aliceOpen – Der Publikationsserver der Alice Salomon Hochschule Berlin
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    Social Entrepreneurship in Germany

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    Public and political interest in social entrepreneurship (SE) is increasing while it remains a contested and ambiguous concept. Philipp Kenel traces the popular media representation of SE in Germany over time (1999—2021), making an important empirical contribution to the sociological and political understanding of the phenomenon. He shows that until 2008, SE was mainly understood as a reform of the welfare infrastructure (including public and non-profit institutions). From 2009, SE was increasingly conceptualised as part of the economy, while sometimes challenging and other times reaffirming mainstream economic logics. More recently, in somewhat competing perspectives, SE has been framed as part of the ›start-up‹ world or as a force for deeper social and ecological transformation

    Dynamische Mehrsprachigkeit und deren Förderung in der Kita: Ressourcen, Dissonanzen und Eisbrecher

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    Mehrsprachigkeit prägt den Alltag unserer Gesellschaft, die Lebenswelt vieler Familien sowie die Kommunikation in Kindertageseinrichtungen (Kitas) und Schulen. Mehrsprachige Bildung für alle Kinder ist ein angestrebtes Ziel der Europäischen Union (Europäische Kommission 1995) und wird in der erziehungs- und sprachwissenschaftlichen Diskussion als Ressource angesehen. Sprachideologien und Vorurteile erschweren allerdings die Sicherung mehrsprachiger Ansätze, hemmen die Entfaltung vorhandener Potentiale und führen somit zur Exklusion und Marginalisierung vieler Kinder und pädagogischer Fachkräfte. Im vorliegenden Fachtext werden diese Prozesse beleuchtet und Denkanstöße mit dem Ziel angeboten, Ideen und Umsetzungsmöglichkeit für eine sprachliche Bildung, die Mehrsprachigkeit berücksichtigt, wertschätzt und implementiert zu konkretisieren

    Hau ab und spiel

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    Der Text erschien im Katalog einer Ausstellung 1979/80 in Berlin: »Die gesellschaftliche Wirklichkeit der Kinder in der Bildenden Kunst«. Nach dem Feststellen einer »Erziehungskrise« werden mit Achtung der Kinderrechte die pädagogische Formung Minderjähriger und die Berücksichtigung subjektiver Lebens- und Glücksansprüche der noch nicht Erwachsenen untersucht. Dabei wird grundlegend der widersprüchliche Zusammenhang von gesellschaftlicher Produktion und Reproduktion mit Erziehung in Familie, Kita und Schule reflektiert und gefragt, ob bzw. wie die Trennung von Sozialisations- und Produktionsbereich »von Kinderschutz in Kinderfeindlichkeit« umschlägt. Praktische Beispiele geben Anregung für alternative Praxis.The text appeared in the catalogue of an exhibition in Berlin in 1979/80: »The Social Reality of Children in the Visual Arts«. After establishing the existence of an »educational crisis« and on the basis of respecting children’s rights, the pedagogical shaping of minors and the consideration of subjective claims to life and happiness of those who are not yet adults are examined. Thereby, the contradictory connection between social production and reproduction and education in family, Kindergarten and school is reflected and it is asked whether and how the separation of socialization and production area »turns from child protection into child hostility«. Practical examples provide inspiration for alternative practice

    Geflüchtete Kinder unter Pathologisierungsdruck

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    Anhand eines Fallbeispiels aus der psychosozialen Praxis des Autors veranschaulicht der Beitrag, wie aus dem Zusammenspiel von psychiatrischen Kategorien, interessegeleiteten Situationsdeutungen, restriktiven Handlungsstrategien und situativen Umständen heraus pathologisierende Deutungen psychischer Belastungen bei Kindern wirkmächtig werden können. Die ambivalenten Eigenarten der im Fallbeispiel als mögliche Pathologisierungen in Rede stehenden Diagnosekategorien »Posttraumatische Belastungsstörung« und »Zwangsstörung« werden in subjektwissenschaftlicher Perspektive erörtert. Die Darstellung betont die kontingenten Beziehungen von theoretischen und klinischen Konzepten, um die Handlungsspielräume für die Vermeidung von Pathologisierungen in der sozialpädagogischen und psychologischen Praxis herauszustellen.Using a case study from the author’s psychosocial practice, the article illustrates how pathologizing interpretations of children’s mental distress can emerge from the interplay of psychiatric categories, interestdriven situational interpretations, restrictive action strategies, and situational circumstances. The ambivalent characteristics of the diagnostic categories »Post-Traumatic Stress Disorder« and »Obsessive-Compulsive Disorder« discussed as possible pathologizations in the case study are examined from a subject scientific perspective. The presentation emphasizes the contingent relationships between theoretical and clinical concepts to highlight the scope for avoiding pathologization in social pedagogical and psychological practice

    Zu Vulnerabilität und Agency von alleingeflüchteten und alleinmigrierten Minderjährigen

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    Der Beitrag befasst sich mit dem Spannungsverhältnis von kindlicher Vulnerabilität und Agency im Hinblick auf alleingeflüchtete und -migrierte Kinder und rückt das Vulnerabilitätsverständnis humanitärer Repräsentationspolitiken ins Zentrum. Es werden insbesondere folgende Fragen bearbeitet: Welche konkrete Gestalt nimmt dieses Spannungsverhältnis im Rahmen humanitärer Schutzpolitiken im Falle von alleingeflüchteten und -migrierten Minderjährigen an? Wie wirken gesellschaftliche Gegebenheiten, speziell Migrationspolitiken und humanitäre Kinderschutzpolitiken, auf das Handeln und die Chancen dieser Kinder, um unter den gegebenen Sachlagen ihre Interessen zu vertreten? Fazit ist, dass die kritischen Debatten um das Verhältnis von Vulnerabilität und Agency bislang unzureichende analytische Instrumente anbieten, um vulnerable Lagen und Akteurschaft von alleingeflüchteten und -migrierten Kindern zu erkunden. Es wird dafür plädiert, die Prekarisierungseffekte aktueller Migrationspolitiken stärker zu berücksichtigen.This article addresses the tensions between child vulnerability and agency with regard to children who are single refugees and migrants, and focuses on humanitarian representation policies’ understanding of vulnerability. In particular, the following questions will be addressed: What concrete form does this tensions take in the context of humanitarian protection policies in the case of single refugee and migrant minors? How do societal conditions, specifically migration policies and humanitarian child protection policies, aff ect the actions and opportunities of these children to represent their interests under the given circumstances? The conclusion is that critical debates around the relationship between vulnerability and agency have so far offered insufficient analytical tools to explore vulnerable situations and agency of single refugee and migrant children. A case is made for paying more attention to the precarization effects of current migration policies

    Partizipativ, kompakt, innovativ arbeiten

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    Partizipativ, kompakt, innovativ arbeiten - Partizipative Gesundheitsforschung umsetzen. Unter dem Motto: PARTIZIPATIV, KOMPAKT, INNOVATIV ARBEITEN ist ein umfangreicher und praxisnaher Handlungsleitfaden entstanden. Zu Grunde liegen die Erfahrungen des partizipativen Forschungsprojektes „ElfE²: Vom Modellprojekt zum Transfer in die Fläche“. Er ist Open Access, umfasst einen Basisteil mit acht Unterkapiteln und 25 ergänzende Infoblätter. Adressiert ist das Kompendium an alle, die sich für gesundheitliche Chancengleichheit einsetzen, u.a. an Fachkräfte der Gesundheitsförderung und Prävention, an Fachkräfte der Sozialen Arbeit, an Mitarbeitende und Entscheidungsträger in Kommunen bzw. Bezirken, die partizipative Ansätze in die Weiterentwicklung ihrer Arbeit integrieren möchten. Partizipation ist „angesagt“ und gilt als wichtiges Gütekriterium zur Stärkung gesundheitlicher Chancengleichheit. Die partizipative Gesundheitsforschung versucht dies mit dem Ziel gesundheitlicher Chancengleichheit umfassend zu gewährleisten. Die Latte liegt hoch, wenn Partizipation im Sinne einer maximalen Mitgestaltung der Menschen, deren Lebensbereiche erforscht werden, umgesetzt werden soll. Doch wie kann das bei zugleich begrenzten zeitlichen, finanziellen und personellen Ressourcen funktionieren? Wie kann es gut gelingen, Partizipation nicht nur als ’Label‘ zu verwenden, den hohen Ansprüchen an Beteiligung Rechnung zu tragen und doch den Aufwand richtig einzuschätzen? Der Handlungsleitfaden möchte ermutigen, mehr Partizipation zu wagen! In der zweiten erweiterten Auflage wurde das Kapitel 8: WIRKUNG ENTFALTEN vertieft und um drei Infoblätter ergänzt

    Human Rights and Social Work

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    This report contains the outcomes of the symposium “Human Rights and Social Work: Critical Approaches for Social Work Education across Europe”. It took place in Ghent (Belgium) in the autumn of 2022. The symposium was funded by the European Association of Schools of Social Work and initiated by its Special Interest Group “Human Rights and Social Work”. The symposium’s objectives were to gain insights into how human rights are implemented in social work study programmes and how human rights education takes place in individual programmes through the inputs of social work lecturers and researchers. Furthermore, it aimed to promote exchange among the participants from across Europe. The project report provides an overview of the implementation of human rights into social work curricula at selected European universities. In addition, it summarizes key findings from the presentations and draws general conclusions on how human rights education can be further strengthened in social work study programmes

    Kein wahres Selbst im falschen

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    Das psychoanalytische Konzept des »falschen Selbst« nach Winnicott (1960/2002a) verweist auf Tendenzen der Anpassung und Gefügigkeit, die ab dem Säuglingsalter bestehen können und mit einem Mangel an Spontaneität einhergehen. Zwar betont Winnicott die Bedeutung eines empathischen Beziehungsaufbaus zwischen Eltern und Kind, doch durch seinen primären Fokus auf die Verantwortung von Müttern vernachlässigt er gesellschaftliche Bedingungen und deren Relevanz für subjektive Prozesse. Unter Rückgriff auf die kritisch-psychologischen Kategorien der (kindlichen) Handlungsfähigkeit und der subjektiven Funktionalität werden im vorliegenden Aufsatz alternative Möglichkeiten der Interpretation von Anpassungstendenzen erarbeitet. Die Analyse von historisch überlieferten Sichtweisen auf Mütter in Psychoanalyse und Gesellschaft offenbart, dass der Geltungsbereich von Winnicotts Konzept auf Verhältnisse einzugrenzen ist, in denen traditionell-bürgerliche Norm- und Wertvorstellungen vorherrschen. Die Untersuchung zeigt, dass die Förderung von kindlicher Spontaneität nicht allein über nahestehende Bezugspersonen gelingen kann, sondern ebenfalls gesellschaftspolitische Veränderungen erfordert.Winnicott’s (1960/2002a) psychoanalytic concept of the false self refers to tendencies of conformity and compliance that potentially exist from early infancy onward and are associated with a lack of spontaneity. While Winnicott does point to the importance of empathic involvement with the child, the primary focus on maternal responsibility ignores societal conditions and their relevance for subjective processes. With recourse to the critical-psychological categories of (child) agency and subjective functionality, alternative interpretations of adaptation tendencies are elaborated. The analysis of historically transmitted views of mothers in psychoanalysis and society reveals that the scope of application of Winnicott’s concept is to be limited to conditions in which traditional-bourgeois notions of norms and values prevail. The study shows that the promotion of infantile spontaneity cannot be achieved solely through close caregivers, but it also needs socio-political changes

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