aliceOpen – Der Publikationsserver der Alice Salomon Hochschule Berlin
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Konfliktanalyse als Verfahren für die Praxisforschung zu institutionellen Möglichkeitsräumen in der Sozialen Arbeit – am Beispiel von Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete.
Der Beitrag stellt ein Verfahren zur Analyse institutioneller Handlungsspielräume in der Sozialen Arbeit dar, um im Rahmen von Praxisforschung Gestaltungsspielräume in der Sozialen Arbeit kenntlich zu machen. Hierfür wählen die Autorinnen einen konfliktanalytischen Fokus, den sie didaktisch und unter Verweis auf die Organisationsrealität sowie die professionsgeschichtliche Situierung der Sozialen Arbeit begründen. Abschließend wird das Analyseverfahren anhand eines Interviews mit einer Sozialarbeiterin illustriert, die in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete tätig ist. Anhand des Beispiels stellen die Autorinnen typische Möglichkeitsräume aus der Sicht von Professionellen dar und diskutieren, welche Formen der Konfliktbearbeitung dazu beitragen können, die Grenzen bisheriger Möglichkeitsräume zu erweitern.Conflict analysis as a method to understand the professional scope social workers have in institutions. Illustrated by a case study on social work in refugee homes
Institutions shape what social workers feel they can do for their users. The paper presents a set of questions for the analysis of the range, social workers have in different fields of social work that aims at supporting practice research, academic case analysis and professional politics. The research method’s focus is on conflicts. The authors show that learning theory, sociological theory about social work as an organized profession, historical analysis that situates social work as an instance of conflict regulation and critical psychology support the idea of conflict analysis. The paper finally illustrates the use of the presented methodology in a case study with a social worker. It examines institutional limits of social work in a refugee home and characterizes field-specific forms of restricted and expanded agency
Wer ist der Verband der Psychologen und Psychologinnen für gesellschaftliche Solidarität (TODAP)?
Rezension zu: Brenssell, A., und Weber, K. (Hg.) (2017). Psychologie I: Theorien und Begriffe. Hamburg: Argument. Dies. (Hg.) (2017). Psychologie II: Schulen und Praxen. Hamburg: Argument.
Stimulation oder Stress? Wohlbefinden von Kindern im zweiten und dritten Lebensjahr in Kindertageseinrichtungen
Der Anteil an Kindern, die in ihren ersten drei Lebensjahren eine Kindertageseinrichtung (Kita) besuchen, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen – und es ist absehbar, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird. Mit der Entscheidung, ihr Kind in eine Kindertageseinrichtung zu geben, sind für die meisten Eltern positive Erwartungen, aber auch Ängste verbunden. Einerseits hoffen sie, dass ihr Kind von den vielfältigen Anregungen, die es in der Kita gibt, für seine Entwicklung profitiert. Andererseits fragen sie sich, ob es ihrem Kind dort auch wirklich gut geht und ob seine Bedürfnisse gehört, gesehen und befriedigt werden.
Auch pädagogische Fachkräfte, Leitungen sowie Trägerverantwortliche in Kindertageseinrichtungen stehen vor der Frage, welche Rahmenbedingungen gegeben sein müssen, damit sich Kinder wohlfühlen und von diesem Bildungsangebot profitieren können.
Hier setzt das Forschungsprojekt StimtS an. Es untersucht, welche pädagogischen Bedingungen notwendig sind, damit der Besuch einer Kita für ein- und zweijährige Kinder Stimulation – und nicht Stress – bedeutet. Dabei berücksichtigt es die unterschiedlichen Organisationskonzepte, nach denen Kitas heute arbeiten
Sozialraumanalyse im Quartier Marienfelde im Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg Berlin
Bei diesem Text handelt es sich um den Abschlussbericht des empirischen Forschungsprojektes "Sozialraumanalyse Marienfelde" im Berliner Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg
ElfE-Eltern fragen Eltern: Empfehlungen im Überblick
Die Empfehlungen des Forschungsprojektes ElfE-Eltern fragen Eltern sind ein Ergebnis der ersten Förderphase (2015-2018). Sie beziehen sich auf die Gestaltung der Zusammenarbeit sowie den Aufbau einer Steuerungsstruktur in der partizipativen Forschung. Außerdem auf methodische Fragen und darauf, wie Partizipation als Bestandteil kommunaler Gesundheitsförderung systematisch geplant und umgesetzt werden kann
Rassistische Gewalt: Perspektiven widerständigen Handelns von Betroffenen.
Im Beitrag wird gefragt, wie Betroffene rassistische Gewalt erleben und welche Umgangsstrategien sie entwickeln. Unter Nutzung kritisch-psychologischer Begriffe wird auf empirischer Grundlage gezeigt, dass individuelle Deutungen und realisierte Handlungsstrategien nur im Kontext der konkreten Lebenssituationen von Betroffenen verstanden werden können. Unterstützende Praxis muss auf diese Konstellationen bezogen sein, damit erweiterte Perspektiven widerständigen Handelns eröffnet und praktisch realisiert werden können.The article pursues the question, how victims experience hate crimes and how they cope. Using concepts of German Critical Psychology it demonstrates on empirical grounds, how individual interpretations and strategies are embedded in specific life worlds. Supportive practices must relate to these specifi cs in order to develop perspectives and possibilities for strengthening resistant actions
Vorurteile und Diskriminierung in der Kindheit?
Die Forderung, Frühpädagogik solle Vielfalt wertschätzen und Ungleichheiten begegnen, eröffnet ein Feld, in dem ›von oben‹ eine mit dem progressiven Neoliberalismus konforme Lebensweise erzeugt werden soll, während ›von unten‹ um Anerkennung und Gleichheit gerungen wird. Der Beitrag untersucht, inwieweit sozialpsychologische Grundlagen (Konzepte, Forschungsbefunde) vorurteilsbewusster und diskriminierungskritischer Bildung eine kritische Praxis fundieren bzw. wie sie subjektwissenschaftlich und gesellschaftstheoretisch erweitert werden können.Prejudice and discrimination in childhood? Starting points for subject-scientific critique and advancement of socialpsychological research and pedagogical practices. Early childhood education is called upon to produce a mode of life in accordance with neoliberal capitalism: to value diversity and face injustices; but it can also strengthen the struggles for recognition and equality. Th e article examines in how far the social-psychological foundations of educational approaches, which are aware and critical of prejudices and discrimination, can contribute to the latter, and it points out how these concepts can be supplemented by subject-scientific and sociological means
»Rassismus als Selbstentmächtigung«?
Das Projekt »Rassismus & Diskriminierung« (1984-1995) führte aktual-empirische Untersuchungen in Flüchtlingswohnheimen des Deutschen Roten Kreuzes durch. Im Gespräch thematisiert Ute Osterkamp die Entstehungszusammenhänge des Projekts, die Komplexität und Widersprüchlichkeit der Situation vor Ort, sowie die eigenen Schwierigkeiten im Umgang damit. Gegenstand der Diskussion war auch die Frage, wieweit kritisch-psychologische Begriffl ichkeit bei der Aufschlüsselung der Probleme hilfreich waren und und inwieweit Begriffe wie »Selbstentmächtigung«, »Herrn-im-Hause-Standpunkts«, »Mehrheits-Minderheits-Anordnungen« zum besseren Verständnis der Situation beitrugen.The project »Racism & Discrimination« (1984-1995) carried out actual empirical investigations in refugee dormitories of the German Red Cross. In the interview Ute Osterkamp discusses the origins of the project, the complexity and inconsistency of the situation. A subject of discussion was also the extent to which criticalpsychological terminology was helpful to analyze the problems at hand and to what extent concepts such as »self-disempowerment«, »Ruler-at-home position«, »majority Minority arrangements« contributed to a better understanding of the situation
The Development of a normative profile to determine the extent of handedness in children
Handedness establishment is decisive in the development of manual skill and occupational performance, and unestablished handedness has been associated with developmental delay. Furthermore, evidence exists that motor and learning problems could occur if a child's handedness is misclassified. The accurate assessment of handedness in preschool children by paediatric occupational therapists is therefore important. However, unestablished handedness has received little attention within the occupational therapy literature, and there is a lack of comprehensive handedness assessments designed to investigate unestablished handedness and related neuromotor behaviours. Exploring handedness-related neuromotor behaviours such as unimanual and bimanual hand use executed in midlin, ipsilateral and contralateral spaces in addition to hand performance, is likely to inform subsequent treatment approachens and render them more effective