merz Zeitschrift für Medienpädagogik
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    Bernd Schorb zum Abschied als Herausgeber

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    Nach mehr als 35 Jahren als Herausgeber verabschieden wir Prof. Dr. Bernd Schorb aus der merz. Über Jahrzehnte hinweg hat er die Zeitschrift geprägt, weiterentwickelt und mit seiner Haltung, seinen Ideen und seiner Ausdauer maßgeblich gestaltet. Zur Würdigung seines herausragenden Engagements hielt Prof. Dr. Friedrich Krotz eine persönliche Rede, die wir an dieser Stelle dokumentieren

    Ergebnisse der Mediensozialisationsforschung mit Kindern reflektieren

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    Das Reflektieren von medienpädagogischen Forschungsergebnissen gemeinsam mit der befragten Zielgruppe kann Chancen für die Medienkompetenzförderung von Kindern und die Weiterentwicklung der Forschung bieten. Im Beitrag wird die praktische Umsetzung einer solchen Reflexion von Ergebnissen einer Mediensozialisationsstudie vorgestellt und es wird ein Fazit mit Blick auf beide Zielperspektiven gezogen

    Das glaubst du?! Angebote zur Unterstützung von Meinungsbildungsprozessen und Medienvertrauen

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    Niedriges Vertrauen und das soziale Umfeld stehen im Zusammenhang mit einer erhöhten Anfälligkeit für Desinformation und Verschwörungsglauben. Im Artikel wird erläutert, wie ein niedriges institutionelles und interpersonales Vertrauen den Zugang zu Fakten und die Akzeptanz von Desinformation beeinflussen. Es werden darüber hinaus Handlungsoptionen für die Arbeit mit Heranwachsenden zur Förderung von Meinungsbildungsprozessen und der Stärkung des Medienvertrauens vorgestellt

    Erinnerung digital vermitteln: Ein Gespräch mit Nathalie Jacobsen über die Visual Novel \u27Max Mannheimer - Ben Jakov - eine Holocaustgeschichte\u27

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    Im Gespräch schildert Nathalie Jacobsen den Entstehungsprozess, das Thema und die Ästhetik der Visual Novel ‚Max Mannheimer – ben jakov – Eine Holocaustgeschichte‘ des Max Mannheimer Studienzentrums. Zentral ist die Frage, wie Erinnerungskultur heute digital und interaktiv vermittelt werden kann und wie eine solche Erzählung Verantwortung gegenüber Geschichte, Person und Spielenden trägt

    (Ein-)Blick in deutsche Klassenzimmer: Kernelemente und Herausforderungen bei der Förderung von Medienkompetenz

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    Die Digitalisierung im Schulwesen bringt insbesondere im Fremdsprachenunterricht und in der Lehrer*innenausbildung Chancen und Herausforderungen mit sich. Das Experteninterview mit Pascal D. Hülswitt vom Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung beleuchtet zentrale Hemmnisse und Gelingensbedingungen für den nachhaltigen Einsatz digitaler Medien im Unterricht

    Handbuch Gaming & Rechtsextremismus: Brandenburg, Aurelia, Schlegel, Linda & Zimmermann, Felix (Hrsg.) (2025). Handbuch Gaming & Rechtsextremismus. Voraussetzungen | Einstellungen | Prozesse | Auswege. Bundeszentrale für politische Bildung. 356 S., Online: kostenlos, Druckware: 5 €.

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    Seit dem Aufkommen von Computerspielen bis heute wird die Gaming-Szene wiederholt mit Gewalttaten wie rechtsterroristischen Anschlägen oder Amokläufen in Verbindung gebracht. Den Autor*innen zufolge sind Games jedoch nicht die Ursache für solche Gewaltdelikte. Auf der anderen Seite postulieren sie, „dass sich Aggressionssteigerungen beim Spielen bestimmter Games nachweisen lassen“ (S. 12). Auch wenn Verbotsversuche und negativ konnotierte Generalisierungen ihrer Ansicht nach nicht zu rechtfertigen sind, ist ein Zusammenhang zwischen Gaming und Extremismus trotzdem nicht von vornherein von der Hand zu weisen. Das Handbuch stellt den Versuch einer offenen, fundierten und vorurteilsfreien Diskussion dar, die – anders als die sogenannte ‚Killerspieldebatte‘ – eine kritische Auseinandersetzung mit sowohl positiven als auch negativen Aspekten hinsichtlich Gaming und Rechtsextremismus ermöglichen soll. Im ersten Kapitel Voraussetzungen geht es unter anderem um die Bedeutung des Themas für die politische Bildung, soziale Kontexte von Computerspielkulturen und die Games-Produktion. Anschließend werden diverse Diskriminierungsformen wie Rassismus und Ableismus thematisiert. Im Kapitel Prozesse wird beleuchtet, wie rechtsextreme Akteur*innen auf Gaming(-nahen)-Plattformen agieren und neue Anhänger*innen rekrutieren. Daran anknüpfend, werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie rechtsextremen Gaming-Inhalten und -Akteur*innen begegnet werden kann, zum Beispiel durch Jugendarbeit und gezielte Maßnahmen auf politischer Ebene. Ebenfalls hervorzuheben ist das letzte Kapitel, in dem Initiativen und Projekte wie Keinen Pixel dem Faschismus! präsentiert werden, die Einblicke in die Praxis geben. Das Werk richtet sich an Menschen, die die Mechanismen und Prozesse im Kontext Gaming und Rechtsextremismus besser verstehen wollen. Dank der fundierten Betrachtung sowohl positiver als auch negativer Aspekte und des Aufzeigens von Handlungsalternativen gelingt eine offen kritische, jedoch nicht abwertende Diskussion.&nbsp

    Hass im Netz und die Konstruktion des ‚guten‘ Diskurses: Eine machtkritische Analyse

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    Hass im Netz ist nicht nur ein Problem, sondern ermöglicht es einer bürgerlichen Position, hegemoniale Ansprüche zu bekräftigen und zu legitimieren. Der Beitrag geht somit dem nach, was im Gegensatz zum abzulehnenden Diskurs als ‚gut‘ gezeichnet wird. In diesem Gegensatz steht die bürgerliche Welt des Etablierten/Status quo als Ort, in dem der ‚gute‘ Diskurs bereits erfüllt ist. Sie dient sich somit als Standard und Vorbild für die sozialen Medien an und kann dabei gesellschaftliche Kräfte mobilisieren, indem sie sich als bedroht und schützenswert darstellt.Hate on the internet is not only a problem, but also enables a bourgeois position to reinforce and legitimize hegemonic claims. The text explores what is characterized as ‘good’ in contrast to the rejected ‘bad’ discourse. In this contrast, the bourgeois world of the status quo presents itself as a space in which the ‘good’ discourse is already fulfilled. This space thus serves as a standard and role model for social media and can mobilize social forces by presenting itself as threatened and worthy of protection

    Stichwort Cultural Marketing

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    Heutzutage ist es wichtig, dass Unternehmen eine tiefgehende Verbindung mit ihren Kund*innen aufbauen. Cultural Marketing gilt als eine Möglichkeit, den Verkauf neuer Produkte mit dem Aufbauen einer kulturellen Verbindung zu Kund*innen zu vereinen. Es geht darum, nicht nur oberflächlich mit Kund*innen in Kontakt zu treten, sondern sich an die kulturellen Gegebenheiten, Werte, Normen sowie an deren Gewohnheiten anzupassen. Ein tiefgreifendes Verständnis der Zielgruppen ist unerlässlich, um diese kulturelle Sensibilität optimal zu nutzen. Sprache spielt dabei eine entscheidende Rolle. Das Potenzial dieser Strategie wurde zum Beispiel von der Marketingagentur Serviceplan er-kannt, die zum 01. Januar 2024 das Angebot Serviceplan Culture für den deutschen Markt eingeführt hat. Das Team – bestehend aus Niko Backspin aus dem Bereich Hip-Hop-Content, Ex-TikTok Managerin Franziska Gregor und dem Kommunikationsexperten Sven Labenz – strebt an, Cultural Marketing auch bei Bestandskund*innen zu etablieren und das Angebot zeitnah auf internationaler Ebene auszuweiten. Doch es ist Vorsicht geboten: Cultural Marketing bringt auch Risiken mit sich. Eine unachtsame Handlung kann schnell als kulturelle Aneignung wahrgenommen werden und somit das Vertrauen der Kund*innen untergraben. Kulturelle Aneignung bezieht sich auf das unreflektierte Übernehmen von Kulturelementen in falscher oder verzerrter Weise, was zur Förderung bzw. Manifestierung von Stereotypen führen kann. Um sich klar von kultureller Aneignung abzugrenzen, ist es demnach wichtig, den Zielgruppen Wertschätzung und Respekt entgegenzubringen und sich intensiv mit ihnen auseinanderzusetzen

    Empfehlungen des Voice-Projekts zu Online-Sicherheit

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    Zur Erhöhung der Online-Sicherheit von Kindern hat die Organisation End Child Prostitution, Child Pornography & Trafficking of Children for Sexual Purposes (ECPAT) International gemeinsam mit Eurochild und Terre des Hommes Richtlinienempfehlungen vorgestellt, die sich an Regierungen, Aufsichtsinstitutionen sowie Online-Plattformen richten. Darunter die Empfehlung, Online-Plattformen stärker zu regulieren und Sicherheitsvorkehrungen in Kooperationen mit Kindern vorzunehmen oder einen Mindeststandard für die Altersverifikation zu erstellen. Grundlage ist eine Befragung von rund 480 Kindern und über 6.000 Betreuer*innen aus 15 Ländern zu Online-Sicherheit, die ECPAT International, Eurochild und Terre des Hommes im Rahmen des VOICE-Projekts durchgeführt haben. Allerdings weist die Umfrage methodische Schwierigkeiten auf. So wurden die Kinder in den meisten Ländern für die Befragung durch Partnerorganisationen wie Terre des Hommes Netherlands, ECPAT Brasil oder ECPAT Austria ausgewählt. Die Befragten stammen also nicht zufällig aus der Gesamtbevölkerung des jeweiligen Landes, womit die Stichprobe in Bezug auf die Gesamtbevölkerung vermutlich verzerrt ist. Zudem wurden die Kinder unter anderem in einer Fokusgruppendiskussion zu Online-Sicherheit befragt. Bei einer solchen Diskussion muss man jedoch davon ausgehen, dass die soziale Erwünschtheit eine große Rolle spielt. Die Kinder könnten also dazu tendieren, entsprechend sozialer Normen oder einer dominanten Meinung der Gruppe zu antworten anstatt ihre tatsächlichen Ansichten zu schildern. Ob aus den vorgetragenen Empfehlungen tatsächlich die Stimme der Kinder spricht, ist fraglich. https://eurochild.or

    Queerness als Zielscheibe rechtsextremer Meinungsmache: Ein Gespräch mit Katrin Degen und Silvio Witt

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    Im Gespräch mit Katharina Jäntschi beleuchten Katrin Degen und Silvio Witt Herausforderungen im Umgang mit zunehmender Queerfeindlichkeit, insbesondere in Social Media und vor Ort. Witt erzählt von rechten Angriffen auf die Regenbogenflagge, Degen gibt wissenschaftliche Einblicke in die Motivation und ideologische Hintergründe dieser Angriffe. Die Diskussion umfasst die Rolle des Internets, die Bedeutung der Selbstreflexion und den Appell zur Solidarität gegen Einflüsse der extrem Rechten

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