Publikationsserver der Leopoldina
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Allianz der Wissenschaftsorganisationen verurteilt drastische Eingriffe in die Wissenschaftsfreiheit türkischer Forscherinnen und Forscher: Stellungnahme
Mit größtem Nachdruck verurteilt die Allianz der Wissenschaftsorganisationen die drastischen Eingriffe in die Wissenschaftsfreiheit türkischer Forscherinnen und Forscher, die die unmittelbare Folge verschiedener Maßnahmen der türkischen Regierung seit dem Umsturzversuch in der Nacht zum 16. Juli 2016 sind. Diese Maßnahmen umfassen nicht nur die zumindest zeitweise Einschränkung der Reisefreiheit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sondern auch die politisch motivierte Entfernung von Forscherinnen und Forschern aus ihren Institutionen bis hin zur Entlassung von Dekanen und Rektoren
Lizenz-Angebot von Elsevier widerspricht Open Access und fairen Preisen für wissenschaftliches Publizieren: Pressemitteilung
Nach mehrmonatigen intensiven Verhandlungen hat der Verlag Elsevier der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen ein erstes Angebot für eine bundesweite Lizenz für den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen vorgelegt. Das Angebot entspricht nach Überzeugung der Allianz nicht den Prinzipien von Open Access und einer fairen Preisgestaltung
Erklärung der drei Nationalen Akademien der Wissenschaften Académie des sciences, Leopoldina und Royal Society zu wissenschaftlichen Publikationen: [Arbeitsübersetzung]
Die Bundesprofessur: Eine personenbezogene, langfristige Förderung im deutschen Wissenschaftssystem : Debattenbeitrag
Exzellente Wissenschaft braucht kluge Köpfe und langfristige Perspektiven. Es fehlt jedoch an personenbezogener, langfristiger Förderung im deutschen Wissenschaftssystem. Diesem Mangel möchten nun Mitglieder der Jungen Akademie mit einem Debattenbeitrag entgegenwirken. Sie schlagen die Einführung einer Bundesprofessur vor. Diese soll erfolgreichen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine unbefristete Möglichkeit zur selbstständigen Forschung und Lehre an einer Universität ihrer Wahl ermöglichen und langfristig aus Bundesmitteln finanziert werden. Im Zentrum des Konzepts steht eine direkte Förderung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Universitäten. Die Bundesprofessur soll einen Einstieg in eine unbefristete wissenschaftliche Karriere in Form einer W3-äquivalenten Professur bieten. Sie vereint Perspektive und Flexibilität durch eine unbefristete Laufzeit und freie Ortswahl und bietet so auch die einmalige Chancen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft. Das Konzept der Bundesprofessur knüpft an bestehende Förderformate für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (bspw. Juniorprofessur und Emmy-Noether-Gruppe) an und führt sie nachhaltig weiter. Im Gegensatz zum Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses richtet sich die Bundesprofessur an bereits berufungsfähige Personen und soll dauerhaft vom Bund getragen werden
Vorträge und Abhandlungen zur Wissenschaftsgeschichte 2013/2014
Für die Leopoldina ist die Beschäftigung mit der Geschichte der Akademien und der Wissenschaften ein vordringliches Anliegen. Der Sammelband vereinigt aktualisierte Vorträge aus den wissenschaftshistorischen Veranstaltungen der Akademie und Abhandlungen zu ausgewählten Themen. Im Fokus stehen Gelehrte wie der Psychiater Helmut Rennert, die Biochemiker Otto Meyerhof und Otto Warburg, die Botaniker Kurt Mothes und Hans Stubbe, der Hethitologe Bedřich Hrozný oder der Wissenschaftshistoriker Olaf Breidbach, aber auch die Hof- und Leibärzte am Habsburger Kaiserhof. Behandelt werden Wettbewerb und Konkurrenzverhalten unter Wissenschaftlern sowie Auswirkungen von Fälschungen und Betrug in der Forschung, aber auch Fragen der Patentierung von Genen, der Geschichte des Interviews und der Authentizität von Gesichtern in der Wiederherstellungschirurgie. In die Frühgeschichte der Naturwissenschaften führen Beiträge zur Diskussion um Monstren in den Akademieschriften oder zur Missionspharmazie der Jesuiten
Additive Fertigung: Stellungnahme
Unter Additiver Fertigung versteht man die Produktion von Bauteilen durch den schichtweisen Auftrag von Material aus formlosem Rohstoff, zum Beispiel Metallpulver. Objekte mit sehr variablen Formen können so quasi „gedruckt“ werden. Die noch junge Branche der Herstellung und Nutzung entsprechender Geräte und Rohstoffe verzeichnet bereits hohe Wachstumsraten, auch wenn sich die Technologien immer noch in der Entwicklung befinden. Entsprechend sind die Erwartungen vor allem an die industrielle Anwendung der Additiven Fertigung groß und erscheinen mitunter überzogen. Um einen Überblick über das sehr breite und vielfältige Forschungsfeld Additive Fertigung zu gewinnen und davon ausgehend Empfehlungen für dessen weitere Entwicklung zu formulieren, haben die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zwei Arbeitsgruppen gebildet. Unter dem gemeinsamen thematischen Dach „Additive Fertigung“ widmen sich die beiden Gruppen den Chancen und Herausforderungen dieser neuen Technologie unter verschiedenen Gesichtspunkten. Die vorliegende, erste Stellungnahme „Additive Fertigung“ wurde unter Federführung von acatech erstellt und behandelt die Schwerpunkte industrielle Produktion, Wertschöpfungsnetze und Geschäftsmodelle. Sie geht sowohl auf den Status quo als auch auf die erwarteten Entwicklungen ein: Welche Rolle werden additive Fertigungsverfahren in der digitalen, vernetzten Industrieproduktion der Zukunft spielen? Revolutioniert die Technologie die industrielle Produktion? Wie wirkt sich Additive Fertigung auf die Wertschöpfung aus? Welche Handlungsoptionen lassen sich daraus für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ableiten
Wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Bedeutung bevölkerungsweiter Längsschnittstudien : [Kurzfassung]
Wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Bedeutung bevölkerungsweiter Längsschnittstudien
Bevölkerungsweite Längsschnittstudien bilden das Rückgrat der empirischen Forschung in den Sozial-, Wirtschafts und Verhaltenswissenschaften sowie der Epidemiologie und der Gesundheitsforschung. Sie sind die „Großgeräte“ dieser Wissenschaften, mit denen diese ihre Theorien testen, neue Beobachtungen schöpfen und evidenzbasierte Politikberatung durchführen. Großgeräte bzw. „Forschungsinfrastrukturen“ sind umfangreiche und aufwändige Instrumente für die Forschung, die eine internationale oder zumindest nationale Bedeutung für die zugehörigen Wissenschaftsgebiete tragen, eine langfristige Lebensdauer anstreben, ohne die wissenschaftliche Kreativität zu gefährden, und einer großen Anzahl externer Nutzerinnen und Nutzer für vorwiegend wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stehen. Obwohl bevölkerungsweite Längsschnittstudien seit einigen Jahren in Deutschland verstärkt unterstützt werden, erschweren strukturelle Hemmnisse der Forschungsförderung, mangelnde Harmonisierung der Datenerhebung und -auswertung sowie Defizite der erforderlichen interdisziplinären Aus- und Weiterbildung ihren Anschluss an die internationale Spitzenforschung. Es ist daher das Ziel dieser Stellungnahme, auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme der aktuellen Situation und unter Einbeziehung wegweisender internationaler Erfahrungen Empfehlungen zur Struktur der Forschungsförderung und zur Harmonisierung zukünftiger Forschung in diesem Bereich zu geben