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Ethical and legal assessment of genome editing in research on human cells
Neue molekularbiologische Methoden, die gezielte Eingriffe in das Erbgut erlauben, eröffnen vielversprechende Möglichkeiten in Forschung und Anwendung. Die unter den Begriffen Genome Editing und Genomchirurgie bekannten Verfahren machen jedoch auch eine gesamtgesellschaftliche Diskussion über ethische und rechtliche Fragen notwendig. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Forschung an humanen Zellen. Die Forschung an menschlichen Embryonen ist in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz verboten. Das Gesetz, das 2011 zuletzt geändert wurde, deckt allerdings nicht alle Fragen ab, die die neuen Methoden der Genomchirurgie aufwerfen. Um die Diskussion zu diesem Themenkomplex in Deutschland zu fördern, hat eine interdisziplinär besetzte Expertengruppe der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina das Diskussionspapier „Ethische und rechtliche Beurteilung des genome editing in der Forschung an humanen Zellen“ verfasst
Das Energiesystem resilient gestalten: Maßnahmen für eine gesicherte Versorgung
Das Energiesystem wird immer vernetzter, digitaler und dezentraler. Das macht es flexibler, aber auch angreifbarer. Neben Hackerangriffen könnten aber auch Hitzewellen, Überschwemmungen und Rohstoffengpässe die Energieversorgung gefährden. Wie das Energiesystem der Zukunft möglichst krisenfest gestaltet werden kann, hat eine ESYS-Arbeitsgruppe untersucht. Die Stellungnahme „Das Energiesystem resilient gestalten“ fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen
Pretvoriti Ideje U Djela: Ulaganje U Mlade Naučnike I Radna Mjesta Za Rast : [Joint Statement - BS]
Allianz der Wissenschaftsorganisationen zur Urheberrechtsnovelle: Wichtiger und bedeutsamer Schritt für die Wissenschaft. Kritik an der Befristung: Stellungnahme
Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßt die Verabschiedung des Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes (UrhWissG) durch den Deutschen Bundestag. Dass es zum Ende der Legislaturperiode noch gelungen ist, dieses wichtige Gesetzesvorhaben abzuschließen, ist sehr erfreulich und von großer Bedeutung für die Stärkung von Wissenschaft und Innovation in Deutschland. Die neue Rechtslage wird für Klarheit und damit auch für Anwendungssicherheit sorgen. Die für die Nutzung auch digitalisierter Texte in Forschung und Lehre jetzt vorgesehenen Schrankenregelungen sind zeitgemäß ausgestaltet, in der Praxis umsetzbar und führen zu spürbaren Vereinfachungen. Damit entspricht das Gesetz den Bedingungen von Forschung und Lehre im Zeitalter der Digitalisierung und ist deshalb für die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wissenschaft und die Qualität von Lehre und Studium ganz entscheidend. Die Allianz bedauert allerdings, dass sich der Gesetzgeber für eine teilweise Befristung des neuen Gesetzes entschieden hat: Die Bestimmungen über die gesetzlich erlaubten Nutzungen sollen zunächst nur bis Ende Februar 2023 Gültigkeit haben und nach vier Jahren durch die Bundesregierung evaluiert werden. Diese Befristung der Nutzungsmöglichkeiten ist aus Sicht der Allianz ein falsches Signal. Die neuen Regelungen sind zukunftsorientiert und transportieren gerade mit der Etablierung einer gesetzlichen Pauschalvergütung für wissenschaftsbezogene Nutzungen und dem Vorrang von Schrankennutzungen vor Verlagsangeboten die rechtspolitischen Prinzipien, die für die Wissenschaft im digitalen Zeitalter auf Dauer gelten werden müssen. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen appelliert daher an den Bundesgesetzgeber, die nun gefundenen Regelungen so bald wie möglich zu verstetigen
Der Wissenschaftsstandort Deutschland braucht ein leistungsfähiges und wissenschaftsfreundliches Urheberrecht: Stellungnahme
Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßt das Votum des Bundesrates vom 12. Mai 2017 und appelliert an die Mitglieder des Deutschen Bundestages, das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) nun rasch auf den Weg zu bringen. Die in der Allianz zusammengeschlossenen Organisationen halten fest, dass der vorliegende Entwurf des UrhWissG die weit fortgeschrittene Digitalisierung und Vernetzung von Inhalten, Daten und Informationen sowie die neuen technologischen Möglichkeiten für deren Systematisierung und Auswertung auf eine Weise in den Blick nimmt, die für die Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehr förderlich ist. Unsere moderne Wissenschaftsgesellschaft und der Innovationsstandort Deutschland benötigen ein zukunftsfähiges und wissenschaftsadäquates Urheberrecht. Eine den technischen Möglichkeiten entsprechende Nutzung von Werken für Lehre und Forschung muss sichergestellt sein. Die bisherige Rechtsunsicherheit in diesem Bereich hemmt den freien Wissensaustausch und geht am Ende vor allem zu Lasten der Studierenden
Ein Fortpflanzungsmedizingesetz für Deutschland
Die rechtliche Regelung der Fortpflanzungsmedizin ist dringend reformbedürftig. Das Embryonenschutzgesetz von 1990 erfasst die neuesten technischen Entwicklungen nicht, ist in manchen Bereichen unstimmig und lückenhaft, setzt die betroffenen Frauen, Paare und Kinder unnötigen gesundheitlichen Risiken aus, erschwert paradoxerweise die Durchsetzung von Kinderrechten und erzeugt Gerechtigkeitsprobleme und Rechtsunsicherheit für die betroffenen Paare und die behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Das Embryonenschutzgesetz enthält zudem nur strafrechtliche Verbote. Diese erlauben keine angemessene Reaktion auf die medizinische Entwicklung und den gesellschaftlichen Wandel und werden der Komplexität der Materie nicht gerecht.Diese Probleme müssen gelöst werden. Der Bundesgesetzgeber verfügt seit mehr als 20 Jahren über die Kompetenz zur Regelung der Fortpflanzungsmedizin. Er sollte in der kommenden Legislaturperiode ein umfassendes Fortpflanzungsmedizingesetz schaffen
Cultural heritage: building resilience to natural disasters : G7 Science Academies' Statement 2017
This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G7 states under the leadership of Accademia Nazionale dei Lincei to provide scientific advice to the G7 Summit of Heads of State and Governments in Italy in 2017. This statement focuses on the resilience of cultural heritage to natural disasters. Man-made disasters are excluded from consideration, although the devastation they induce is often comparable or even greater than the effects of natural catastrophes, as shown by recent and less recent wars or terrorist attacks. However, as man-made disasters invariably have societal causes, responses to them need strategies distinct from those dealing with natural disasters and need to be addressed separately. In spite of numerous declarations concerning the protection of cultural heritage, national governments have been slow in taking effective actions. This is of serious concern since the list of recent catastrophic events that have severely affected the cultural heritage worldwide is extensive. Cultural heritage has suffered from the devastating effects of earthquakes, floods, hurricanes, landslides, debris flows, volcanic eruptions, tsunamis and fires. Unfortunately, for the most part, little has been learnt from these catastrophic events.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung der Accademia Nazionale dei Lincei zur Beratung des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der G7-Staaten in Italien im Jahr 2017 erarbeitet. Diese Stellungnahme befasst sich mit der Resilienz von Kulturerbe gegenüber Naturkatastrophen. Von Menschen verursachte Katastrophen werden nicht berücksichtig, obwohl die durch sie verursachten Zerstörungen oft vergleichbar oder sogar größer sind als die Auswirkungen von Naturkatastrophen, wie Kriege oder Terroranschläge der jüngeren und jüngsten Vergangenheit zeigen. Da von Menschen verursachte Katastrophen jedoch immer gesellschaftliche Ursachen haben, sind für ihre Bewältigung andere Strategien erforderlich als für Naturkatastrophen und müssen separat behandelt werden. Trotz zahlreicher Erklärungen zum Schutz des kulturellen Erbes haben die nationalen Regierungen nur langsam wirksame Maßnahmen ergriffen. Dies ist sehr besorgniserregend, da die Liste der jüngsten katastrophalen Ereignisse, die das kulturelle Erbe weltweit schwer beeinträchtigt haben, lang ist. Das kulturelle Erbe hat unter den verheerenden Auswirkungen von Erdbeben, Überschwemmungen, Wirbelstürmen, Erdrutschen, Gerölllawinen, Vulkanausbrüchen, Tsunamis und Bränden gelitten. Leider wurde aus diesen katastrophalen Ereignissen größtenteils wenig gelernt