merz Zeitschrift für Medienpädagogik
Not a member yet
    2802 research outputs found

    Medienpädagogische Perspektiven auf Künstliche Intelligenz: Editorial

    No full text
    [Für den gesamten Artikel bitte nach unten scrollen und \u27Beitrag als PDF\u27 öffnen] Künstliche Intelligenz ist sicher das Thema der jüngsten Zeit, wenn es um technologische Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft geht. Durch die erhöhte Zugänglichkeit und öffentliche Aufmerksamkeit seit Veröffentlichung von ChatGPT wird vor allem generative KI breit diskutiert. Die große Aufregung um diese Anwendungen fordert einmal mehr die Medienpädagogik heraus und setzt diese unter Druck, angemessen zu reagieren, sich zu positionieren und entsprechende Angebote nicht nur für Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Die Brisanz des Themas zeigt sich auch in den zahlreichen Sonderheften, die in letzter Zeit an anderer Stelle zu diesem Thema erschienen sind. Mit diesem Themenheft wird das Spektrum weiter ergänzt. Zentral ist hierbei die medienpädagogische Perspektive auf KI – und zwar über den aktuellen Fokus auf generative KI hinaus. Um diese Perspektive breit aufzumachen, legen die beiden Grundsatzartikel den Schwerpunkt auf die Relevanz von Medienkompetenz im eher theoretischen Diskurs. Ergänzt wird dies durch praktische Ansätze. Dabei versuchen wir uns an einem ruhigen Blick, mit dem die vielseitigen Implikationen für die Medienpädagogik in Theorie und Praxis aufgegriffen und nicht vorschnell Schlussfolgerungen gezogen werden. Denn angesichts der großen Dynamik des Themas werden wir schon in kurzer Zeit viele neue Erkenntnisse zu Künstlicher Intelligenz gewinnen. ZUR AUSGABE Im ersten Beitrag stellt Andreas Büsch dar, inwieweit die klassischen MedienkompetenzKonzepte und Definitionen angesichts von KI noch greifen. Er geht davon aus, dass Teile der Konzepte durchaus auf KI anwendbar sind. Die zentrale Frage jedoch ist, ob das Ziel medienpädagogischer Bemühungen, aus ‚Konsument*innen Produzent*innen zu machen‘ noch haltbar ist. Hier stellt er fest, dass die Medienpädagogik angesichts von KI einer qualitativ neuen Herausforderung begegnet. Thomas Knaus erweitert diese Perspektive auf KI und stellt ebenso wie Büsch fest, dass KI kein ‚neuer Hype‘ ist, sondern dass die aktuellen Veränderungen mehr Evolution als Revolution darstellen. Sein Text beleuchtet darüber hinaus die grundlegenden Funktionsweisen KI-basierter Techniken und skizziert deren gesellschaftliche Bedeutung. Daraus leitet er ab, warum KI durchaus ein Thema für die Medienpädagogik sein sollte. Lea Uhlenbrock führt in ihrem Artikel durch die Landschaft der KI-generierten Inhalte, darunter Bilder, Texte und Videos. Sie beleuchtet die Mechanismen der Technologie und deren wachsenden Einfluss auf die Medienwelt. Der Artikel bietet praktische Checklisten, die als Werkzeuge zur Identifizierung und kritischen Bewertung von KI-generierten Medien dienen. Künstliche Intelligenz kann Gegenstand und Mittel von Aktiver Medienarbeit sein. In einem Interview gibt Sonja Breitwieser Einblicke in die Perspektiven von Jugendlichen und spricht über Ansatzpunkte und Potenziale von Künstlicher Intelligenz in Projekten der Aktiven Medienarbeit. Ergänzend zeigen vier Steckbriefe verschiedene Ansätze von Praxisprojekten mit unterschiedlichen Zielgruppen auf. Dieses Themenheft soll dazu beitragen, das Thema KI in der Medienpädagogik auch theoretisch zu fassen und gleichzeitig Anregungen geben, wie eine gelungene Aktive Medienarbeit zum Thema KI aussehen kann. VO R ST E L LU N G  D E S  T I T E LT H E M A S  D U R C H  C H ATG P T Die vorliegende Ausgabe widmet sich einem Thema von brennender Aktualität: dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Medienpädagogik. KI, weit mehr als ein modisches Schlagwort, ist ein Treiber für Innovationen und gestaltet die Medienbildung neu. Durch einen spezifischen Fokus auf Medienkompetenz und eine vertiefte medienpädagogische Betrachtung unterscheidet sich dieses Heft von anderen Publikationen zu diesem Thema. Angesichts der rasanten Entwicklung der KI-Technologien steht die Medienpädagogik vor großen Herausforderungen, bietet jedoch ebenso einzigartige Chancen. Die Schnelllebigkeit dieser Technologien macht es schwierig, stets aktuelle Inhalte zu liefern, doch genau dies betont die Wichtigkeit, medienpädagogische Konzepte stetig zu hinterfragen und zu erneuern. In diesem Heft verknüpfen wir theoretische Grundlagen mit praktischen Erfahrungen und bieten eine Mischung aus beidem: von der Integration der KI in pädagogische Ansätze bis hin zu konkreten Anwendungsbeispielen aus der Praxis. Diese Kombination soll Ihnen helfen, effektiv in einer von KI geprägten Welt zu lehren und zu lernen. Die Artikel reflektieren die laufende Diskussion und verdeutlichen, wie KI sowohl als Herausforderung als auch als Bereicherung für die Medienbildung gesehen werden kann. Das Heft dient als Ressource, die zum Nachdenken anregt und praktische Handlungsansätze aufzeigt. Wir ermutigen Sie, die Beiträge zu erkunden, die praktischen Erfahrungen zu reflektieren und Ihre eigenen Ansätze kritisch zu überdenken. Möge diese Ausgabe Sie inspirieren, die Rolle der Medienpädagogik in der Ära der KI neu zu definieren. Dr. Angelika Beranek ist Professorin für Grundlagen der Sozialen Arbeit mit dem Schwerpunkt Medienbildung an der Hochschule München. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit den Auswirkungen der digitalen Transformation auf Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit. Emily Engelhardt ist Professorin für Digitale Transformation in Sozialen Handlungsfeldern und Gesellschaft an der Hochschule München. Ihr Fokus liegt auf dem Thema Onlineberatung und der Frage, welche Kompetenzen Sozialarbeiter*innen im Zeitalter des digitalen Wandels benötigen. Aktuell erforscht sie die Möglichkeiten, generative KI im Kontext von (Online-)Beratung zu nutzen. Dr. Eike Rösch ist beim Verein Radarstation in Zürich tätig. Er begleitet und unterstützt dort Organisationen und Fachpersonen bei der Verortung von Digitalität in der Soziokultur. Zudem erforscht er die sozialraumbezogene Entwicklung von Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit unter den Bedingungen von Digitalität

    Was können die Kleinsten?

    No full text
    Die Mediennutzung von Kindern unter drei Jahren wirft viele Fragen und Sorgen auf. Familien und pädagogische Fachkräfte benötigen ein vielfältiges Wissen, um Angebote für die Jüngsten alters- und alltagsgerecht aufzubereiten. Zumindest anfänglich ist diese Vorbereitung mit viel Aufwand verbunden. Es zahlt sich jedoch für Kinder und Erwachsene aus, den gemeinsamen Weg zu einem kreativen und aktiven Medienumgang bereits früh zu gehen. So haben alle die Möglichkeit, die Medienwelt in ihrem Tempo zu erkunden

    Das bewegt uns ...: Ein experimentelles KI-Projekt

    No full text
    [Für den gesamten Artikel bitte nach unten scrollen und \u27Beitrag als PDF\u27 öffnen] ZIELGRUPPE Jugendliche ab 14 Jahren ALLGEMEINE ZIELE In einer Zeit geprägt von Multikrisen, Digitalisierung und gesellschaftlichen Veränderungen, soll jungen Menschen ein Raum zum Austausch und zur Artikulation ihrer individuellen Perspektiven gegeben werden. SPEZIELLE ZIELE Aufgreifen des aktuellen Hypes um KI; Ermöglichung von Raum zum Erfahren und Reflektieren neuwertiger Technologien rund um generative künstliche Intelligenz; Erprobung von KI als Ausdrucksmedium GENUTZTE TOOLS KI-Bildgeneratoren: Microsoft Image Generator (Bing), Midjourney, Adobe Firefly | KI-Textgeneratoren: ChatGPT, Open Assistant (LAION) | KI-Musikgeneratoren: SongBot AI (James Grote), SongR.ai | KI-Spiele zur Technikreflexion: Google Semantris, Quick Draw with Google, Teachable Machine | Musik-App: Garage Band | Grafik-App: Adobe Express | KI-Texttranskription: Adobe Premier Im Rahmen des Projekts Das bewegt uns …1 führte das Medienzentrum Parabol ein dreitägiges Ferienprojekt zum Schwerpunkt (generative) Künstliche Intelligenz durch. Dem Projektaufruf folgten sechs Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren. Neben analogen Methoden des Austauschs und der Themeneingrenzung bot das Projekt einen Experimentierraum für generative Text-, Bild- und Musikgestaltung. Im Mittelpunkt der Medienreflexion stand die Fragestellung, ob KI als Ausdrucksmedium fungieren kann. Entsprechend wurden die Jugendlichen methodisch dazu geführt, selbst eine Entscheidung zu treffen, ob und wie stark KI bei der Erstellung ihres Medienprodukts eine Rolle spielen soll

    Que(e)r durch Berlin und Brandenburg

    No full text
    ZIELGRUPPE: Jugendliche und junge Erwachsene der LGBT*QIA* Community mit Fluchtund/oder Migrationsgeschichte (in der Familie) DURCHFÜHRENDE INSTITUTION: JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis FINANZIERS UND PARTNER: Medienanstalt Berlin-Brandenburg LAUFZEIT: August 2022 bis August 2023 ZIEL: Unterstützung queerer Jugendlicher mit Migrations- und/oder Fluchtgeschichte, Medienprodukte erstellen und deren Perspektiven so sichtbar machen DAS PROJEKT Geschichten von jungen Menschen der LGBT*QIA*-Community sind in unserem gesellschaftlichen wie medialen Umfeld wenig präsent. Ganz ähnlich ist es mit Geschichten über junge Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte und allgemein Jugendlichen und jungen Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Mediale Darstellungen sind meistens von Stereotypen geprägt und klischeehaft bis hin zu vorurteilsbehaftet und diskriminierend. Nur selten sind sie von den Dargestellten selbst gemacht und erzählen aus ihrer Perspektive. Authentische queere, migrantische Geschichten sind so gut wie nicht medial sichtbar. Es gibt sie, aber die Perspektiven von weißen, cis-hetero (oft männlichen) Menschen dominieren aufgrund der realen Machtverhältnisse unserer patriarchal geprägten Gesellschaft – und dadurch sind sie präsenter, vielleicht werden sie sogar als wertvoller wahrgenommen

    Ein Plädoyer für Diversität bei der medialen Repräsentation queerer Figuren in Seriendramen

    No full text
    In diesem meinungsbasierten Beitrag wird der Frage nachgegangen, in welchem Verhältnis Darstellung und Repräsentation von queeren Figuren in seriellen Dramen zu gelungenen Identifikationsangeboten für queere junge Menschen stehen. Mit Hilfe von verschiedenen Statistiken zur Präsenz queerer Figuren in Bewegtbildmedien wird reflektiert, warum verstärkte bzw. erhöhte Präsenz nicht automatisch zu mehr Identifikationsangeboten führt. Ein Plädoyer für mehr Diversität innerhalb der medialen Repräsentation queerer Menschen wird anhand von kritischen kurzen Serienanalysen abgegeben

    New Generation - New Ideas

    No full text
    In Sarvnaz Alambeigis Dokumentarfilm Maydegol steht das Mädchen Maydegol im Zentrum. Sie ist eine junge Frau aus der im Iran lebenden afghanischen Minderheit, die zusammen mit ihren Freundinnen Muai Thai-Boxen betreibt und ohne Papiere lebt. Dabei stehen ihr Kampf um ein selbstbestimmtes Leben, die Chance, an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen und ihr eiserner Wille, ihre eigene Identität zu leben im Mittelpunkt. Im Wettbewerb Generation 14plus des Berlinale Filmfestivals vergab die Internationale Jury eine Lobende Erwähnung an diesen Langfilm, dessen Existenz an sich schon ein politischer Akt sei. MERZ Maydegol belongs to a group of people who live in Iran as part of a minority. Was that of special interest to you or how did this project come about? ALAMBEIGI It is always fascinating for me to learn more about the young generation, but especially about the Afghan minority in Iran. I first met Mohadesseh (Maydegols friend) and was talking to her about this idea I had, to learn more about their community. Fact is, because this generation is born in Iran – and some of them have never even travelled to Afghanistan –, they are neither Iranian nor Afghanian people. They‘re living in our country, go to the same school as we do, have the same experiences but my society generally doesn‘t accept them as part of the Iranian identity. And they also don‘t know to which country they belong to. They have parents, who live the Afghan culture, and are themselves something in between. I think this contrast is really interesting regarding identity, and as a cultural crisis too. So when I first met Mohadesseh, she was really generous and connected me to her friends. And after one year, I met Maydegol –Mohadesseh said „there is a girl in my club I think you would like to meet“. When I did meet her, I knew immediately, she was a good representative for this community, and for the young generation of Afghans who live in Iran. MERZ In this documentary there are existential topics like human rights, identity and domestic violence – you accompany Maydegol in her life, and she is generously open with her story and herself. How did you establish this kind of trust? ALAMBEIGI It was a long process, of course, this does not happen through one night, but we have been working together for more than three years. And I also share my personal experiences with them – so it wasn‘t just like I was listening and they were talking. We helped each other. I had difficult times, they had difficult times. You should have a distance as a professional person when doing a documentary as I understand it. But I also think it‘s very important that they know you are a human; you also have problems. Maybe that’s the key. MERZ The distance is necessary because you are still working on a movie. For that matter, how was the filming process and how do you choose what to show and what not? ALAMBEIGI For me it‘s very good to work with non-actors, because they bring something new to the film. They say the dialogue in front of the camera just the way they are as persons. It‘s documentary, so I don‘t want to tell them what to do. And if I touch it or if I move it then the result would be a disaster. That‘s their movie and they should feel that this is their film. They are a young generation, they have their own, new ideas. And I was open to their ideas, so maybe that‘s also a reason for the deep trust we shared. MERZ So what was important for you with regard to the content of the film – and what was important for Maydegol to show? ALAMBEIGI For Maydegol it‘s very important to make aware of several things: One is the silence about domestic violence. She said that we shouldn‘t be silent. And that we shouldn’t blame ourselves. It‘s not our fault if our father, or mother, or one member of our family is beating us. It rather means that we are victims of domestic violence. We should say that out loud and we shouldn‘t wait for that one day when they will be better. Because this is not happening. Another thing is that Maydegol wants to just tell the world that all these obstacles exist but she continues. She has her goal. She doesn‘t want to quit. And I think that‘s beautiful. MERZ You mentioned the new generation has new ideas – can you elaborate on that ALAMBEIGI They know what they want from life. I think they are aware of the world because they grow up with Social Media. And there they don‘t have any privacy, they just share everything with the world. That‘s maybe one of the reasons Maydegol so generously shares her personal private life with everybody. Because that‘s equality for the new generation. It amazes me a lot. It‘s their culture not mine, but it‘s very important to them that everybody knows what‘s happening to them. They are somehow connected to each other, not separated like my generation. I don‘t want to say I want to do that because I am not a Social Media person, to be honest, but I really like these differences. Because within this generation - they know everything about each other, and these days it doesn‘t matter if they live in Iran, in Afghanistan, or in Europe. MERZ There were scenes with black screen and solely audio depicting the situation in the family of Maydegol that she decided to record. Those must have been a special challenge considering it is a real life situation? ALAMBEIGI One day Maydegol told me about the situation at her home and had this idea to bring out this material. And I said while her safety and security is a priority for me if she thinks it‘s okay, then yes, she can record the voices. And since this is a recurring thing in her family she knew how to do that in the middle of the situation. As soon as I had this material I realized, yes, we cannot go to her house, we cannot show her father but we can show what is happening inside the house . And her house is not only her house – it‘s a country. MERZ Maydegol herself decided to take the risk and document her regular experience of domestic violence. What about the rest of her family – did she follow a role model in doing that? ALAMBEIGI Maydegol is not like her mother. Her mother is in the same situation. But after heavy violence she leaves the house to stay with a sister. Then she comes back and life continues, it‘s like nothing happened to her. And it‘s not only in Afghanistan or Iran, I mean, there are many women around who don‘t tell that those things happened to them.And Maydegol doesn‘t want to repeat this circle of silence. When Maydegol spoke up and said out loud what happened, Farsane and Mohadese said: „We had the same probem“. There is a pattern that is repeating itself and no one is talking about it. But this generation – they are talking about it – and that is really precious. MERZ There are only a few grown ups so to speak, more experienced adults, for example her trainer, but they are rare and barely seen. Was there a special reason for that? ALAMBEIGI The coach is the only visible man in the film. I really like his figure and his behaviour towards them because of the positive possibilities. They don‘t have a very good male figure whom they could trust. He is a famous Muai Thai coach in Iran and he isn‘t only training them in the physical side of the sport but is also helping them to mentally be strong. I liked that there is someone talking with them about that. And it matters that we should trust another gender. It‘s very important because in her society and in her country seemingly nearly all the men are not really trustworthy and it‘s good that they know that the kind people also exist. MERZ Maydegol also struggled with the problem of not being able to get a passport and be a documented citizen, and the risks of going to Afghanistan for that purpose. Did she actually  manage to get an official passport? ALAMBEIGI She went to Afghanistan in January (2024), crossed illegally the border between Afghanistan and Iran. She finally got her passport there which was very, very difficult and with a big portion of luck. If you followed the news it was interesting to notice it was only for three or four days that they actually gave passports to people. And Maydegol was sleeping for 3 days at the same organisation and finally got her passport and then travelled back to Iran. But the point is: We thought when she has a passport the situation would be better for her. But is it? I don‘t think so. MERZ Why? ALAMBEIGI Because she is Afghan and she can‘t get a visa. We wanted to bring her here to Germany to the Berlinale Film Festival. We tried very hard for that but even in the visa evaluation they didn‘t accept her documents. It‘s a dilemma. But hope still exists, Maydegol continues every day, she goes to the gym even if she is not sure if she can participate in any international competition. MERZ There are strong symbolic gestures in the film where Maydegol deals with her many roadblocks in order to keep going. Were there moments where she couldn‘t keep going and how were you two dealing with that? ALAMBEIGI There was a night, that was the darkest night for her, where she wanted to kill her father. She called me and was crying a lot. I was really worried about the whole situation. So we talked for several hours. That was a difficult time in the whole process. I mean, yes, we show that she is brave but we know she is sensitive at the same time. She is a human and I don‘t want to make a hero out of her because we‘re talking about a normal life. I think that’s the beauty of her life: She is a hero but she has a normal life, and this is honest and true. This is what it is. Life continues yet the darkness is there but also affection, and love, and kindness between these girls. I love that. If Mohadesseh and Farzaneh wouldn‘t be in the film it wouldn‘t be my film. Maybe that‘s one of the reason these young people want to capture themselves in Instagram and Social Media – because that gives them some sort of voice, even reputation.Everybody knows their lives are important. And even if they don‘t have an important life they believe that our lives are important. That‘s a beautiful message. MAYDEGOL Iran / Deutschland / Frankreich 2024 73 Minuten Regie: Sarvnaz Alambeigi Darstellende: Maydegol, Mohadesseh, Farzane

    Class, C. B., Coy, W., Kurz, C., Obert, O., Rehak, R., Trinitis, C., Ullrich, S. & Weber-Wulff, D. (Hg.) (2023). Gewissensbisse. Fallbeispiele zu ethischen Problemen der Informatik. Transcript. Edition Medienwissenschaften. 240 S. 29,00€

    No full text
    Was definiert ‚richtig‘ und ‚falsch‘? Mit dieser Frage setzen wir Menschen uns täglich – nicht immer bewusst – auseinander, denn die Antwort beeinflusst oft unser Handeln und formt unser Verständnis vieler Ereignisse. Es gestaltet sich jedoch schwierig, eine klare und eindeutige Antwort darauf zu finden, da Meinungen in der Regel subjektiv sind und oft keine klare Abgrenzung zwischen dem ‚Richtigen‘ und ‚Falschen‘ existiert. Die zunehmenden Fortschritte im Bereich der KI geben ethischen Fragen eine immer relevantere Rolle. Es sind nicht nur Fragen nach der moralisch korrekten Nutzung von Informationstechnologien, sondern ebenso Aspekte des Entwerfens, Herstellens und Betreibens. In Gewissensbisse werden solche ethischen Dilemmata der Informatik anhand von realitätsnahen Fallbeispielen anschaulich dargestellt und abschließend in Form moralisch relevanter Fragestellungen offengehalten. Diese praktische Herangehensweise soll sowohl allein als auch zum gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren über moralische Normen und den kritischen Umgang mit IT-Systemen anregen. Die Autor*innen stellen mögliche Szenarien und Konzepte vor, sei es in der schulischen Lehre oder bei betrieblichen Workshops. Durch die Verwendung von ‚Keywords‘ erhalten Lesende Einsicht in technische und ethische Problematiken, welche in den Fallbeispielen behandelt werden. Fallbeispiele mit offenen Fragen, die zur moralischen Reflexion animieren, beleuchten mögliche Herausforderungen, deren Bedeutung für die Zukunft nicht unterschätzt werden sollte.   Class, C. B., Coy, W., Kurz, C., Obert, O., Rehak, R., Trinitis, C., Ullrich, S. & Weber-Wulff, D. (Hg.) (2023). Gewissensbisse. Fallbeispiele zu ethischen Problemen der Informatik. Transcript. Edition Medienwissenschaften. 240 S. 29,00

    Burow, Olaf-Axel (2024): Mit KI zu leidenschaftlicher Bildung. Ein Manifest. Weinheim, Basel: Beltz. 137 S. 22,00 €

    No full text
    Eigentlich hofften viele, das althergebrachte Bildungssystem würde durch die Herausforderungen der Corona-Pandemie endlich im digitalen Zeitalter angekommen sein. Unterhält man sich mit Lehrer*innen über immer noch fehlendes WLAN an Schulen und liest noch dazu das Manifest des Bildungswissenschaftlers Olaf-Axel Burow, wird man eines Besseren belehrt. Im November 2022 wurde ChatGPT für die Öffentlichke it zugänglich. Spätestens durch solche neuen Entwicklungen sind Veränderungen im Bildungs- und Schulwesen nicht mehr aufzuhalten und mehr denn je notwendig. Der KI-Chatbot verfasst in kürzester Zeit Texte, kennt auf Knopfdruck Antworten auf viele Fragen und liefert so Lösungen für Arbeitsaufgaben im Lernalltag – vom Deutschaufsatz bis zum Biologiereferat. Doch bis jetzt sind die so vorgeschlagenen Konzepte noch immer nicht ganz fehlerfrei. Lernen mit digitalen Medien wird bisherige Lern- und Lehrroutinen in der Schule somit durchbrechen. Zeitgemäßes Lernen wird mehr denn je auf „Kollaboration, Kreativität, kritisches Denken und Kommunikation“ angewiesen sein (S. 8). Der Autor (‚Positive Pädagogik‘ und ‚Digitale Dividende‘) bezieht sich bei seiner Feststellung in seiner jüngsten Publikation auf das Modell der 4K-Kompetenzen des OECD-Bildungsdirektors Andreas Schleicher. In Bezug auf KI sieht Burow in der Folge in den auf das Bildungssystem zukommenden Veränderungen insbesondere Chancen, die den „Abschied von der aus dem Zeitalter des Industrialismus stammenden Massenpädagogik“ (S. 8) einläuten: „Kreativ eingesetzt, ermöglichen auf KI basierende digitale Assistenzsysteme nicht nur passgenauere Unterrichts- und Trainingshilfen, sondern sind längst in der Lage, Lehrkräfte von Routinetätigkeiten zu entlasten, so dass sie mehr Zeit für die wichtige Interaktion mit SchülerInnen sowie individuelles Lerncoaching haben“ (S. 9 f.). Anregungen für das Lehren und Lernen in digitalen Zeiten gibt es viele, doch sie werden zu wenig genutzt und eingesetzt. Das ist ebenfalls eine Quintessenz des fünf Kapitel umfassenden Manifests. Der Autor berät Bildungseinrichtungen im In- und Ausland und DAX-Unternehmen in Change-Prozessen, er war Professor für Allgemeine Pädagogik in Kassel und forscht und publiziert seit vier Jahrzehnten zu Zukunftsfragen der Bildung. Seiner Auffassung nach beachtet der standardisierte Unterricht zu wenig die individuellen Persönlichkeiten der Schüler*innen. Zu sehr wird auf vergleichbare Leistungen gesetzt, viel zu wenig auf individuelle Neigungen. Es werde darüber hinaus zu sehr an überkommenen Routinen festgehalten. Daher verbinden Heranwachsende oft negative Gefühle mit der Schule. Oft entstehen diese 91 schon bei der Einschulung, bei der die Kinder „nach Alterskohorten sortiert, in anregungsarmen Klassenzimmern“ (S. 11) landen. Leidenschaft ist für Burow ein Schlüssel zum Lernerfolg. Das Lernen dürfe sich nicht wie harte Arbeit anfühlen: „Lernfreude, Veränderungsbegeisterung, ja Leidenschaft sind gefordert, wenn wir etwa zum Aufbau eines Bedürfnisses nach »lebenslangem Lernen« beitragen wollen“ (S. 17). Wählen Heranwachsende ihre eigenen Ziele, können sie ihr Lerntempo selbst bestimmen und sind zu größeren Anstrengungen bereit. Burow nimmt dabei Bezug auf Bildungswege berühmter Persönlichkeiten, darunter Basketball-Champion Dirk Nowitzki oder Bauhaus-Begründer Walter Gropius. Ebenso befasst sich der Autor größtenteils differenziert mit dem kreativen Einsatz von KI und ChatGPT, ohne dabei pessimistisch oder euphorisch zu sein. ChatGPT könne „ein nützliches Werkzeug im Schul- und Unterrichtskontext sein“ (S. 93). Zu dieser Einschätzung kommt der Bildungswissenschaftler jedoch nicht nur selbst. Vielmehr hat er hierzu selbst ChatGPT befragt und innerhalb weniger Sekunden Antworten zu etwaigen Vorteilen und Nachteilen erhalten. ChatGPT und KI können laut Burow, was Schule und Unterricht anbelangt, „als Gamechanger, die bisherigen Vorgehensweisen grundlegend infrage stellen“ (S. 90). Das reine Auswendiglernen und Wiedergeben von Wissen scheint in vielen Lernsituationen überholt zu sein, was er als „Abschied von der alten Pauk- und Repetierschule“ (S. 114) versteht. „Wenn wir ChatGPT in der Hoffnung nutzen, Anregungen für die Gestaltung der Zukunft – in unserem Fall für Zukünfte von Schule und Lernen – zu erhalten, müssen wir uns klar machen, dass das System Aussagen über die Zukunft nur aus Daten der Vergangenheit zusammenstellt“ (S. 102). Immer mehr müsse daher die Kollaboration oder gar der „Wettlauf zwischen Mensch und Maschine“, wie Burow es nennt, in den Blick genommen werden (S.123). Letztere ist schlussendlich bereits jetzt in der Lage, innerhalb weniger Sekunden Rechenzeit beispielsweise Textentwürfe vorzulegen. „In Würdigung dieser durchaus trivialen Leistung“, schreibt Burow angesichts der Textvorschläge für ein etwaiges „Manifest für leidenschaftliche Bildung“, „muss ich anerkennen, dass ChatGPT schon in seiner derzeitigen Form ein hilfreicher Assistent, vielleicht sogar eine Art virtueller Synergiepartner ist“ (S. 123). Daher fordert er seine Leser*innen direkt auf, sich ein eigenes Manifest zu überlegen. ChatGPT und KI sind sicherlich nicht das Patentrezept, um das Schulsystem wieder in der Zeit angemessene Bahnen zu lenken. Doch bei der Lektüre wird deutlich, dass es mit den bisherigen eingefahrenen Bahnen nicht weitergehen kann, dass es aber auch große Anstrengungen braucht, um Veränderungen herbeizuführen. Burows Manifest ist daher auch ein leidenschaftlicher Impuls für einen ebenso leidenschaftlichen Diskurs. Heinrike Paulus arbeitet freiberuflich als Journalistin. Ihre Schwerpunkte sind Themen der Bereiche Kultur und Literatur, Kommunikation und Medien, Wissenschaft und Bildung sowie Religion. Darüber hinaus ist sie im Kulturmanagement und als Medienpädagogin tätig. Burow, Olaf-Axel (2024): Mit KI zu leidenschaftlicher Bildung. Ein Manifest. Weinheim, Basel: Beltz. 137 S. 22,00

    Hoffmann, Peter (2024). Next Generation Internet. Die Verschmelzung von Realität und Virtualität im Metaversum. Wiesbaden: Springer Vieweg. 239 S., 32,99 €.

    No full text
    In seinem neuen Buch betrachtet der Medieninformatiker und Hochschullehrer für Wirtschaftsinformatik, Peter Hoffmann, die spannende Welt des Metaverse aus verschiedenen Perspektiven. Hierbei beleuchtet der Autor sowohl Chancen als auch Risiken. Dabei führt er die Leser*innen durch die komplexen Definitionen des Metaverse und seine Entstehungsgeschichte. Es werden verschiedene Facetten des Metaverse beleuchtet. Hierbei wird sich mit den Begriffen Realität und Virtualität sowie deren Zwischenstufen wie Virtual oder Augmented Reality auseinandergesetzt und diese werden kritisch betrachtet. Besonders interessant sind die Betrachtung der Verschmelzung von Realität und virtuellen Welten, sowie die potenziellen Gefahren, die durch die Asynchronität dieser Welten entstehen können. Hoffmann stellt dabei die Frage, inwiefern eine ‚Entschmelzung‘ bestimmter Teilaspekte vorteilhaft sein könnte. Der Autor widmet sich auch der ökonomischen Dimension des Metaverse und betrachtet es als ein neues Wirtschaftssystem, in dem neue Handlungsfelder entstehen können. Der Autor reflektiert auch darüber, warum das Metaverse oft nur oberflächlich und anwendungsbezogen diskutiert wird, und stellt Organisationen sowie die Perspektiven von Fachleuten und Benutzer*innen zu diesem Thema vor. Zuletzt werden die enormen Potenziale des Metaverse besprochen und Bezüge zum Thema KI hergestellt. Das Buch endet mit einer interessanten Reflexion darüber, ob das Thema Metaverse gar bereits an Bedeutung verloren hat. Hoffmann, Peter (2024). Next Generation Internet. Die Verschmelzung von Realität und Virtualität im Metaversum. Wiesbaden: Springer Vieweg. 239 S., 32,99 €

    #61 – Kleinkinder und Medien Folge 1 - Fachredaktionstalk mit Kathrin Demmler, Klaus Lutz und Günther Anfang

    No full text
    Kleinkinder und Medien - zwischen Verunsicherung und Verantwortung Zentral ist bei unserer neuen Reihe die Frage, wie sich Medien auf die Entwicklung der Allerkleinsten im Alter von ein bis drei Jahren auswirken und wie eine sinnvolle Befassung mit den Medienerfahrungen aussehen kann: im Kontext der Familiensituation, der Bedingungen in Einrichtungen der frühen Bildung sowie unter den gegebenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Es soll damit zu einer Versachlichung der Diskussion beigetragen werden und all jene mit Hintergrundinformationen und praktischen Tipps unterstützt werdem, die sich tagtäglich für ein gutes Aufwachsen von Kindern einsetzen. Statt programmatischer Forderungen geht es schließlich darum, die Allerkleinsten im Prozess des Aufwachsens mit besonderer Sorgfalt zu begleiten und ihre Kompetenzen im Umgang mit Medien zu stärken. Kathrin Demmler, Direktorin des JFF - Institut für Medienpädagogik, Klaus Lutz, Geschäftsführer des Medienzentrums Parabol und Günther Anfang, Medienpädagoge und Digitalcoach, stellen in dieser Folge ihre Sicht auf das Thema dar. Hier geht\u27s zu unserer neuen Ausgabe 24/1 Kleinkinder und Medien

    0

    full texts

    2,802

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    merz Zeitschrift für Medienpädagogik
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇