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Linking Science, Society, Business and Policy for the Sustainable Use of Abandoned Mines in the SADC Region: 8 – 30 November 2017, Indaba Hotel, Johannesburg, Gauteng, South Africa : Conference Statement
Conclusions by the the conference delegates after having deliberated on the sustainable use of abandoned mines in the SADC Region, Johannesburg, South Africa, 28–30 November 201
Evolutionsbiologische Bildung in Schule und Hochschule: Bedeutung und Perspektiven : Stellungnahme
Die biologische Evolution ist das vereinigende, übergreifende Erklärungsprinzip der Lebenswissenschaften. Die Evolutionsbiologie liefert Erkenntnisse zum Selbstverständnis des Menschen, zu seinen Interaktionen mit der Umwelt, zu seiner Gesundheit, seinen sozialen Interaktionen, seinem ökonomischen Handeln und seiner kulturellen Entwicklung. Deshalb gehören die Kenntnis wesentlicher Aussagen der Evolutionsbiologie über die Entwicklung des Lebens auf der Erde sowie das tiefere Verständnis der Mechanismen und der Dynamik von Evolutionsprozessen zum unverzichtbaren Fundament der naturwissenschaftlichen Bildung an Schulen und Hochschulen. Zwischen der Bedeutung der modernen Erkenntnisse der Evolutionsbiologie und ihrer Vermittlung an deutschen Schulen und Hochschulen herrscht trotz Verbesserungen in den letzten Jahren immer noch eine große Diskrepanz. Bedingt durch den Missbrauch vermeintlich evolutionsbiologischer Konzepte im Nationalsozialismus sank in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg der Stellenwert der Evolutionsbiologie an deutschen Hochschulen. Dadurch verlor die evolutionsbiologische Forschung zeitweilig den Anschluss an die internationale Entwicklung, und die Ausbildungsinhalte wurden nicht entsprechend erneuert. Die Forschung und Lehre in Evolutionsbiologie soll daher durch gezielte Berufungen und Schwerpunktbildungen an Hochschulen neu verankert werden
Tiefe Hirnstimulation in der Psychiatrie: Zur Weiterentwicklung einer neuen Therapie
Tiefe Hirnstimulation ist ein Verfahren, bei dem implantierte Elektroden im Gehirn eines Patienten bestimmte Hirnregionen stimulieren und so Krankheitssymptome neurologischer Erkrankungen lindern. Das Verfahren wird bereits erfolgreich zur Besserung von Bewegungsstörungen bei Parkinson- und Dystoniepatienten eingesetzt. Seit einigen Jahren wird Tiefe Hirnstimulation auch bei psychischen Erkrankungen wie Zwangsstörungen und Depressionen angewendet. Im vorliegenden Diskussionspapier weisen die Autoren auf die Notwendigkeit hin, evidenzbasierte Erkenntnisse zu Ursache-Wirkungs-Mechanismen der Tiefen Hirnstimulation in der Psychiatrie zu gewinnen. Damit soll die Methode in Richtung eines wissenschaftlich fundierten Therapieansatzes für psychische Erkrankungen weiterentwickelt werden. Die Tiefe Hirnstimulation in der Psychiatrie wird derzeit meist im Rahmen individueller Heilversuche angewendet. Das Angebot richtet sich an Patienten, denen andere Therapiemöglichkeiten keine dauerhafte Linderung verschaffen konnten. Wegen des hohen Leidensdrucks sollte diesen Menschen der Heilversuch durch Tiefe Hirnstimulation nicht verweigert werden. Die Betroffenen sind deswegen aber auch sehr verletzlich. Intensive Beratung und unabhängige Aufklärung über die Behandlung sind ethisch geboten. Um künftig eine evidenzbasierte Anwendung der Tiefen Hirnstimulation in der Psychiatrie zu erreichen, sollten die Ergebnisse der Heilversuche dokumentiert und insbesondere auch negative Ergebnisse veröffentlicht werden. Dazu besteht bisher keine Verpflichtung. Die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge der Tiefen Hirnstimulation sollten gründlich erforscht und verbindliche Standards für Behandlung, Forschung und Aufklärung etabliert werden
How Do We Want to Live Tomorrow?: Perspectives on water management in urban regions
More than half of the human population currently lives in urban areas and according to the United Nations, cities will be the living space of an additional 2.5 billion people by the year 2050 (UN, 2015b). The proportion and speed of this urban growth increase the pressure on water resources, and this is often seen negatively. However, this challenge can also be a chance to substantially improve the quality of life in urban areas, if we consider how we want to live tomorrow and actively shape our future. As a group of interdisciplinary young scientists authoring the current science policy report, we agreed that we want to live in cities where sustainable, integrated watershed management guarantees public health and environmental safety. This requires sanitation and rainwater management, solutions for dealing with contaminants, such as micropollutants, as well as information flows and public involvement in water management. Integrated watershed management as part of urban planning takes into account interdisciplinary relationships and connects different sectors, for example city administration, health providers and water managers. It also ensures access to sustainable, adaptable, effective and resilient rain and wastewater management, which includes the specific needs of vulnerable groups. Such a rain and wastewater management considers water reuse as a possibility to increase the available water supply. A growing number and increasing concentration of micropollutants in the aquatic environment are a health risk. It is important to understand their fate and effects and to develop appropriate management strategies. In such decision-making processes, all aspects of water management should be included and local stakeholders involved. Moreover, comprehensive and optimized information flows improve the understanding of water-related problems and must be used to help communities to set priorities, take action and assume responsibilities. Education, capacity building and community engagement are particularly important for creating ownership, identification with water resources and environmental consciousness. Further research is needed in these areas to better understand challenges and chances of water management in growing urban areas and to develop scientifically based solutions. This scientific knowledge will build the basis for policy-making and implementation of actions in urban water management. In this way, we believe a better and more desirable urban environment can be achieved for future generations
Претворити Идеје У Дела: Улагање У Младе Научнике И Радна Места За Раст : [Joint Statement - SR]
Hochleistung: präziser, schneller, weiter
Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn schreitet mit atemraubender Geschwindigkeit voran. Unser Wissen wächst exponentiell und verdoppelt sich schätzungsweise alle fünf bis zehn Jahre. Was gestern unmöglich schien, ist heute schon technische Realität. Noch nie konnten wir so tief in den Kosmos blicken, genetische Information präziser und einfacher manipulieren, Daten schneller verarbeiten und austauschen. In dieser Ausgabe des Jungen Akademie Magazins entführen wir Sie in die Welt der wissenschaftlichen Hochleistung, in der unsere Mitglieder die Technik von morgen mitgestalten. Mit Hilfe hochauflösender Mikroskopie gewinnt die Biophysikerin Ulrike Endesfelder spektakuläre Einblicke in lebende Zellen. Der Informatiker Dirk Pflüger erzählt von der Herausforderung, aus Hunderttausenden von Prozessoren einen funktionierenden Supercomputer aufzubauen. Wie solche Hochleistungsrechner eingesetzt werden können, um die atomaren Bewegungen von Proteinen zu simulieren, aber auch die Struktur des Universums abzubilden, schildern die Bioinformatikerin Bettina Keller und der Kosmologe Fabian Schmidt. Über die Zukunft der Wettervorhersage unterhalten sich die Atmosphärenforscherin Bernadette Weinzierl und die Musikwissenschaftlerin Miriam Akkermann. Aber Hochleistung hat auch ihre Schattenseiten. Im Filmwettbewerb der Jungen Akademie „be a better being“ beschäftigten sich viele Beiträge mit dem Drang und dem Zwang zur ständigen Selbstoptimierung in Wissenschaft und Gesellschaft. Mittlerweile wächst der Druck, die Leistung einzelner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu quantifizieren, wie Nachwuchswissenschaftler mit dieser Entwicklung umgehen sollten, ist das Thema unseres Kommentars. Viel Vergnügen mit dieser Ausgabe des Jungen Akademie Magazins. An der nächsten Ausgabe arbeiten wir bereits mit Hochdruck! Tobi J. Er
New economic growth: the role of science, technology, innovation and infrastructure : G7 Science Academies' Statement 2017
Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung der Accademia Nazionale dei Lincei zur Beratung des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der G7-Staaten in Italien im Jahr 2017 erarbeitet. Wissenschaft, Technologie und Innovation sind seit langer Zeit wichtige Triebfedern für Wirtschaftswachstum und menschliche Entwicklung. Wachstum beruht auf der Integration von Grundlagen- und angewandter Forschung, sowohl auf öffentlicher als auch auf privater Ebene, im internationalen Maßstab. Die Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass Wissenschaft und Technologie auch in Phasen des wirtschaftlichen Abschwungs weiterhin die Ziele der Nachhaltigkeit und des verbesserten Lebensstandards in allen Ländern unterstützen.This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G7 states under the leadership of Accademia Nazionale dei Lincei to provide scientific advice to the G7 Summit of Heads of State and Governments in Italy in 2017. Science, technology and innovation have long been important drivers of economic growth and human development. Growth relies on the integration of basic and applied research, at both public and private levels, on an international scale. The challenge is to ensure that, even during phases of economic slowdown, science and technology continue to support the objectives of sustainability and improved living standards in all countries
Pretvoriti Ideje U Djela: Ulaganje U Mlade Znanstvenike I Radna Mjesta Za Rast : [Joint Statement - HR]
Borders – Overcoming Obstacles
Editorial decisions are subject to their own laws. When we decided on “borders” as the focus of the dossier for the Junge Akademie Magazin, we had no way of knowing what a hot topic it would become by the time we went to press. And so, in light of border fences, border controls and maximum limits, our magazine is practically as current as a daily publication. Borders have always determined our lives. We encounter them in many different ways. On my daily commute to the laboratory in Marburg, I pass the former castle of the local ruler. This border castle marked the boundary between the lands of the ruler of Thuringia and the archdiocese of Mainz, a boundary of long-lost significance in these times of free movement within the Schengen Zone. In this issue, ethnologist Silja Klepp discusses how this new intra-European borderlessness ultimately led to Europe sealing itself off and exacerbating the current refugee crisis. In this context, Klepp is organising a conference on ‘Refugees at German Universities’ to be held in Berlin in mid-May. Borders are important. When I cycle to work, I often encounter red traffic lights that limit my movement during the journey, but they also show me how useful boundaries are for regulating the way we live together. The media culture scholar Evelyn Runge writes about the positive aspects of borders: when it comes to photo journalism, where does morality begin and end? Meanwhile, the literary scholar Caspar Battegay participates in an experimental dialogue with the universally feared deadline, without which this issue would probably not exist. Borders challenge us. Once I have arrived at my laboratory, I am still engaged in crossing boundaries. As a synthetic biologist, I study the border between organic and anorganic material. The chemist Hans Jakob Wörner, who conducts research on atomic dissolution, reports on academic ‘boundary experiences’ in his work. The psychologist Philipp Kanske, the linguist Christian Stein and the historians of science Fabian Krämer and Veronika Lipphardt round out the dossier with contributions on interpersonal and interdisciplinary borders. As members of the Junge Akademie, we are continually confronted with the latter and must keep finding new ways of overcoming them. All barriers exist only to be overcome, wrote Novalis. On that note, the editorial team and I wish you boundless enjoyment while reading this issue. Tobi J. Er