merz Zeitschrift für Medienpädagogik
Not a member yet
2802 research outputs found
Sort by
Gaming und Einflüsse von Gambling: Überschneidungen zweier Bereiche und die daraus resultierende Bedeutung
Ausgehend von der Tatsache, dass Gaming bei einem Großteil der Bevölkerung Anklang findet, wird sich im Artikel den Einflüssen des Gambling auf den Bereich des Gaming genähert. Um die Überschneidungen in Gänze zu verstehen, müssen zwei Bereiche analysiert werden. Andererseits wird Gambling per se in den Fokus gerückt, da glücksspielähnliche Elemente sowohl in den Spielen selbst als auch in Verbindung mit den Spielen bedeutsam sind
Die Kunst der Welt: Zu Gast in Kassel und Venedig
Den Anspruch, die Kunst der Welt zu präsentieren, teilen sich Kassel und Venedig: Die alle fünf Jahre stattfindende documenta in Kassel wie auch die im Zweijahresrhythmus durchgeführte Biennale in Venedig sind Weltkunstausstellungen, die den Stand der gegenwärtigen Kunst dokumentieren. Daneben gibt es nur noch die Art Basel, die als größte Kunstmesse des internationalen Kunstmarktes gilt, und vor allem den Verkauf gegenwärtiger Kunst zum Ziel hat. Aber zurück zu Kassel und Venedig. Wenn man die Wahl zwischen den beiden hat, ist man zunächst geneigt, das Ticket nach Venedig zu lösen, denn das etwas verschlafene Kassel ist wahrlich kein Reiseziel erster Wahl. Allerdings gilt die documenta seit Jahren als wichtigster Seismograph für aktuelle Kunst und legendäre Aktionen. Die Pflanzung von 7.000 Eichen durch Joseph Beuys auf der do-cumenta 7 oder die Präsenz von Ai Weiwei auf der documenta 12 belegen die außergewöhnliche Bedeutung dieser Kunstausstellung. Die Biennale in Venedig punktet allein schon aufgrund der Verortung in der Lagunenstadt und der attraktiven Ausstellungsflächen im Gelände. Und auch hier fand Legendäres statt, sowohl im kuratierten Teil der Arsenale als auch in den Länderpavillons der Giardinis. Künstler wie Christoph Schlingensief oder Ai Weiwei gaben sich im deutschen Pavillon ein Stell-dichein und veranschaulichten, was in Sachen Kunst gerade angesagt ist. Darüber hinaus ist die Biennale die älteste internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst, da sie bereits seit 1895 alle zwei Jahre stattfindet. Schließlich gehören zur Biennale auch noch ein Musikfestival (seit 1930), die Filmfestspiele (seit 1932), ein Theaterfestival (seit 1934) und ein Festival für zeitgenössischen Tanz (seit 1999). Ganz zu schweigen von der Architekturbiennale, die seit 1980 regelmäßig in den geraden Jahren zwischen den Kunst-Biennalen stattfindet. Somit ist ein Abwägen schwierig, ob man nun nach Kassel oder Venedig fährt. Die Lösung: beide Kunstausstellungen besuchen!
DOCUMENTA FIFTEEN
Die documenta fifteen hatte einen schwierigen Start, der im Prinzip die gesamte Ausstellung überschattete. Der Antisemitismus-Eklat beherrschte nicht nur die Diskussion, was man in Deutschland und der Welt zeigen darf und was nicht, sondern auch, wer, wann, wo und wie Verantwortung übernehmen muss. Es war durchaus revolutionär, die diesjährige documenta von dem indonesischen Kollektiv Ruangrupa künstlerisch leiten zu lassen und den Blick der Kunstbetrachtung von der nördlichen auf die südliche Halbkugel zu lenken. Aber er war verantwortungslos, judenfeindliche Darstellungen einfach durchzuwinken. Angehörige des Jugentums als Blutsauger darzustellen mit blutroten Augen, Schläfenlocken und Vampirzähnen ist nicht nur im deutschen Kontext der Geschichte ein No-Go, sondern generell unzulässig.
Auch wenn sich die indonesische Künstlergruppe Taring Padi schließlich entschuldigte, die Generaldirektorin der documenta fifteen, Sabine Schormann, schritt viel zu spät ein, um den Skandal zu entschärfen. Das war auch deshalb schade, da damit derBlick auf die vielen anderen künstlerischen Werke zu kurz kam. So zum Beispiel auf das des ostafrikanischen The Nest Collectiv, das mit seiner Installation Return to Sender – Delivery Details ein Statement zum Verhältnis zwischen Europa und Afrika abgibt. Afrika, das Europa als Müllabladeplatz für Altkleider und Computerschrott dient, schickt den Müll der Welt zurück nach Deutschland in die Karlsauen von Kassel. Hier liegt er nun, gut verschnürt und in Stoffballen aufgeschichtet, um einen Pavillon zu bilden. Im Innern kann man Videos sehen, in denen Afrikaner*innen berichten, was die Kleiderspenden aus deutschen Containern anrichten, wie die Lieferant*innen die afrikanische Textilindustrie zerstören und die kleinen Straßenhändler*innen und Ladenbesitzer*innen in Mitleidenschaft ziehen. Mehr als 30 Veranstaltungsorte sind auf dem documenta-Plan verzeichnet, mit mehr als 1.500 Künstler*innen und Aktivist*innen. Da gibt es viel zu entdecken, auch wenn einiges fragwürdig ist und als politische Aussage in der Agitation stecken bleibt. Hier wäre weniger manchmal mehr und eine bewusste und gezielte Auswahl besser gewesen.
59. BIENNALE
Das Fehlen einer gezielten Auswahl kann man der 59. Biennale in Venedig mit dem verheißungswürdigen Titel The milk of dreams, angelehnt an das gleichnamige Kinderbuch der Surrealistin Leonora Carrington, nicht vorwerfen. Vielmehr ist die von Cecilia Alemani kuratierte Weltkunstausstellung ein Spiegelbild vor allem der weiblichen Sicht auf die Welt und die Kunst. Fast 90 Prozent der Küstler*innen sind weiblichen Geschlechts und was Alemani hier zusammengetragen hat, ist durchaus beeindruckend. Allein schon in den Hallen der Arsenale, einer ehemaligen Schiffswerft, finden sich unzählige Installationen, Gemälde, Plastiken und Objekte, die Besucher*innen in den Bann ziehen. Da reihen sich riesige Tontöpfe neben einer gigantischen Frauenskulptur ohne Augen aneinander, Wandgobelins neben Korbgeflechten und immer wieder beeindruckende Gemälde von Künstler*innen aus allen Teilen der Welt. Verstörend auch ein ganzer Saal, der mit Erde gefüllt wurde, aus dem nichts außer eine Stahltreppe wächst. Beeindruckend auch die Schwarz-Weiß-Bilder mit figuralen weiblichen Darstellungen oder die skurrilen Figuren, die aus einem Karnevalszug stammen könnten. Das braucht Zeit, um das alles verarbeiten zu können. Und das ist erst der Beginn einer traumhaften Reise durch die Milk of dreams, die sich in den Giardinis fortsetzt. 80 Länder stellen hier in ihren Pavillons die jeweils aktuelle Kunst des Landes aus. So zum Beispiel Frankreich, das der arabischen Künstlerin Zineb Sedira den Pavillon zur Gestaltung anvertraut hat. Im Inneren des Pavillons sehen wir verschiedene Filmkulissen – mit viel Musik und einer Kamera. Das Ganze steht unter dem Titel Les rêves n‘ont pas de titre / Dreams Have No Titles und erinnert an Casablanca und das große französische Kino. Auch Großbritannien zeigt, wo es seine Stärken in der Kunst hat, nämlich in der Musik. Im Mittelpunkt der musikalischen Installation der Künstlerin Sonia Boyce stehen fünf schwarze Sängerinnen, die in den Abby Road Studio seine Musikaufnahme machen. Eine davon ist Tanita Tikaram, die mit dem Song Twist in My Sobriety international bekannt wurde.
Da tut sich Deutschland etwas schwerer, seine Kunst zu präsentieren. Denn der geschichtsträchtige deutsche Pavillon ist immerwieder Anlass, sich mit der deutschen Geschichte und dem Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Die Berliner Künstlerin Maria Eichhorn hat die Geschichte des Hauses recherchiert und dabei festgestellt, dass der 1909 hier errichtete Vorgängerbau, der Bayerische Pavillon, 1938 nicht beseitigt, sondern überformt und erweitert worden ist. Eichhorn hat die Übergänge beider Bauten sichtbar gemacht, und man begreift, dass das hier einst ein ganz angenehmer Ort gewesen sein muss, weniger einschüchternd, eher wie bei den Franzos*innen und den Brit*innen nebenan.
Da bleibt nur noch, im russischen Pavillon vorbeizuschauen, der allerdings verbarrikadiert ist. Vor dem Gebäude kontrolliert ein Wachmann. Nach Kriegsausbruch in der Ukraine sagten die russischen Künstler*innen ihre Teilnahme an der Biennale ab – so bleibt er leer, nur außen kann man die Jahreszahl 1914 erkennen. Wenn das nicht bezeichnend ist. Auch in Kassel auf der documenta sind russische Künstler*innen nur schwer auszumachen. Sie wollen anonym bleiben, da sie gegen den Krieg Stellung beziehen. Und eine geplante gemeinsame Ausstellung von russischen und ukrainischen Künstler*innen musste abgesagt werden, da sie für Unmut bei einigen ukrainischen Künstler*innen gesorgt hatte. Damit ist das wenig Verbindende zwischen Kassel und Venedig der Krieg in der Ukraine. Er wirft auf beide Weltkunstausstellungen seinen Schatten, so unterschiedlich die Ausstellungen auch sind. Die documenta lief bis 25.09.2022. Die Biennale läuft noch bis 27.11.2022
Postdigital bedingte Souveränität: Zum Wandel von Handlungsmächtigkeit aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive
Der Beitrag geht aus bildungs- und kompetenztheoretischer Perspektive der Frage nach, wie sich Souveränität in algorithmisierten Gesellschaften bestimmen lässt. Hierzu werden relationale Subjektfiguren (entangled, circulated subjects) erprobt, die jenseits eines individuellen und starken Subjekts argumentieren. Sie sind anschlussfähig an gegenwärtige Diskussionen zum computational thinking, die die Basis für einen zukunftsträchtigen, kollaborativen Ansatz von Souveränität bilden.The article explores the question of how sovereignty in algorithmic societies can be determined from the perspective of education theory and competence theory. To this end, we are exploring relational subject figures (entangled, circulated subjects) that operate beyond the argument of an individual and strong subject. They are compatible with current discussions on computational thinking that form the basis for a promising, collaborative approach to sovereignty
Mitgestaltungskompetenz als eine Grundlage kritischer Datenkompetenz
Der Beitrag diskutiert die Reichweite geteilter Grundannahmen von Positionen aus informatischer Bildung und critical digital literacy-Ansätzen zu benötigten Kompetenzen zur Teilhabe in einer digitalen Welt. Vor dem Hintergrund der jeweils vertretenen Gestaltungsperspektiven wird das Konzept einer Mitgestaltungskompetenz entwickelt als Kompetenz, gemeinsam mit anderen in einem multiperspektivischen Prozess der Technologieentwicklung eine wünschenswerte Zukunft gestalten zu können.The article discusses the scope of shared assumptions presented by positions in the fields of computer science education and critical digital literacy concerning the skills required for a participation in a digital world. Based on respective notions of design, a notion of collaborative design literacy is developped, understood as a the ability to participate with others in multi-perspective processes of technological development to be able to design a desirable future
Das Unbehagen der Souveränität: Eine machttheoretische Interpretation des Subjekts und seines Mediengebrauchs
Der Beitrag entwickelt mit Butler die paradoxe Denkfigur der gleichzeitigen Unterwerfung und Hervorbringung des Subjektes. Entlang der Frage, wie Medien verstanden als materielle Artefakte an dieser Subjektkonstitution mitwirken, wird argumentiert, dass Artefakte immer nur im Kontext von Praktiken Bedeutung erhalten. Die These des Beitrags lautet, dass bestimmte Nutzer-Subjekte in der Unterwerfung unter Normen des ‚richtigen‘ Gebrauchs von Artefakten entstehen.This article adresses the paradoxical thought of Butler of being submissed and produced as a subject at the same time. Under the question of how media, understood as material artefacts, participate in this subject constitution, it is argued that artifacts only acquire meaning in the context of practices. The thesis of the paper is that certain user-subjects emerge in the subjection to norms of the ‘correct‘ use of artifacts
Diversity-Guide: Mehr Vielfalt in deutschen Medien
Dem Diversity-Guide der Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) von Anfang des Jahres folgt nun eine erweiterte Neuauflage, die online für alle zugänglich und barrierefrei ist. Der Guide richtet sich vor allem an Journalist*innen, Fotograf*innen, Autor*innen und Menschen aus der Medienbranche, ist aber auch für eine weiter gefasste Zielgruppe interessant und relevant.
Er ist in die drei übergeordneten Bereiche ‚Professionelle Medien sind vielfältig‘, ‚Berichten für die ganze Gesellschaft‘ und ‚Diversität im Medienhaus‘ unterteilt. Gleich der erste zeigt in drei Kapiteln prägnant auf, wieso Diversität in den Medien nicht nur eine Option, sondern ein Muss ist. Der zweite Bereich beschäftigt sich mit Medieninhalten, deren sprachlicher und bildlicher Gestaltung und Narrativen, während sich der dritte Abschnitt mit Diversität und Diskriminierung in der Branche und in Redaktionen selbst auseinandersetzt.
Zahlen, Daten und Fakten machen deutlich, wie (fatal) es bisher um die Repräsentation von Minderheiten im Mediensektor steht und wie groß der Handlungsbedarf ist. Zahlreiche praktische Tipps und Tools in Form von Formulierungshilfen und Glossaren sowie Good-Practice-Beispiele liefern hierbei Hilfestellung und wertvolle Impulse. Empfehlungen für Strategien und Methoden, wie zum Beispiel die ‚50:50-Methode‘ für Geschlechtergerechtigkeit und Repräsentation marginalisierter Gruppen geben konkrete Handlungsoptionen vor, um mehr Vielfalt für alle zu schaffen.
Herausgegeben wird der Diversity-Guide in Zusammenarbeit mit: Leidmedien, Lesben- und Schwulenverband (LSVD), Queer Media Society, MaLisa Stiftung, ProQuote Medien, Google News Initiative und weiteren Fachleuten sowie Menschen, die von Diskriminierung und struktureller Benachteiligung durch Medien direkt betroffen sind.
https://mediendiversitaet.de
Das EXIT-Game für das Smartphone
Mit ‚EXIT – Der Fluch von Ophir‘ bringt KOSMOS die beliebte Escape-Game-Reihe EXIT erstmals auf das Smartphone. In bekannter EXIT-Manier schafft KOSMOS ein Mobile-Game, das die Spieler*innen in einen rätselhaften Fall hineinzieht, aus dem es durch das Lösen verschiedener Rätsel herauszukommen gilt. In ‚Der Fluch von Ophir‘ findet sich der*die Spieler*in im Hotel Ophir in den Wichita Mountains in Oklahoma wieder, in dem unnatürliche Dinge geschehen und zuletzt der berühmte Schriftsteller Tory Harlane spurlos verschwunden ist. Zu Beginn des Spiels führt eine Erzählstimme ein in die Geschichte des Hotels und die Gerüchte, die sich seit jeher um diesen geheimnisvollen Ort ranken: Gerüchte über eine angebliche Stadt aus Gold, über unerklärliche Phänomene, verschwundene Personen und einen Fluch.
Im Hotel gilt es nun, Hinweise zu suchen und Aufgaben und Rätsel zu lösen, um hinter das Geheimnis um das Hotel und Tory Harlanes Verschwinden zu kommen. Dabei wird die Suche etwa durch einen nicht auf Anhieb funktionierenden Fahrstuhl oder verschlossene Türen erschwert. Zu Beginn findet der*die Spieler*in sich in der leeren Lobby des Hotels wieder, mit einer Abwesenheitsnotiz der Hotelangestellten und einem Zimmerschlüssel auf dem Tresen beginnt nun das Abenteuer. Wie für die EXIT-Reihe üblich, bedarf es aufmerksamen Hinschauens, logischen Denkens und einigen Kombinationsvermögens, um die Aufgaben zu lösen. Glücklicherweise gibt es auch Tipps, sollte man bei einem Rätsel gar nicht weiterkommen. Allerdings zählen diese in die Auswertung am Ende hinein.
Das Hotel ist mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet und neben den für das Spiel relevanten Hinweisen, erfährt man durch Klicken auf manche Gegenstände im Hotel noch etwas über die Geschichte des Hotels oder beispielsweise die Tradition der Bärenjagd in Oklahoma, die zum Aussterben der Bären dort geführt hat.
Die Oberfläche des Games ist sehr intuitiv, teilweise leuchten relevante Gegenstände auf und machen so auf sich aufmerksam. Dennoch sind die Rätsel nicht allzu leicht zu lösen, weshalb sich das Spiel auch sehr ziehen kann. Die Option, das Spiel zu unterbrechen und an der abgebrochenen Stelle wieder fortzusetzen ist daher sehr nützlich. Die Altersempfehlung ab 12 Jahren ist aufgrund der Geschichte und der düsteren Stimmung, die durch die Hintergrundmusik noch deutlich verstärkt wird, angemessen. Für alle Rätsel-Fans ist das Spiel sehr zu empfehlen.
KOSMOS (2021). EXIT – Der Fluch von Ophir. App-Game ab 12 Jahren für IOS und Android. 5,99 €
D21-Digital-Index 2021/2022
Der Gesellschaft fällt es nicht leicht, die Auswirkungen der Digitalisierung auf die ökologische Nachhaltigkeit und die zugrundeliegenden Wirkzusammenhänge einzuschätzen. So ein Ergebnis des D21-Digital-Index 2021/2022. Neben der Untersuchung des Digitalisierungsgrads der Bevölkerung erfasst die Studie in diesem Jahr auch systematisch die Perspektive der Bürger*innen auf digitale Nachhaltigkeit. Das jährliche Lagebild zeigt, dass die deutsche Bevölkerung unterschiedlich gut für die Herausforderungen des digitalen Wandels gerüstet ist. Niedrig Gebildete und Ältere profitieren aus eigener Sicht deutlich seltener von der Digitalisierung und der ‚Digital Skills Gap‘ besteht weiter – höher Gebildete sind deutlich versierter. Nur 56 Prozent trauen sich zu, Desinformationen im Internet zu erkennen, 28 Prozent sehen in Digitalisierung eine Gefahr für die Demokratie.
Ein gutes Drittel der Bevölkerung glaubt, dass die Digitalisierung insgesamt einen eher positiven Einfluss auf die Umwelt hat, für ein weiteres gutes Drittel überwiegen negative Auswirkungen. Den größten Hebel für ökologisch nachhaltigere Digitalisierung sehen 33 Prozent in wissenschaftlichem Fortschritt und neuen Technologien. Deutlich weniger Menschen setzen auf politische Regulierungen oder wirtschaftliche Maßnahmen.
Der aktuelle Digital-Index liegt bei 63 von 100 Punkten (+ 3 im Vergleich zum Vorjahr). Die Generationen Z, Y und X weisen mit 75,72 bzw. 70 Punkten einen hohen Digitalisierungsgrad, Babyboomer*innen und die Nachkriegsgeneration mittlere Werte (58 bzw. 51 Punkte), die Generation bis 1945 (aktuell 76 Jahre oder älter) steht deutlich im digitalen Abseits (27 Punkte). Der D21-Digital-Index ist eine repräsentative Studie der Initiative D21, die Menschen im digitalen Wandel begleitet und aufzeigt, wie die Gesellschaft mit den sich stetig ändernden und wachsenden Anforderungen durch die Digitalisierung zurechtkommt. Durchgeführt wird die Studie von Kantar, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
www.initiatived21.de/d21index21-2
Die Rezeption des popkulturellen Films als Bildungsreise: Mediale Bildung als Förderung des Möglichkeitssinns
Anhand des Blockbusters ‚Jupiter Ascending‘ wird gezeigt, wie sich die Held*innenreise – ein Oberbegriff für bestimmte Baumittel einer Geschichte – und ein Bildungsverständnis, für das die Kategorie Möglichkeit und die Förderung des Möglichkeitssinns grundlegend sind, dafür eignen, das Bildungspotenzial speziell von Filmen der populären Kultur zu heben
Nutzung Sozialer Medien für geschlechtsbezogene Aushandlungsprozesse. Unsicherheiten und Orientierungsprobleme junger Frauen
Soziale Medien sind durchzogen von zahlreichen Rollenbildern und Geschlechterinszenierungen, die Norm- und Wertvorstellungen von Weiblichkeit repräsentieren und vermitteln. Diese ziehen junge Frauen als Orientierungsangebote und Vorbilder heran, um sich mit der eigenen Geschlechterrolle auseinanderzusetzen. Auf Basis qualitativer Studienergebnisse geht es im Beitrag um Unsicherheiten junger Frauen, die sich bei der Aneignung medialer Repräsentationen von Weiblichkeit ergeben