merz Zeitschrift für Medienpädagogik
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    2802 research outputs found

    Medien – Sozialisation – Digitalität: Transtheoretische Perspektiven auf medien­pädagogische Sozialisations­forschung und ihre Begrifflichkeiten

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    Unter Einbezug von Beobachtungen zur Kultur der Digitalität werden die Forschungstradition der in der Medienpädagogik situierten Mediensozialisationsforschung und das ihr zugrundeliegende Medien- und Subjektverständnis kritisch befragt. Anhand des Versuchs einer transtheoretischen Neubestimmung des Konzepts der Mediensozialisation soll das Ziel verfolgt werden, aus medienpädagogischer Perspektive den ‚forschenden Dialog‘ zur interdisziplinär geprägten, allgemeinen Sozialisationsforschung vor dem Hintergrund aktueller Medien- und Gesellschaftsentwicklungen neu anzustoßen.The research tradition of media socialization research, situated within media education, and its underlying understanding of media and subjects are critically questioned, incorporating observations of the digital condition. The goal is to initiate a new ‘research dialogue’ with interdisciplinary socialization research against the backdrop of current media and societal developments by attempting a trans-theoretical redefinition of the concept of media socialization from a media educational perspective

    Studie: Wunsch nach mehr Perspektivenvielfalt in Nachrichten

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    Zwei Drittel der erwachsenen Internetnutzer*innen in Deutschland erwarten von den Nachrichtenmedien eine vielfältige Darstellung aktueller Themen, jedoch sehen weniger als die Hälfte diese Anforderung als gut erfüllt an. Dies sind zentrale Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Report 2024. Obwohl die Mehrheit über das aktuelle Geschehen informiert bleiben möchte, zeigt sich ein deutliches Bedürfnis nach mehr Perspektiven. Das Internet hat das Fernsehen als Hauptquelle für Nachrichten abgelöst: 42 Prozent der Befragten nutzen das Internet primär, lineare Fernsehsendungen liegen knapp dahinter (41 %). Besonders Soziale Medien gewinnen an Bedeutung, wobei 15 Prozent der Befragten und 35 Prozent der 18- bis 24-Jährigen ihre Nachrichten hauptsächlich über Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube beziehen. Kurze Online-Nachrichtenvideos sind ein Trend: 49 Prozent der erwachsenen Internetnutzer*innen sehen sich mindestens einmal pro Woche solche Videos an. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Relevanz von Bewegtbildinhalten in der Nachrichtenvermittlung. Die Studie zeigt jedoch auch eine steigende Skepsis gegenüber Nachrichten in Sozialen Medien. Besonders auf TikTok haben 41 Prozent Schwierigkeiten, vertrauenswürdige von unzuverlässigen Nachrichten zu unterscheiden. Insgesamt äußern 42 Prozent Bedenken, Falschmeldungen von Fakten unterscheiden zu können. Vertrauen in Nachrichten hängt laut den Befragten stark von der Transparenz der Medien und hohen journalistischen Standards ab. 74 Prozent legen Wert darauf, dass Medien klar kommunizieren, wie Nachrichten entstehen. Auch eine faire und unvoreingenommene Berichterstattung sowie die Repräsentation verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sind wichtige Faktoren für das Vertrauen. Dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Journalismus wird überwiegend mit Skepsis begegnet. Die Hälfte der Befragten fühlt sich bei überwiegend durch KI erstellten Nachrichten unwohl. Junge Erwachsene zeigen zwar eine größere Offenheit gegenüber KI-generierten Nachrichten, begegnen politischen Informationen aus KI-Quellen aber mit ähnlicher Skepsis wie ältere Befragte. Der Report basiert auf einer repräsentativen Befragung von fast 100.000 Personen aus 47 Ländern. Die deutsche Teilstudie, durchgeführt vom Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, befragte rund 2.000 Personen im Januar 2024. Unterstützt wurde die Erhebung von den Landesmedienanstalten und dem ZDF. https://hans-bredow-institut.d

    Sinus-Jugendstudie 2024: Jugendliche besorgt, aber zukunftsoptimistisch

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    Jugendliche in Deutschland sind stark von globalen Krisen wie Kriegen, Energieknappheit, Inflation und Klimawandel betroffen, dennoch bleibt ihr Zukunftsoptimismus erhalten. So ein Ergebnis der SINUS-Jugendstudie 2024. Trotz ihrer Besorgnis entwickeln viele Jugendliche Copingstrategien und fühlen sich in ihrem Alltag zufrieden, da ihre Grundbedürfnisse gedeckt und sie sozial gut eingebunden sind. Die Sehnsucht nach einer bürgerlichen Normalbiografie mit festen Partnerschaften, Familie und beruflichem Erfolg ist weiter ein starkes Leitmotiv. Werte wie Zugehörigkeit, Halt und Geborgenheit sowie Nachhaltigkeit sind für viele Jugendliche wichtig. Auch die Akzeptanz von Diversität und Gender-Gerechtigkeit wächst, viele Jugendliche akzeptieren non-binäre Geschlechtsdefinitionen und sind sich der fortdauernden Geschlechterstereotype bewusst. Diskriminierung wird als alltägliches Problem wahrgenommen, besonders in Schulen. Viele Jugendliche haben Diskriminierung selbst erlebt oder in ihrem Umfeld beobachtet und kritisieren die soziale Ungleichheit sowie die Benachteiligung migrantischer Familien im Bildungssystem. Das politische Interesse Jugendlicher bleibt begrenzt. Während Themen wie Klimakrise und Diskriminierung wichtig sind, fühlen sich viele von politischen Prozessen nicht ausreichend repräsentiert. Trotzdem befürworten die meisten Jugendlichen das Wahlrecht ab 16 Jahren, auch wenn sie sich nicht immer ausreichend darauf vorbereitet fühlen. Soziale Medien sind die wichtigste Informationsquelle, trotz der Gefahr von Desinformation. Viele Jugendliche sind sich der negativen Auswirkungen des Social-Media-Konsums bewusst und versuchen, ihn zu regulieren. Sport spielt eine wichtige Rolle in ihrem Leben und dient als Mittel gegen Alltagsstress. Viele berichten von einem guten Gefühl während und nach dem Sport und schätzen Sportstätten als wichtige Orte der Begegnung. Die Studie wurde vom SINUS-Institut im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung und weiteren Partner*innen durchgeführt und umfasst 72 qualitative Fallstudien mit 14- bis 17-Jährigen in ganz Deutschland. Sie bietet alle vier Jahre wertvolle Einblicke in die soziokulturelle Verfassung der jungen Generation. https://bpb.de/1113

    Studie zu Schönheitsidealen im Internet

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    Die Verbreitung geschlechterspezifischer Schönheitsideale ist fester Bestandteil von Social Media. Bearbeitungstools und zunehmend auch KI vermitteln vor allem Jugendlichen unrealistische Schönheitsstandards. Die Auswirkungen dieser Entwicklung wurden in der Befragung Schönheitsideale im Internet des Instituts für Jugendkulturforschung und Kulturvermittlung im Auftrag des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) und der Internet Service Providers Austria (ISPA) im Rahmen der EU-Initiative saferinternet.at untersucht. Die repräsentative Gruppe, bestehend aus 400 Teilnehmer*innen im Alter von 11 bis 17 Jahren, wurde im Dezember 2023 befragt. Zusätzlich fanden vier Fokusgruppengespräche mit insgesamt 56 Jugendlichen im Alter von 13 bis 19 Jahren statt. Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend: 71 Prozent der Befragten geben an, sich aufgrund Sozialer Netzwerke verstärkt mit anderen zu vergleichen, während 65 Prozent einen Zusammenhang zwischen den geteilten Inhalten auf solchen Plattformen und ihrem eigenen Schönheitsempfinden sehen. Infolgedessen hat bereits über die Hälfte (53 %) ihr Aussehen aufgrund Sozialer Medien verändert oder findet sich mit Filtern schöner (33 %). Über ein Viertel (28 %) hat sogar Schönheitsoperationen in Erwägung gezogen. Die Teilnehmer*innen legen Wert darauf, auf Bildern gut (59 %) oder sexy (34 %) auszusehen und bearbeiten ihre Bilder entsprechend (41 %). Auf diese Entwicklung nehmen Influencer*innen erheblichen Einfluss: 84 Prozent der Be- fragten folgen Influencer*innen in Sozialen Netzwerken und 53 Prozent der Jugendlichen haben bereits Produkte gekauft, die von Influencer*innen empfohlen wurden. www.saferinternet.at/news-detail/neue-studieschoenheitsideale-im-interne

    Konfliktsensitiver Journalismus: Wie die Berichterstattung über Konflikte und Kriege deren Dynamik (de-)eskalieren/beeinflussen kann

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    Die Wahrnehmung sozialer Konflikte hängt maßgeblich von medialer Berichterstattung ab. Zunehmend werden Qualitätsmedien dafür kritisiert, dramatisierend über Debatten zu berichten, zweifelhafte Polarisierungsdiagnosen zu stellen und – so der Vorwurf – zum Verfall der Debatten- und Streitkultur beizutragen. Ein Konfliktsensitiver Journalismus kann Wissenstransfer und kritische Selbstreflexion fördern, um eine verantwortungsvolle Berichterstattung über Krisen und Kontroversen zu gewährleisten. Dazu gehört auch die Frage nach der Rolle der Journalist*innen in einer von Polykrisen geprägten Gesellschaft. Konflikt-Know-how sollte in die journalistische Ausbildung integriert werden, da populistische und rechtsextreme Kräfte versuchen, Kontroversen zu instrumentalisieren

    Bilder von Krieg und Frieden. Und wie sie ihre Dynamik beeinflussen können: Ein Gespräch mit Thomas Knieper, Universität Passau

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    Bilder spielen in der Kommunikation über Krieg und Frieden eine zentrale Rolle. Prof. Dr. Thomas Knieper erörtert die emotionale Wirkung von Bildern, ihre Fähigkeit, Meinungen zu formen und politischen Druck auszuüben. Er analysiert verschiedene Strategien in der Bildverwendung, angefangen bei der Kontrolle durch Embedded Journalism bis hin zur Nutzung von Memes und digitalen Medien. Das Gespräch bietet tiefe Einblicke in die Bedeutung und die Herausforderungen der Bildproduktion und -verbreitung in globalen Konflikten und Friedensprozessen

    Postmigrantische Medienpädagogik in Zeiten von Krieg und Konflikt: Herausforderungen für Fachkräfte

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    Junge Menschen mit Kriegs- und Fluchterfahrung gehören zunehmend zur Zielgruppe medienpädagogischer Praxis und Forschung. Für eine postmigrantische Medienpädagogik entstehen daraus neue Herausforderungen. Im Text reflektieren die Autor*innen auf Basis ihrer Erfahrungen, welche Konsequenzen für Schutz und Teilhabe diverser Zielgruppen sowie das eigene pädagogische Handeln daraus entstehen

    Fierce! – Potentiale queerer Jugendmedienarbeit

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    ZIELGRUPPE: Junge (queere) Menschen, Fachkräfte der offenen Kinder- und Jugendarbeit DURCHFÜHRENDE INSTITUTION: ComputerProjekt Köln e. V. als Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW FINANZIERS UND PARTNER: Landschaftsverband Rheinland LAUFZEIT: Januar 2023 bis Dezember 2024 DIESE ZIELSETZUNG WIRD VERFOLGT Das Projekt Fierce! – Potentiale queerer JugendMedienArbeit hat zum Ziel, sich der digitalisierten Lebenswelt und den damit einhergehenden Bedürfnissen queerer Kinder und Jugendlicher anzunähern. In unserer heutigen Gesellschaft treffen sie immer noch häufig auf psychische, physische und sexualisierte Gewalt, wie Beleidigungen, Hass oder tätliche Übergriffe (European Union Agency for Fundamental Rights, 2020). Der digitale Raum ist dabei keine Ausnahme. Daher benötigen sie ein Umfeld, welches Sicherheit im analogen sowie digitalen Raum bietet, und durch aktives Empowerment ihre freie Entfaltung und Identitätsbildung fördert. Durch eine zielgruppenspezifische Sensibilisierung und Schulung von Fachkräften der offenen Kinder- und Jugendarbeit möchte Fierce! Betroffene befähigen, sich selbst in ihrem digitalen Umfeld zu schützen. Um dies leisten zu können, benötigt es Evaluierung bereits bestehender Angebote sowie Unterstützung und Beratung von Einrichtungen zur geeigneten Begleitung von Kindern und Jugendlichen aus der LGBTQIA+-Community

    Dr. Stone - New World

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    Die drei Freund*innen Senku, Taiju und Yuzuhira befinden sich gerade in der Schule, als sie plötzlich ein grünes Licht am Himmel sehen. Dieses Licht verwandelt die gesamte Menschheit zu Stein genau in dem Moment, als Taiju seiner Freundin Yuzuhira seine Liebe gestehen will. 3700 Jahre vergehen, bis Taiju sich aus der Versteinerung löst und feststellt, dass die Welt, wie er sie kannte, nicht mehr existiert. Die Natur hat weite Teile der Erde zurückerobert und von der einstigen Zivilisation sind nur noch Wälder, Berge und Flüsse übrig geblieben. Nach seinem Erwachen entdeckt Taiju, dass seine Liebe Yuzuhira noch immer unter der Wirkung der Versteinerung steht, während sein wissensdurstiger Freund Senku bereits seit geraumer Zeit wieder aktiv ist. Senku forscht intensiv, um die Ursache für die Versteinerung ausfindig zu machen und ein Gegenmittel zu finden. Durch Experimente und seine hervorragende Beobachtungsgabe gelingt ihm schließlich die erfolgreiche Herstellung eines Gegenmittels. Die ge-meinsame Freundin Yuzuhira soll die Erste sein, welche aus der Versteinerung gelöst wird. Doch ihre Pläne werden durchkreuzt, als die Begegnung mit mehreren Löwen sie zwingt, das Gegenmittel an Tsukasa, einem bekannten und erfahrenen Kämpfer aus der Schule, anzuwenden. Tsukasa schafft es, die Löwen auszuschalten und das Leben der Freunde zu retten. Er schließt sich ihnen an und gemeinsam setzen sie sich das Ziel, die Zivilisation durch Wissenschaft und Technologie wieder aufzubauen. Mit dem Wissen des genialen Wissenschaftlers Senku kann dieses Vorgehen zur Realität werden. Bald jedoch erkennt Senku, dass Tsukasa andere Pläne verfolgt. Tsukasas moralischer Kodex sieht vor, nur die ‚reinherzigen‘ Menschen in der Steinwelt wiederzubeleben. In dieser Situation sieht er die Chance, eine neue Weltordnung zu schaffen, indem er Steinstatuen ‚unreinherziger‘ Menschen zerstört und ihnen damit die Chance auf eine Wiederbelebung nimmt. Er entwickelt sich damit zum Hauptantagonisten der Serie. So beginnen der Kampf und das Abenteuer der Freunde um die Wiederherstellung der Zivilisation. Dr. Stone ist eine japanische Manga-Serie des Autors Riichiro Inagaki und des Illustrators Park Mu-jik, die seit August 2019 in deutscher Sprache verfügbar ist. Die erste Staffel der Anime-Serie wurde unter der Hauptautorenschaft von Yuichiro Kido und der Regie von Shinya Lino am 15. Juli 2020 in Deutschland auf TNT Comedy veröffentlicht. Die Serie behandelt die Themen Wissenschaft, Geschichte sowie die Beziehung zwischen Fortschritt und Natur und vermittelt diese Bildungs-aspekte auf unterhaltsame Weise. Dr. Stone ist daher sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet, um gemeinsam vor dem Fernseher eine schöne Zeit zu verbringen und sich dabei eine Portion Wissen auf spannende, lustige und unterhaltsame Weise anzueignen. Besonders interessant ist die Einbindung der Wissenschaft. Der Protagonist Senku teilt seine Leidenschaft zur Wissenschaft anschaulich, ohne dabei zu langweilen. Es werden verschiedene Methoden und Experimente gezeigt, die wichtige Erfindungen unserer Zeit erklären. Durch die an-schaulichen Darstellungen kann es der Serie gelingen, eine Leidenschaft für die Wissenschaft zu entfachen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass einige dargestellte Experimente zwar wissenschaftlich korrekt sind, aber die realen Auswirkungen in der Praxis nicht aufrechterhalten werden könnten. Vieles wird in Dr. Stone vereinfacht erklärt und dargestellt, um es verständlich und für alle zugänglich zu machen. Dr. Stone überzeugt nicht nur mit seinem Bildungsanspruch und bester Unterhaltung, zusätzlich hervorzuheben ist auch der ganze Aufbau der Anime Welt. Die mysteriösen Umstände der Geschichte harmonieren gut mit dem World Building. Für die Zuschauenden gestaltet sich ein span-nendes Gedankenexperiment daraus, wie unsere Welt nach einersolchen Katastrophe aussehen könnte. Diese Mysterien und Entwicklungen halten kontinuierlich die Spannung und lassen einen tief in die Geschichte eintauchen. Die Serie behandelt nicht nur Wissenschaft und Technologie, sondern auch Themen wie Freundschaft und Liebe. Die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Freunden Senku, der immer logisch und wissenschaftlich denkt und Taiju, der das Herz in dieser Freundschaft ist, macht sie zu einem einzigartigen Duo und unersetzlich für die Geschichte. Der Respekt und die Wertschätzung der beiden füreinander verleiht der Serie eine besondere Tiefe. Daher ist der Anime Dr. Stone eine sehr gelungene Geschichte, die tief ins Herz geht und Zuschauende auch mit ethischen Fragen konfrontiert, die in der Serie immer wieder reflektiert werden. Was wäre, wenn plötzlich alle Gegenstände noch einmal neu hergestellt werden müssten und man-ches gar nicht erst zu einer Entdeckung führen würde? Oder wie würde eine Welt aussehen, wenn es jemanden wie den Hauptantagonisten Tsukasa gibt, der über Leben und Tod von Menschen bestimmen will? Es wird eine Welt gezeigt, die fernab von unserer Realität und doch gar nicht so weit weg ist. &nbsp

    Sieben Tage Mo

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    Silberfisch Produktion/Hörbuch Hamburg. Sieben Tage Mo. (2023). Hörbuch, kostenpflichtig, verfügbar auf diversen Hörbuch-Plattformen. Die Marginalisierung und Diskriminierung von Minderheiten in der Gesellschaft ist leider keine Ausnahme, sondern Alltag für viele. Für eine Entwicklung zu einer inklusiveren Gemeinschaft braucht es einen empathischen Umgang miteinander sowie gegenseitiges Zuhören und Austausch. Es ist unverzichtbar, anderen Perspektiven Raum zu geben. Werte wie Offenheit und Empathie zu leben, ist eine wichtige Aufgabe für Familien. Repräsentation marginalisierter Gruppen findet zunehmend in medialen Angeboten statt, wodurch Eltern bei Themen wie Diversität und Inklusion unterstützt werden können. Das Hörbuch Sieben Tage Mo, gelesen von Jens Warczek, basiert auf einer Geschichte von Oliver Scherz und gewann in der Kategorie Bestes Kinderhörbuch 2024 den Deutschen Hörbuchpreis. Empfohlen wird es ab elf Jahren. In 166 Minuten wird die Geschichte einer besonderen Beziehung zwischen den 12-jährigen Zwillingen Mo und Karl erzählt. Während ihre Eltern arbeiten, muss Karl ständig auf seinen Bruder aufpassen, der seit seiner Geburt eine geistige Behinderung hat. Die beiden verbringen viel Zeit zusammen und man bekommt Einblicke in sieben Tage ihres Lebens, welches geprägt ist von Abenteuern und – zum Teil diskriminierenden – Alltagserfahrungen. Das Buch gibt wichtige Impulse zum Thema Diversität und Inklusion, denn es geht um Freundschaft und Geschwisterliebe und damit eingehende Herausforderungen im Miteinander. Zum Beispiel fällt es Karl schwer, eine Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Wünschen seines Bruders zu finden. Wir erfahren, wie andere Menschen mit Mo umgehen (und wie sie ihn teilweise verletzen) und wie sich das auf die Zwillinge auswirkt. Als Hörer*in erhält man authentische Einblicke in Karls Gefühlswelt und Gedanken. Dadurch öffnet sich die Tür zu einer Lebenswelt, die für viele sonst weit entfernt und abstrakt ist. Nicht nur der Inhalt der Geschichte, sondern auch die auditive Gestaltung durch den Sprecher tragen zu einem berührenden Hörerlebnis bei. Durch Stimmvariationen werden die Charaktere zum Leben erweckt, wodurch sich während des Zuhörens ein bunter Film im Kopf abspielt. Das Hörbuch richtet sich zwar vorwiegend an Heranwachsende, allerdings kann die Erzählung auch Erwachsene fesseln. Es sensibilisiert für das Thema Behinderung, räumt Klischees aus dem Weg und zeichnet sich zugleich durch emotionale und witzige Momente aus. Es ist ein Erlebnis zum Mitfühlen und Mitlachen. Trotz einiger herausfordernder Situationen ist die Geschichte auch durch Leichtigkeit und Wärme geprägt. https://deutscher-hoerbuchpreis.de/dhp-2024/detailansicht/preistraeger/5285?cHash=46da8326c0981c52cbe3d5b9e1009219 Veronika Wagner hat Medienkommunikation an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg studiert und war Praktikantin bei merz | medien + erziehung

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