aliceOpen – Der Publikationsserver der Alice Salomon Hochschule Berlin
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Gute Fragen stellen - Handreichung zur partizipativen Entwicklung einer Forschungsfrage
Wie eine Projektgruppe zu einer gemeinsamen Fragestellung gelangen kann, welche Methoden und Kriterien es gibt und welche anderen Prozesse für diese Schritte wichtig sein können, soll in dieser Handreichung erläutert werden. Die praktischen Erfahrungen von Projekten aus verschiedenen Bereichen, sollen Ideen geben und Kernfragen in dieser Phase des Forschungsprozesses aufzeigen
Reflektieren in Forschungsgemeinschaften: Ansatzpunkte, Formate und Erfahrungen
In der partizipativen Forschung kommt der Reflexion eine wichtige Bedeutung zu. Gegenstand reflexiver Prozesse sind häufig die Frage nach der Entscheidungsmacht im partizipativen Prozess sowie die Phasen und verschiedenen Schritte des Forschungsprozesses. In diesem Beitrag gehen wir der Frage nach, wie in partizipativen Forschungsprojekten reflektiert wird, wie Forschungsgemeinschaften ihre Erkenntnisse nutzen und sie in den Forschungsprozess integrieren. Dazu nähern wir uns zunächst den Begriffen und dem Verständnis von Reflexion und Reflexivität im Kontext der partizipativen Forschung an. Anschließend stellen wir Ansatzpunkte, Formate und Erfahrungen des Reflektierens in Forschungsgemeinschaften vor. Der Beitrag entwickelte sich aus unserer gemeinsamen Arbeit im Forschungsverbund PartKommPlus. Wir beabsichtigen damit, Reflexion und Reflexivität als methodologische Grundlage partizipativer Forschung weiterzuentwickeln, zu begründen und ihren Mehrwert als eine zusätzliche Erkenntnisquelle sichtbar zu machen
Parents Asking Parents – An Inclusive Architecture for Local Research Co-operation in Germany
Für einen über Erasmus+ organisierten Austausch mit der Western Norway University of Applied Sciences in Bergen/Norwegen im März 2018 wurde die erste ElfE-Förderphase (2015-2018) im Überblick dargestellt. Auf dem Poster finden sich Informationen zu den Projektzielen, der Projektstruktur, dem Peerforschungsprozess sowie zu den Ergebnissen in abstrahierter Form
Explore and Go. Physiotherapie in Gambia
The demand for professional physiotherapy is evident worldwide. Members of Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin (ASH) visited Gambia´s capital Banjul to meet colleagues at Edward Francis Small Teaching Hospital in February 2019. The delegation around Heidi Höppner, professor for physiotherapy at ASH, intended to get an impression on how physiotherapy and general healthcare are organized and conducted under scarce resources in the West African state. The movie shows the efforts to educate future professionals in the field and to expand the infrastructure of the only teaching institution for physiotherapy in Gambia. In short interviews with administrators, teachers, students and delegates similarities and differences to the German healthcare system are addressed and interpreted. The visit was founded by the DAAD.Weltweit besteht ein großer Bedarf an professionell ausgebildeten Physiotherapeut*innen. Im Februar 2019 besuchten Mitglieder der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) das Edward Francis Small Teaching Hospital in der Gambischen Hauptstadt Banjul, um sich mit Fachkolleg*innen auszutauschen. Die Delegation um Prof. Heidi Höppner erhielt vor Ort einen Eindruck von der Durchführung physiotherapeutischer und allgemeinmedizinischer Behandlungen unter der Bedingung begrenzter Ressourcen in dem westafrikanischen Staat. Der Film zeigt die Anstrengungen, zukünftige Fachkräfte auszubilden und die Kapazitäten der einzelnen Lehreinrichtung dieser Art in Gambia auszubauen. In Kurzinterviews mit Leiter*innen, Lehrenden, Studierenden und Mitgliedern der Delegation werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum deutschen Gesundheitssystem herausgestellt und analysiert. Der Besuch der ASH-Delegation wurde durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst ermöglicht
Stellungnahme zum Bericht der Expertenkommission zur Schulqualität in Berlin - Kapitel Frühe Bildung
Mit der vorliegenden Stellungnahme positionieren sich Professor*innen des Studiengangs Erziehung und Bildung in der Kindheit (EBK) an der Alice Salomon Hochschule Berlin zum Abschlussbericht der Expertenkommission Schulqualität in Berlin, welcher unter Leitung des Bildungsforschers Prof. Dr. Olaf Köller am 7.10.2020 der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres, übergeben wurde und sich auf insgesamt sechs Handlungsfelder bezieht, darunter auch auf die Frühe Bildung. Die Autor*innen dieser Stellungnahme legen darüber hinaus ihre Rolle im System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) im Land Berlin dar
Aggressionen von "unbelehrbaren" Grundschulkindern
Aggressionen geben dem Menschen eine Kraft, „Nein!“ zu sagen und eigene Grenzen aufzuzeigen. Das gilt auch für Kinder. Aggressionen stärken das „Ich“ und den Selbstwert des Kindes und schützen es vor Angriffen und Missbrauch. Wird Aggression gewaltvoll, gilt es einzugreifen und das Kind in verhaltensverändernden Strategien zu unterstützen.
Im ersten Kapitel wird die Entstehung von Aggressionen erläutert und hinterfragt,welche Rolle die Bedürfnisse, das Geschlecht sowie die Entwicklung des Gehirns spielen. Im darauffolgenden Kapitel stehen die Handlungsmöglichkeiten der pädagogischen Fachkräfte bei Grundschulkindern im Zentrum. Es geht darum, im Akutfall wie auch präventiv gewaltfreie Handlungsstrategien zu entwickeln
Ethische Aspekte in der partizipativen Forschung – Reflexion von Herausforderungen und möglichen Beeinträchtigungen für Teilnehmende
In der medizinischen Forschung hat sich die Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen verbindlich etabliert. Dabei werden in der Regel die Kriterien informiertes Einverständnis und Freiwilligkeit, Schadensminimierung sowie Vertraulichkeit und Anonymisierung zugrunde gelegt. Auch in der sozialwissenschaftlichen Forschung und ebenso in der in Deutschland noch wenig verbreiteten partizipativen Forschung gewinnt die Auseinandersetzung mitethischen Fragen an Bedeutung. Durch die aus dem Anspruch auf eine gleichberechtigte Zusammenarbeit resultierenden besonderen Beziehungen stellen sich ethische Fragen in der partizipativen Forschung anders als in der nicht partizipativen Forschung. In diesem Beitrag wird im Rahmen einer u.a. auf eine Dokumentenanalyse gestützten Prozessreflexion anhand eines Fallbeispielsaus der partizipativen Gesundheitsforschung illustriert, was genau unter Schadensminimierung verstanden werden kann. Das Fallbeispielstellt dies aus Sicht der Wissenschaft wie der Forschenden aus der Lebenswelt dar. Die Reflexion zeigt, welche Herausforderungen in der partizipativen Zusammenarbeit vor allem aus Sicht der Forschenden aus der Lebenswelt im partizipativen Prozess zu Beeinträchtigungen und damit zu einem Schadensrisiko führen können. Dabei geht es z.B. um Enttäuschungen, wenn dem Wunschnach einer individuellen Unterstützung in einem Forschungsprozess nicht ausreichendgefolgt werden kann. Aus den gesammelten Erfahrungen werden Schlussfolgerungen für den Umgang mit ethischen Aspekten in partizipativen Forschungsprojekten abgeleitet. Außerdem wird aufgezeigt, wie die Verknüpfung mit dem Diskurs in der nicht partizipativen qualitativen Forschung für eine Stärkung der ethischen Auseinandersetzung im partizipativen Prozess genutzt werden kann
Ausradierung, Verdinglichung Identifizierung - Antisemitische Denkmuster in der deutschen Lesbenbewegung der 1970er und 1980er Jahre.
In der vorliegenden Masterarbeit werden antisemitische Äußerungen und Denkmuster im Diskursraum Lesbenbewegung der BRD in den 1970er und 1980er Jahren eruiert. Anhand exemplarischer Inhaltsanalysen zuvor recherchierter Quellenauszüge aus den Zeitschriften Die Schwarze Botin sowie Unsere Kleine Zeitung (UkZ) werden Phänomene antisemitischer oder mit Antisemitismus in Verbindung stehender Denkmuster aufgezeigt. Die Analyse erfolgt anhand eines für diese Arbeit entwickelten methodischen Verfahrens, das sich generiert aus der Anlehnung an die Kritische Diskursanalyse (KDA) nach Siegfried Jäger (2012) sowie der qualitativen Inhaltsanalyse der symbolischen Gestualität nach Liliana Ruth Feierstein(2010). Einbezogen werden theoretische Bezüge der Antisemitismusforschung sowie Referenzliteratur in Bezug auf ermittelte Diskursstränge, mit denen entsprechende Äußerungen verschränkt sind. In der zusammenfassenden Diskussion dieser Ergebnisse werden Rückschlüsse für den Diskursraum der Lesbenbewegung skizziert. Anschließend werden festgestellte Prinzipien der Verteilung antisemitischer Äußerungen pointiert dargestellt. Im Ausblick werden sich ergebende weitere Forschungsansätze vorschlagen sowie anhand eines Exkurses die Bedeutung der dokumentierten Denkmuster für die Soziale Arbeit veranschaulicht
Regulierung von Ungleichheitsverhältnissen
In diesem Beitrag werden das 2007 eingeführte Elterngeld und das 2011 ins Zweite Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) integrierte Bildungs- und Teilhabepaket analysiert. Es wird gezeigt, dass Maßnahmen zur Reduktion von Kinder- und Familienarmut Verarmungstendenzen verfestigen und verstärken können