OPUS-HSPF-Hochschulschriftenserver der Hochschule Pforzheim
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Konjunktur in Deutschland - zur Einschätzung der Lage durch den Sachverständigenrat im Jahresgutachten 2000/2001
Die vorliegende Arbeit stellt die wichtigsten Ergebnisse der Konjunkturanalyse und -prognose vor, die der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Jahresgutachten 2000/2001 am 15. November 2000 vorgelegt hat. Zum besseren Verständnis werden einleitend allgemeine Ausführungen zum Konjunkturphänomen gemacht sowie die Aufgaben des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erläutert.The paper presents key findings of the business cycle analysis (including a forecast for 2001) carried out by the German Council of Economic Experts in the annual report 2000/2001, released at November 15, 2000. To facilitate understanding some general remarks on business cycle theory serve as a starting point followed by a short survey of the legal framework and the objectives of the German council of economic advisers
Reform des Tarifvertragsrechts und Änderungen der Verhaltensweisen der Tarifpartner als Voraussetzungen für eine wirksame Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
Zu den wichtigsten Ursachen der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland gehören die gesetzlichen Regelungen zum Zustandekommen von Tarifverträgen, die Verhaltensweisen der Tarifpartner und das wirtschaftspolitische Umfeld. Positive Ansätze beim Aushandeln beschäftigungsgünstiger Tarifverträge können in der Tariföffnungsklausel des Bundesentgelttarifvertrages der chemischen Industrie und dem Tarifvertragswerk "Phönix" von Ostmetall und der Christlichen Gewerkschaft Metall gesehen werden. Bei Standortsicherungsverträgen zwischen Unternehmensleitungen und Betriebsräten der Firmen Burda und Viessmann werden die Hürden deutlich, die Gesetzgeber, Rechtsprechung und Gewerkschaftsverhalten vor vernünftigen unternehmensbezogenen Regelungen aufgebaut haben. Voraussetzung für beschäftigungsgünstige, flexible Vereinbarungen auf Unternehmensebene ist die Erweiterung der Tariffähigkeit: Betriebsräte müssen tariffähig werden. Damit muss auch die Tarifüblichkeitssperre fallen. Unumgänglich ist eine Neuinterpretation des Günstigkeitsprinzips: Vom Tarifvertrag abweichende Regelungen sollten per Saldo günstig sein dürfen. Außerdem müssen die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Schaffung von Arbeitsplätzen für Outsider als günstig interpretierbar sein. Schließlich ist der Flächentarifvertrag nur zu retten, wenn die Tarifpartner, solange die tatsächliche Arbeitslosigkeit über der als unvermeidlich betrachteten Arbeitslosigkeit liegt, Lohnzuwächse vereinbaren, die den beschäftigungsneutralen Verteilungsspielraum nicht ausschöpfen.An effective approach to reducing unemployment would be to change both the legal framework for negotiating pay agreements and the behaviour of the negotiating partners. The main causes of unemployment in Germany are: the legal conditions affecting the negotiation of pay agreements; the behaviour of the negotiating partners and the politico-economic environment. Positive approaches to achieving pay agreements which protect those currently employed can be seen in the opening clauses in the national agreement for the chemical industry, and the agreement-guidelines "Phönix" between Ostmetal (the eastern german employers confederation) and the christian metal union. Pay agreements, negotiated between the board and union representatives, which place securing employment for the employees in the forefront, are often impeded from reaching a sensible local solution by: precedent cases, the law, and the behaviour of the unions. As can be seen with the companies Burda and Viessmann. A precondition for flexible local agreements, which secure the employment of the current employees, is that Union representatives must be given the autonomy to negotiate local conditions. At present it is not permitted by law (Works Council Constitution Act) to negotiate conditions locally which are included in the national agreements. Local agreements can only be reached when the differences from national agreements are such that each and every issue in the local agreement is advantageous for the employee. This must be changed to allow a compromise or trade-off between the issues involved. In addition, securing or generating employment must be considered an advantage. In conclusion, national agreements can only be saved - especially when the current unemployment rate is greater than that considered as unavoidable - when the negotiating partners agree pay increases smaller than the productivity increase including inflation. Summary: An effective approach to reducing unemployment would be to change both the legal framework for negotiating pay agreements and the behaviour of the negotiating partners
Globales Marketing - grundsätzliche Konzeptionen, Risiken und Chancen
Die Globalisierung stellt eine Herausforderung für alle Teilgebiete der Betriebswirtschaftslehre dar. Im Bereich Marketing gilt es, für global tätige Unternehmen strategische Konzeptionen zu entwickeln, die die Risiken und Chancen der Globalisierung beachten. Der Autor stellt die grundsätzliche Konzeption eines globalen Marketing-Ansatzes vor und verdeutlicht, dass zwischen der aus Kostengründen erforderlicher Homogenität und den durch die regionalen Besonderheiten erforderlichen Diversifizierungen ein nur im konkreten Fall aufhebbares Spannungsfeld besteht. Die These einer generellen Nivellierung der weltweiten Unterschiede der Determinanten des Marketing ist zu einfach, denn es sind gleichzeitige Konvergenz- und Divergenzprozesse zu konstatieren. Ein nachhaltig erfolgreicher "global player" wird sich dadurch auszeichnen, dass er beide Dimensionen berücksichtigt.Globalization is a challenge for all branches of business administration. Regarding marketing activities, the development of strategies for enterprises competing on the world market is essential. These strategies have to take into consideration and have to evaluate the risks and possibilities of globalization. The author outlines a general framework of global marketing strategies and focuses on the tension between cost induced homogeneity and demand induced diversification. The problem can not be solved in a general but in a product specific approach. Besides the tendencies to uniformity in the global economy there are also tendencies to diversification. Success can only be achieved by considering both trends. Global players need to keep this in mind
Das Internet als globales Marketinginstrument - rechtliche Regelungen und mögliche Fallstricke
Im Zuge der Globalisierung hat das Internet als Werbe- und Absatzinstrument stark an Bedeutung gewonnen. Das Netz ist kein rechtsfreier Raum. Die nationalen und internationalen rechtlichen Rahmenbedingungen führen bei der Werbung im Internet zur Anwendbarkeit des Rechts des Staates, in dem die Werbebotschaft wahrgenommen wird - Unternehmen müssen bei Internet-Werbemaßnahmen folglich die rechtlichen Bestimmungen in einer Vielzahl von Ländern berücksichtigen. Beim E-Commerce gilt in der Regel das Recht des Landes, in dem der Verkäufer seinen Sitz hat. Bei Kaufverträgen mit Verbrauchern sind grundsätzlich die deutschen Verbraucherschutzgesetze auch dann anwendbar, wenn der Verkäufer im Ausland seinen Sitz hat. Die Fernabsatzrichtlinie, die in deutsches Recht umzusetzen ist, sieht einen weitergehenden Schutz des Verbrauchers innerhalb der EU vor.As consequence of the globalization the importance of the internet for marketing and sale increased enormously. The internet underlies certain national laws. Regarding advertising enterprises have to face different legal situations from country to country. Nearly the same problems have to be faced regarding the sale of products due to the means of protection the national governments have set up for their consumers. In the last years the protection of the consumers within the EU was improved by several legal acts
Konsequenzen der Globalisierung für das internationale Marketing
Das vorliegende Heft der "Beiträge der Fachhochschule Pforzheim" schließt einen "Dreiklang" zu Fragen der Globalisierung ab, den Erich Hoppmann mit einer ordnungstheoretischen Perspektive eröffnet hatte. Bernd Noll und Hartmut Löffler haben sich im letzten Heft zu wettbewerblichen und strukturpolitischen Fragen der Globalisierung geäußert. Hier legen nun Dieter Pflaum (Globales Marketing - Grundsätzliche Konzeptionen, Risiken und Chancen) sowie Klaus-Peter Reuthal (Das Internet als globales Marketinginstrument - Rechtliche Regelungen und mögliche Fallstricke) zwei Arbeiten vor, die Marketingaspekte der Globalisierung zum Gegenstand haben. Auch diese Ausarbeitungen entstanden in Vorbereitung auf das XX. internationale wissenschaftliche Symposium mit Kollegen der ökonomischen Fakultät der Josip-Stroßmayer-Universität Osijek, das vom 20. bis 23. Oktober 1999 an der Fachhochschule Pforzheim stattfand, und berücksichtigen die dort in der Diskussion erzielten Präzisierungen
Globalisierung und Megafusionen - Möglichkeiten und Grenzen internationaler Wettbewerbspolitik
Die Globalisierung verschärft den Wettbewerb auf Güter- und Faktormärkten und zwingt viele Unternehmen zu strategischer Neuausrichtung. Vor diesem Hintergrund erklärt sich der sprunghafte Anstieg von Zusammenschlüssen zwischen bislang international miteinander konkurrierenden Großunternehmen. Solche Zusammenschlüsse unterliegen zwar grundsätzlich einer Zusammenschlusskontrolle nach nationalem oder europäischem Recht; dennoch werden vielfach Befürchtungen laut, auf weltwirtschaftlicher Ebene bestehe die Gefahr nicht hinreichend kontrollierbarer Vermachtungstendenzen. Der Beitrag kommt zwar zu dem Schluss, dass die Schaffung einer weltweiten internationalen Wettbewerbsordnung längerfristig ein Desideratum sein mag; da aber selbst in den wichtigsten westlichen Ländern kein hinreichender Konsens über die Funktion des Wettbewerbs und damit über die Aufgabe einer Zusammenschlusskontrolle besteht, ist auf kurz- und mittelfristige Sicht eher auf den Weg der kleinen Schritte, d.h. auf bilaterale Abkommen und Zusammenarbeit im Bereich der Wettbewerbspolitik, zu setzen.Globalization intensifies competition on both the markets of goods and factors of production and forces many companies to develop a new strategic direction. Considering this, it is obvious why more and more enterprises, which were competitors in the past, are now merging. Although these "mega-mergers" are controlled by national and/or European authorities and laws it is feared that, on a global scale, such high concentrations of power cannot be controlled effec-tively. The paper comes to the conclusion that the creation of international competition regulations woulf be desirable in the long term. However, even most of the importend western, industrialized countries still do not agree on the functions that competition should accomplish. Due to this, it is not possible to agree on the role an international authority should play at present. First of all, small steps have to be taken in the form of bilateral agreements and co-operations in terms of competition policies
Struktureller Wandel im Globalisierungsprozess und einige Schlussfolgerungen für den deutschen Arbeitsmarkt
Der Beitrag befasst sich mit Interdependenzen zwischen Arbeitslosigkeit, Strukturwandel und dem Globalisierungsprozess. Im Gegensatz zu der vielfach vertretenen These, die Arbeitslosigkeit in Deutschland sei eine Folge der Globalisierung, wird die Position vertreten, dass der Globalisierungsprozess die Strukturprobleme und die Arbeitslosigkeit verstärkt, sie aber nicht verursacht. Eine vergleichsweise zu geringen Strukturanpassungsflexibilität lässt sich auf lange Frist empirisch nicht bestätigen. Gehemmt wird die Wachstumsdynamik durch arbeitsmarktbedingte Anpassungsprobleme und weitere mittelfristige Inflexibilitäten und Blockaden. Angesichts der Weltmarktstrukturveränderungen und der Intensivierung des internationalen Wettbewerbs sind die internen Reformstaus abzubauen, und es ist eine Innovationsoffensive angezeigt. Werden die erforderlichen Reformen, v. a. eine Unternehmenssteuerreform, eine Reform der Sozialleistungssysteme und eine Arbeitsmarktflexibilisierung, realisiert, dann ist Globalisierung weniger als Risiko, sondern vielmehr als Chance zu begreifen.The paper deals with the interdependencies between unemployment, structural change and the process of globalization. The frequently advocated thesis that in Germany unemployment is a consequence of globalization is opposed by this paper. It is true that structural problems are aggravated by globalization, however it is not the cause. There is no long-run empirical evidence for a lack of flexibility in structural adaptability. The growth dynamic is handicapped by problems of adaptability in the employment sector, a lack of flexibility and blockades. In the face of changes in world market structures and the intensification of international competition, it is necessary to increase efforts at reform and to start an innovations offensive. If the necessary reforms (reform of corporate taxation, reform of the social welfare systems, more flexibility on the employment market) can be achieved, globalization is no longer to be seen as a risk, but rather, as an opportunity
Wettbewerbspolitische und strukturpolitische Konsequenzen der Globalisierung
Enthält 2 Beiträge:
Noll, Bernd:
Globalisierung und Megafusionen - Möglichkeiten und Grenzen internationaler Wettbewerbspolitik
(S. 6 - 28)
Löffler, Hartmut:
Struktureller Wandel im Globalisierungsprozess und einige Schlussfolgerungen für den deutschen Arbeitsmarkt
(S. 29 - 46