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    Gemeinsamer Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung von DFG und Leopoldina: Tätigkeitsbericht November 2020

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    Die Beachtung ethischer Prinzipien in der sicherheitsrelevanten Forschung erfährt nicht nur national, sondern auch international eine wachsende Beachtung. So erhalten besonders Aspekte der Ausfuhrkontrolle und die Forschungskooperationen mit ausländischen Partnern verstärkt Aufmerksamkeit in der deutschen Politik und Forschungsförderung. Das zeigt der dritte Tätigkeitsbericht des Gemeinsamen Ausschusses (GA) zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung, ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina eingesetztes Beratungsgremium

    Coronavirus-Pandemie: Wirksame Regeln für Herbst und Winter aufstellen: 6. Ad-hoc-Stellungnahme

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    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt seit Ende Juli in Deutschland wieder an. In Anbetracht sinkender Temperaturen und der Verlagerung von Gruppenaktivitäten in Innenräume bestehe die Gefahr, dass es abermals zu einer schwer kontrollierbaren Entwicklung der Pandemie komme. Das schreibt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in der Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie: Wirksame Regeln für Herbst und Winter aufstellen“. Um dieser Gefahr rechtzeitig zu begegnen und das öffentliche Leben auch in den kommenden Monaten aufrecht zu erhalten, müssten jetzt Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Die Leopoldina appelliert an die Verantwortlichen in Bund und Ländern, sich rasch auf bundesweit verbindliche, wirksame und einheitliche Regeln für das Inkrafttreten von Vorsorgemaßnahmen zu einigen und letztere konsequenter als bisher um- und durchzusetzen

    Coronavirus pandemic: establishing effective rules for autumn and winter: 6th ad-hoc statement

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    Since the end of July, the number of new infections with the coronavirus has been on the rise again in Germany. Because of falling temperatures and group activities being relocated indoors, the pandemic's development is at risk of becoming difficult to control again. In its ad-hoc-statement “Coronavirus pandemic: Establishing effective rules for autumn and winter” the German National Academy of Sciences Leopoldina points out that to counter this threat in time and maintain public life in the coming months, protective measures must be taken now. The Leopoldina appeals to all responsible parties at the federal and state levels to quickly agree on national, effective, and standardized rules for preventive measures and to ensure that these measures are implemented and complied with more consistently than has been the case to date

    Digital Health and the Learning Health System: G7 Science Academies' Statement 2020

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    This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G7 states under the leadership of the U.S. National Academy of Sciences to provide scientific advice to the G7 consultations in 2020. With the enormous progress in digital technologies, it is possible to envision high functioning and continuously learning health systems that can improve resource allocation and lower costs while advancing research, healthcare, and patient experience and outcomes. Health systems positioned for continuous learning and improvement are increasingly able to gather and apply evidence routinely and systematically in real-time; ensure that care delivery is optimized for the individual, including end of life; address barriers to health equity; manage the health of populations; identify and control emerging diseases; and assess outcomes to improve processes and training. Biomedical science will soon be able to draw upon vastly larger databases to generate new scientific knowledge and reduce impediments to healthcare for individuals and populations. While digital health technology—e.g. bioinformatics and medical informatics—already makes these advances feasible, their realization will require extensive individual, organizational, national, and international collaboration. Action is required to ensure that actors across the world develop trustworthy technologies for deployment in applications to the benefits of people at all stages of their lives. Careful stewardship is required to ensure that the benefits of these technologies are shared across society.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung der U.S. National Academy of Sciences zur Beratung des G7-Prozesses im Jahr 2020 erarbeitet. Mit den enormen Fortschritten bei digitalen Technologien ist es möglich, sich gut funktionierende und kontinuierlich lernende Gesundheitssysteme vorzustellen, die die Ressourcenallokation verbessern und die Kosten senken können, während sie gleichzeitig die Forschung, die Gesundheitsversorgung und die Patientenerfahrung und Behandlungsergebnisse vorantreiben. Gesundheitssysteme, die für kontinuierliches Lernen und Optimierung aufgestellt sind, sind zunehmend in der Lage, Evidenz routinemäßig und systematisch in Echtzeit zu sammeln und anzuwenden. Sie stellen sicher, dass die Versorgung für den Einzelnen optimiert ist, einschließlich der Versorgung am Lebensende. Weiter gehen sie Barrieren für gesundheitliche Chancengleichheit an, können die Gesundheit von Bevölkerungsgruppen verbessern, neu auftretende Krankheiten erkennen und kontrollieren sowie Behandlungsergebnisse bewerten, um Prozesse und die Aus- und Weiterbildung zu verbessern. Die biomedizinische Wissenschaft wird bald in der Lage sein, auf wesentlich größere Datenbanken zurückzugreifen, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und Hindernisse für die Gesundheitsversorgung von Einzelpersonen und Bevölkerungsgruppen abzubauen. Während die digitale Gesundheitstechnologie - z.B. Bioinformatik und medizinische Informatik - diese Fortschritte bereits möglich macht, wird ihre Realisierung eine umfangreiche individuelle, organisatorische, nationale und internationale Zusammenarbeit erfordern. Es besteht Handlungsbedarf, um sicherzustellen, dass Akteure auf der ganzen Welt vertrauenswürdige Technologien zum Nutzen der Menschen in allen Lebensphasen entwickeln. Eine sorgfältige Steuerung ist erforderlich, um sicherzustellen, dass die Vorteile dieser Technologien in der gesamten Gesellschaft genutzt werden

    Global biodiversity in crisis: what can Germany and the EU do about it?

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    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen der Biodiversität, Ökologie, Ökonomie, Anthropologie und integrierten Landsystem-Forschung haben sich mit Fragen der globalen Krise der biologischen Vielfalt befasst. In dem daraus resultierenden Diskussionspapier „Globale Biodiversität in der Krise - Was können Deutschland und die EU dagegen tun?“ und in dem dazugehörenden Dokumentationsband zeigen die Autorinnen und Autoren auf, wie Deutschland und Europa reagieren sollten, um das gemeinsame Ziel zu erreichen, den Verlust an Biodiversität zu stoppen. Die Vielfalt von Pflanzen und Tieren ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen. Teil der Evolution war und ist immer auch das Aussterben und die Neuentstehung von Arten. In den letzten Jahrzehnten ist jedoch ein in der Geschichte der Erde bisher nie erreichtes Massenaussterben von Pflanzen- und Tierarten zu beobachten. Der Einfluss des Menschen auf alle Bereiche unserer Umwelt hat so nicht nur zu Klimawandel geführt, sondern auch dazu, dass ein großer Teil der biologischen Vielfalt unwiederbringlich verloren gegangen ist. Was dies für das langfristige Überleben der Menschheit bedeutet, ist aktuell kaum abschätzbar. Wichtig ist jedoch, dass sowohl der Schutz des Klimas als auch der Schutz der Biodiversität untrennbar miteinander verbundene Herausforderungen für die Menschheit sind. Die Weltgemeinschaft hat bereits bei der Konvention von Rio 1992 die Dringlichkeit anerkannt, die dem Biodiversitätsschutz zukommt. In den letzten fast 30 Jahren verpflichteten sich die Vertragsstaaten zu verschiedenen Zielen, die dem Schutz der Biodiversität dienen sollen und den Verlust der Vielfalt möglichst stoppen sollten. Vieles wurde erreicht, aber der Verlust der Vielfalt geht kaum gebremst weiter

    Maßnahmen für bodenschonende Produktionssysteme

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    Weltweit fortschreitende Bodendegradation verstärkt den Bedarf an bodenschonenden landwirtschaftlichen Maßnahmen. Doch eine Abkehr vom Pflug kann andere Herausforderungen mit sich bringen, z. B. hinsichtlich einer langfristigen Bodenverdichtung oder durch zusätzliche Umweltrisiken aufgrund eines vermehrten Pflanzenschutzmittel- und Düngereinsatzes. Im Vortrag werden diese Herausforderungen am Beispiel von No-Till-Landnutzungssystemen erläutert. Ebenso werden zwei alternative Beispiele für eine potenziell nachhaltige Landnutzung vorgestellt: Für das sogenannte Kölner Mulchsaatverfahren konnte durch den Einsatz von 15N-markierten Düngern gezeigt werden, dass insgesamt eine sehr hohe Stickstoff-Nutzungseffizienz erreicht werden kann, wenn ein Teil der Stickstoffgaben vor der Zwischenfrucht erfolgt. Hingegen fördert eine gezielte Einbringung von organischem Material in einen einmalig gelockerten Unterboden (vgl. www.soil3.de) die Durchwurzelung; die Pflanzen können zusätzlich Wasser und Nährstoffe aus dem Unterboden aufnehmen, was gerade in trockenen Sommermonaten zu höherer Ertragssicherheit führt

    Biodiversität und Management von Agrarlandschaften: umfassendes Handeln ist jetzt wichtig

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    Die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft ist in Deutschland in den letzten Jahren, selbst in Naturschutzgebieten, stark zurückgegangen. In ihrer gemeinsamen Stellungnahme „Biodiversität und Management von Agrarlandschaften” geben die deutschen Wissenschaftsakademien Empfehlungen in acht Handlungsfeldern. Sie benennen den Schutz der Artenvielfalt als eine dringende und komplexe Herausforderung. Es bedürfe eines gesamtgesellschaftlichen Wandels hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft. Wichtig sei es, dabei die ökonomischen, politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft zu berücksichtigen. Daher empfehlen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine systemische Herangehensweise mit vielfältigen, parallelen Lösungsansätzen. Der wichtigste Ansatzpunkt seien die Subventionszahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP). Diese sollten zukünftig stärker an tatsächlich erbrachte und messbare Ökosystemleistungen geknüpft werden

    The Critical Need for international Cooperation during COVID-19 Pandemic: G7 Science Academies' Statement 2020

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    This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G7 states under the leadership of the U.S. National Academy of Sciences to provide scientific advice to the G7 consultations in 2020. In view of the global spread of the novel coronavirus SARS-CoV-2, the National Academies of Sciences of the G7 countries are calling to advance international cooperation to the COVID-19 pandemic. The current situation makes global scientific exchange, international cooperation regarding the development of drugs and vaccines, and the coordinated and evidence-based development of health policy measures more urgent than ever before.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung der U.S. National Academy of Sciences zur Beratung des G7-Prozesses im Jahr 2020 erarbeitet. Angesichts der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 fordern die Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten eine verstärkte internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der COVID-19 Pandemie. In der gegenwärtigen Situation sei der globale wissenschaftlichen Austausch, die internationale Zusammenarbeit in der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen sowie die abgestimmte und evidenzbasierte Entwicklung von gesundheitspolitischen Maßnahmen dringender als jemals zuvor

    CO2 bepreisen, Energieträgerpreise reformieren : [Kurzfassung]: Wege zu einem sektorenübergreifenden Marktdesign

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    Wie sollte das Marktdesign gestaltet sein, um einen effizienten Klimaschutz in Deutschland zu ermöglichen und die Sektorenkopplung voranzutreiben? Wesentlicher Bestandteil ist eine umfassende CO2-Bepreisung sowie eine Reform der Steuern, Abgaben und Umlagen. Diese Stellungnahme ordnet die Beschlüsse aus dem Klimapaket 2030 ein und zeigt Optionen auf, wie die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung genutzt werden können, um eine doppelte Dividende für den Klimaschutz zu erzielen. Folgende Punkte sind entscheidend: Ein einheitlicher und umfassender CO2-Preis in Europa bildet den Kern eines effizienten und effektiven Marktdesigns. Naheliegend ist, dafür das Europäische Emissionshandelssystem (EU-ETS) bis 2030 möglichst auf alle Sektoren auszuweiten. Für die nationale CO2-Bepreisung im Verkehrs- und Wärmesektor, die die Bundesregierung im Klimapaket 2030 beschlossen hat, sollte Deutschland weitere Mitgliedstaaten als Partner gewinnen. Gemeinsam können sie eine strategische CO2-Allianz bilden, die im Optimalfall in eine Ausweitung des EU-ETS münden. Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung können genutzt werden, um das System an Steuern, Abgaben und Umlagen zu reformieren – mit dem Ziel, unverhältnismäßig stark belastete Energieträger zu entlasten. So kann eine doppelte Dividende erzielt und die Sektorenkopplung vorangebracht werden. Besonders zielführend ist, die EEG-Umlage zu ersetzen und die Stromsteuer zu reduzieren. Im Verkehrssektor sind die Emissionen heute auf dem gleichen Stand wie im Jahr 1990. Ein besseres Marktdesign könnte entscheidend dazu beitragen, diese klimapolitischen Herausforderungen im Verkehrssektor zielgerichtet und effizient zu lösen. Die Bundesregierung sollte einen Prozess einleiten, um geeignete Lösungen zu entwickeln

    Foresight: Science for Navigating Critical Transitions: G20 Science Academies' Statement 2020

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    This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G20 states under the leadership of the King Abdulaziz City for Science and Technology, Saudi Arabia to provide scientific advice to the G20 consultations in 2020. In the run-up to the summit of the G20 countries in November 2020 to be held in Riyadh (Saudi Arabia), the science academies of these countries have presented their joint statement "Foresight: Science for Navigating Critical Transitions". The paper was handed over to the Saudi Arabian G20 presidency on September 26. In their statement, the academies of science emphasize the necessity to consider global challenges in all their complexity and cross-linkage and emphasize the contribution of science to the management of upheavals. The coronavirus pandemic has revealed a lack of foresight and weak points in the areas of health care, economy, social services, and education. The statement was prepared in virtual meetings of the science academies with participation of members of the German National Academy of Sciences Leopoldina.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G20-Staaten unter Federführung der King Abdulaziz City for Science and Technology, Saudi-Arabien zur Beratung des G20-Prozesses im Jahr 2020 erarbeitet. Im Vorfeld des Gipfeltreffens der G20-Staaten im November 2020 in Riad (Saudi-Arabien) haben die Wissenschaftsakademien dieser Staaten die gemeinsame Stellungnahme „Foresight: Science for Navigating Critical Transitions“ vorgelegt. Das Papier wurde am 26. September 2020 an die saudi-arabische G20-Präsidentschaft übergeben. Die Wissenschaftsakademien betonen in dem Papier die Notwendigkeit, globale Herausforderungen in all ihrer Komplexität und Vernetzung zu betrachten und weisen auf die Rolle der Wissenschaft bei der Bewältigung von Umbrüchen hin. Die Coronavirus-Pandemie habe mangelnde Voraussicht und Schwachstellen in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Wirtschaft, Sozialwesen und Bildung offengelegt. Das Papier wurde in virtuellen Treffen der Wissenschaftsakademien unter Beteiligung von Mitgliedern der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina erarbeitet

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