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Etablierung und Förderung Grüner Infrastruktur in ländlichen Regionen − Ergebnisse aus der Voruntersuchung eines Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens
Die Voruntersuchung des Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens (E + E-Vorhabens) "Grüne Infrastruktur in ländlichen Regionen" hatte zum Ziel, die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zur Etablierung einer Grünen Infrastruktur auf der regionalen Ebene am Beispiel des Kreises Lippe zu analysieren und ein nachfolgendes Hauptvorhaben sowie die wissenschaftliche Begleitforschung dazu vorzubereiten. Der Fokus lag dabei auf den Themengebieten Biotopverbund, Kulturlandschaft und Erholung. Im Rahmen der Voruntersuchung wurden auf Basis einer umfassenden Analyse des Planungsraums sieben themengebietsübergreifende Schwerpunkträume der Grünen Infrastruktur innerhalb des Kreises Lippe identifiziert. Aufbauend auf den Analyseergebnissen, den ermittelten Schwerpunkträumen und unter Berücksichtigung weiterer bestehender Projekte, Vorhaben und Programme mit einem Bezug zur Grünen Infrastruktur wurde ein Entwurf für die übergeordnete Grüne Infrastruktur im Kreis Lippe erarbeitet. Zur weiteren Vorbereitung des Hauptvorhabens wurde ein Handlungsprogramm entwickelt. Dazu wurden projektorientierte Leitbilder, Ziele und Maßnahmen für die ermittelten Schwerpunkträume erarbeitet, wobei sich insbesondere die entwickelten Maßnahmen durch ihren Modellcharakter in Hinblick auf die Förderung, Stärkung und Entwicklung regionaler Grüner Infrastruktur auszeichnen
Populationsgefährdungsanalyse für die Art Wolf (Anhang II und IV FFH-Richtlinie)
Ziel der vorliegenden Studie ist es, eine Populationsgefährdungsanalyse (PVA) für den Wolf in Deutschland durchzuführen. Dies stellt den ersten Schritt zur Ableitung der Größe der günstigen Referenzpopulation im Sinne der Erhaltungszustandsbewertung nach Art. 17 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie dar und simuliert die Entwicklung des Wolfsbestands in die Zukunft unter demografischen Szenarien. Für die demografischen Analysen wurden erstmals alle in Deutschland verfügbaren Daten aus dem Wolfsmonitoring aller Bundesländer inkl. dem genetischen Monitoring verwendet, die von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf DBBW zusammengestellt wurden. Mit dieser Grundlage wurde die Entwicklung der Wolfspopulation in Deutschland für die nächsten 100 Jahre unter verschiedenen Szenarien prognostiziert. Hierfür wurde ein räumlich-explizites, individuenbasiertes Modell durch das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung entworfen, um es als räumliches Prognose-Tool für die Vorhersage der Populationsentwicklung zu nutzen
Der Deutsche Rat für Landespflege – Entstehung, Wirken und Vermächtnis
Die Grüne Charta von der Mainau (GCM) von 1961 enthielt neben Forderungen zur Verbesserung der Situation im Naturschutz, der Landschaftspflege und des Umweltschutzes auch die Forderung zur Einrichtung eines dafür zuständigen unabhängigen Beratungsgremiums. Dieses wurde 1962 als Deutscher Rat für Landespflege (DRL) von Bundespräsident Dr. h. c. Heinrich Lübke eingerichtet. Die DRL-Mitglieder vertraten verschiedene Fachrichtungen und arbeiteten interdisziplinär. Die GCM wurde die Arbeitsgrundlage des DRL. In den Jahren seines Bestehens legte der DRL zahlreiche Gutachten und Stellungnahmen vor mit Empfehlungen zu den Oberthemen Arten- und Biotopschutz, Gebiets-/Naturschutz, Siedlung und Freiräume, Verkehr, Land- und Forstwirtschaft, ländliche Räume, Böden, Gewässer, Landnutzung, Energie und Bergbau, Erholung und Freizeit sowie Nachhaltigkeit, die an Politik und Verwaltung gerichtet waren. 2022 stellte der DRL nach 60 Jahren seine Arbeit ein, weil er seine finanzielle und damit auch fachliche Unabhängigkeit verloren hatte. Auf der Abschlussveranstaltung 2022 bilanzierte er seine Tätigkeit und wagte einen Ausblick in die Zukunft. Darüber hinaus legte er eine aktualisierte "Grüne Charta 2.0" als Aufforderung für künftig notwendiges Handeln für Natur und Umwelt vor
Strengthening the science-policy interface for climate and biodiversity
The interdependencies between climate and biodiversity are scientifically not yet fully understood. However, policies and actions are urgently needed to safeguard these important, interrelated fundamentals for life on earth. In this context it is crucial to foster the science-policy interface, mutually identify knowledge
gaps and jointly discuss scientific findings and potential solutions for policy and implementation. To address these aspects an online workshop was held in June 2022, as part of the Chinese-German cooperation on biodiversity and ecosystem services. It specifically brought together young scientists, as future leading researchers and decision makers. Apart from a number of specific suggestions made during the workshop, more general recommendations highlight the importance of interdisciplinary and landscape-wide research with regard to climate and biodiversity and the need to consciously manage the time gap between receiving research results and introducing policies