aliceOpen – Der Publikationsserver der Alice Salomon Hochschule Berlin
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    371 research outputs found

    Psychosoziale Notfallversorgung nach einem Terroranschlag

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    Im Dezember 2016 kam es zum Attentat auf dem Berliner Breitscheidplatz, in dessen Folge sich die beteiligten Organisationen mit einer Situation konfrontiert sahen, die in diesem Ausmaß neu war. Zwischen 2018 und 2020 beforschten die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) und die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin) rückblickend die Psychosoziale Notfallversorgung in der Akutphase und auch in den ersten Tagen nach dem Attentat. Die wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse sind die Grundlage des vorliegenden Leitfadens, in dem Einsatzkräften wichtige, handlungsrelevante Erkenntnisse an die Hand gegeben werden. Der Schwerpunkt dieser Publikation liegt im praxisorientierten Transfer der Ergebnisse eines Forschungsprojektes und nicht in der Darstellung der wissenschaftlichen Forschungsperspektive

    Studienprotokoll zum Projekt: “Literaturrecherche und Evidenzauswertung von Ansätzen zur Gesundheitsförderung bei sozial belasteten Familien (LEFaG)”

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    Mittels einer systematischen Literaturrecherche wird ein aktueller Überblick über verfügbare präventive Interventions- und Gesundheitsförderungsansätze für sozial benachteiligte Familien sowie deren Wirksamkeit erstellt. Der Fokus wird dabei auf drei vulnerablen Gruppen liegen: Alleinerziehende und ihre Kinder, alkoholabhängige Eltern und ihre Kinder sowie Familien in Armutslagen. Für jede Gruppe wird eine angepasste Suchstrategie entwickelt und umgesetzt. Für jede Familienuntergruppe wird ein systematischer Screening-Prozess durchgeführt und die Ergebnisse werden narrativ zusammengefasst. Studienregistrierung: https://www.researchregistry.com/browse-the-registry#registryofsystematicreviewsmeta-analyses/registryofsystematicreviewsmeta-analysesdetails/603ca83b5e813c001b98ae06

    Bildung für nachhaltige Entwicklung in der frühen Bildung - Professionalisierung und Qualitätsentwicklung

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    Der Fachtext behandelt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) in der frühen Bildung“ im Kontext von Fort- und Weiterbildung und Qualitätsentwicklung. Der folgende Text greift wesentliche Aspekte von BNE in der Elementarpädagogik auf. Anhand derer sollen Möglichkeiten für die qualitative Weiterentwicklung der KiTa vorgestellt und Anregungen für die eigene Professionalisierung im Sinne von BNE gegeben werden

    Ethische und gesellschaftspolitische Themen im Diskurs zur Eizellspende

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    1983 wurde erstmals eine Frau mithilfe einer Eizellspende schwanger. Diese Methode der assistierten Reproduktion ist in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz von 1991 verboten. Von vielen Expert*innen wird eine Legalisierung der Eizellspende in Deutschland gefordert, andere wollen an dem bestehenden Verbot festhalten. Frauen bzw. Paare, die mit Hilfe einer Eizellspende schwanger werden wollen, begeben sich ins Ausland. Die rechtlichen Regelungen der Eizellspende sind von Land zu Land verschieden. Die meisten Eizellspenden im Ausland erfolgen anonym, dies kollidiert mit dem in Deutschland verbrieften Recht auf Kenntnis der Abstammung. Kritisch diskutiert wird, ob Spenderinnen aus prekären finanziellen Situationen heraus ihre Eizellen abgeben und wie die gesundheitlichen Folgen für sie einzuschätzen sind. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit weiteren ethischen und gesellschaftspolitischen Themen im Diskurs zur Eizellspende, setzt sich mit Argumenten für und gegen eine Legalisierung auseinander und überlegt, unter welchen Rahmenbedingungen Eizellspende menschenwürdig stattfinden könnte. Zudem wird die Frage aufgeworfen, welche Ursachen überhaupt zu einem Bedarf an Eizellspende führen und durch welche Präventionsmaßnahmen diese vermieden werden könnten.In 1983 a woman became pregnant for the first time with the help of an egg donation. This method of assisted reproduction is prohibited in Germany by the Embryo Protection Act of 1991. Many experts are calling for egg donation to be legalized in Germany, while others want to adhere to the existing ban. Women or couples who want to get pregnant with the help of an egg donation go abroad. The legal regulations for the procedure differ from country to country. Most egg donations abroad are made anonymously, which conflicts with the right to knowledge of parentage, which is a requirement in Germany. It is critically discussed whether donors give up their egg cells out of precarious financial situations and how the health consequences for them can be assessed. The present work deals with further ethical and socio-political issues in the discourse on egg donation, deals with arguments for and against legalization and considers the framework conditions under which egg donation could take place in a humane manner. In addition, the question is raised as to which causes lead to a need for egg donations at all and whether these causes could be avoided with preventive measures

    Vielseitige Bildungschancen im Nutzgarten für Kinder

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    Naturentfremdung wird zunehmend ein Thema in der heutigen digitalen, schnelllebigen Zeit und es bedarf bereits früher pädagogischer Angebote, um dem entgegenzuwirken. In einem ökologischen Nutzgarten mit möglichst breitem heimischen Artenspektrum können Kinder im frühpädagogischen Bereich im tagtäglichen Naturerleben ihre Sinne schulen, ihre Liebe zur Natur entdecken und kleine Abenteuer erleben. Außerdem ist solch ein Garten dringend benötigter Lebensraum für die heimische Flora und Fauna. Kinder sind gerne selbsttätig unterwegs und betätigen sich pflegend bei achtsamer, fachkundiger Begleitung. Dafür ist es notwendig, den Nutzgarten in den konzeptionellen Rahmen der Einrichtung zu integrieren und die Bildungsanlässe des Gartens in den jahreszeitlichen Rhythmus einzubinden

    Einblick in die Praxisforschung: Das hundegestützte Interventionsprogramm “Berliner Schnauzen” in therapeutischen Jugendwohngruppen

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    Tiergestützte Interventionen sind in vielen Praxisbereichen verbreitet und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, Forschungen zu Wirkweisen stehen den vielfältigen praktischen Einsätzen jedoch noch nicht gleichwertig gegenüber. Einen ersten Schritt, um diese Lücke zu verkleinern, unternimmt das seit April 2019 laufende Praxisforschungsprojekt „Tiergestützte Interventionen in Therapeutischen Jugendwohngruppen“ (TGITWG, Förderung durch das Institut für angewandte Forschung Berlin). Das Projekt wird in Kooperation von zwei Berliner Hochschulen - der Alice Salomon Hochschule Berlin (Projektleitung: Sandra Wesenberg, Silke B. Gahleitner) und der Hochschule für Wirtschaft und Recht (Projektleitung: Sigrid Betzelt, Claudia Gather) - mit verschiedenen Praxispartnern (Arbeitskreis Therapeutischer Jugendwohngruppen Berlin, AK TWG; Verein Leben mit Tieren e.V.) durchgeführt. Innerhalb des Projektes ist ein dezidiertes hundegestütztes Interventionsprogramm nach traumapädagogischen und tiergestützten Standards entwickelt worden, das in sieben verschiedenen Jugendwohngruppen von qualifizierten Mensch- Hund-Teams durchgeführt und zeitgleich wissenschaftlich evaluiert wird. In den Blick genommen werden hierbei Wirkungen von hundegestützten Interventionen sowie förderliche und hinderliche Faktoren bei der Umsetzung. Der nachfolgende Artikel gibt einen Einblick in das Forschungsprojekt und das in diesem Rahmen entstandene hundegestützte Interventionsprogramm „Berliner Schnauzen“.Zu Beginn stellen wir das Praxisfeld der therapeutischen Jugendwohngruppen vor, in dem wir die Untersuchung durchgeführt haben. Im Anschluss verdeutlichen wir die grundlegende traumapädagogische Haltung, auf die das Interventionsprogramm basiert und mit der gearbeitet werden sollte. Sie ist so zentral, weil sie sowohl als Basis für die konkrete Arbeit und die Methoden des Programms mit den jungen Menschen gilt als auch, weil sie eine Haltung ist, mit der wir das hundegestützte Interventionsprogramm konzipiert haben. Anschließend werden die einzelnen Entwicklungsstufen der Programmentwicklung vorgestellt und dargelegt, mit welchen Forschungsmethoden wir die Evaluation aktuell durchführen. Im Ausblick halten wir den aktuellen Stand des Forschungsprojekts fest und geben einen kleinen Einblick in bevorstehende Prozesse

    Der Film von Eltern für Eltern: Den Beziehungsalltag zwischen Erzieher*innen und Eltern in gegenseitigem Respekt und Vertrauen leben

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    Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieher*innen verbessert werden? Eine zentrale Fragestellung, zu der im Rahmen des Forschungsprojekts ElfE (Eltern fragen Eltern) Leitfadeninterviews durch Eltern durchgeführt wurden. Aus diesen Interviews resultierte die Kernaussage: „Den Beziehungsalltag zwischen Eltern und Erzieher*innen in gegenseitigem Respekt und Vertrauen leben“. Zu diesem Thema entstand im Rahmen des Projekts ein Film. In dem Dokument werden Entwicklungsprozess und Datengrundlage für die in dem Film von Eltern an Eltern gerichteten Botschaften dargestellt

    Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe und im Kinderschutz: Von Risikoeinschätzungsbögen über Fallbearbeitungssoftware bis zu Big Data

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    Die Digitalisierung von Gesellschaft und Sozialer Arbeit schreitet voran. Eine Beschäftigung mit der Thematik erscheint daher für (angehende) Sozialarbeit*innen, wie auch für Wissenschaftler*innen und Lehrende im Feld Sozialer Arbeit geboten. Die Nutzung von Big Data provoziert überzogene Hoffnungen und droht unter dem Deckmantel objektiver Kalkulationen Marginalisierungen zu reproduzieren. Für Soziale Arbeit und Frühe Hilfen wirkte die Einführung des § 8a als Katalysator für die Entwicklung von Risikoeinschätzungsverfahren. Die Verwendung von elektronischen Dokumentations- und Risikoeinschätzungssystemen stellt Ansprüche an individuelle Bearbeitung von Fällen in Frage. Risikoeinschätzungsinstrumente verlangen nach der knappen Aufmerksamkeit der Handelnden. Sie involvieren Praktiker*innen Sozialer Arbeit in intensive Interaktionen. Praktiker*innen und Lehrenden im Feld der Sozialer Arbeit kann nur geraten werden, sich gegenüber Instrumenten der Risikoeinschätzung, seien sie durch Big Data gestützt oder nicht, mit kritisch-forschender Distanz zu verhalten

    Interview mit Fernando González Rey

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    Während der Ferienuni trafen wir Fernando González Rey für ein Interview. Der Psychologe, der sich an der kubanischen Revolution und dem Aufbau einer marxistischen Psychologie in Lateinamerika beteiligte, bekleidete von 1995 bis zu seinem Tod im März 2019 unterschiedliche Lehrstühle in Brasília, Brasilien. Ab dem Jahr 2000 war er Professor am University Center of Brasilia, wo er unter anderem die Forschungsgruppe »Subjectivity in Health and Education« leitete. Er entwickelte eine einfl ussreiche Subjektivitätstheorie auf der Grundlage der kulturhistorischen Psychologie. Wir alle, die ihn auf der Ferienuni kennengelernt haben, waren und sind von seiner herzlichen Art, seinem kritischen praxisorientierten Denken und seiner solidarischen Umgangsweise beeindruckt und bleiben ihm verbunden. Das Interview führten wir mit ihm auf Englisch.During a break at Critical Psychology Summer School 2018, held in Berlin, we met Fernando González Rey for an interview. The Cuban psychologist participated in the Cuban Revolution and in the development of a Marxist psychology in Latin America. From 1995 until his death in March 2019 he worked as a professor in Brasília, Brazil. From the year 2000 on, he held a chair at the University Center of Brasília, where among other projects he led the research group »Subjectivity in Health and Education«. He developed an influential theory of human subjectivity based on cultural-historical psychology. His warmth, his critically and practically oriented thinking as well as his solidarity made a deep impression on those of us who got to meet him during the Summer School

    Menschliche Freiheit/ kapitalistische Unfreiheit

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    Das Werk von Karl Marx und Friedrich Engels, das im 19. Jahrhundert entstand, wird von ihren gegenwärtigen Kritiker*innen gerne mit dem Mangel an politischen Freiheiten in den Staaten in Verbindung gebracht, die sich im 20. Jahrhundert gründeten und dabei auf ihr Werk bezogen. Auch in der liberalen Ideengeschichte gelten Marx und Engels als Vertreter einer Gleichheitsideologie, die im Gegensatz zur Freiheit stehe: Radikale Gleichheitsbefürworter*innen würden stets die Freiheit einschränken. Dieser Artikel setzt dieser falschen Dichotomie etwas entgegen und identifiziert die Th eorie von Karl Marx und seinen Nachfolger*innen als eine radikale Denkbewegung der Freiheit. Die Marx’sche Kritik der politischen Ökonomie wird aus Perspektive der Kritischen Psychologie eingeführt als eine Theorie und Methode, die die allgemeine Unfreiheit in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft identifiziert, welche im Widerspruch zu den allgemeinen menschlichen Freiheitspotenzialen steht, die im Hier und Heute existieren. Der Marxismus erscheint so als die Theorie, auf der eine politische Praxis fußt, die an die Stelle der bürgerlichen Freiheit der Wenigen die demokratische Freiheit für alle setzen will.Karl Marx and Friedrich Engels’ oeuvre originated in the 19th century. Their critics today nevertheless identify their theoretical and political work with the lack of political freedoms in those states which emerged in the 20th century and connected themselves to Marx and Engels ideologically. Within the framework of liberal histories of ideas, Marx and Engels are also seen as representatives of an ideology of equality which stands in contrast to the idea of liberty. Radical proponents of equality would always have to restrict liberty. Th is paper confronts this false dichotomy and identifies the theory of Marx (and his successors) as a radical theory of freedom. Marx’ Critique of Political Economy is introduced through the lens of Klaus Holzkamp’s Critical Psychology as a theory and method which identifies the common lack of freedom within bourgeois-capitalist society, which stands in contrast to the general potentials of human liberty in today’s world. Marxism thus appears as a theory based on which political practices emerge which seek to replace the limited freedoms of the few by the democratic freedom for all

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