aliceOpen – Der Publikationsserver der Alice Salomon Hochschule Berlin
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    Zur Teamarbeit in der manuellen Medizin als Teil der Funktionsmedizin

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    Manualmedizin und -therapie sind arbeitsteilig als patientennahe und -ferne Tätigkeiten von Facharzt, Physiotherapeut und weiteren Berufsgruppen organisiert. Zusätzlich erfordert die Spezialisierung zur optimalen Versorgung der Patienten bei vielen Krankheitsbildern, Funktionseinschränkungen und Schmerzen die Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Die manuelle Medizin und Therapie befinden sich aktuell in einem wichtigen Entwicklungsprozess. Um fester Bestandteil der an Bedeutung zunehmenden Funktionsmedizin zu werden, ist die Integration der manualmedizinischen Untersuchungs- und Therapieverfahren in die verschiedenen medizinischen Fachgebiete erforderlich. Der Facharzt oder Physiotherapeut ist in diesem Sinne Teamarbeiter und kooperiert partnerschaftlich mit weiteren Experten sowie mit den Patienten. Für die Zusammenarbeit von Manualmedizinern und anderen fachärztlichen Experten sowie Vertretern der Gesundheitsfachberufe gelten im stationären und ambulanten Sektor unterschiedliche Aspekte, die in den verschiedenen Phasen der Teambildung Berücksichtigung finden sollten. Diese sechs Phasen der Teambildung stehen im Mittelpunkt des vorliegenden Beitrags. Ziel ist es, sowohl die Herausforderungen von als auch die Ansätze für Teamarbeit darzustellen. Gelingt Teambildung, respektieren Ärzte und Therapeuten die Kompetenz, Anschauung und Autonomie aller. Dies zeigt sich als symmetrische Kommunikation, Kooperations‑, Integrations- und Konfliktlösungsfähigkeit, Interdisziplinarität und Interprofessionalität, soziale Kompetenz und gegenseitiges Vertrauen. Die Teamleistung wirkt sich sowohl auf Patienten als auch auf das Personal aus. Wesentlich ist der individuelle Charakter jeder Gruppe. So existieren beispielsweise Praxisgemeinschaften, Abteilungen und Arbeitsgruppen, die anlassbezogen zielorientiert zusammenarbeiten. Unterschiede bestehen hinsichtlich Arbeitsklima, Effektivität und Effizienz. Äußere und innere Faktoren beeinflussen die Zusammenarbeit und Beziehungsdichte der einzelnen Teammitglieder. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von Teamarbeit besteht die Notwendigkeit, in der Weiterbildung für manuelle Medizin und Therapie fachspezifische Punkte einer interdisziplinären Zusammenarbeit einzubinden. Zudem sollten die entsprechenden Fachdisziplinen dahingehende Fortbildungsangebote nutzen können. Teamarbeit ist kein Selbstzweck, sondern soll der Verbesserung der Patientenversorgung und der Zufriedenheit der Teammitglieder dienen

    ‚Wohnen und dann…‘ Hannover. Evaluationsbericht

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    Im Frühjahr 2021 zogen in Hannover 15 ehemals wohnungslose Mieter_innen in das Housing-First-Projekt der Stiftung EIN ZUHAUSE. Hierfür wurde von der Stiftung ein Gebäude mit 15 Wohnungen im Karl-Imhoff-Weg errichtet. Das Housing First-Modellprojekt wurde 2021-2024 im Rahmen einer auf drei Jahre angelegten Evaluation von der ASH Berlin wissenschaftlich begleitet. Ziel der Evaluation war die Überprüfung der Wirksamkeit des Konzepts Housing First im Modellprojekt Hannover. Hierfür wurden quantitative und qualitative Evaluationsmethoden angewandt. Der Evaluationsbericht aus dem September 2024 zeigt, dass auch ein zentral angelegtes Housing-First-Angebot - unter bestimmten, hier vorliegenden – Voraussetzungen erfolgreich sein kann

    Moralische Gefühle im Studium

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    Aus der psychologischen Forschung wissen wir, dass Entscheidungen und Handlungsimpulse von Gefühlen begleitet sind, was insbesondere gilt, wenn Moral im Spiel ist. Gefühle wie Mitgefühl, Stolz, Scham oder Empörung sind so eng an moralische Überzeugungen gebunden, dass sie als „moralische Gefühle“ gelten. Der Beitrag untersucht die Bedeutung von moralischen Gefühlen während eines Studiums, einer Lebensphase mit spezifischen Herausforderungen und Entwicklungsimpulsen

    Camp als Commons? Ein selbstverwaltetes Projekt von Geflüchteten in Lavrio (Griechenland)

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    Die Situation von Geflüchteten an den Außengrenzen der Europäischen Union verschärft sich zusehends. Ursache davon ist unter anderem eine globale Wirtschaftsweise und die daraus resultierenden Krisen, Umweltkatastrophen und bewaffneten Konflikte. Hier ist Handlungsbedarf sowohl auf unmittelbar existenzieller als auch auf gesamtgesellschaftlich struktureller Ebene geboten. Modelle basisdemokratischer Selbstverwaltung und solidarischer Ökonomie können hier einen transformatorischen Gegenentwurf zu den aktuellen Standards darstellen und zudem eine wichtige Rolle in der Commons-Forschung sowie in der kritischen Migrations- und Sozialarbeitsforschung spielen. Diese Arbeit untersucht die kurdische Selbstverwaltung eines Camps für Geflüchtete in Griechenland und verortet sie im Rahmen von Commons-Theorien. Im Vordergrund steht dabei die Frage, ob das Projekt des Camps als Commons bezeichnet werden kann und welche Merkmale es aufweist. Außerdem werden die Gemeinsamkeiten zwischen dem den Camp-Strukturen zugrundeliegenden politischen Konzept des Demokratischen Konföderalismus und den Konzepten der Commons betrachtet. Auf Grundlage der Teilnehmenden Beobachtung sowie leitfadengestützer Expert*inneninterviews wird eine qualitative Inhaltsanalyse durchgeführt, die die Übereinstimmungen des Projekts mit den Kriterien von Commons belegt. Hierbei werden als Besonderheiten die Bedeutungen herausgearbeitet, die über die Ressourcenverwaltung und als akute Selbsthilfe entwickelten Care-Strukturen hinausgehen und die sich vor allem auf den im Vordergrund stehenden gesamtgesellschaftlichen Tranformationsansatz und die dafür angewandten Organisationsstrukturen beziehen. Eine herausragende Rolle spielen hierbei die Förderung der Emanzipation der Frauen, der politischen Identität auch als Geflüchtete, des Abbaus von Herrschaftsmechanismen und die praktische Erprobung radikaldemokratischer Konzepte im Kontext eines gemeinschaftsbasierten Gesellschaftsentwurfs.The situation of refugees at the external borders of the European Union is in a constant process of deterioration. This is directly connected to the globalized economies and resultant crises, environmental catastrophes and armed conflicts. There is an increasing need for action both on an immediate existential level and on a structural level of society as a whole. Models of base-democratic self-management and solidarity-based economy can represent a transformational alternative draft to current standards procedure and play an important role in commons research as well as in research concerning critical migration and social work. This paper examines the Kurdish self-management of a camp for refugees in Greece and places it within the framework of commons theories. The focus is on the question of whether this can be described as ‘commons’ and what its characteristics are. Furthermore, the similarities between the political concept of democratic confederalism on which the camp structures are based on, and the concepts of the commons are considered. On the basis of participatory observation and guideline-based expert interviews, a qualitative content analysis has been carried out. Its result is evidence for the conformities of the project with the criteria of the commons. The features of the project are highlighted that go beyond resource management and the care structures developed as acute self-help. They mainly concern the most important approach of an overall social transformation and the organizational structures necessary for this purpose. Important components of this process are the encouragement of women's emancipation, the development of political identity despite a refugee-status, the dismantling of mechanisms of domination and the practical testing of radical democratic concepts within the context of a community-based concept of society

    Barrieren im interprofessionellen Schmerzmanagement

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    Chronische Schmerzen sind bei älteren Pflegebedürftigen weit verbreitet und bedürfen einer interprofessionell abgestimmten Versorgung unter Berücksichtigung der komplexen und individuellen Bedarfe. Es wurden teilstrukturierte, leitfadengestützte Interviews mit ambulant tätigen Pflegefachkräften geführt, die im Rahmen der ACHE-Intervention Studie an einer Schulung zur algesiologischen Fachassistenz teilnahmen. Die Ergebnisse der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse zeigen, dass das Schmerzmanagement durch fehlenden Wissenserwerb, fehlende Arbeitsmittel sowie eine fehlende Verantwortungsübernahme eingeschränkt war. Die funktionale Trennung von Grund- (SGB XI) und Behandlungspflege (SGB V) wirkt als negative Determinante für eine kontinuierliche und ganzheitliche Versorgung. Durch das Fehlen von Arbeitsmitteln und organisationale Mängel kommt es zur gegenseitigen Verstärkung von patienten- und personalbedingten Barrieren. Die Vermittlung von Wissen und zusätzliche Zeit zur Versorgung kann als Ressource für das Finden von Lösungsstrategien gesehen werden

    Das Fantasiespiel im Vorschulalter

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    Das Fantasiespiel ist bei Kindern im Vorschulalter nicht nur eine sehr beliebte Beschäftigung, sondern wirkt sich auch auf unterschiedliche Entwicklungsbereiche positiv aus. Es gehört daher zum professionellen Selbstverständnis pädagogischer Fachkräfte, über Wissen zu dieser Spielform zu verfügen. Der folgende Text möchte dazu einen Beitrag leisten. Nach einer Einführung zum Thema Spielen im Allgemeinen erfolgt eine Darstellung wesentlicher theoretischer Grundlagen zur Entwicklung sowie den Erwerbsmechanismen des Fantasiespiels. Abschließend wird erläutert, wann eine Begleitung des Fantasiespiels sinnvoll ist und wie sie in der Praxis des Kitaalltags gestaltet werden kann

    Reflexionsaspekte für die Partizipative Forschung mit Kindern

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    Das Paradigma der Partizipativen Forschung wird zunehmend auch mit Kindern angewendet. Dennoch gibt es in der deutschsprachigen Literatur wenig Veröffentlichungen zur Partizipativen Forschung mit Kindern. Der vorliegende Beitrag soll hier, mit einem Vorschlag für Reflexionsaspekte, einen Beitrag leisten. Der Ursprung dieser Strukturierung von Reflexionsaspekten liegt in der AG Partizipative Forschung mit Kindern, die sich im Rahmen des Netzwerks für Partizipative Gesundheits-forschung (PartNet) regelmäßig zum Austausch und zur Reflexion eigener Forschungs-erfahrungen trifft. In diesem Zusammenhang wurde sich auch mit deutschsprachiger wissenschaftlicher Literatur zum Thema Partizipativer Forschung mit Kindern beschäftigt. Dabei tauchten folgende Fragen immer wieder in den Diskussionen auf und blieben größtenteils in der konsultierten Literatur unbeantwortet: Gelten für die Partizipative Forschung mit Kindern die gleichen Charakteristika wie in der Forschung mit Erwachsenen? Sind es ethische Aspekte, die explizit bedacht werden müssen? Oder sind es generationale Differenzen die Erwachsene in der Partizipativen Forschung mit Kindern fortlaufend reflektieren sollten? In einem kollektiven Schreibprozess in Anlehnung an die Methode der Auto-Ethnographie erarbeiteten wir Autor*innen im Zeitraum von einem Jahr Reflexionsaspekte für die Partizipative Forschung mit Kindern. Diese fassten wir anschließend in einer Tabelle zusammen, ergänzten sie durch Beispielfragen und erläuterten sie umfangreicher im Text. Das Ziel ist es, einen disziplinübergreifenden Vorschlag für grundlegende Reflexionen in der Partizipativen Forschung mit Kindern zu geben. Die Reflexionsaspekte sollen Erwachsene in der Planung und Durchführung der Partizipativen Forschung mit Kindern unterstützen sowie dazu beitragen, Forschungsprozesse für die Kinder gewinnbringenderer zu gestalten. Betonen möchten wir, dass die Reflexionsaspekte keine verpflichtend einzuhaltenden Kriterien für die Partizipative Forschung mit Kindern darstellen sondern anregen sollen, jeweils für die eigene Forschung begründete Entscheidungen zu treffen. Die erarbeiteten Reflexionsaspekte verstehen wir somit als einen Vorschlag notwendiger Reflexionen für die Durchführung Partizipativer Forschung mit Kindern. Wir möchten dazu einladen, diese anzuwenden und damit zu deren Weiterentwicklung beizutragen

    Analysis of cybersickness in virtual nursing simulation: a German longitudinal study

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    Background Innovative educational approaches such as simulation-based nursing education using virtual reality (VR) technologies provide new opportunities for nursing education. However, there is a lack of information on side effects, especially health-related side effects, of head-mounted displays (HMDs) on the human body when using VR devices for nursing simulation. This study aims to validate the German version of the Virtual Reality Sickness Questionnaire (VRSQ) and to evaluate its associations with sex and age, as reflected in the VRSQG scores (total score oculomotor, and disorientation) over time. Methods A longitudinal-sectional study was conducted. In addition to the VRSQG (pre-, post-, and 20 min postintervention), participants (all nursing students) completed data on personal characteristics. Participants completed a VR simulation of a blood draw. Confirmatory factor analysis (CFA) was used to evaluate whether the measured construct was consistent with the original. In addition to the validity, internal consistency was analyzed and generalized linear models (GLMs) were used for data analysis. Results A total of 38 nursing students (mean age 26.8 years; SD = 7.1, 79.0% female) participated. The mean time spent in the VR simulation was 21 min. All participants completed the entire simulation. The CFA indicates (CFI = 0.981, SRMR = 0.040) VRSQG structure is given. Internal consistency showed low values for the subdomain Oculomotor (Cronbach alpha 0.670). For Disorientation and the Total score values showed a sufficient internal consistency. GLMs showed significant between subject associations with age over time with VRSQG total score, oculomotor, and disorientation. Older nursing students start with higher VRSQG-Scores. Over time, an approximation occurs, so that all participants reach a similar level by the final measurement point. No associations were found between sex (male/ female) and VRSQG scores. Conclusions The VRSQG is a reliable and valid self-assessment for measuring cybersickness in VR based nursing simulations, with cybersickness symptoms positively associated with age. However, in depth-evaluation regarding age-associations with cybersickness should be done. As well as studies to explore additional associations and emphasizes the importance of establishing cut-off values to assess the clinical relevance of the scores

    Sozialarbeit in Kindertageseinrichtungen – Aufgaben, Ziele und Methoden

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    Die Kitasozialarbeit ist ein neues Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit und ist dabei, sich bundesweit zu etablieren. Für die Fachkräfte in diesem Bereich ist es wichtig, eine professionelle Haltung ihrer Arbeit gegenüber einzunehmen, um diese kompetent ausüben zu können. Es herrschen noch viele Unklarheiten über die Aufgabenbereiche und die Tätigkeitsfelder müssen immer wieder reflektiert und ggf. neu definiert werden. Daher werden im folgenden Fachtext wichtige Kompetenzen, Methoden und Vorgehensweisen der Kitasozialarbeiter*innen thematisiert und erläutert. Es wird beschrieben, warum Kitasozialarbeit in einer durch Unsicherheiten geprägten Welt sinnvoll ist und welche Rollen die Präventionsarbeit und die Familienbildung in diesem Kontext spielen

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