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Vom Verkäufer zum Value-Co-Creator
Subskriptionsmodelle wie Equipment-as-a-Service (EaaS) oder Everything-as-a-Service (XaaS) stellen den klassischen Vertriebsprozess im Maschinen- und Anlagenbau auf den Kopf. Im Mittelpunkt steht nicht mehr die Maschine, sondern der kontinuierlich optimierte Kundennutzen. Der dazu notwendige, zyklische Ansatz stellt insbesondere im investitionsintensiven Maschinen- und Anlagenbau ein Novum dar. Der Beitrag zeigt anhand aktueller Studien und Unternehmensinterviews, wie ein neuer Akquisitionszyklus Kunden nutzenorientiert gewinnt und langfristig bindet
Driving the Future (eng.)
The lithium-ion battery industry is undergoing a profound transformation to address current challenges while simultaneously meeting rapidly growing demand. Innovations across the entire value chain are significantly enhancing battery performance, sustainability, and cost efficiency, as well as the efficiency of production processes. Advances in modern materials science continue to push the limits of energy density, while novel manufacturing approaches are substantially reducing environmental impact. Despite these remarkable developments, further research remains essential to overcome long-term challenges such as sustainable resource supply and efficient recycling
Ökosysteme für eine resiliente und zirkuläre Produktion
Globale Wertschöpfungssysteme stehen unter Druck durch Ressourcenknappheit, Klimawandel oder geopolitische Risiken. Der Beitrag zeigt, wie Eigenschaften industrieller Ökosysteme mit zentralen Resilienztreibern zusammenwirken und welche Faktoren besonders wirksam sind. Zwei Anwendungsfälle verdeutlichen die Implikationen für die industrielle Praxis. Die Ergebnisse liefern Unternehmen konkrete Ansätze, um Lieferketten robuster, Ressourcen effizienter und Produktionssysteme anpassungsfähig zu gestalten.Global value creation systems are challenged by resource scarcity, climate change, and geopolitical risks. This article investigates how characteristics of industrial ecosystems interact with key drivers of resilience and identifies factors that are particularly effective. Two use cases illustrate the implications for industrial practice. The findings provide companies with practical approaches to enhance/strengthen supply chains resilience, improve resources efficiency, and increase the adaptability of production systems
Intelligenz auf Rädern
Software, Daten und Künstliche Intelligenz verwandeln das Auto vom reinen Fortbewegungsmittel in einen vernetzten Computer auf Rädern, der zuhört, versteht und aktiv mitdenkt. Die Veröffentlichung „Intelligenz auf Rädern“ der DiSerHub-Top-10-Reihe zeigt in zehn Themenfeldern, wie tief KI heute bereits in die Mobilität hineinreicht – vom kommunizierenden Fahrzeug, das Fußgänger*innen per Lichtsignalen anspricht, über ChatGPT im Cockpit bis hin zum Auto als Werbeplattform und mobilem Büro. Anhand aktueller Industrie- und Forschungsbeispiele werden Einsatzszenarien wie KI‑gestützte Fahrzeug-Fußgänger*innenkommunikation, In‑Car‑Advertising, Tracking/Live-Checks der emotionalen Verfassung des*der Fahrenden, Fahrstil‑Coaching und In‑Car‑Commerce praxisnah beschrieben. Gleichzeitig werden die Schattenseiten der Entwicklung diskutiert: Datenschutz, Überwachung, Ablenkung im Straßenverkehr, Akzeptanzprobleme und offene Rechtsfragen rund um den Einsatz von KI im Fahrzeug. Der Fokus liegt stets auf der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer: Wo bietet KI echten Mehrwert, wo droht sie zu überfordern – und welche Gestaltungsprinzipien braucht eine vertrauenswürdige, menschenzentrierte KI im Auto
Towards a Data-Driven and Proactive Disruption Management in Production Planning and Control
The increasing complexity of the manufacturing environment, its products, and processes is leading to a surge in disruptions for manufacturing companies. Despite the growing availability of data, companies are struggling to manage these disruptions and utilize the data for proactive production planning and control (PPC). This article describes an extensive systematic literature review, semi-structured expert interviews, and an expert workshop which were performed in order to gain a deeper understanding of disruptions and their impact on PPC. The outcome is a categorization of disruptions and their corresponding mitigation decisions. Additionally, this article presents an overview of disruption data sources that enable manufacturing companies to detect disruptions in existing IT systems or collect data in the proposed systems to proactively adapt to disruptions, optimize the PPC, and increase the production system’s resilience
Verpackungsmüll in Wertstoffe transformieren
Verpackungsmüll erreicht jährlich neue Rekordwerte. Die Kreislaufwirtschaft könnte Abhilfe schaffen, erfordert jedoch das Zusammenspiel aller Akteure. Dieser Beitrag zeigt anhand des Forschungsprojekts COPPA – gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft –, wie eine zentrale Datenplattform die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffverpackungen ermöglicht. Im Fokus: die Definition zentraler Rollen und die strategischen Implikationen für Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette. COPPA bietet hierzu ein praxisnahes Modell, das Verantwortlichkeiten im Kreislauf präzisiert und notwendige Veränderungen aufzeigt
CO2-Fußabdruck auf Knopfdruck durch Integration in bestehende IT-Systemlandschaften
Nachhaltigkeit folgt nicht nur aus Regulatorik – sie lohnt sich auch wirtschaftlich. Durch gezielte Integration von Softwarebausteinen im Bereich CO2-Bilanzierung, ist eine effiziente Bilanzierung möglich. Die bestehenden Stammdaten des ERP-Systems werden erweitert und mithilfe von extrahierten Bewegungsdaten wird eine kontinuierliche Bilanzierung ermöglicht
Konzeption von bedarfsspezifischen Leistungssystemen für Subskriptionsgeschäftsmodelle im Maschinen- und Anlagenbau
Der globale Wettbewerb erschwert es Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus zunehmend, sich allein über Produkteigenschaften zu differenzieren. Zusätzliche marktbezogene Einflüsse verstärken den Druck, neue Wege zu gehen und den Kunden alternative Lösungen mit neuen Nutzenversprechen anzubieten.
Subskriptions-Geschäftsmodelle eröffnen hier vielversprechende Chancen: Durch technologische Fortschritte haben Unternehmen die Möglichkeit, integrierte Leistungssysteme aus Produkt-, Dienst- und Softwareleistungen anzubieten, deren Mehrwert durch die gezielte Verknüpfung der einzelnen Komponenten entsteht. Gleichzeitig schaffen die neuen Geschäftsmodelle die Grundlage für wiederkehrende Umsätze und eine nachhaltige Stärkung der Kundenbeziehungen. Die bedarfsgerechte Konzeption solcher Systeme ist jedoch anspruchsvoll, da häufig sowohl ein klares Verständnis der subskriptionsrelevanten Kundenbedürfnisse als auch eine systemische Sicht auf die Entwicklung integrierter Lösungen fehlt.
Dementsprechend verfolgt diese Arbeit das Ziel, Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus praxisnah bei der Konzeption bedarfsspezifischer Leistungssysteme zu unterstützen und so die Umsetzung von Subskriptions-Geschäftsmodellen zu erleichtern. Hierfür wird eine Modellstruktur entwickelt, die zunächst charakteristische Kundentypen identifiziert und relevante Teilleistungen funktional beschreibt. Darauf aufbauend werden beide Ansätze systematisch miteinander verknüpft und bedarfsspezifische Leistungssysteme konzipiert. Abschließend werden die Teilmodelle in ein praxisorientiertes Vorgehensmodell eingebettet, welches den Unternehmen als konkreter Umsetzungsleitfaden dient.
Das Ergebnis ist ein aus mehreren Elementen bestehendes Gesamtmodell, das einen strukturierten Ansatz zur Entwicklung bedarfsspezifischer und funktional integrierter Leistungssysteme bietet. So unterstützt diese Arbeit Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus dabei, Subskriptions-Geschäftsmodelle effizienter umzusetzen, bessere Ergebnisse zu erzielen und sich somit nachhaltig im Wettbewerb zu differenzieren