Perspektiven auf Lehre. Journal for Higher Education and Academic Development
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Fachspezifische Professional Learning Communities aufbauen und koordinieren – aber wie? Erfahrungswissen von Community-Koordinator*innen zu Anforderungen, Herausforderungen, Handlungsstrategien und Learnings.: Eine qualitative Gruppeninterviewerhebung und -analyse
Im vorliegenden Beitrag werden Herausforderungen und Handlungsstrategien von fünf Koordinierenden fachspezifischer, hochschulübergreifender Professional Learning Communities (fPLC) eines sächsischen Verbundprojekts analysiert. Grundlage bildet ein Gruppeninterview, ergänzt durch den Vergleich mit Forschungsergebnissen aus einem Literaturreview. Die Ergebnisse zeigen, dass die wahrgenommenen Herausforderungen von der Zusammensetzung der Communities und ihrer strukturellen Einbettung in die jeweilige Hochschule sowie in das Verbundprojekt insgesamt abhängig sind. Das individuelle Bewältigungshandeln der Koordinierenden kann demnach lediglich begrenzt Einfluss auf diese Herausforderungen nehmen
Arbeitswissenschaftlich innovativ – studierendenzentrierte Gestaltung eines hybriden Lehr-Lernraums
Beschrieben wird die studierendenzentrierte Gestaltung einer ingenieurwissenschaftlichen Lehrveranstaltung, die asynchrone Selbstlernphasen mit synchronem Austausch in einem hybriden Lehr-Lernraum kombiniert. Das Konzept der Lehrveranstaltung berücksichtigt die Anforderungen einer heterogenen Zielgruppe und kann im Spektrum zwischen Präsenz- und Online-Lehre adaptiv konfiguriert werden. Der Einsatz multimedialer und kompetenzorientierter Lehr-Lernmaterialien sowie eine bedarfsorientierte Betreuung ermöglichen den Studierenden individuelle und selbstgesteuerte Lernprozesse
FuN – Fachdisziplin und Nachhaltigkeit
Obwohl die großen Herausforderungen unserer Zeit multidisziplinäre Lösungsansätze erfordern, sind Studienangebote an Hochschulen immer noch überwiegend monodisziplinär und haben oft einen eher schmalen Fokus. In der fakultätsübergreifenden Lehr-Lernveranstaltung „FuN – Fachdisziplin und Nachhaltigkeit“ hinterfragen die Teilnehmenden kritisch die Stärken, Schwächen und Grenzen ihrer Disziplin und setzen sie in den Kontext eines ganzheitlichen, multidisziplinären Lösungsprozesses. Die Ergebnisse der ersten beiden Durchführungen zeigen, dass die Teilnehmenden durch das gezielte „Heraus-Zoomen“ und das gegenseitige Infrage-Stellen der eigenen Disziplin wertvolle neue Einsichten über ihr Fachstudium gewinnen. Gleichzeitig erhalten die verschiedenen Fakultäten wichtige Hinweise auf mögliches Verbesserungspotenzial hinsichtlich der Förderung von Nachhaltigkeitskompetenzen durch ihre Studienangebote
Praktische Anwendung der Messtechnik in kooperativen Projektgruppen
Das Lernen und Lehren von morgen muss sich an die rasanten technologischen Fortschritte und gesellschaftlichen Veränderungen anpassen. Alternative Lernformate sollten die notwendige Flexibilität bieten, um unterschiedliche Lernbedürfnisse zu berücksichtigen, praxisnah und relevant sein sowie Schlüsselkompetenzen in fachlicher, individueller und zwischenmenschlicher Hinsicht fördern. Die möglichen positiven Lernerfolge durch das Arbeiten in kooperativen Gruppen an praktischen Versuchsständen im Bereich nachhaltiger Technologien wurden im Rahmen des Projekts „PAMKOP“ untersucht
Studentische Partizipation im KI-gestützten Selbststudium – Erkenntnisse aus der Entwicklung didaktischer Use Cases für ein Hochschul-Assistenz-System
Digitale Bildungstechnologien werden schon seit Jahren als Chance für studentische Partizipation gehandelt. In Anbetracht der rasanten Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) gilt es nun jedoch zu evaluieren, inwiefern KI-basierte Anwendungen beitragen können, Studierende noch stärker in die Gestaltung ihrer Lernprozesse einzubeziehen. Dieser Beitrag zeigt am Beispiel des BMBF-geförderten Verbundprojekts HAnS, wie auf Grundlage didaktischer Use Cases das mögliche Ausmaß der studentischen Partizipation im KI-gestützten Selbststudium evaluiert werden kann
Der ‚Didaktische Doppeldecker‘ für die digitalisierte Lehre – Theoretische Anknüpfungspunkte und praktische Umsetzungsmöglichkeiten am Beispiel der Qualifizierung studentischer Tutor:innen
Mit dem neuen Standard digitalisierter Lehre ist die Hochschuldidaktik aufgefordert, Lehrende (auch weiterhin) für diese zu qualifizieren – u.a. indem sie lernförderliches Lehrhandeln in digitalisierten Lernumgebungen modellhaft erfahrbar macht. Im Beitrag stellen wir theoretische Ansätze vor, die das Prinzip des ‚Didaktischen Doppeldeckers‘ begründen, arbeiten Besonderheiten des digitalisierten Lehrens und Lernens heraus und skizzieren eine erfahrungsorientierte Herangehensweise zum Einsatz des ‚Didaktischen Doppeldeckers‘ in einem digitalen Workshop für studentische Tutor:innen
Decoding Political Thought: A Fresh Take on What’s Holding Students Back from Learning
The responsibility for overcoming learning barriers in universities is too often placed on students. The framework of Decoding the Disciplines calls for a change of perspective by focusing on implicit knowledge as a learning obstacle. This Scholarship-of-Teaching-and-Learning study is dedicated to the decoding of political thought by conducting the first five steps of the decoding wheel. The steps are illustrated with a concrete example in a political theory seminar on the subject of power as a central concept in the work of Thomas Hobbes. As a tool, Conceptboard was used.The responsibility for overcoming learning barriers in universities is too often placed on students. The framework of Decoding the Disciplines calls for a change of perspective by focusing on implicit knowledge as a learning obstacle. This Scholarship-of-Teaching-and-Learning study is dedicated to the decoding of political thought by conducting the first five steps of the decoding wheel. The steps are illustrated with a concrete example in a political theory seminar on the subject of power as a central concept in the work of Thomas Hobbes. As a tool, Conceptboard was used
Students as Partners: Potenziale und Grenzen der Umsetzung in einem sächsischen Verbundprojekt
Eine Zielstellung im sachsenweiten Verbundprojekt “Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ Umsetzen :: Competencies Connected (D2C2)” ist es, studentische Partizipation im Sinne des Students as PartnersAnsatzes umzusetzen, wodurch ein partizipatives und gemeinschaftliches Miteinander gefördert werden soll. Um herauszufinden, inwiefern die Umsetzung des Ansatzes im Projekt gelingt, wurde mit 33 studentischen und wissenschaftlichen Mitarbeitenden eine qualitative Befragung und anschließend eine standardisierte Onlinebefragung durchgeführt. Neben fördernden Merkmalen, wie die gute Einarbeitung und Begleitung im Projekt, können durch die Erhebung andere Faktoren, wie etwa eine erschwerte Vereinbarkeit von Studium und Arbeit, festgestellt werden, die die Zusammenarbeit von Studierenden und den wissenschaftlichen Mitarbeitenden erschweren. Die Umsetzung von Students as Partners im Projekt kann daher nicht nur positiv betrachtet werden. Sie benötigt eine stetige kritische Auseinandersetzung und bietet gleichzeitig Anstöße für einen hochschulübergreifenden Wandel hin zu mehr Partizipation
Perspektivwechsel: SoTL und die Rolle von Hochschuldidaktiker:innen
Der Artikel gibt einen Einblick darin, wie divers die Beteiligung von Hochschuldidaktiker:innen an Projekten im Bereich Scholarship of Teaching und Learning (SoTL) ausfällt. Statt die Sichtweisen durchführender Lehrender in den Blick zu nehmen, fokussiert der Artikel dabei bewusst die unterschiedlichen Perspektiven der Hochschuldidaktiker:innen selbst. Nach einer kurzen Einordnung in den allgemeinen Diskurs um SoTL und die typischen Rollen, die hochschuldidaktisch Tätige in SoTL-Projekten einnehmen, wendet sich die Analyse Perspektiven aus der Hochschuldidaktik in Sachsen zu. In einer sachsenweiten Umfrage wurden Hochschuldidaktiker:innen zu ihren bisherigen Erfahrungen mit SoTL-Projekten befragt. Es zeigt sich, dass SoTL in der sächsischen Hochschuldidaktik weit bekannt ist, jedoch bei der Umsetzung von SoTL-Vorhaben sowohl für Lehrende als auch für hochschuldidaktisch Tätige einige Hürden bestehen. Als ein Lösungsansatz wird abschließend die Idee einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Lehrenden vorgestellt