BfN-e-dition - Institutional repository of the Federal Agency for Nature Conservation
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    Orientierungswerte für öffentliches Grün

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    Die Versorgung der Städte mit öffentlichem Grün gewinnt angesichts neuer Herausforderungen wie anhaltendes Wachstum, bauliche Innenentwicklung, Anpassung an den Klimawandel, Erhalt der biologischen Vielfalt und Umweltgerechtigkeit zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund haben die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und das Deutsche Institut für Urbanistik, gefördert vom Bundesamt für Naturschutz, von 2019 bis 2022 das Forschungsvorhaben "Stadtnatur erfassen, schützen, entwickeln – naturschutzfachliche Begleitung der Umsetzung des Masterplans Stadtnatur" durchgeführt und fachliche Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Orientierungswerten für das öffentliche Grün erarbeitet. Die Orientierungswerte sind funktionsbezogen ausgestaltet und nehmen die Erholungs-, Klima-, Gesundheits- und Biodiversitätsfunktion des öffentlichen Grüns in den Blick

    Digitalisierung und Aktivitätslenkung in Natur und Landschaft

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    In Deutschland wild lebende Archäobiota und deren Status im Naturschutz

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    Bedeutung der Moorböden und weiterer kohlenstoffreicher Böden für den Natur- und Klimaschutz in Schleswig-Holstein

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    Schleswig-Holstein (SH) zählt mit ca. 160.000 ha kohlenstoffreichen Böden zu den moorreichen Bundesländern. SH hat sich als Ziel für den Klima- und Artenschutz gesetzt, die Treibhausgas(THG)-Emissionen zu reduzieren und die Biodiversität auf kohlenstoffreichen Böden zu erhalten. Der vorliegende Beitrag zeigt eine Übersicht über die THG-Emissionen und den naturschutzfachlichen Wert der botanischen Artenvielfalt (NBV) der Moorböden und weiterer kohlenstoffreicher Böden von SH. Aktuell emittieren diese Böden pro Jahr ca. 3.900.000 t Kohlenstoffdioxid-Äquivalente und tragen damit zu ca. 16 % der Gesamtemissionen des Bundeslandes bei. Der nach naturschutzfachlichen Kriterien besten Qualität (NBV-Klasse 1) entsprechen dabei noch etwa 6 % der Untersuchungskulisse. Um die Natur- und Klimaschutzziele zu erreichen, bedarf es großer Anstrengungen hinsichtlich der Wiedervernässung kohlenstoffreicher Böden. Das größte THG-Reduktionspotenzial geht dabei von den intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen aus, aber auch die Vernässung von Brachen und entwässerten Waldmooren würde zur Verbesserung der Klimabilanz nennenswert beitragen. Mit der in dieser Studie ergänzend vorgenommenen Beurteilung des NBV wird bei konkreten Flächenplanungen eine Abwägung der Ziele des Natur- und Klimaschutzes möglich

    Erholungswerte von Wäldern in Deutschland − neurophysiologische Forschungsstudie zur Identifikation erholungsrelevanter Sinnesreize

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    Die vorliegende Studie untersuchte, ob und wie sich das Betrachten von Waldvideos auf die Herzfrequenz von Menschen auswirkt. Dabei wurde bei 37 Testpersonen die Herzfrequenzvariabilität beim Ansehen von Videos mit unterschiedlichen Waldtypen aufgezeichnet - ein einfach zu erhebendes, valides und v. a. nicht subjektives Verfahren, das Erregungszustände bzw. Ruheempfinden gut abbildet. Die Erholungsrelevanz wurde ermittelt, indem die Aktivität des "Ruhenervs" (Parasympathikus) des autonomen Nervensystems mittels Brustgurtsensoren aufgezeichnet und ausgewertet wurde (root mean square of successive differences - RMSSD der Herzfrequenzvariabilität). Die Ergebnisse bestätigen, dass es möglich ist, erholungsrelevante Reaktionen auf Waldvideos über die Herzfrequenz zu messen, und legen zudem nahe, dass es relevante, allgemeingültige und damit objektive Erholungswerte in Wäldern gibt. Probandenübergreifend erholungsfördernd wirkten Szenen von offenen, grünen, gemischten Laubwäldern und Fichtenwäldern. Homogene Kiefernwälder wurden allgemein als die Erholung störend wahrgenommen. Die ermittelten Reaktionen stellen organische (autonome) Reaktionen dar, die probandenübergreifend auftraten, ohne dass dies den Testpersonen bewusst wurde. Erholungswerte von Wäldern können somit bereits über Videoaufnahmen neurophysiologisch gemessen werden. Dies stellt die Integration eines medizinisch basierten Verfahrens zur Einschätzung von Erholungswerten in Aussicht, das bisher in keiner Weise Berücksichtigung erfährt

    Nutzung von Regenwürmern als Zeiger guter Bodenfruchtbarkeit

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    Der Regenwurmindikator informiert Landwirt*innen über den Zustand der Bodenfruchtbarkeit ihrer Ackerflächen. Er erlaubt die Bewertung der Bewirtschaftungspraktien hinsichtlich einer optimalen Bodefruchtbarkeit und hilft gleichzeitig, die Bedingungen zum langfristig effizierten Anbau von Feldfrüchten zu verbessern. Bodenfruchtbarkeit legt den Grund für das Wachstum von vitalen und widerstandsfähigen Wild- und Kulturpflanzen und ist damit sowohl für die Landwirtschaft als auch für den Naturschutz von zentraler Bedeutung. Diese Fruchtbarkeit ist dem Boden jedoch nicht an sich gegeben, sondern unter anderem das Resultat unzähliger Ökosystemleistungen eines hochdiversen und aktiven Bodenlebens. Regenwürmer spielen in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle, indem sie als natürliche Bodenbearbeiter in landwirtschaftlich genutzten Böden wesentlich zur Erhaltung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit beitragen

    Naturnahe Gestaltung und Pflege von Freiflächen in Wohnquartieren unter Einbeziehung der Anwohnerinnen und Anwohner

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    Wohnungsbauunternehmen haben Flächen und Mittel zur Verfügung, um einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt zu leisten. Bislang hat die Wohnungswirtschaft ihr Potenzial kaum erkannt, allerdings gibt es einige Vorreiter im ökologischen Umbau von Freiflächen in Wohnquartieren, die im vorliegenden Beitrag vorgestellt werden. Im Rahmen des im Bundesprogramm Biologische Vielfalt (BPBV) geförderten Projekts "Treffpunkt Vielfalt" wurden Freiflächen in verschiedenen Städten naturnah umgestaltet. Das Projekt zeigt, dass naturnahe Strukturen in Wohnquartieren nachweislich zu stark steigenden Artenzahlen bei Wildbienen und Tagfaltern führen. Umfragen vor und nach der ökologischen Umgestaltung zeigen, dass bei Mieterschaft, Hauswartinnen und Hauswarten sowie Vorständinnen und Vorständen durch begleitende Umweltbildungsmaßnahmen eine Akzeptanz für die neuen Sehgewohnheiten hergestellt werden kann. Partizipative Prozesse der Umgestaltung eröffnen sowohl den Eigentümerinnen und Eigentümern als auch den Mieterinnen und Mietern neue Perspektiven auf die Bandbreite der Maßnahmen, mit denen Biodiversität, Naturverständnis und Aufenthaltsqualität gesteigert werden können. Gartendienstleisterinnen und -dienstleister können durch Vor-Ort-Trainings und Pflegepläne an die ökologisch aufgewerteten Flächen herangeführt werden. Im Projekt wurde ein Handlungsleitfaden erstellt und eine Online-Lernplattform für naturnahes Grün eingerichtet, die allen Interessierten zur Verfügung stehen

    CITES Non-detriment Findings for Timber

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    Erhaltung und Förderung lichter Waldstrukturen für den Insektenschutz

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    Die Länder-Arbeitsgemeinschaft Insektenschutz im Wald hat Empfehlungen zur Förderung der Insektenvielfalt und -biomasse im Rahmen der Waldbewirtschaftung erarbeitet. Da Insekten sehr viele verschiedene Arten umfassen und nahezu alle Lebensräume besiedeln, ist eine Vielzahl an Maßnahmen zum Schutz von Insekten im Wald denkbar. Die Recherche der Arbeitsgemeinschaft hatte zum Ziel, diese Vielfalt an möglichen Maßnahmen zu sortieren, einzugrenzen und für die Praxis umsetzbar zu machen. In vielen Bundesländern bestehen bereits Konzepte zur Erhal- tung von Biotop- bzw. Altbäumen und Totholz innerhalb des Waldes, die unverzichtbare Bestandteile der Insektenförderung darstellen. Daher fokussiert sich der vorliegende Beitrag auf weitere Möglichkeiten der Insektenförderung jenseits dieser Konzepte in lichten Waldstrukturen und auf Wald-Offenland-Übergängen, z. B. in natürlicherweise lichten Wäldern, lichten Waldentwicklungsphasen in der naturnahen Waldbewirtschaftung, im Bereich von Störungen, in kulturbedingt lichten Wäldern sowie an Waldrändern, auf Trassen und Waldwiesen. Als Fazit wird empfohlen, neben Totholz, Biotop- bzw. Altbäumen, diese lichten Bereiche und den Biotopverbund zu fördern

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