie deutlich höhere Mathematikleistungen auf als Lehramtsstudierende der Sekundarstufen und diese wiederum als Grundschullehramtsstudierende. Bei den affektiven Merkmalen (Interesse, Selbstwirksamkeitserwartung und Selbstregulation) zeigten Hauptfachstudierende ein erhöhtes Fachinteresse, während Lehramtsstudierenden höhere Werte für die Selbstregulation erreichten.At the beginning of a preparatory course at the University of Münster, we surveyed cognitive and affective characteristics of prospective students in different mathematics degree programs. For cognitive characteristics, strengths emerged for mathematics majors and weaknesses for prospective elementary teacher students. For affective characteristics (interest, self-efficacy, and self-regulation), mathematics majors showed weaknesses in self-regulation and strengths in interest. Higher scores for self-regulation were found among student teachers. Based on the students\u27 cognitive and affective characteristics, different group profiles for different degree programs are identified