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Social inequalities and poverty: Combatting increased vulnerability : G7 Science Academies' Statement 2024
This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G7 states under the leadership of the Italian Accademia Nazionale dei Lincei to provide scientific advice to the G7 Summit of Heads of State and Governments in Italy in 2024. Over the past 30 years, the global poverty rate has declined sharply. However, the consequences of the COVID-19 pandemic have led to an increase in extreme poverty. Poverty is a multi-dimensional phenomenon. In addition to income poverty, factors including the effects of ill health or malnutrition, lack of clean water, electricity or formal education, and poor working conditions play a role. To combat poverty, the science academies of the G7 states propose a change in strategy which better reflects this multi-dimensionality. To this end, reliable infrastructure (e.g. for water, food, energy, and healthcare) must be created and access to education ensured. Particular focus should be placed on women and other marginalised groups. This includes combating gender-based violence and fostering participation by discriminated demographics. In particular, the S7 academies advocate for the support of nations in Sub-Saharan Africa, as this region is the most at risk in the world in terms of a variety of risk factors and dimensions of inequality while simultaneously being particularly affected by the consequences of climate change.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung der italienischen Accademia Nazionale dei Lincei zur Beratung des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der G7 Staaten in Italien im Jahr 2024 erarbeitet. Die weltweite Armutsquote ist in den vergangenen 30 Jahren stark zurückgegangen. Doch aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie kam es wieder zu einem Anstieg der extremen Armut. Armut ist ein multidimensionales Phänomen. Neben der Einkommensarmut spielen auch andere Faktoren eine Rolle, beispielsweise die Auswirkungen schlechter Gesundheit oder Unterernährung, der Mangel an sauberem Wasser, Strom oder Schulbildung oder schlechte Arbeitsbedingungen. Die Wissenschaftsakademien der G7-Staaten empfehlen einen Strategiewechsel in der Armutsbekämpfung, die diese Mehrdimensionalität in den Blick nimmt. Dabei ist die Schaffung einer zuverlässigen Infrastruktur (z. B. für Wasser, Nahrung, Energie und Gesundheitsversorgung) ebenso wie der Zugang zu Bildung entscheidend. Ein besonderes Augenmerk sollte Frauen und anderen benachteiligten Gruppen gelten. Dazu gehört auch die Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt und die Schaffung von Teilhabe für diskriminierte Gruppen. Die S7-Akademien sprechen sich besonders für die Unterstützung der Länder in Subsahara-Afrika aus, da dies in Bezug auf viele Risikofaktoren und Dimensionen der Ungleichheit insgesamt die am stärksten gefährdete Region der Welt ist und zusätzlich besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen ist
Zukunftswerkstatt "Landwende: Wie wollen wir leben?": Unsere Vision
Wie soll die Landnutzung der Zukunft aussehen? Wie lassen sich der Erhalt der Biodiversität, der Schutz des Klimas, die Sicherung der Ernährungssouveränität und gesellschaftliche Gerechtigkeit miteinander vereinen? Welche Trends müssten verstärkt, welche Hürden abgebaut werden? Diesen und weiteren Fragen sind rund 30 junge Erwachsene im Rahmen der Zukunftswerkstatt „Landwende – Wie wollen wir leben?“, die vom 3.-7. April 2024 unter der Leitung von Prof. Katrin Böhning-Gaese ML an der Leopoldina stattfand, nachgegangen. Ihre Antworten auf diese Fragen finden sich in dieser Graphic Novel. Es handelt sich hierbei explizit um die Ideen und Meinungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zukunftswerkstatt. Wenn Sie sich für die Ergebnisse interessieren, diese nutzen und verbreiten wollen, wenden Sie sich gerne an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst. Sie erreichen die Gruppe auf: kollektiv-landwende.or
Wissen kommunizieren: Leitpunkte aus der Jungen Akademie: Ein Debattenbeitrag der Projektgruppe Wissen kommunizieren
Ob Klimawandel, technologische Innovationen, Pandemien oder soziale Ungleichheit – für eine gut informierte öffentliche Debatte ist Wissenschaftskommunikation essenziell. Aber auch die Vermittlung von Wissen, das für die Gesellschaft einfach spannend oder interessant ist, ist ein wichtiger Teil der Wissenschaftskommunikation. Wir als Wissenschaftler:innen sind allerdings in erster Linie auf Forschung spezialisiert und kommunizieren unsere Ergebnisse vorwiegend innerhalb der Fachcommunity. Um unser Wissen auch effektiv mit der Öffentlichkeit teilen zu können, müssen wir anders kommunizieren. Sei es beim Erstellen eigener Beiträge für klassische und neue Medien und Plattformen, in Interviews und Gesprächen mit Journalist:innen oder in der Politikberatung. Sofern Ihr nicht unter Zeitdruck steht, könnt Ihr durch Workshops zur Wissenschaftskommunikation und durch das Verfassen von kleineren Beiträgen schrittweise Erfahrungen sammeln. Manchmal allerdings, gerade in Krisenzeiten, wird die eigene Expertise sehr plötzlich und dringend angefragt, so dass kaum Zeit bleibt, sich in die Wissenschaftskommunikation einzuarbeiten. Ganz gleich, ob Ihr langsam einsteigen wollt oder plötzlich gebraucht werdet, ob Ihr die Debatte nur verfolgt oder aktiv mitgestalten wollt – mit diesem Leitfaden möchten wir Euch eine Orientierung bieten, damit Ihr die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln der Wissenschaftskommunikation besser nutzen, verstehen und reflektieren könnt. Wir als Team der Jungen Akademie haben zahlreiche strukturierte Interviews mit Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Journalismus geführt, um Euch eine um fassende Orientierung und praxisnahe Tipps für eine erfolgreiche Wissenschaftskommunikation an die Hand zu geben. Darüber hinaus fußt dieser Leitfaden auch auf einer breit gefächerten Literaturgrundlage, die Ihr im Anhang findet. Insgesamt haben wir fünf Leitpunkte herausgearbeitet, die die Form und Grenzen der Kommunikation abstecken sollen. Ergänzend dazu haben wir konkrete Tipps und eine Checkliste zusammengestellt. Ihr findet zudem Hintergrundinformationen zu den Kommunikationskanälen, Regeln und Gepflogenheiten im Umgang mit Medienanfragen sowie Ansätze zum Umgang mit Fehlern, Angriffen oder Desinformation. Zum Abschluss präsentieren wir eine Vision der Wissenschaftskommunikation: Denn nur, wenn wir unsere Ziele formulieren, können wir sie auch erreichen. Einige Disclaimer vorab: Selbstverständlich können wir das Thema Wissenschaftskommunikation nicht in seiner gesamten Tiefe und Breite abdecken. Unser Leitfaden erhebt daher explizit nicht den Anspruch einer umfassenden wissenschaftlichen Analyse. Zudem konzentrieren wir uns auf die Interaktion mit klassischen Medien und professionellen Journalist:innen. Wir sind allerdings der Ansicht, dass für neue Plattformen, die noch vielfältigere Möglichkeiten für Kommunikation und Diskurs bieten, dieselben Grundsätze gelten. Weiterhin konzentrieren sich viele unserer Beispiele auf die empirischen Wissenschaften, zum Beispiel bei der Einordnung von Datenerhebungen oder der Erfassung von statistischer Unsicherheit. Auch hier gilt, dass die Grundprinzipien für viele andere Fachrichtungen ebenso anwendbar sind. Wählt also aus dem breiten Themenspektrum für Euch das Passende aus; sei es zur ersten Orientierung oder zum Reflektieren über die öffentliche Debatte. Trotz – oder gerade wegen – der zahlreichen Herausforderungen in der Wissenschaftskommunikation wünschen wir Euch viel Freude und Inspiration beim Lesen des Leitfadens und viel Erfolg bei Eurer Wissenschaftskommunikation! Euer Team „Wissenschaftskommunikation“ der Jungen Akademi
Parteigänger, Kollaborateure, Abtrünnige? Anmerkungen zur Analyse von Handlungsmöglichkeiten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Nationalsozialismus
Der Beitrag erörtert Handlungsmöglichkeiten von Ärztinnen und Ärzten sowie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Nationalsozialismus. Im Zentrum stehen Vernetzungen in Gestalt informeller Gruppen, die bestimmte Handlungsmöglichkeiten geschaffen und stabilisiert haben können. Es wird an Beispielen aus der Medizin dargelegt, wie diese Vernetzungen einerseits ein Handeln ermöglicht haben, in dem Distanzierungen bis zu widerständigen Aktionen dem NS gegenüber zum Ausdruck kamen. Andererseits konnten solche Verbindungen aber auch zur Ressourcenmobilisierung im Kontext der Ermordung und Forschung an den Ermordeten beitragen. In diesem Fall kann trotz der Arbeitsteilung unter den Mitgliedern eines Netzes der gesamten Gruppe jedoch eine gemeinsame Intention zugrunde gelegen haben, die es erlaubt, von einer kollektiven/vernetzten Verantwortung oder gar Schuld zu sprechen. Damit können bislang benutzte Kategorien für die Bewertungen einzelner Personen, wie Kollaboration oder Ambivalenz, durch eine zusätzliche Ebene, welche die Interaktionen innerhalb einer Vernetzung aufdeckt, ergänzt und differenziert werden. Zudem werden habituelle Prägungen einzelner Personen betrachtet. Das am Beispiel von Paul Uhlenhuth (1870 –1957) erörterte wissenschaftliche Selbstverständnis verlangte einen bis zum Zusammenbruch kämpfenden Wissenschaftler, der sich sowohl seiner Wissenschaft wie der Nation vollständig hinzugeben habe. Dieser martialische Habitus konnte eine Grundlage für Vernetzungen unter Gleichgesinnten sein und bot zudem gute Anschlussmöglichkeiten an die aggressive Exklusions- und Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten.This article discusses the possibilities for action of doctors and scientists under National Socialism. The focus is on networking in the form of informal groups, which may have created certain possibilities for action. It will be shown how these networks on the one hand made it possible to act in a way that even led to resistance actions. On the other hand, such connections could contribute to the mobilisation of resources in the context of murder and research on the murdered. In this case, despite the different division of labour among the members of a network, the entire group shared a common intention that allows us to speak of a collective/networked responsibility. Thus, usual categories for evaluating individuals, such as collaboration or mbivalence, can be supplemented by an additional level that reveals the interactions within a network. In addition, habitual imprints of individuals would be considered. The self-image of Paul Uhlenhuth (1870 –1957) for instance demanded a scientist fighting to the point of collapse, who had to devote himself to both his science and the nation. This martial habitus could be a basis for networking among like-minded people and offered opportunities for connection to the National Socialists’ policy of exclusion and extermination
Fallstricke, Sackgassen, Auswege: NS-Belastungsforschung jenseits der „Individualisierung des Faschismusproblems“
Der Beitrag legt die Fallstricke und Sackgassen einer Erforschung der „politischen Verstrickung“ der bundesrepublikanischen Eliten im Nationalsozialismus frei, die sich auf den Begriff der „Belastung“ stützt. Obgleich der Begriff die öffentliche wie wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus maßgeblich anleitet, besteht über seine Definition kein Konsens. Der Beitrag zeigt, dass sich dahinter ein grundsätzliches Problem verbirgt, das in der Unschärfe der NS-Weltanschauung sowie den spezifischen Bedingungen der nationalsozialistischen Öffentlichkeit begründet ist. In paradoxer Weise erweist es sich damit als unmöglich, eindeutige Kriterien festzulegen, an denen sich nationalsozialistisch überzeugte Personen verlässlich identifizieren ließen, obgleich sich in den Jahren zwischen 1933 und 1945 fraglos so viele Deutsche zum Nationalsozialismus bekannten, wie niemals zuvor und danach. Der Belastungsbegriff scheitert aber nicht nur am eigenen Anspruch. Er befördert trotz seiner aufklärerischen Intention zugleich eine „Individualisierung des Faschismusproblems“ (Lutz Niethammer), die Historikerinnen und Historiker an den Entnazifizierungsverfahren der frühen Nachkriegszeit selbst scharf kritisieren und die dem heutigen Wissenstand zur Funktionsweise der NS-Gesellschaft nicht standhalten kann. Vor diesem Hintergrund skizziert der Beitrag Möglichkeiten einer Analyse individueller NS-Vergangenheiten jenseits des Belastungskonzeptes, die gleichermaßen die Bedingungen politischen Verhaltens im Nationalsozialismus wie das Handeln konkreter Personen zu dieser Zeit aufzuklären vermag.This article exposes the pitfalls and dead ends of research into the “political entanglement” of post-war elites in National Socialism, which is based on the concept of “Belastung”. Although the term has been a major factor in the public and academic debate on National Socialism, there has been no consensus on its definition to date. The article shows that a fundamental problem lies behind this, which is rooted in the blurriness of the Nazi worldview as well as the specific conditions of the National Socialist public sphere. Paradoxically, it proves impossible to establish distinct criteria by which National Socialist convicts could be reliably identified, although in the years between 1933 and 1945 more Germans unquestionably professed National Socialism than ever before or since. However, the concept of incrimination does not only fail in its own claim. Despite its enlightening intention, it also promotes an “individualisation of the problem of fascism” (Lutz Niethammer), which historians themselves sharply criticise in the denazification procedures of the early post-war period and which cannot stand up to todayʼs knowledge of how Nazi society functioned. Against this backdrop, the article concludes by outlining possibilities for analysing individual Nazi pasts beyond the concept of incrimination, which can equally focus on the conditions of political behaviour under National Socialism and the actions of concrete individuals
Politik in der Wissenschaft: Zur Evaluierung von „NS-Belastung“ in wissenschaftlichen Kontexten
Die Erforschung der NS-Vergangenheit und die Aufarbeitung der „NS-Belastung“ von Behörden, Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen erlebte in den letzten Jahren eine beachtenswerte Konjunktur. Dabei spielte der Begriff der „NS-Belastung“ der historischen Akteure eine zentrale Rolle. Die „Belastung“ wurde dabei oft mit Umfang, Zeitpunkt und Dauer der Mitgliedschaft in NS-Organisationen (NSDAP) gleichgesetzt. Diese Reduktion wird wegen des tendenziell formalen Charakters im Herangehen zunehmend kritisch diskutiert. Der vorliegende Band weitet am Beispiel ausgewählter Gruppen von Akademiemitgliedern (z. B. Psychiatern und Psychologen, Mathematikern u. a.), ausgewählten Biographien und Fallstudien den Blick von individuellen Haltungen und Verhaltensweisen auf strukturelle Bedingungen, die Zwänge und Handlungsspielräume für die Akteure ausmachten. Zudem werden die historische Wandelbarkeit des Begriffs „Belastung“ und die unterschiedlichen Herangehensweisen in Ost und West im Kontext der „Entnazifizierungs“-Prozeduren problematisiert
Science for Global Transformation: Science 20 Communiqué, G20 Brazil 2024
This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G20 states under the leadership of the Academia Brasileira de Ciências (ABC) to provide scientific advice to the G20 Summit of Heads of State and Governments in Brazil in 2024. The United Nations’ (UN) Agenda 2030 sets out clear objectives for a globally sustainable society. Scientific knowledge plays an important role in this transformation. In advance of the G20 Summit on 18 and 19 November 2024 in Rio de Janeiro/Brazil, the G20 science academies (Science20), including the German National Academy of Sciences Leopoldina, have published the joint statement “Science for Global Transformation”. In the statement the academies recommend specific measures to advance the UN’s Sustainable Development Goals in areas including energy transition, artificial intelligence, bioeconomy, health, and social justice.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G20-Staaten unter Federführung der Academia Brasileira de Ciências (ABC) zur Beratung des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der G20 Staaten in Brasilien im Jahr 2024 erarbeitet. Mit der Agenda 2030 setzten sich die Vereinten Nationen (UN) klare Ziele für eine weltweit nachhaltige Gesellschaft. Wissenschaftliche Erkenntnisse leisten einen wichtigen Beitrag zu dieser Transformation. Im Vorfeld des Gipfeltreffens der G20-Staaten am 18. und 19. November 2024 in Rio de Janeiro/Brasilien haben die G20-Wissenschaftsakademien (Science20), darunter die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die gemeinsame Stellungnahme „Science for Global Transformation“ veröffentlicht. Darin empfehlen sie den G20-Staaten konkrete Maßnahmen, die das Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele unterstützen, unter anderem in den Themenbereichen Energiesystem, künstliche Intelligenz, Bioökonomie, Gesundheit und sozialer Gerechtigkeit
Pancreatic Islet Transplantation in the Anterior Chamber of the Eye to Treat Diabetes Mellitus
Today there are more than 400 million people with diabetes worldwide and one of the major problems for the healthcare system is that diabetes is spreading like an epidemic. With regard to treatment of type 2 diabetes and its severe complications the primary focus is to identify novel and more specific drugable targets and then, based on these targets, design new drugs that can be applied for more effective pharmacological regimens of the disease. In type 1 diabetes one major problem is to improve the success rate of islet transplantation. It is clear that the liver is not the optimal site for islet transplantation and there is a need for a local that is more appropriate for pancreatic islet function and survival. Since diabetes is a heterogeneous disease, there is an immediate need for the development of novel more personalized pharmacological treatment strategies. The latter will require the existence of precise in vivo readout systems. Two major challenges in islet cell biology are to understand regulation of islet cell function and survival in the living organism and the extent to which experimental work in rodents reflects the human islet. By using the anterior chamber of the eye as a transplantation site and the cornea as a natural body window we can image islet cell biology in vivo, non-invasively, longitudinally at single cell resolution. I will discuss novel aspects of this in vivo imaging approach involving metabolic islet cell imaging, reporter islet cell imaging, islet cell signaling, islet cell immunology as well clinical islet transplantation. I will also discuss how this approach can be applied to human/non-human primate islets enabling direct comparison with rodent islets in terms of key regulatory steps in islet cell signal-transduction. Finally, I will give some thoughts on future applicability of the living window approach
Kontakt zwischen Gruppen kann die Beziehungen verbessern – häufig, aber nicht immer
Kontakt zwischen Mitgliedern unterschiedlicher Gruppen kann helfen, Vorurteile, Diskriminierung und Gewalt zwischen diesen Gruppen zu reduzieren. Dazu sollte der Kontakt auf Augenhöhe stattfinden, und die Mitglieder aus den unterschiedlichen Gruppen sollten kooperativ ein gemeinsames Ziel verfolgen. Neben direkten, physischen Begegnungen haben sich vorgestellte Kontakte, das Wissen um die Wahrnehmung von Kontakten durch andere Mitglieder der eigenen Gruppe und Kontakte unter Verwendung elektronischer Medien als effektiv erwiesen. Kontakt wirkt, weil er gegenseitige Ängste reduziert, die Empathie für die andere Gruppe steigert, Informationen über die andere Gruppe vermittelt und ethnozentrische Perspektiven auf die eigene Gruppe und ihre Normen und Verhaltensgewohnheiten relativiert. Damit positive Kontakterfahrungen mit einzelnen Mitgliedern der fremden Gruppe auf die gesamte Gruppe ausstrahlen, sollte die Gruppenzugehörigkeit der konkreten Interaktionspartnerinnen und -partner bewusst sein – wenn nötig nach einer ersten Phase personenbezogener Interaktion. Menschen versuchen manchmal, Kontakte mit Fremden zu vermeiden. Das gilt vor allem für Menschen mit starken Vorurteilen. Kontakt ist nicht immer positiv. Negative Kontakte verstärken Vorurteile, sie sind allerdings eher seltener als positive Kontakte. Kontakt wirkt auf Mitglieder unterlegener Gruppen weniger stark vorurteilsreduzierend als auf Mitglieder dominanter Gruppen. Auch kann positiver Kontakt mit Mitgliedern dominanter Gruppen bei Mitgliedern unterlegener Gruppen dazu beitragen, deren politische Mobilisierung gegen ihre Diskriminierung zu unterminieren. Kontakt kann erfolgversprechend als Intervention eingesetzt werden, um Vorurteile und die negative Eskalation von Konflikten zwischen Gruppen abzumildern: Geschildert werden Beispiele für Einsatzmöglichkeiten von Kontaktprogrammen in Schulen und in der Ansiedlungspolitik, im Zuge der Förderung gegenseitigen Verständnisses von Polizei und Minderheiten und nach heftigen gewalttätigen Auseinandersetzungen, wie nach Kriegen oder Bürgerkriegen. Kontakt kann helfen, ersetzt aber nicht eine Politik der Vermeidung von Diskriminierung und Ungerechtigkeit.Contact between members of different groups can help to reduce prejudice between these groups, discrimination and violence. For this purpose, members of different groups should meet on the basis of equal status pursuing cooperatively a common goal. In addition to direct physical contact, factors such as imagined contact, the knowledgeabout vicarious contact of another ingroup member, and contact by using electronic media have shown to be effective.Contact works because it reduces mutual anxieties, increases empathy for the other group, delivers information about the outgroup and reduces ethnocentric views on the ingroup and its norms as well as its behaviour routines. In order to ensure that contact experiences with single members of an outgroup generalize to prejudice about the whole outgroup, group memberships of the interaction partners should be salient – if needed after a first phase of personfocused interaction. People, especially those with high prejudice, sometimes try to avoid contact. Negative contact increases prejudice, however, it happens less frequently compared to positive contact. Contact reduces prejudice in low-status groups to a lesser extent than in dominant-groups. In addition, contact with members of a dominant group can undermine readiness for political mobilization against discrimination in the low-status group. Contact can be promising if used as intervention strategy to reduce prejudice and escalation in conflict between groups: The paper presents examples of applications of contact interventions in schools and in housing policy, as a means to improve mutual understandings of the police and of minority groups, as well as after violent conflicts, such as war and civil war. Contact can help; however, it cannot be seen as a substitute for policies focusing on the avoidance discrimination and injustice