aliceOpen – Der Publikationsserver der Alice Salomon Hochschule Berlin
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    371 research outputs found

    Vertrauen und Misstrauen als relevante Faktoren für die Soziale Arbeit in der Suchthilfe

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    Im Rahmen einer Literaturrecherche setzt sich diese Arbeit mit der Relevanz der Faktoren Vertrauen und Misstrauen für die Soziale Arbeit in der Suchthilfe auseinander. Dies soll exemplarisch anhand der Kooperation von Aufsuchender Sozialarbeit und Polizei in der offenen Drogenszene dargestellt werden. Die Zusammenführung sozialwissenschaftlicher Vertrauenstheorie, der Netzwerkperspektive und der Arbeit innerhalb der Logiken des Konstrukts Sucht in einem Prozessbogenmodell, verdeutlicht die Ermöglichung vertrauensbasierter Kooperation im Sozialraum mithilfe fachlicher Kompetenz der Sozialen Arbeit. Hierzu findet eine mehrperspektivische Beleuchtung des Suchtbegriffs statt, aus dem sich die besondere Bedeutung von Ver- und Misstrauen sowie der Netzwerkorientierung im sozialarbeiterischen Feld der Suchthilfe ergibt. Daran anschließend werden die sozialwissenschaftlich gängigen Formen von Vertrauen in Bezug auf ihre Relevanz für die Kommunikation zwischen Fachkraft und Klient*in im Feld der Suchthilfe dargestellt. Die gewonnen Erkenntnisse werden hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf größere Verhältnisse übertragen, indem die Netzwerkperspektive herangezogen wird. Des Weiteren erfolgt eine umfassende Darstellung der Implikationen der professionellen Arbeit mit und in der offenen Drogenszene, bei der die Polizei als Akteur im Sozialraum eine entscheidende Rolle einnimmt. Zur Erfassung dieser Rolle werden Polizei und Soziale Arbeit hinsichtlich ihrer systemischen Eingebundenheit beleuchtet sowie anschließend in Bezug auf ihre jeweiligen Funktionen und Aufgaben in der offenen Drogenszene. Anhand einschlägiger Beispiele aus den offenen Szenen Frankfurt und Berlins, wird die konzeptionelle Umsetzung einer vertrauensvollen Arbeitsbeziehung im Netzwerk aufgezeigt, die sich auf der mikrosozialen Ebene vollzieht und die Grenzen der Kooperation von Polizei und Sozialer Arbeit auf der Makroebene mitdenkt

    Mit Kindern über Gott reden - auch in Krisen

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    Wie gehen pädagogische Fachkräfte in der Kita damit um, dass Kinder nach Gott fragen? Insbesondere in Krisensituationen wird die Frage nach dem „lieben Gott“ für Kinder bedeutsam. Der Artikel behandelt ausgehend von der UN-Kinderrechtskonvention das Thema Religion in den Bildungsplänen der Bundesländer. Mit der evangelischen Religionspädagogin Anna-Kathari­na Szagun, die viele Jahren an der Universität Rostock geforscht hat, geht die Autorin anschließend der empirischen Frage nach „Wie kommt Gott in Kinderköpfe?“. Einen Zugang zu kindlichen Gottesvorstellungen eröffnen re­ligionspädagogische Ansätze wie die „Kinder-Theologie“ und die „religions­sensible Erziehung“. Sechs Handlungsgrundsätze bieten Erziehenden einen professionellen Rahmen für eine einfühlsame Auseinandersetzung mit Kin­dern und deren religiösen Vorstellungen

    „If I cannot have it, I will do everything I can to DESTROY IT“ – die Radikalisierung junger Männer im Internet am Beispiel der Subkultur „Incels“

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    Im Internet finden sich Männer zusammen, die in Foren schreiben, dass ihnen ihr vermeintliches Grundrecht auf Sex und Beziehungen von Frauen verwehrt wird. Sie nennen sich „Incels“ – unfreiwillig im Zölibat Lebende. Ihr misogynes Weltbild verbleibt jedoch nicht online: Akteure dieser frauenhassenden Online-Subkultur haben in den letzten Jahren etliche Anschläge verübt. Solche Attentäter werden in den Foren gefeiert wie Helden. Die vorliegende Arbeit untersucht die Ideologie der Incels, die Anschlussfähigkeit an diese Szene, sowie Radikalisierungsprozesse. Auch Überschneidungen mit der rechtsextremen Szene sind von erheblichem Interesse - ebenso der gesellschaftliche Blick auf misogyne Tendenzen. Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurde eine qualitative Studie in einem einschlägigen Incelforum durchgeführt und die dortigen Nachrichten analysiert. Zentral sind folgende Ergebnisse festzuhalten: Incels pflegen ein überzeichnetes Bild von Männlichkeit, vermeintlich traditionellen Geschlechterrollen und ein insgesamt hierarchisch-strukturiertes, menschenfeindliches Weltbild. Innerhalb des Forums konnten Verschwörungsideologien dokumentiert werden, die in rechtsextremen Strömungen allgegenwärtig sind. Frauenfeindlichkeit ist strukturell tief verankert und in gewissen Formen noch immer gesellschaftlich akzeptiert

    Forum Kritische Psychologie – Neue Folge 5

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    »Immer diese Widersprüche«

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    Mit der im Jahr 2021 in Kraft getretenen Reform des SGB VIII ist die Bedeutung der Zusammenarbeit mit und Förderung von Selbstvertretung im Kontext der Kinder und Jugendhilfe bekräftigt worden. Der Careleaver e.V. kann auf eine beinahe zehnjährige Vereinsgeschichte zurückschauen. Der Verein macht Stärken und Forderungen von Menschen mit Jugendhilfeerfahrung sichtbar. Diese Arbeit trägt zur Qualitätsentwicklung und -sicherung bei, ermöglicht es, eigene Forderungen wie die nach einem Rechtsanspruch Leaving Care deutlich zu machen, und birgt auch die Herausforderung, nicht den (selbst-)kritischen Blick zu verlieren.With the reform of SGB VIII, which will come into force in 2021, the importance of cooperation with and promotion of self-advocacy in the context of child and youth welfare has been reaffirmed. The Careleaver e.V. can look back on almost 10 years of association history. The association makes strengths and demands of people with youth welfare experience visible. This work contributes to the development and assurance of quality, makes it possible to make our own demands clear, such as the demand for a legal right to Leaving Care, and also holds the challenge of not losing the (self-)critical view

    Kindertageseinrichtungen im digitalen Wandel

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    Auch Kitas sind von den umfassenden Veränderungen durch die Digitalisierung betroffen. In diesem Fachtext wird Digitalisierung als kultureller Transformationsprozess beschrieben, der zu Veränderungen von Kitas auf zwei Ebenen führt: 1. Digitalisierung wird zum Inhalt der Arbeit in Kitas und 2. Digitalisierung durchdringt als Prinzip die pädagogische und organisatorische Arbeit in Kitas. Der Fachtext erläutert, wie Kitas die damit verbundenen Herausforderungen kompetent meistern können

    PartNet-Diskussionspapier: Ethische Herausforderungen in der partizipativen Forschung reflektieren – eine praxisbezogene Handreichung für ethische Fallreflexionen in Forschungsteams

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    In der partizipativen Forschung sind empirische und normative Fragen oft so eng miteinander verknüpft, dass ein adäquater Umgang mit ihnen nur gelingt, wenn partizipativ forschende Wissenschaftler*innen eine kritisch-reflexive und ethische Haltung entwickeln. Angesichts des hohen Handlungsdrucks in der Forschungspraxis ist es entscheidend, sich intensiv mit herausfordernden und dilemmatischen Situationen auseinanderzusetzen. Die Arbeit an Fallbeispielen in einem geschützten Rahmen, wie von Banks und Brydon Miller (2019) empfohlen, erweist sich dabei als hilfreich und erkenntnisfördernd. Die PartGroup, bestehend aus wissenschaftlichen Forschenden im Rahmen des Netzwerks für partizipative Gesundheitsforschung (PartNet), hat sich in den vergangenen zwei Jahren dem Schwerpunkt der individuellen und kollegialen ethische Fallreflexionen gewidmet. Diese Initiative wurde theoretisch inspiriert von Erkenntnissen der empirischen Ethik (Leget et al. 2009), des dialogischen Prinzips (Freire 1996, 2000) und der Methodik des Action Learnings (McGill & Brockbank 2004). Infolgedessen hat die Arbeitsgruppe einen Leitfaden zur Reflexion ethisch herausfordernder Situationen entwickelt. Dieser Leitfaden soll Forschende mit unterschiedlichen Hintergründen methodisch unterstützen, ein tieferes Verständnis ethischer Dilemmata oder Spannungsfelder, mit denen sie in ihrer Arbeit konfrontiert werden, zu erlangen. Wie auch Guillemin und Gillam (2004) feststellen, rücken solche Reflexionsprozesse die Auseinandersetzung mit vielfältigen Erfahrungen und Perspektiven in den Mittelpunkt. Die Arbeitshilfe ist bewusst so gestaltet, dass sie nicht auf die Suche nach einer ‚richtigen Lösung‘ abzielt, sondern Handlungsalternativen aufzeigt und zur Anregung eines Perspektivwechsels ermutigen sollte. Die vorliegende Handreichung bietet zunächst eine Darlegung theoretischer Überlegungen zu ethischen Herausforderungen und Dilemmata in der partizipativen Forschung. Anschließend wird der Fokus auf den entwickelten Leitfaden zur kollegialen Fallreflexion und den dafür relevanten methodologischen Überlegungen gelegt. Dafür werden die sieben Schritte des Leitfadens detailliert und praxisnah erläutert und die Erstellung von Fallbeispielen diskutiert. Im abschließenden Kapitel wird auf die Möglichkeiten und Grenzen der Handreichung eingegangen.In participatory research, empirical and normative issues are often closely linked. To address such challenges adequately, participatory researchers need to develop a critical, reflective, and ethical attitude. Given the fast-paced environment and pressure in academic research, a thoughtful and responsible approach is crucial to navigate challenging and potentially dilemmatic situations. Working on case studies in a protected setting as a team, as recommended by Banks and Brydon Miller (2019), has been shown to be helpful. The initiative PartGroup, which largely consists of early career researchers within PartNet, an informal German network for participatory health research, has focused on developing a framework for individual and collegial ethical case reflections over the past two years. This project is inspired by ethical theory, as well as findings from empirical ethics (Leget et al. 2009), the dialogic principle (Freire 1996, 2000) and the methodology of action learning (McGill and Brockbank 2004). As a result, the group has developed guideline intended to lead research teams in participatory research projects through a process of reflection on ethically challenging situations. This practical guide is intended to provide methodological support for researchers from different backgrounds and disciplines to gain a deeper understanding of ethical dilemmas and challenges. As Guillemin and Gillam (2004) also note, such reflection processes focus on the examination of different experiences and perspectives. The guide is intentionally designed in a way that avoids directive recommendations. Rather than pointing readers to a supposedly ‚correct‘ strategy, it encourages them to identify alternative options, and to develop a change of perspective. Our guide opens with a presentation of theoretical considerations on ethical challenges and dilemmas in participatory research project. In the following section, the focus is placed on guidelines developed for collegial case reflections, and on the relevant methodological reflections. For this purpose, the seven steps used in the guidelines are explained in detail, and recommendations are given for their practical application, including the creation of case studies. The final chapter discusses the potentials and limitations of applying such a guideline to navigate ethical challenges in participatory research

    Pinocchio. Ambivalenzen des Erwachsenwerdens

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    Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Frage, wie in einem weltweit viel gelesenen Klassiker der Kinderliteratur die Verwandlung der hölzernen Marionette »Pinocchio« (Collodi 1881–83) in einen »richtigen Jungen« gestaltet ist. Indem solche Literatur Bilder von der Gesellschaft, von Kindern und Erwachsenen nahelegt und Handeln normativ orientiert, kann sie ein aufschlussreicher Gegenstand der Kindheitsforschung sein. So werden an der Geschichte drei mögliche Lesarten der Menschwerdung Pinocchios gezeigt, die sich durch konfligierende sozialisatorische Vorstellungen plausibilisieren lassen. Sie verweisen ihrerseits auf die Debatten jener Zeit um Kindheit als politisches Zukunftsprojekt und damit auf Fragen nach der gesellschaftlichen Reproduktion, Stabilität und Neugestaltung der Gesellschaft – Fragen, die bis heute virulent sind.This paper focuses on a widely read classic of children’s literature worldwide and the question of how it shapes the transformation of the wooden puppet »Pinocchio« (Collodi 1881–83) into a »real boy« and future human being. By suggesting images of society, of children and adults, and by normatively orienting action, such literature can be an informative object of childhood research. Thus, the story demonstrates three possible readings of Pinocchio’s becoming a man, which can be plausibilized by conflicting socializing and pedagogical ideas. For their part, they refer to the debates of the time about the political future project of childhood and thus to questions about social reproduction, stability, and the reshaping of society – questions that are still virulent today

    Bildungsreform und Situationsansatz

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    In ihrem durch die Universität Osnabrück und das Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) organisierten Vortrag im Rahmen der »Vorlesungen im Schloss« am 31.01.2012 blickt die Soziologin und Bildungswissenschaftlerin Christa Preissing (12.04.1952–10.04.2022) auf die vorangegangenen 50 Jahre hinsichtlich Bildungsreform im Bereich der Kindertagesstätten zurück. Beginnend bei der ersten Bildungsreform in den 1970er Jahren, die u.a. vom sog. Sputnik-Schock getrieben war, und der Entstehung des »Situationsansatzes« im Jahr 1972/73, weitergehend über dessen Entwicklung in den folgenden Dekaden verdeutlicht sie Kernpunkte der Kindergartenpädagogik und der Bildungspolitik in Deutschland.In her lecture organized by the University of Osnabrück and the Lower Saxony Institute for Early Childhood Education and Development (nifbe) as part of the »Lectures in the Castle« on 31.01.2012, the sociologist and educationalist Christa Preissing (12.04.1952–10.04.2022) looks back on the previous 50 years with regard to educational reform in the area of daycare centers. Beginning with the first educational reform in the 1970s, which was driven, among other things, by the so-called Sputnik shock, and the emergence of the »situational approach« in 1972/73, and continuing through its development in the following decades, she clarifies key points of kindergarten pedagogy and educational policy in Germany

    Health promotion for families with parental alcohol addiction: a systematic review

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    Aim Alcohol-related illnesses represent a major burden and challenge to families and pose health risks for all involved. Therefore, health promotion attempts need to focus on these vulnerable families and identify effective interventions. A systematic review was conducted of approaches to health promotion and prevention and their effectiveness for families with addiction concerns. The review focused on parental alcohol dependency. Subject and methods A systematic search of relevant databases was conducted, followed by a multistep screening process and a narrative synthesis of results. Results A total of 20 studies were included that evaluated 14 intervention programmes. The main target group was children with any form of fetal alcohol spectrum disorders and their caregivers. The study sample was dominated by behavioural approaches. The evidence base was heterogeneous. There was limited evidence of the effectiveness of combined counselling and coaching interventions that aimed to strengthen psychosocial resources. Conclusion The robustness of the results is limited by the moderate methodological quality of the studies. Because of the search strategy, which focused on studies with outcomes for parents with alcohol dependence, and the systematic review methodology, almost all studies reviewed featured behavioural prevention interventions. Very few studies provided specific information on the effectiveness of interventions for alcohol-dependent parents with a focus on environmental changes. The selected approach provided a limited mapping of the field of interest. However, these review findings provide the foundation for an evidence-based approach to health promotion for families with parental alcohol dependence

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