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Governance für die Europäische Energieunion: Gestaltungsoptionen für die Steuerung der EU-Klima- und Energiepolitik bis 2030 : Kurzfassung der Stellungnahme
Die im Dezember 2018 verabschiedete „Verordnung über das Governance-System für die Energieunion und für den Klimaschutz“ soll die Steuerung der europäischen Klima- und Energiepolitik sicher stellen. Sie ist ein wichtiger Schritt, ebnet aber noch nicht den Weg zu einer klimafreundlichen europäischen Energieversorgung. In ihrer Stellungnahme kommt die ESYS-Arbeitsgruppe zum Schluss: Die EU-Kommission und EU-Gesetzgeber sowie engagierte Vorreiterstaaten müssen die Spielräume der Governance-Verordnung effektiv nutzen und darüber hinaus flankierende Maßnahmen ergreifen. Zentrale Handlungsoptionen sind: Alle Mitgliedstaaten müssen Energie- und Klimapläne mit klaren Zielen, Strategien und Maßnahmen erstellen. Für mehr Wirksamkeit sollten sie im nationalen Recht verankert werden. Außerdem sollten Öffentlichkeit, Länder und Kommunen verstärkt und frühzeitig eingebunden werden. Finanzielle Anreize können die Mitgliedstaaten motivieren, Instrumente zur wirksamen Emissionsminderung festzulegen. Indem die Governance-Verordnung enger mit der Strukturpolitik der EU verknüpft wird, könnten etwa Regionen unterstützt werden, die vom Strukturwandel besonders betroffen sind. Es braucht Sanktionsmöglichkeiten für den Fall unzureichender oder verfehlter Klimaziele der Mitgliedstaaten. Denkbar wäre, finanzielle Förderungen aus den Strukturfonds zu verweigern oder Umweltverbänden auf nationaler Ebene Klagerechte einzuräumen. Allianzen zwischen Vorreiterstaaten können helfen, Klimainitiativen durchzusetzen, für die es derzeit keine Mehrheiten in der EU gibt – etwa zum Kohleausstieg oder zur CO2-Bepreisung
Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßt die Unterstützung einer europaweiten Infrastruktur für datenintensive Forschung durch eine EOSC: Stellungnahme der Allianz der Wissenschaftsorganisationen zu einer European Open Science Cloud (EOSC)
Die in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen zusammengeschlossenen Einrichtungen begrüßen grundsätzlich die Initiative der Europäischen Kommission, mit einer European Open Science Cloud (EOSC) den Aufbau einer europaweiten Infrastruktur für datenintensive Forschung zu unterstützen. Aus Sicht der deutschen Wissenschaftsorganisationen kann eine EOSC das Potenzial haben, selbstbestimmtes wissenschaftliches Arbeiten zu unterstützen, d.h. denUmgang mit Daten zu erleichtern, um damit Erkenntnisprozesse voran-zutreiben und Innovation zu stimulieren; die Sicherung und Aufbereitung von Forschungsdaten zu unterstützen, indem Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Nachnutz-barkeit verbessert werden (FAIR-Prinzipien: Findable, Accessible, Interoperable, Re-Usable); fachspezifische und fachübergreifende Dienste, Standards und Schnittstellen, wo sie fehlen zu etablieren bzw. zu optimieren, und dadurch dieinterdisziplinäre und internationale wissenschaftliche Zusammenarbeitzu erleichtern. Forschungsdatenmanagement als elementaren und karriereförderndenBestandteil des Forschungszyklus fester zu verankern; bestehende Strukturen – nationale wie internationale – zu ergänzen, z.B. die in Deutschland geplante Nationale Forschungsdateninfrastruk-tur (NFDI)
Opportunities for soil sustainability in Europe
Debate on how to achieve sustainable soil management across the European Union (EU) led to the adoption of the Soil Thematic Strategy in 2006, but insufficient support among Member States obliged the European Commission to withdraw proposals for a Soils Directive in 2014. Joint actions relating to soil sustainability remain within the 7th Environment Action Programme. Internationally, however, attention to soils has been growing, recognising the importance of soils as a non-renewable resource on which we depend for several key human needs as expressed within the Sustainable Development Goals. In view of the divergence of such trends within and outside the EU, the European Academies’ Science Advisory Council (EASAC) decided to review recent scientific understanding on the role of soils and consider implications for EU policy. The study was assisted by an expert group led by the Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences (Koninklijke Nederlandse Akademie van Wetenschappen) and is intended to contribute to debate and decisions within the European Commission, European Council and European Parliament, as well as national governments and other stakeholders. The increased actions on soils in the international context include the formation of the Intergovernmental Technical Panel on Soils and the Food and Agriculture Organization’s (FAO’s) Global Soil Partnership. The United Nations’ (UN’s) Sustainable Development Goals on food security, human health and terrestrial environment make explicit reference to the need to preserve soil resources. The Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services has also addressed issues on soil sustainability. The crucial role of soils and the threats they face are described in this report, with a focus on understanding soils’ ecosystem services, the role of soils in supporting above-ground biodiversity, maintaining sustainable soils in agriculture, linkages to healthy food and human health, and soils’ contributions to mitigating climate change
Opportunities for future research and innovation on food and nutrition security and agriculture: The InterAcademy Partnership’s global perspective : Synthesis by IAP based on the four regional academy network studies
For the three-year IAP project 'food and nutrition security and agriculture' funded by the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF), four parallel regional academy network working groups were constituted: in Africa (the Network of African Science Academies, NASAC), Asia (the Association of Academies and Societies of Sciences in Asia, AASSA), the Americas (the Inter-American Network of Academies of Science, IANAS) and Europe (the European Academies’ Science Advisory Council, EASAC). The academies’ experts on food and nutrition security and agriculture from the four global regions decided on 10 guiding priority questions, the responses to which from each region formed the basis of the academies’ analysis. The four regional working groups developed their advice which were then subject to academy-nominated independent peer review and endorsed by each regional academy network. The feedback to the four regional reports was used as a resource to prepare this fifth, global report under the auspices of an expert editorial group. The global report was independently peer reviewed and endorsed by IAP
Impulse für das 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung: Positionspapier
Die Energieforschung braucht Freiräume für Kreativität und Innovationen, flexible und praxisnahe Förderprojekte, mehr Partizipation und internationale Kooperationen. Das betonen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) in einem Positionspapier. Dieses haben sie im Rahmen des Beteiligungsprozesses zum 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung erarbeitet. Damit leisten sie einen Beitrag, die Energieforschung in Deutschland weiterzuentwickeln und damit die Energiewende voranzutreiben. Die Fachleute des Akademienprojekts ESYS benennen in ihrem Positionspapier auch Fragen, zu denen künftig mehr geforscht werden sollte. Dazu zählen unter anderem die Herausforderungen, Energiebereitstellung und -nutzung im Gleichgewicht zu halten, Kohlenstoff im Kreislauf zu führen, die Sicherheit digitalisierter Energiesysteme zu gewährleisten und mit Knappheiten mineralischer Rohstoffe umzugehen. Gleichzeitig empfehlen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, auch neue Marktmodelle und das Nachfrageverhalten stärker im Energieforschungsprogramm zu berücksichtigen
Allianz der Wissenschaftsorganisationen sieht offenen Zugang zu Digitalen Sequenzinformationen gefährdet: Stellungnahme der Allianz der Wissenschaftsorganisationen zur Diskussion, die Nutzung digitaler Sequenzinformationen genetischer Ressourcen zukünftig im Rahmen des Nagoya-Protokolls und der Konvention über die biologische Vielfalt einzuschränken
Die Staaten der Welt verhandeln derzeit über ein globales Post-2020 Rahmenprogramm für die Erhaltung und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt für den Zeitraum bis 2050, das auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD-COP 15) im Oktober 2021 im chinesischen Kunming verabschiedet werden soll. Angesichts der bevorstehenden internationalen Verhandlungen erinnert die Allianz der Wissenschaftsorganisationen daran, dass zum Erreichen der globalen Biodiversitätsziele die Forschung auf internationaler Ebene intensiviert werden muss, da sie essentielle Erkenntnisse zur Erhaltung der biologischen Vielfalt liefert
The evolution of intensive care medicine
Die Entwicklung der Intensivmedizin hat viel dazu beigetragen, dass die Überlebensraten nach Behandlung kritischer Erkrankungen auf Intensivstationen deutlich verbessert werden konnten. Die Auswirkungen solcher lebensrettenden Maßnahmen auf das Leben der Betroffenen auf lange Sicht standen bisher aber weniger im Fokus. Dazu gehören erhebliche Einschränkungen in der Mobilität und im kognitiven Bereich, bis hin zu psychiatrischen Erkrankungen. Sie sind erst durch langwierige Studien erfassbar. Der Band analysiert die Ursachen dieser Langzeitauswirkungen im Behandlungsgeschehen auf den Intensivstationen. Er berücksichtigt dabei die verschiedenen Perspektiven von Patienten, Angehörigen, Ärzten, Pflegepersonal, Medizintechnikern und Trägern von Einrichtungen des Gesundheitswesens. Damit wird nicht nur das Therapievorgehen kritisch hinterfragt, sondern die Gesamtsituation auf der Intensivstation, bis hin zu Fragen von Ausstattung und Design, einer kritischen Auswertung unterzogen, um Konsequenzen abzuleiten, die langfristig die Lage der dort Behandelten nachhaltig verbessern
Consolidation of science and research collaborations between the United Kingdom and the other European countries
Künstliche Photosynthese: Forschungsstand, wissenschaftlich-technische Herausforderungen und Perspektiven
Die Energieversorgung umwelt- und klimafreundlich zu gestalten, ist eine der größten gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Kohle, Erdöl und Erdgas müssen durch CO2-neutrale Brenn- und Wertstoffe ersetzt werden, um die Folgen des Klimawandels einzudämmen. Eine wichtige Voraussetzung: Nur wenn regenerative Energieträger nachhaltig produziert werden, können sie zum Klimaschutz beitragen. Einen möglichen Ansatz hierfür eröffnet die Künstliche Photosynthese. Bei der Photosynthese handelt es sich um einen Prozess, bei dem unter alleiniger Nutzung von Sonnenlicht als Energiequelle chemische Energieträger und organische Wertstoffe produziert werden. Während in der biologischen Photosynthese die Energie des Sonnenlichts von Pflanzen, Algen und Bakterien genutzt wird, um aus Kohlendioxid und Wasser Biomasse zu produzieren, werden in der Künstlichen Photosynthese Produkte wie Wasserstoff, Kohlenmonoxid, Methan, Methanol oder Ammoniak, aber auch komplexere Substanzen erzeugt, die fossile Brenn- und Rohstoffe ersetzen können. Diese energiereichen Stoffe können transportiert, gespeichert und anschließend im Energie und Rohstoffsystem eingesetzt werden. Gelänge eine großtechnische Anwendung der Künstlichen Photosynthese, so ließen sich die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen spürbar eindämmen, da weniger fossile Ressourcen gefördert und verbrannt werden müssten. Die solare Produktion von Brenn- und Wertstoffen aus unbegrenzt verfügbarem Wasser und Bestandteilen der Luft (CO2 bzw. Stickstoff) kann also einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten. Es gibt unterschiedliche Forschungsrichtungen und Technologieentwicklungen, wobei die Künstliche Photosynthese in dieser Studie im Vordergrund steht
Towards a Joint German-French Robotics AI Strategy
The Académie des sciences in France and the German National Academy of Sciences Leopoldina jointly organised the symposium “Robotics AI” in Paris on 5 September 2018. Based on the meeting, a position paper was drafted. The experts highlight that robotics plays a central role in the field of artificial intelligence. A.I. research and robotics are often not understood as directly connected fields of research. However, precisely the interlinkage between both fields may result in particular innovational strength and new added value potentials. The position paper was drawn up in the light of the new German strategy on A.I., which is currently being drafted, and the close cooperation of both countries in this research field. The German Federal Government Strategy on Artificial Intelligence will be launched at the Digital Summit in Nuremberg at the beginning of December 2018