merz Zeitschrift für Medienpädagogik
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    2802 research outputs found

    Positive Vibes statt Hate im Internet

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    Eine qualitative, nicht repräsentative Studie der Universität Klagenfurt im Auftrag von Hate­Aid hat untersucht, wie junge Erwachsene der Generation Z (18 bis 29 Jahre) Plattformen, Foren und das Internet insgesamt erleben, welche positiven und negativen Erfahrungen sie dort machen und wie sie sich das Netz der Zukunft vorstellen. Ein zentrales Ergebnis: Die meisten befragten Nutzer*innen halten sich gezielt in Online-Räumen auf, in denen sie sich wohl und sicher fühlen. Entscheidend sind dabei weniger Alter oder Geschlecht, sondern vor allem gemeinsame Hobbys, Interessen und Erfahrungen. Viele berichten von positiven Online-Communitys, in denen sie sich gegenseitig unterstützen – selbst bei schwierigen Themen wie Trauer oder Krankheit. Gleichzeitig nehmen die meisten Befragten auch digitale Gewalt und ein toxisches Klima im Netz wahr. Besonders negativ werden TikTok und X bewertet, während Facebook und Instagram gemischte ­ Reaktionen hervorrufen – je nach Gruppen und Seiten, auf denen sich die User*innen bewegen. WhatsApp, Twitch und Reddit hingegen verbinden viele mit positiven Emotionen und Erlebnissen. Interessant ist weiterhin, dass die Größe der Communitys teilweise als besonders relevanter Faktor für das gute Funktionieren von Online-Räumen genannt wird. Vor allem kleine Gruppen mit häufigem Austausch schätzen die User*innen als positiv und vertrauensvoll ein. Sehr negativ beschrieben werden hingegen Plattformen oder Gruppen, die stark vom Algorithmus gesteuert sind, wie zum Beispiel TikTok, oder auch Räume, in denen die User*innen nicht freiwillig sind, wie Klassen- oder Arbeitschats. Zwischen Sommer und Herbst 2024 wurden für die Studie insgesamt 14 Personen der GenZ (18 bis 29 Jahre) sowie 15 Personen älterer Generationen (über 30 Jahre, als Vergleichsgruppe) befragt. Die Untersuchung wurde im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. https://hateaid.org/studie-positives-internet

    [Dis]Like. Soziale Medien zwischen Zusammenhalt und Polarisierung: Zusammenhalt und Polarisierung: Zentralrat der Juden in Deutschland (Hrsg.) (2024). [Dis]Like. Soziale Medien zwischen Zusammenhalt und Polarisierung. Berlin/Leipzig: Hentrich & Hentrich Verlag. 188 S., 12,90 €.

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    Das Massaker der Hamas am 07. Oktober 2023 bedeutet für Jüdinnen*Juden weltweit eine Zäsur. Ihre analoge und digitale Realität hat sich dadurch verändert. „So wurden am 7. Oktober nicht nur die Opfer selbst zum Ziel des Terrors, sondern alle, die über ihre Handys aus der Ferne zuschauen konnten und wussten, dass die Gewalt auch gegen sie gerichtet war“ (S. 34), schreibt Hanna Veiler, Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD) von 2023 bis 2025. In einem Essay gewährt sie einen beklemmenden Einblick, was es bedeutet, von antisemitischen Beleidigungen und der Androhung von Gewalt betroffen zu sein. Infolge des 7. Oktobers kam und kommt es leider immer noch zu einem „Tsunami des Antisemitismus“ auf digitalen Kommunikationsplattformen wie X, ­ TikTok oder Instagram, verbreitet durch Einzelpersonen oder koordinierte Gruppen in Form von Kommentaren, Bildern, Memes oder Videos. Sie habe Hasskommentare von Menschen erhalten, die sie nicht kannte, von Fake­ -Accounts, „aber eben auch von vielen mir gut bekannten Personen wie alten Schulfreunden“. Gleichzeitig bleibt ein Großteil der antisemitischen Inhalte dauerhaft abrufbar: „So wird nicht nur das Potenzial größer, dass vor allem junge Menschen den Einflüssen von antisemitischer Propaganda ausgesetzt sind, sondern auch das Potenzial Jüdinnen*Juden permanent zu retraumatisieren“ (S. 38). Veilers Essay erscheint neben zehn weiteren Beiträgen in einem vom Zentralrat der Juden in Deutschland und der Denkfabrik Schalom Aleikum herausgegeben Band mit wissenschaftlichen Analysen und Handlungsempfehlungen für die Praxis. Expert*innen diskutieren aus kommunikationswissenschaftlicher, medienwissenschaftlicher, religionswissenschaftlicher, soziologischer sowie medienpädagogischer Perspektive Potenziale und Risiken Sozialer Medien und erörtern das Verhältnis von Religion, Hate Speech und Gesellschaft. Wie beeinflussen Soziale Medien die Kommunikation zwischen religiösen Gemeinschaften? Wie wirken sie sich auf den Alltag von Jüdinnen*Juden, Muslim*innen und Christ*innenaus? Warum sind Soziale Netzwerke Orte des gesellschaftlichen Zusammenhalts und gleichzeitig Plattformen für Fake News, Hass, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus? Viele Nutzende haben insbesondere nach dem Terrorangriff auf Israel und der Eskalation der Gewalt im Nahen Osten die digitale Öffentlich- keit verlassen, ihre Accounts deaktiviert oder gelöscht. Unter ihnen sind insbesondere junge Frauen, Personen mit Migrationshintergrund sowie queere Menschen. „In einer zunehmend polarisierten digitalen Welt ist es deshalb umso wichtiger, das Gespräch nicht abzubrechen und die Kontrolle über soziale Plattformen zu stärken“ (S. 14). Vor diesem Hintergrund führte die Denkfabrik qualitative Interviews mit jüdischen, muslimischen und christlichen ‚Heavy User*innen’. Zudem wurden über 100 Accounts mit einer Follower*innen-Zahl im vierstelligen Bereich auf Instagram und TikTok ausgewertet, um Einblicke in die Muster und Dynamiken der ­ digitalen Kommunikation zu gewinnen. Deutlich wird dabei: Soziale Medien verändern grundlegend, wie Menschen miteinander kommunizieren und interagieren. Die Grenzen zwischen privater und öffentlicher Sphäre verschwimmen zunehmend. Gleichzeitig werden digitale Räume zu Orten der Identitätsbildung, Vernetzung und Selbstwirksamkeit. Angesichts von Hate Speech und Anfeindungen in digitalen Räumen plädieren die Autor*innen übereinstimmend für eine generations- und altersübergreifende Medienbildung. Ziel muss es sein, einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Sozialen Medien zu fördern, um sie zu Orten des respektvollen Dialogs und der Verständigung zu machen. Gleichzeitig sollen Mediennutzende sensibilisiert werden, menschenfeindliche Ideologien zu erkennen und ihnen entgegenzutreten

    Von App bis Web. Medienkompetenz für Kinder von 3 bis 8. 30 Ideen zur digitalen Bildung und Medienerziehung: Horner, Christoph (2025). Von App bis Web. Medienkompetenz für Kinder von 3 bis 8. 30 Ideen zur digitalen Bildung und Medienerziehung. München: Don Bosco. 30 Bildkarten und Begleitheft, 21,00 €.

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    Christoph Horner hat in einem Kartenset abwechslungsreiche und praxisorientierte Projekte zur digitalen Medienerziehung in Kindertagesstätten und Grundschulen zusammengestellt. Die 30 pädagogischen, spielerischen und kreativen Ideen eignen sich für Heranwachsende zwischen drei und acht Jahren, um Medienkompetenz sowie einen verantwortungs- bewussten Medienkonsum zu fördern, ohne dabei zu überfordern. „Kinder sollen die Vielfalt der Medienwelt erkennen, Medien verstehen und lernen, sie kritisch zu hinterfragen und kreativ zu nutzen“, schreibt Horner im Vorwort des Begleithefts, das didaktische und methodische Fachinformationen umfasst. Der Pädagoge leitet die Katholische Fachakademie für Sozialpädagogik in München und unterrichtet angehende Erzieher*innen in Literatur- und Medienpädagogik. Die im übersichtlich strukturierten Kartenset vorgestellten Ideen stärken zum Beispiel das Verständnis für die Intentionen von Werbung oder für die Grundlagen des Programmierens oder der Robotik. Mithilfe der medienpädagogischen Anregungen lässt sich zugleich die Sprachentwicklung begleiten. Ebenso können Kinder in die Audioarbeit sowie in die Foto- und Videogestaltung hineinschnuppern, indem sie etwa mit Stimmen und Klängen experimentieren oder Stop-Motion-Filme gestalten. Manchmal sind zur Förderung nicht einmal unbedingt Apps und mobile Endgeräte nötig. So zum Beispiel bei einem Erzählcafé. In einer lernfördernden Atmosphäre zum Wohlfühlen werden Gesprächsanlässe geschaffen, damit Kinder von ihren Erfahrungen und Erlebnissen mit Medien erzählen können. Gleichzeitig werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Medienbildung und ein Bewusstsein für Natur und Umwelt kombiniert werden können, etwa durch ein digitales Natur-Tagebuch. In Form von Fotos können Beobachtungen künstlerisch und kreativ ausgedrückt werden. Alle Projekte lassen sich in kleinen und großen Gruppen umsetzen

    Pflicht zur Fort- und Weiterbildung in KI-Kompetenz

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    Seit dem 02. Februar 2025 sind Organisationen in der EU verpflichtet sicherzustellen, dass ihre Mitarbeitenden über ausreichende KI-Kompetenzen verfügen, wenn sie Künstliche Intelligenz (KI) beruflich nutzen. Diese Regelung ist Teil des AI Acts der EU und betrifft Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die KI etwa in Kursen, in der Verwaltung oder im pädagogischen Alltag einsetzen. Die gesetzliche Verankerung von KI-Kompetenz ist ein Novum: Der AI Act definiert sie als das Wissen, die Fähigkeiten und das Verständnis, die notwendig sind, um KI-Systeme sachkundig einzusetzen und sich möglicher Risiken bewusst zu sein. Organisationen müssen sicherstellen, dass ihr Personal entsprechend geschult ist – sowohl technisch als auch ethisch, etwa in Bezug auf Diskriminierung, Verzerrungen in Trainingsdaten oder gesellschaftliche Auswirkungen von KI. Für die Erwachsenenbildung wächst damit die Verantwortung: Weiterbildungseinrichtungen müssen Schulungsprogramme für Lehrende und Mitarbeitende entwickeln, um den Anforderungen gerecht zu werden. Besonders gefragt sind hybride Formate, die Grundlagenwissen mit praktischen Anwendungen verknüpfen. Auch Unternehmen müssen KI-Kompetenz aufbauen – nicht nur für Entwickler*innen, sondern für alle, die KI-gestützte Systeme nutzen oder deren Entscheidungen bewerten. Gleichzeitig eröffnet diese gesetzliche Verankerung neue Chancen: Bildungseinrichtungen können eine zentrale Rolle dabei spielen, zukunftsfähige Kompetenzen zu fördern und Menschen darin zu befähigen, die Entwicklungen im KI-Bereich kritisch zu begleiten und aktiv mitzugestalten. Der AI Act wurde verabschiedet, um den vertrauenswürdigen und sicheren Einsatz von KI in Europa zu fördern. Neben den Schulungspflichten enthält er Regelungen zu Transparenz, Risikobewertung und ethischen Standards für KI-Systeme. Nun sind Bildungsträger und Unternehmen gefragt, praxisnahe Qualifizierungsangebote zu entwickeln, die sowohl technische als auch ethische Aspekte der KI abdecken. https://artificialintelligenceact.eu/d

    Klimakommunikation in Social Media: Herausforderungen und Lösungsansätze

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    Der Umgang mit der Klimakrise stellt nicht nur eine politische, sondern auch eine kommunikative Herausforderung dar – insbesondere in Social Media. Der Raum, der dem Thema Sichtbarkeit verschafft, ist häufig auch Nährboden für Polarisierung und führt zu einem Diskurs, der nicht mehr auf Verständigung ausgerichtet scheint. Doch warum? Und wie können Kommunikator*innen einen positiven Beitrag zum klimapolitischen Diskurs leisten

    The moment of truth: Kinder und ihr erstes Smartphone: Befragung von Eltern und Kindern zu Aushandlungsprozessen rund um das erste Smartphone

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    Der Zeitpunkt, zu dem Kinder ihr erstes Smartphone erhalten, findet immer früher statt. Eine Befragung von Eltern und Kindern, die gerade das erste Smartphone­ bekommen haben, zeigt, dass Eltern sich ihrer Verantwortung als mediale Gatekeeper ihrer Kinder bewusst sind. Die Ergebnisse beleuchten, wie Familien mit der ­ schwierigen­ Aufgabe umgehen, ihren Kindern mit dem ersten Smartphone mediale Teilhabe zu ermöglichen und sie gleichzeitig vor ungeeigneten Inhalten zu schützen

    Differenzierter Blick auf Bildschirmzeit in der frühen Kindheit erforderlich

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    Eine Meta-Analyse von Sticca, Brauchli und Lannen (2025) widerlegt pauschale Bewertungen zur Mediennutzung bei Kleinkindern und zeigt, dass kontextuelle Faktoren entscheidend für die Auswirkungen von Bildschirmzeit auf Kinder im Alter von 0 bis 36 Monaten sind. Die Analyse von 158 Primärstudien mit über 350.000 Kindern zeigt ein differenziertes Bild: Während einige Studien negative Effekte auf den Spracherwerb sowie auf motorische und sozial-emotionale Fähigkeiten nachweisen, finden andere weder signifikant negative noch positive Effekte. Entscheidend ist vor allem, ob Medieninhalte ohne soziale Begleitung konsumiert werden – etwa ohne Interaktion mit Bezugspersonen. Drei zentrale Faktoren bestimmen den Einfluss von Bildschirmzeit auf Kinder: (1) Die Art und Qualität der Medieninhalte: Lehrreiche und informative Inhalte fördern die Entwicklung, während oberflächliche Unterhaltung potenziell schädlich sein kann. (2) Die Interaktivität des Mediums: Interaktive Medien, wie Apps, die Kinder zum Mitmachen anregen, können eine andere Wirkung haben als passive Mediennutzung wie Fernsehen. (3) Das gemeinsame Betrachten mit Bezugspersonen: Mediennutzung in Begleitung von Eltern oder anderen Bezugspersonen hat positive Auswirkungen auf die Lern- und Entwicklungsprozesse der Kinder. Demografische Faktoren wie Alter und sozioökonomischer Status beeinflussen ebenfalls die Auswirkungen. Die Autor*innen kritisieren pauschale Empfehlungen zur Bildschirmzeit und plädieren für einen differenzierten Ansatz, der die individuellen Bedürfnisse und Bedingungen der Kinder berücksichtigt. Sie betonen die methodischen Einschränkungen vieler Studien, die oft auf Querschnittsdaten basieren und somit keine kausalen Rückschlüsse zulassen. https://frontiersin.or

    forsa-Befragung zur Wahrnehmung von Desinformation

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    87 Prozent der Bevölkerung befürchten eine Gesellschaftsspaltung und 83 Prozent eine Radikalisierung durch politische Desinformation. Das ist eine der zentralen Erkenntnisse der repräsentativen forsa-Befragung zur Wahrnehmung von Desinformation im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW. Weitere Ergebnisse der seit 2019 jährlich veröffentlichten Studie: Das Vertrauen in Social-Media-Plattformen sinkt – nur noch 41 Prozent der Befragten halten es für sinnvoll, Desinformation bei Plattformen zu melden (8 Prozentpunkte weniger als 2024). Gleichzeitig verdächtigt mehr als jede*r Vierte (28 %) Medien sowie Journalist*innen, selbst Desinformation zu verbreiten. Die Befragung wurde im Januar 2025 erhoben und fand somit im unmittelbaren Kontext der vorgezogenen Bundestagswahl statt. Auffällig: Trotz des sinkenden Vertrauens stieg die Nutzung von Social Media als Informationsquelle vor der Bundestagswahl im Vergleich zur Europawahl 2024 an: 24 Prozent aller Befragten informierten sich dort (2024: 18 %), bei den unter 25-Jährigen waren es sogar 59 Prozent (2024: 48 %). Auch klassische Medien gewannen im Bundestagswahlkampf wieder an Bedeutung. Das Radio (2024: 36 %, 2025: 42 %) sowie gedruckte Tageszeitungen (2024: 34 %, 2025: 38 %) legten leicht zu. Ein deutlicher Anstieg zeigt sich bei der Nutzung des Fernsehens als Informationsquelle, von 53 Prozent im Vorjahr auf 63 Prozent im Jahr 2025. Demgegenüber steht allerdings das Misstrauen gegenüber klassischen Medien: Fast ein Drittel der Befragten (28 %) ist der Ansicht, dass Medien sowie Journalist*innen für die Verbreitung von Desinformation verantwortlich sind. Für die Studie wurden 1.005 deutschsprachige private Internetnutzer*innen ab 14 Jahren in Deutschland befragt. https://medienanstalt-nrw.d

    Studie zu Nachrichtenmedien, KI, Datenverwaltung und Demokratie

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    Der Einfluss von Des- und Fehlinformationen auf politische Prozesse wie den Ausgang von Wahlen kann nur begrenzt bzw. nicht eindeutig nachgewiesen werden. Das hat die Meta-Studie Information Ecosystems and troubled Democracy: A Global Synthesis of the State of Knowledge on News Media, AI and Data Governance (2025) des International Observatory on Information and Democracy (OID) ergeben. Unter anderem ist ein eindeutiger wissenschaftlicher Nachweis eines Zusammenhangs deshalb kaum möglich, da die hierfür benötigten Daten der Tech-Konzerne nur schwer einsehbar sind. In dem Bericht der Untersuchung geht es sowohl um Medien, Politik und Vertrauen als auch um die Auswirkungen von KI auf Informationsökosysteme und die Datenverwaltung. In diesem Kontext wird Desinformation nicht nur als ein Phänomen verstanden, sondern kann ebenfalls ursächlich für demokratische Rückschritte sein. Paradox dabei ist, dass einerseits intensiv versucht wird, gegen Fehl- und Desinformationen vorzugehen und internationale Regelungen zum Schutz der Menschenrechte zu erfüllen, andererseits jedoch durch den Einsatz von beispielsweise Künstlicher Intelligenz die Manipulation von Informationen und deren Verbreitung ermöglicht wird. Dieses Spannungsfeld stellt eine Herausforderung für demokratische Gesellschaften und das politische Miteinander dar. Im Rahmen der Meta-Studie wurden 3.095 wissenschaftliche Publikationen, Berichte und weiteres Material aus verschiedenen Disziplinen und Regionen untersucht. Durch das Aufzeigen von bereits erzielten, zukunftsweisenden Forschungsergebnissen bildet der Bericht eine gute Grundlage für Folgeüberlegungen, wie die Gesellschaft mit den Herausforderungen umgehen kann, die sich aus den sich schnell wandelnden Informations- und Kommunikationsräumen ergeben. https://observatory.informationdemocracy.or

    Bausteine und Methoden für die Jugendkulturarbeit

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    Vertrauen, persönliche Begegnungen auf Augenhöhe sowie direkte Anknüpfungspunkte an die Interessen von Heranwachsenden sind essenziell für die bildungspolitische Kulturarbeit mit Jugendlichen. Diese Erkenntnis stützt sich auf die über 20 Jahre hinweg gesammelten Erfahrungen des Vereins Cultures Interactive. Der gemeinnützige Verein zur interkulturellen Bildung und Gewaltprävention bietet bundesweit mobile Projekte für Jugendliche, junge Erwachsene und Fachkräfte an, im Zuge derer die Teilnehmenden sich auf unterschiedliche Weise mit antidemokratischen, menschenunwürdigen Einstellungen auseinandersetzen. Marie Jäger, Mitarbeiterin des Vereins und Autorin der Handreichung Smells like Teen Spirit, stellt darin die zentralen Bausteine und bewährten Methoden der Jugendkulturarbeit vor. Sie stellt heraus, dass Jugendliche sich zwar entwicklungsbedingt noch in einer Art Schonraum befänden, dass Erwachsene sie jedoch in ihren Bedürfnissen und Positionen ernst nehmen sollten. Denn gerade die Geschichte der Jugendkulturen, aber auch die Tatsache, dass diese teils bis ins Erwachsenenalter hinein und darüber hinaus praktiziert werden, verdeutlichen deren enormen Einfluss auf die Gesellschaft. Zudem sind Jäger zufolge bestehende Konzepte von jugendlichen Entwicklungsaufgaben kritisch zu sehen: Zum Beispiel wachsen Jugendliche heutzutage immer noch mit dem Konzept der Zweigeschlechtlichkeit auf, in dem sich trans- und intergeschlechtliche Heranwachsende kaum wiederfinden. Zentrale Säulen einer modernen Jugendkulturarbeit sind demzufolge Vielfalt, Menschenwürde und Kinderrechte. Für die praktische Umsetzung werden mehr als 30 Methoden vorgestellt, zum Beispiel Graffiti outside the Box, Identity-Comic und Women in Hip-Hop. Sie wurden in unterschiedlichen Settings erprobt und sind nach Jugendkulturen gruppiert. Pro Methode wird in tabellarischer Form beschrieben, was deren Ziel ist, wie ein entsprechender Workshop gestaltet werden kann und inwiefern politische Bildung und Präventionsarbeit eingebunden werden können. Das Methodenhandbuch soll dabei unterstützen, möglichst viele gute Angebote der Jugendkulturarbeit und politischen Bildung umzusetzen, was gerade in diesen Zeiten von Bedeutung ist, in denen es darum geht, unsere Demokratie und eine freie, vielfältige Gesellschaft zu stärken. https://cultures-interactive.d

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