Publikationsserver (OPUS) der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
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Kevins und Kriminelle Stereotype Repräsentanz von Klassismus und Prekarität im zeitgenössischen deutschen Coming-of-Age-Film
Wie werden Menschen aus der unteren Klasse im Film repräsentiert? Sterotyp? Klischeehaft? Differenziert? Wie sehen sie aus, wie sprechen sie, welche Entwicklung machen sie durch im Laufe der Handlung? In dieser Arbeit geht es nicht nur um das „was“ der Repräsentation, sondern auch um das „wie“. Es muss ein Bezug zwischen den beiden hergestellt werden, um zu verhindern, dass die Lösung für mehr Sichtbarkeit ist, dass einfach nur mehr Figuren in Filmen und Serien auftauchen müssen, die die untere Klasse repräsentieren. Das Ziel ist es, eine detaillierte Analyse der beiden Filme „Fack ju Göhte“ und „Sonne und Beton“ durchzuführen, um die Relation zwischen dem „was“ und dem „wie“ der Repräsentation herauszuarbeiten
Zauberapparaturen. Das pädagogische Potential von Werner Nekes‘ Media Magica und deren vorkinematographischen Objekten für die frühkindliche Filmbildung
Der Filmemacher Werner Nekes war ein leidenschaftlicher Sammler und hinterließ nach seinem Tod eine umfangreiche Ansammlung von Apparaten, Dokumenten, Büchern, optischen Spielzeugen, die sich einer Geschichte des Sehens und der Schaulust widmet. In der circa sechsstündigen filmvermittelnden Filmreihe Media Magica stellt er viele dieser Objekte vor. Obgleich vorkinematographische Objekte wie die Laterna Magica oder das Thaumatrop – also Objekte vor 1895, die sich bereits filmähnlichen Prinzipien widmeten – in der frühkindlichen Filmbildungspraxis häufig genutzt werden, wurde ihr Einsatz für diese junge Altersgruppe bisher kaum theoretisch reflektiert. In dieser Arbeit wird deshalb der Frage nachgegangen, welches pädagogische Potential in ihnen liegt und wie Zugänge zu Nekes‘ Sammlung entlang der Media Magica für Vorschulkinder geschaffen werden können
Animation und Zufall : Eine Untersuchung anhand ausgewählter Beispiele
In dieser Bachelorarbeit untersuche ich die Rolle des Zufalls in Hinblick auf meinen Abschlussfilm. Ich argumentiere für seine Rolle als kreativen Impuls. Mittels Filmen der handgemachten Animation der Künstler/innen Len Lye, Schmelzdahin, Man Ray und Caroline Leaf analysiere ich zudem den Aspekt der materialbedingten Unvorhersehbarkeit und Innovation
Visualizing Critical Infrastructures for Citizens: a Combination of Knowledge Transfer and Art
In this research the challenges and opportunities of visualizing critical infrastructures for citizens are discussed. Critical infrastructures are foundational to urban social and economicactivities. They require constant maintenance and are influenced by external factors, such as changes in political decision-making, or fluctuating population numbers. In the last decades, the climate crisis and its ramification has also played a major role in shaping them. This is particularly true for critical infrastructures such as urban water management systems, which provide citizens with clean drinkable water while remaining largely invisible. At the same time, they are at risk of being heavily impacted by extreme weather events. In the light of these problems, there is a growing necessity to communicate these critical infrastructures to citizens ensuring transparency of political decision-making, as well as public awareness on water conservation and the allocation of public funds. Policy-makers have expressed difficulties in conveying current and future issues around the urban water infrastructure, due to a lack of communication resources. Visualizations have proven to be an effective tool in breaking down complex issues. Therefore, how does the interplay between knowledge transfer and art help in visualizing critical infrastructures?Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten kritische Infrastrukturen für die Öffentlichkeit zu visualisieren. Kritische Infrastrukturen sind die Grundlage für soziale und wirtschaftliche Aktivitäten im urbanen Raum. Sie bedürfen ständiger Wartung und werden zusätzlich beeinflusst durch Faktoren wie steigende Bevölkerungszahlen und politische Beschlüsse. Besonders die Folgen der Klimakrise haben sich in den letzten Jahrzehnten auf Planung und Entwicklung von Infrastrukturen ausgewirkt. Zum Beispiel auf die städtische Wasserversorgung. Eine kritische Infrastruktur, die in den nächsten Jahren besonders von den Extremwetterereignissen beeinträchtigt werden wird. Die Wasserinfrastruktur versorgt die Stadtbewohner*innen mit sauberem Trinkwasser, bleibt für Stadtbewohner*innen aber trotzdem weitgehend unsichtbar. Angesichts dieser Probleme wächst die Notwendigkeit, den Bürger* innen die Aufgaben und Herausforderungen der städtischen Wasserversorgung zu vermitteln. Nur so können politische Entscheidungen transparent getroffen und der Einsatz öffentlicher Gelder kommuniziert werden. Zudem wird die Öffentlichkeit für den bewussten Umgang mit Wassers sensibilisiert. Politische Entscheidungsträger haben Schwierigkeiten, aktuelle und künftige Probleme im Zusammenhang mit der städtischen Wasserinfrastruktur zu vermitteln, da ihnen die passenden Kommunikationsmittel fehlen. Visualisierungen haben sich als wirksames Instrument erwiesen komplexe Sachverhalte aufzuschlüsseln. Somit stellt sich die Frage, wie kann das Zusammenspiel von Wissensvermittlung und künstlerischen Ansätzen bei der Visualisierung kritischer Infrastrukturen helfen
40 Jahre Videotext in Deutschland - Geschichte und Archäologie eines ausdauernden Mediums
Die Arbeit gibt zuerst einen Überblick über die Geschichte des Mediums Videotext in Deutschland: Von seiner Entstehung in den 1970ern im Rahmen der Neuen Medien, über seine Kontroversen, die mit der Einführung des privaten Fernsehens zusammenhingen, bis zum Einfluss, den dieses erste digitale Massenmedium auf die Mediengeschichte hatte. Auch spezifischere Themen, wie den Stellenwert des Videotextes für hörgeschädigte Menschen, die Entwicklung des Mediums in der DDR oder die gegenseitige Beeinflussung mit dem Internet und dem World-Wide-Web werden betrachtet.
Im zweiten Teil der Arbeit wird eine praktische Medienarchäologie durchgeführt, bei der alte Videotexte mithilfe von VHS-Kassetten, auf denen Fernsehsendungen aufgenommen wurden, rekonstruiert werden. Es erfolgt weiterhin eine Einordnung dieser Texte in einen Archivkontext und mögliche Ansätze für eine langfristige Sicherung und eine Nutzung in Kunst und Wissenschaft werden vorgestellt
Animationsfilmwerkstatt für Kinder : Möglichkeit und Potenzial
Diese Arbeit behandelt folgende Themengebiete: Animationsfilmworkshops für Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren im Rahmen von Medienbildung, Entwicklungspsychologie, Förderung von Kreativität, Identität, künstlerisch–ästhetischen, sozialen und technischen Fähigkeiten Workshopgestaltun
A Taxonomy of Interaction With an Artwork in a Gallery Setting
The interactivity of art has grown more prevalent as a result of the numerous ways in which computing technologies have facilitated it. Interactive art evokes an active dialogue with the audience and responds to the actions of the audience. Artists are now incorporating emerging technologies into artworks to gain audiences’ active participation. Interaction based on computer vision, also known as vision-based interaction, provides a convenient means for non-intrusive humancomputer interaction without requiring wearable devices. In this thesis, we study the interaction and interactivity of art. We examine different concepts of audience engagement and present design principles of interaction. The main contribution of this study is the taxonomy of vision-based interaction in which we categorize different types of vision-based interaction into gesture, gaze and facial expressions. The taxonomy also contains a list of state-of-theart and low-cost devices that can be used for developing vision-based artworks. This study is aimed at emerging and established artists who want to incorporate computer-based interactivity into their artworks. Additionally, we develop and present an interactive artwork as a practical use case of the study.Interaktivität in der Kunst hat durch die zahlreichen Möglichkeiten, die die Computertechnologie bietet, an Bedeutung gewonnen. Interaktive Kunst ruft einen aktiven Dialog mit dem Publikum hervor und reagiert auf die entsprechenden Interaktionen des Publikums. Künstler*innen integrieren derzeit neue Technologien in ihre Kunstwerke, um die aktive Beteiligung des Publikums zu erreichen. Die Interaktion auf Basis von Computer Vision, auch bekannt als visuelle Interaktion, bietet eine praktische Möglichkeit für eine berührungsfreien Mensch- Computer-Interaktion, ohne dass tragbare Eingabegeräte erforderlich sind. In dieser Arbeit untersuchen wir die Interaktion und Interaktivität von Kunst. Wir untersuchen verschiedene Konzepte der Publikumsbeteiligung und stellen die Gestaltungsprinzipien der Interaktion vor. Der wichtigste Beitrag dieser Studie ist die Taxonomie der blickbasierten Interaktion, in der wir die verschiedenen Arten der blickbasierten Interaktion in Gesten, Blicke und Gesichtsausdrücke kategorisieren. Die Taxonomie enthält auch eine Liste von state-of-the-art und kostengünstigen Geräten, die für die Entwicklung von blick-basierten Kunstwerken verwendet werden können. Diese Studie richtet sich an aufstrebende und etablierte Künstler*innen, die computergestützte Interaktivität in ihre Kunstwerke einbauen wollen. Zusätzlich entwickeln und präsentieren wir ein interaktives Kunstwerk als praktischen Anwendungsfall der Studie
Die Entwicklung ungarischer Film-Koproduktionen und deren politischer Rahmenbedingungen von 2010-2022
Ziel dieser Arbeit ist die Beleuchtung der Entwicklung kulturpolitischer Maßnahmen und Rahmenbedingungen der ungarischen Filmindustrie, welche die Wirksamkeit und Möglichkeiten der Film- und Koproduktionsförderung in Ungarn erhöht haben. Die Verwebung von Politik und Kultur und die Instrumentalisierung der Filmindustrie zum Zweck der Image-Verbesserung Ungarns stehen dabei im Fokus dieser Arbeit
Väter und Söhne im Film : Von abwesenden Vätern und ihren Söhnen in der Filmgeschichte
Die nachfolgende Bachelorarbeit von Jens Kevin Georg behandelt das Motiv des abwesenden Vaters im Laufe der US-amerikanischen Filmgeschichte. In der zentralen Fragestellung wird untersucht, inwiefern historische Umstände immer wieder dazu führten, dass Geschichten von abwesenden Vätern und ihren Söhnen relevant blieben. Dabei wird zunächst den mythologischen Wurzeln von Vater-Sohn-Konflikten auf den Grund gegangen, um zu beobachten, inwiefern uralte, archaische Grundkonflikte unser westliches Kollektivverständnis vom abwesenden Vater unterfüttern. Nach einer historischen Untersuchung der US-amerikanischen Filme vom Zweiten Weltkrieg bis zu den 1980er Jahren, soll das sich wandelnde Motiv des abwesenden Vaters im zeitgenössischen Film exemplarisch anhand von Wes Andersons „The Royal Tenenbaums“ (2001) analyisiert werden. Der Abschluss der Arbeit befasst sich mit dem Verhältnis von Reproduktion und Produktion von Genderidentitäten durch das Medium Film, um zu schauen, inwieweit die Darstellung von anwesenden Vätern und ihren Söhnen Auswirkungen auf das Leben der Rezipierenden haben können
Plansequenzen im narrativen Film : Zum Einsatz von Plansequenzen im ungarischen Kino am Beispiel von Mátyás Erdélys Kameraarbeit
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Vielseitigkeit von Plansequenzen und deren Wirkung im narrativen Kontext. Der Einsatz der Panorama Kamera (veralteterer Begriff für Plansequenz) geht weit in die Geschichte des Films zurück und ist bis heute im internationalen Kino sehr verbreitet. Einige Filme zeichnen sich allein durch die Verwendung von langen Einstellungen aus. Das Thema ist dementsprechend umfangreich, weshalb der Fokus dieser Arbeit auf dem ungarischen Kino liegt. Dort hat die Plansequenz eine lange Tradition und charakterisiert Filme einiger wichtiger ungarischer FilmemacherInnen