merz Zeitschrift für Medienpädagogik
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    Verstärkte Mediennutzung: Zunahme der Suchtgefahr?

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    Zuletzt hat es verstärkt Diskussionen darüber gegeben, ob eine gesteigerte Mediennutzung auch mit einer höheren Gefahr für das Entwickeln einer Mediensucht einhergeht. Der Beitrag erklärt, wie Mediensüchte wissenschaftlich definiert werden und welche Risikofaktoren für das Zustandekommen einer suchtartigen Mediennutzung eine Rolle spielen. Außerdem wird ein kurzer Einblick gegeben, welche empirischen Erkenntnisse zum Einfluss der Corona-Pandemie auf das Mediennutzungsverhalten vorliegen

    Das Verhältnis von Subjekt und Medien angesichts algorithmischer Empfehlungssysteme: Überlegungen aus tätigkeitstheoretischer Perspektive

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    Wie kann das Verhältnis von Nutzer*innen und algorithmischen Empfehlungssystemen zueinander konzeptionell gefasst werden? Denn beide Seiten nehmen Einfluss auf das Medienhandeln. Aus tätigkeitstheoretischer Perspektive betrachtet der Beitrag, wie Subjekt und Medien konzeptionell gefasst werden können und konkretisiert dies mit ausgewählten Ergebnissen einer qualitativen Studie zum Umgang von Jugendlichen mit algorithmischen Empfehlungssystemen.How can the relationship between users and algorithmic recommendation systems be conceptualised? After all, both sides have an influence on media action. From an activity-theoretical perspective, the article looks at how the subject and media can be conceptualised and concretises this with selected results of a qualitative study on young people’s interaction with algorithmic recommendation systems

    Digitale Souveränität relational denken: Zur Analyse von Souveränität in Mensch-Medien-Konstellationen

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    ‚Digitale Souveränität‘ ist gegenwärtig ein populärer, wenngleich uneinheitlich bedienter Begriff. Der vorliegende Beitrag diskutiert eine Reformulierung von digitaler Souveränität aus einer relationalen Perspektive und ausgehend von einem relationalen Subjekt. Um daran anschließende Fragen verteilter Handlungsmacht in Mensch-Medien-Konstellationen zu bearbeiten, werden Praxistheorien und der Ansatz kommunikativer Figurationen als mögliche Zugänge diskutiert.‘Digital sovereignty’ is currently a popular, although inconsistently used term. This article is dealing with a reformulation of digital sovereignty from a relational perspective and is based on a relational subject. In order to deal with subsequent questions of distributed agency in human-media constellations, theories of practice and the approach of communicative figurations are discussed as possible access points

    #23 – Kinder- und Jugendmedienschutz mitmachen Teil 4: Thomas Salzmann, Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz

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    In unserer Podcast-Reihe zu ‚Kinder- und Jugendmedienschutz mitmachen‘ haben wir in dieser Folge Thomas Salzmann zu Gast. Er ist stellvertretender Direktor der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz. Kati Struckmeyer spricht mit ihm über die Arbeit der neuen Bundeszentrale, was sie in Bezug auf Kinder- und Jugendmedienschutz vorhaben, wie sie das umsetzen wollen und wie sie dabei Jugendliche beteiligen wollen

    Blinde Flecken bei der Digitalisierung

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    Obwohl die Innovationspotenziale der Digitalisierung längst bekannt sind, schreitet die digitale Transformation in vielen Unternehmen nur langsam voran. Um Antworten auf die Frage zu finden, warum das so ist, hat der Forschungsbeirat der Plattform Industrie 4.0 in Zusammenarbeit mit den Fraunhofer-Instituten für Produktionstechnik (IPA) und Automatisierung (IAO) die Studie ‚Blinde Flecken in der Umsetzung von Industrie 4.0 – identifizieren und verstehen‘ ins Leben gerufen. In der Untersuchung wird deutlich, dass die unzureichenden Digitalisierungsfortschritte in der unternehmerischen Praxis vor allem auf zwei Ursachen zurückzuführen sind: Erstens entscheiden sich viele Unternehmen bewusst gegen die Digitalisierung, da neuartige digitale Lösungen und Geschäftsmodelle nicht rentabel erscheinen (45 Prozent). Hinzu kommen zweitens interne, unternehmensspezifische Faktoren. Die Ergebnisse beweisen, dass gerade ein fehlender Startimpuls für die Digitalisierung (70 Prozent) ein zentrales Hindernis für die Realisierung des Transformationsvorhabens darstellt. Auch eine mangelnde Digitalisierungsaffinität im Management stellt in der Stichprobe für etwa jedes fünfte Unternehmen ein zentrales Problem dar. Aber auch Herausforderungen der Branchenwelt, die sich dem Einflussbereich der Unternehmen entziehen, können Hemmnisse sein. Den Untersuchungsergebnissen zufolge lassen sich die digitalen Rückstände auch auf unzureichende externe Rahmenbedingungen (85 Prozent) zurückführen, wie etwa Rechtsunsicherheiten, mangelhafte Förderprogramme oder eine ungenügende Breitbandanbindung. Die gute Nachricht: Die Expert*innen der Studie haben zahlreiche Handlungsempfehlungen für Politik, Verbände und Unternehmen zusammengetragen. Die Vorschläge reichen von der Etablierung einer Digitalisierungskultur in Unternehmen, einer Neuausrichtung der staatlichen Förderlandschaft bis hin zur Weiterentwicklung von Wirtschaftlichkeitsbewertungsverfahren für digitale Lösungen. Für die Studie wurden Interviews mit insgesamt 60 Vertreter*innen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden sowie Ansprechpersonen produzierender Unternehmen geführt. Methodische Basis der Expertise ist die ‚Grounded Theory‘. Die Arbeit des Forschungsbeirats wird durch acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften koordiniert und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. www.ipa.fraunhofer.de/de/Publikatione

    #30 – Sprache in den Medien Teil 3: Dominik Hetjens zu ‚Krieg und Sprache‘ und Bettina Wissing zu Kommunikation in der internationalen Jugendarbeit

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    Das Themenfeld ‚Sprache in den Medien‘ ist so vielseitig. Einerseits ist Sprache selbst ein Medium, andererseits lässt sich betrachten, wie Sprache in Medien verwendet wird. Ganz spannend ist es, das gerade in Bezug auf den Krieg in der Ukraine zu verfolgen. Zu ‚Krieg und Sprache‘ hat sich Anna-Clara Pentz mit dem Sprachhistoriker und Linguisten Dominik Hetjens von der TU Dresden unterhalten. Er beschreibt, wie wirkmächtig Sprache in diesem Krieg eingesetzt wird und welche große Rolle sie hier spielt. In der Kommunikation zwischen Personen unterschiedlicher Länder ist das gegenseitige Verstehen elementar. Dass aber eine gemeinsame Sprache dabei gar nicht so wichtig ist, erklärt (ab 24:30) Bettina Wissing von IjAB, der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland, im Interview mit Kati Struckmeyer. Wissing ist dort in der Kompetenzstelle Sprache tätig und betreut unter anderem den Youth Work Translator, eine Sprachhilfe zu den Feldern Internationale Jugendarbeit, oder erprobt Methoden der Sprachanimation für den internationalen Jugendaustausch

    #40 – Medien. Mediensucht. Mediensuchtprävention. Teil 2: Prof. Dr. Rudolf Kammerl über seine Studie zu problematischer bzw. suchtartiger Internetnutzung

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    Prof. Dr. Rudolf Kammerl ist Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der Friedrich-Alexander-Universität. Seit 2016 untersucht er in seiner Längsschnittstudie ‚Verläufe exzessiver Internetnutzung in Familien (VEIF)‘ problematische bzw. suchtartige Internetnutzung von Heranwachsenden unter besonderer Berücksichtigung ihrer Familien. Anhand quantitativer Methoden wurden über insgesamt 60 Monate Daten erhoben, welche Aufschluss über das Phänomen, dessen Entwicklung und den Einfluss der Familie geben. Im Interview mit Kati Struckmeyer spricht er über die Erkenntnisse seiner Studie. Verläufe exzessiver Internetnutzung in Familien (VEIF

    Steckbrief: Firewall – Hass im Netz begegnen

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    ZIELGRUPPE junge Menschen, Lehr- und Fachkräfte DURCHFÜHRENDE INSTITUTION Amadeu Antonio Stiftung FINANZIERS UND PARTNER Bundesministerium der Justiz LAUFZEIT Januar 2021 bis Dezember 2023 DIESE ZIELSETZUNG WIRD VERFOLGTfirewall – Hass im Netz begegnen ist ein pädagogisch ausgerichtetes Projekt der Amadeu Antonio Stiftung. Das Projekt unterstützt Menschen, die sich für eine demokratische (digitale) Zivilgesellschaft und gegen Hate Speech einsetzen möchten. Antidemokratische und menschenfeindliche Haltungen, wie Rassismus, Sexismus und Antisemitismus, finden seit Jahren besonders über Soziale Medien Verbreitung. Dabei ist Hate Speech keinesfalls erst durch das Internet entstanden, sondern führt bereits bestehende diskriminierende Strukturen und Denkmuster online fort. Deshalb verbindet firewall medienpädagogische Bildung mit diskriminierungskritischer politischer Bildung. Die ausgebildeten Trainer*innen aus unserem bundesweiten Netzwerk vermitteln in ihren interaktiven, praktisch orientierten Workshops konkrete Handlungsstrategien für den Umgang mit Hate Speech. Ziel dabei ist es, Menschen zu befähigen, mit hasserfüllten und menschenfeindlichen Inhalten im Internet umzugehen, ohne sich selbst zu gefährden. Begleitende Fragen sind dabei: Wie zeige ich auch online Haltung gegenüber rassistischen, rechtsextremen und anderen menschenfeindlichen Strategien? Wie unterstütze ich Menschen, die rassistisch angefeindet werden? Wohin wende ich mich, wenn ich selbst betroffen bin? DESWEGEN IST DAS VORHABEN EIN VORBILD FÜR ANDEREWer engagiert gegen Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung eintritt, wer selbst angefeindet wird und Unterstützung sucht, oder wer eher im Stillen das Internet zu einem besseren Ort machen möchte: All diejenigen unterstützt firewall, anderen ein Vorbild zu sein, und wird damit selbst auch zum Vorbild. Unsere Workshops bauen auf der langjährigen Erfahrung und Expertise der Stiftung auf. Unsere Bildungsmaterialien beziehen die immer neuen Entwicklungen der sich schnell wandelnden Online-Welt und ihrer Akteur*innen ein. Wichtig ist uns, in einem stetigen Prozess der selbstkritischen Reflexion und Evaluation gemeinsam mit den Trainer*innen und Partner*innen zu sein: zum Beispiel über das Reproduzieren von diskriminierender Sprache in Bildungsmaterialien, die eigene intersektionale Positionierung und über die kontextbezogene Betrachtung von Hate Speech. Im Austausch mit Kooperationspartner*innen und verwandten Projekten suchen wir nach immer neuen Best-Practice-Strategien, Meldeplattformen und Unterstützungsangeboten, um sie in unseren Workshops weiterzugeben. AUS DIESEN ERFAHRUNGEN, HÜRDEN, FEHLERN KÖNNEN ANDERE LERNENUnsere Erfahrung aus vielen Workshops hat uns gezeigt, dass es keinen immer funktionierenden one-size-fits-all Workshop zum Thema Hass im Netz geben kann. Um dem Bedarf gerecht zu werden, muss je nach Kontext, Themenschwerpunkt und Zielgruppe ein passendes Workshopformat zusammengestellt werden. Dafür haben wir Lösungen entwickelt:• Flexibilität beim Workshop-Konzept: Um den vielseitigen Anfragen gerecht zu werden, haben wir einen Workshop-Baukastenentwickelt, mit dem Workshops flexibel an die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen der Anfragenden angepasst werden können.• Regionale Ansprechpartner*innen: Unser Trainer*innen-Netzwerk ist bundesweit und regional möglichst breit gefächert vertreten, um schnell auf regionale Workshopanfragen reagieren zu können. Die Vernetzung zwischen Anfragenden und Trainer*innen übernimmt firewall.• Aktualisierung: Eine beständige Weiterentwicklung und Aktualisierung der Bildungsmaterialien sind ebenso notwendig wie eineintensive Betreuung und stetige Fortbildung unserer Trainer*innen. Unser Wunsch ist es, dass aus den kurzfristigen Projektförderungen langfristige Strategieförderungen entstehen, und so viel Zeit bleibt, die gewonnen Erfahrungen einzubauen und weiterzuentwickeln. DIESE METHODE EMPFEHLEN WIR ALS BEST-PRACTICE-BEISPIEL SELBST EINMAL AUSZUPROBIERENDie Workshops von firewall sind an der Schnittstelle Medienpädagogik – diskriminierungskritische Bildung konzipiert. Unser Konzept fußt auf vier Säulen: eigenes Medienverhalten reflektieren, Hate Speech und Strategien erkennen, Handlungsoptionen kennen und üben, Digitaler Selbstschutz und Selbstverteidigung. Der Ausgangspunkt unserer Workshops ist die Selbstreflexion über das eigene (Medien-)Verhalten sowie eine Status-Quo-Analyse von Diskriminierungsformen im Internet und ihre Auswirkungen für angefeindete Personen. Das öffnet anschließend den Raum für eigene Positionierungen und das Üben von Zivilcourage, zum Beispiel durch das Melden von diskriminierenden Inhalten, das Schreiben von Gegenrede oder die Unterstützung der angefeindeten Personen

    Zwischen 0 und 1: Zur pädagogischen Verortung des Subjekts in der digitalen Moderne

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    Der Beitrag widmet sich der Frage, wie sich die Konzeptionen subjektivierender Digitalisierung in jenen allgemein- und medienpädagogischen Forschungen, die Digitalisierung thematisieren, darstellen. Es soll also eine Antwort darauf geliefert werden, ob und inwiefern individuelle Souveränität angesichts des digitalen Wandels als medienpädagogische Zielkategorie konzeptionell noch als tragfähig und vor allem als praktisch umsetzbar angesehen wird.The article is dedicated to the question of how the conceptions of subjectivizing digitalization are presented in those general- and media-pedagogical researches that address digitalization. The aim is to answer the question of whether and to what extent individual sovereignty is still considered conceptually viable and, above all, practically realizable as a media-pedagogical target category in the face of digital change

    JIM-Studie 2021

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    Auch in der diesjährigen JIM-Studie zeigt sich der Einfluss der Corona-Pandemie deutlich. So ist nicht nur, wie bereits im Vorjahr, die Mediennutzung in der Freizeit von Jugendlichen signifikant hoch (tägliche Onlinenutzung durchschnittlich 241 Minuten; 95 Prozent tägliche Smartphone- und Internetnutzung). Um ‚die Langeweile zu vertreiben‘ nutzen 40 Prozent der Befragten ‚am ehesten‘ YouTube. 29 Prozent vertreiben sich diese mit TikTok, 19 Prozent auf Instagram. Bei der Medienbeschäftigung zeigt sich jedoch bei der Smartphone- sowie Internetnutzung ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere der regelmäßige Konsum von Online-Videos ist deutlich zurückgegangen: 80 Prozent im Vergleich zu 90 Prozent 2020. Ein Trend, der auch auf die Beschränkungen durch die Corona-Pandemie zurückgeführt werden kann, ist die zunehmende Ausstattung deutscher Haushalte mit Medien-Abonnements. 83 Prozent der Haushalte besitzen Zugänge zu Videostreaming-Diensten, 72 Prozent haben Musikstreaming-Dienste abonniert. Jedoch zeigt sich auch bei den Medien-Abonnements ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (Videostreaming um 1 Prozentpunkt, Musikstreaming um 4 Prozentpunkte). Ein ganzes Kapitel der Studie befasst sich in diesem Jahr zudem mit den Aspekten des Lernens unter Corona sowie der Einstellung zum aktuellen Geschehen. Demnach kam ein Großteil der Jugendlichen mit dem Online-Lernen ganz gut zurecht, wobei sich hier deutliche Unterschiede zwischen den Altersstufen zeigen. Im Rahmen der JIM-Studie Jugend, Information, Medien wurden im Zeitraum vom 1. Juni bis 11. Juli 2021 insgesamt 1.200 Jugendliche aus der Grundgesamtheit der deutschsprachigen Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland befragt. www.mpfs.de/studien/jim-studie/2021

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