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    371 research outputs found

    Potenziale des Berufsbildes Sprechstundenschwester (DDR) für die interprofessionelle Gesundheitsversorgung

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    Pflegeberufe gehören zu den Engpassberufen. Angesichts stetig steigender Zahlen von Pflegebedürftigen kann sich das deutsche Gesundheitswesen nicht leisten, auf den Einsatz einheimischer qualifizierter Gesundheitsfachkräfte zu verzichten. Über viele in der DDR absolvierte und nach 1990 nicht oder nur partiell anerkannte medizinische Studiengänge und Qualifikationen liegen jedoch kaum fundierte Kenntnisse vor und es bleiben Potenziale ungenutzt. Am Beispiel des Berufes „Sprechstundenschwester“ wird untersucht, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen den ab 1974 gültigen medizinischen DDR-Fachschulstudiengängen „Krankenpflege“ und „Sprechstundenassistenz“ gab, welche Rolle (frühe) interprofessionelle Kompetenzen und die Zugehörigkeit zur Profession Pflege spielen. Die Forschungsfragen werden mit einem mehrperspektivischen Ansatz beantwortet: Eine Literaturrecherche wird mit einer qualitativen Inhaltsanalyse und der historisch-kritischen Methode kombiniert. Die hypothetisch erwarteten Gemeinsamkeiten und Unterschiede konnten belegt und Hinweise auf interprofessionelles Arbeiten gefunden werden: Die Lehrinhalte waren nahezu identisch. Bezüglich der beruflichen Tätigkeitsbeschreibungen gab es geringe Unterschiede. Die im historischen Kontext selbstverständliche Zugehörigkeit zur Profession Pflege konnte nachvollzogen werden. Diskutiert wird das identifizierte Diskriminierungspotenzial von Gesundheitsfachberufen im Allgemeinen und von Sprechstundenschwestern im Besonderen. Weiterer Forschungsbedarf ergibt sich für empirische Studien sowie vergleichende Qualifikations- und Bildungswegeforschung.Nursing professions are among the bottleneck occupations. In view of the constantly rising number of people in need of care, the German healthcare system cannot afford to do without qualified local healthcare professionals. However, there is hardly any in-depth knowledge of many medical courses and qualifications completed in the GDR that were not or only partially recognized after 1990, and potential remains untapped. Using the example of the profession of „Sprechstundenschwester“, this study examines the similarities and differences between the GDR medical school courses „nursing“ and „Sprechstundenassistenz“, which were valid from 1974 onwards, and the role played by (early) interprofessional skills and affiliation with the nursing profession. The research questions are answered using a multi-perspective approach: a literature review is combined with a qualitative content analysis and the historical-critical method. The hypothetically expected similarities and differences were confirmed and indications of interprofessional work were found: The teaching content was almost identical. There were only minor differences in the professional job descriptions. The affiliation to the nursing profession, which was taken for granted in the historical context, could be traced. The identified potential for discrimination against healthcare professions in general and consultation nurses in particular is discussed. Further research is required for empirical studies and comparative research into qualifications and educational pathways

    Ein Leitfaden für Partizipation in der Forschung

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    Ziele und Konzept des Leitfadens Dieser Leitfaden richtet sich an alle, die sich mit partizipativen Projekten befassen – ob in der Forschung, Praxis oder an der Schnittstelle beider Bereiche. Ziel ist es, Sie auf Ihrem Weg zu inspirieren, zu unterstützen, praktische Hilfestellungen anzubieten und insbesondere eine Orientierung in der Vielfalt partizipativer Ansätze und Begrifflichkeiten zu geben. Was bietet dieser Leitfaden? Zugänge schaffen: Der Leitfaden schafft Zugänge zu den vielfältigen partizipativen Forschungs- und Praxisbereichen. Er stellt Begriffe und Ansätze dar und bietet übergreifende Hinweise, wie eigene Projekte erfolgreich gestaltet werden können. Einbezug wissenschaftlicher und praktischer Perspektiven: Der Leitfaden baut auf Erfahrungen in Forschung und Praxis auf. Dabei werden beide Perspektiven miteinander verbunden, um eine fundierte und zugleich anwendungsnahe Grundlage zu schaffen. Kompakte Darstellung ausgewählter Aspekte: Um einen fokussierten und handlungsorientierten Überblick zu geben, konzentriert sich der Leitfaden auf wesentliche Punkte. Er bietet eine kompakte Darstellung ausgewählter Quellen und Aspekte als Zugang und Überblick. Verweise auf weiterführende Materialien: Neben der knappen Zusammenfassung einzelner Aspekte bündelt der Leitfaden Verweise auf zentrale Materialien zu partizipativen Ansätzen (insbesondere bestehende Leitfäden, Handreichungen, Toolboxen, Überblicksarbeiten o.ä.) und enthält weiterführende wissenschaftliche und praxisorientierte Literaturverweise. Modulares Konzept: Der Leitfaden hat keine strenge Leserichtung mit aufeinander aufbauenden Abschnitten. Die modulare Kartenform ermöglicht es, je nach Interesse und Bedarf einzelne Aspekte herauszugreifen. Gleichzeitig können die Karten so auch als Grundlage für Diskussionen in Workshops dienen. Über das Projekt PartWiss Der Leitfaden wurde im Rahmen des Projektes PartWiss im Jahr 2024 entwickelt. PartWiss ist ein aktuelles Verbundprojekt (Förderzeitraum 2024-2027) der Technischen Universität Chemnitz, des CeRRI – Fraunhofer IAO, der Technischen Universität Berlin, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung. Die Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung e.V. (GTPF) und mit:forschen! sind assoziierte Partner:innen des Projektes, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Die Kernaufgabe des Verbundprojektes liegt in der Konzeption und Organisation der gleichnamigen Konferenzreihe. Die jährlich stattfindenden Konferenzen sind als praxisorientiertes und interaktives Forum angelegt. Das Jahresthema der PartWiss24-Konferenz war „Leitlinien für Partizipation“, daran anknüpfend erfolgte die Ausarbeitung des Leitfadens

    Being a professional nurse until retirement – a qualitative interview study in Germany

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    Background Nurses are crucial to the global healthcare system, yet there is a growing shortage, exacerbated by demographic shifts and the coronavirus disease 2019 (COVID-19) pandemic. The International Council of Nurses projects a deficit of 13 million nurses worldwide in the near future, contributing to missed nursing care and jeopardizing patient safety. Although extensive research has explored reasons why nurses leave the profession, far less is known about the factors that support their long-term commitment and retention until retirement. Hence, study aimed to identify the factors contributing to long-term retention of nurses in the profession, particularly those who stay until retirement. Methods This qualitative study used semi-structured expert interviews with 22 nurses in Germany who had at least 30 years of work experience, aiming to explore the personal, organizational, and societal factors that have supported their continued engagement in the profession. A purposive sampling method was used to select participants from various care settings, including acute, long-term, and outpatient care. Data were audio- and video-recorded, transcribed, and analyzed using content-structuring qualitative content analysis. Thematic categories were developed using a structured content analysis approach following Kuckartz, supported by both deductive and inductive coding via the MAXQDA software to identify key themes related to job retention. Results The analysis revealed three overarching thematic categories: personal resources and motivations, organizational context and working conditions, and recognition and social value. The first category includes factors such as career choice motives, personal values, and generation-specific influences, all of which are significant contributors to long-term career commitment. The category organizational context and working conditions, including job satisfaction, work-time control, role clarity, and coping strategies, plays a pivotal role in retaining nurses. The third category encompassed the perceived value of nursing work in society, appreciation from patients and peers, and the professional identity fostered by meaningful recognition. Discussion This study provides valuable insights into the factors that contribute to nurses’ decisions to stay in the profession until retirement. While many studies emphasize the challenges and negative aspects of nursing that lead to attrition, this research highlights the positive factors that promote job retention. Addressing these factors, such as improving working conditions, ensuring adequate recognition, and supporting personal values and career motivations, could enhance nurse retention strategies. These findings underscore the importance of retention-focused strategies that enhance meaning in work, professional identity, and workplace culture—shifting the policy lens from attrition prevention to long-term engagement

    Memorandum zur Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in Deutschland

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    Mit diesem Memorandum (in Kurz- und Langfassung) legen vier Wissenschaftler:innen im Kontext der Kindheitspädagogik evidenzbasierte Empfehlungen für die aktuelle und zukünftige bildungs- und sozialpolitische Gestaltung der Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) vor. Die Kindheitspädagogik als Disziplin bringt hier eine breite Expertise ein und betont den eigenständigen und umfassenden Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag der FBBE. Auf Basis einer Kind-, Familien-, Lebenswelt- und Gemeinwesenorientierung fördert FBBE positive Lebensbedingungen für Kinder und ihre Familien und stärkt das demokratische Miteinander in der Gesellschaft

    PartNet-Schatzkiste

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    Die PartNet-Schatzkiste ist eine vom Netzwerk für Partizipative Gesundheitsforschung (PartNet) zusammengestellte Sammlung von Ressourcen (z.B. Zusammenstellungen von Trainingsmöglichkeiten, Zeitschriften, Instrumenten) für die partizipative Praxis und Forschung. Diese Veröffentlichung umfasst: Veröffentlichungen mit dem Fokus Partizipation Hier finden Sie Veröffentlichungen, die sich mit Themen der Partizipativen Forschung kritisch auseinandersetzen oder welche aus partizipativen Prozessen und Projekten entstanden sind. Diese Liste wurde zuletzt im Dezember 2024/Januar 2025 aktualisiert. Die Liste ist chronologisch und dann alphabetisch geordnet, hat jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Partizipative Forschungsansätze Ressourcensammlung Diese Ressourcensammlung umfasst Online-Ressourcen und -Materialien zu Partizipativen Forschungsansätzen. Der Schwerpunkt liegt auf deutschsprachigen Links. Ausgewählte englischsprachige Verweise finden sich am Ende der Sammlung. Manches ist in mehreren Kategorien verzeichnet. Ausgangspunkt der Sammlung war das Projekt „PartNet Lernvideos Pilotstudie“, in dem einige Lernfilme zur Methode der Fokusgruppe in partzipativer Forschung entstanden. Im Rahmen der begleitenden Recherchen entstand eine erste Sammlung audio-visueller Ressourcen. Einführende Literaturempfehlungen zur Partizipativen Forschung Eine Sammlung aus englisch- und deutschsprachiger Grundlagenliteratur zur partizipativen Forschung, hrsg. vom Netzwerk für Partizipative Gesundheitsforschung (PartNet). Die PartNet-Schatzkiste wird regelmäßig aktualisiert. Die jeweils aktuellste Fassung finden Sie online unter: http://partnet-gesundheit.de/materialien

    Sicherer Wohnen heißt sicherer Leben

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    2018 wurde in Kooperation mit dem Evangelischen Bundesfachverband Existenzsicherung und Teilhabe (EBET) e. V. das Instrument „Lebenslagenindex wohnungslose Menschen“ entwickelt. Dies erfolgte partizipativ unter Beteiligung wohnungsloser und ehemals wohnungsloser Menschen. Theoretische Grundlage hierfür war der Lebenslagenansatz. Dieser ermöglichte eine ganzheitliche Sicht auf die Lebenssituation von Menschen, indem die Mehrdimensionalität unterschiedlicher Lebensbereiche in ihrer Wechselwirkung untersucht wurde: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:b1533-opus-2465. 2021 wurde die erste Wiederholungsuntersuchung durchgeführt: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:b1533-opus-4961 Mit der dritten Lebenslagenuntersuchung im Jahr 2024 existieren nun Daten zu den Lebenslagen wohnungsloser Menschen vor, während und nach der Pandemie, die Hilfe in den bundesweiten diakonischen Einrichtungen der Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe suchen und erhalten. Ihre Lebenssituation hat sich nach 2018 und 2021 weiter verschlechtert. Straßenwohnungslose Menschen sowie solche aus sonstigen EU-Staaten wurden erneut als vulnerabelste Teil-Gruppen identifiziert. Die vorliegenden Ergebnisse, gestützt durch den für die Studie relevanten Forschungsstand, zeigen noch deutlicher als 2018 und 2021 auf: Es gibt kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem bei der Bekämpfung unfreiwilliger Wohnungslosigkeit: Je unsicherer die Wohn- bzw. die Unterkunftssituation wohnungsloser Menschen ist, desto unsicherer fühlen sie sich insgesamt in ihrem Leben. Erste Priorität muss also die Versorgung wohnungsloser Menschen mit eigenem, vertraglich abgesichertem Wohnraum haben

    Multiprofessionelle Teams in der Kita

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    Multiprofessionalität in der Kita wird vor allem im Hinblick auf mögliche Folgen für die Qualität der pädagogischen Arbeit diskutiert. Es stellt sich die Frage, ob andere Professionen das Feld mit ihren Kompetenzen bereichern und die Teams angesichts des Fachkräftemangels entlasten können oder ob mit ihnen ein Qualitätsverlust einhergeht. Dabei wird mit Multiprofessionalität jedoch nicht immer dasselbe gemeint. So ergeben sich – auch in Abhängigkeit von der jeweiligen Definition – zum Teil unterschiedliche Herausforderungen in der Zusammenarbeit multiprofessioneller Teams. Neben diesen Risiken sollen auch die Chancen in diesem Beitrag diskutiert werden. Außerdem wird ein Blick auf die Rolle der Leitung, insbesondere im Kontext von Teamentwicklungsprozessen geworfen

    Die bedürfnisorientierte Pädagogik – Für ein gewaltbewusstes, achtsames Miteinander

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    Die Bedürfnisorientierte Pädagogik (BoP) verbindet verschiedene fundierte Ansätze, um in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen nachhaltige und gesunde Beziehungen zu gestalten. Sie basiert auf den vier Grundpfeilern – Gefühle, Bedürfnisse, Grenzen und das Selbst-Ich – und legt den Fokus auf die Förderung von Wohlbefinden, Resilienz und Gleichwürdigkeit. Sie integriert nicht nur Erkenntnisse der Bindungsforschung, der „Gewaltfreien Kommunikation“, der Achtsamkeitsforschung und der Psychotraumatologie, sondern bezieht sich auch auf Ansätze wie Kinderschutz, Kinderrechte und Partizipation, neurobiologische Ansätze zur Emotionsregulation, Resilienzförderung und zu systemischem Denken. Sie zielt darauf ab, Grenzverletzungen zu vermeiden, pädagogische Fachkräfte durch Reflexion zu stärken und Kindern sichere, wertschätzende Beziehungen und damit gesunde Entwicklungsräume zu ermöglichen. Die BoP bietet nicht nur Handlungsalternativen für die pädagogische Praxis, sondern auch eine Haltung, die verletzendes Verhalten klar benennt und damit die psychische Gesundheit, soziale Verbundenheit und Selbstwirksamkeit aller Beteiligten in den Mittelpunkt stellt

    Die Bedeutung riskanten Spiels für die kindliche Entwicklung

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    „Riskantes Spiel“ ist für Kinder spannend und ermöglicht ihnen vielfältige Lernerfahrungen. Aktuelle internationale Studien sehen es als einen wesentlichen Aspekt der Förderung kindlicher Entwicklung (Sandseter, 2011; Sturges et al., 2023). Oft ist es ein „Spiel an der Grenze“ zwischen Spaß, Aufregung, Angst und Gefahr. Dem steht die Sorge von Eltern und pädagogischen Fachkräften entgegen, dass es zu Verletzungen kommen oder ein Spiel „entgleisen“ könnte. Ein professioneller Umgang mit riskantem Spiel erfordert daher einen genauen Blick auf Formen, Nutzen und Risiken derartigen Spiels. Im Beitrag werden verschiedene Formen riskanten Spiels dargestellt und untersucht, welche Lernherausforderungen und Chancen mit den jeweiligen Spielformen verbunden sind. Außerdem wird auf geschlechterbezogene Unterschiede beim Umgang mit Risiko eingegangen. Davon ausgehend wird erörtert, wie Rahmenbedingungen und Angebote in Kitas verändert werden können, damit Kinder gute Erfahrungen mit Risiko und Abenteuer machen können, und welche Anforderungen sich für pädagogisches Handeln ergeben, um Gefahren vorzubeugen. Ziel ist es, Sicherheit beim Umgang mit herausforderndem und riskantem Spiel zu gewinnen und die Bedeutung dieser Spielformen auch Kolleg*innen und Eltern vermitteln zu können

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